„In The Dead Of Night“ von -La Magra-

Bei „In The Dead Of Night“ von -La Magra- werdet Ihr in die Welt der
Finsternis gelockt. Düstere Melodien und brachiale Gitarrenriffs der
miteinander verflochtenen Lieder entführen Euch immer tiefer in die
haarsträubenden Horrorerzählungen. Dabei wird Euch der Sound massiver
und heftiger als jemals zuvor begegnen.
„In The Dead Of Night“ erscheint als Doppel-CD und ist in ein
aufwändiges DigiPAC mit schaurig-schönem 8-seitigem Booklet
gekleidet. Die 2. CD beinhaltet unveröffentlichte und rare Lieder der
letzten 20 Jahre.

Album Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=GNR9_0mBdlc

Tracklist:
CD 1:

prelude – nightfall 1
forest of the damned
sie
nightfall 2
dark shadows
nightfall 3
der wanderer
armee der schatten
the hunter
nightfall 4
the ritual
nightfall 5
knochenball
haus am see
nightfall 6
der vampyr
non morte

CD 2:
kein gott (ro issue mix)
atheist (infidelis version)
flieh mit mir (male version)
mistress of the night (may-fly rmx)
guardian angel feat. martha of distorted reality
broken inside (broken again mix)
reanimation (remx for kreuzversuch)
ich will zu dir (tombstone version)
sweet jesus (church mix)
infect me (club mix)
vampyre romance (eternity rmx)
alone in darkness (forever in loneliness mix)
candlemas eve (rare track)
angels descending (nephilim rmx)
auf ewig
flieh mit mir (a memorial to conny)

Review – La Magra „In the Dead of Night“

Wer mal wieder Lust auf richtig gute Gruft-Mucke hat, der ist mit dem Dresdner Projekt „La Magra“ gut beraten. „In the Dead of Night“ ist eine herrlich düstere Platte und kommt gleich im Doppelpack daher. So kann man, ganz nach Belieben, auch gleich noch in die Remixe rein hören.

In die Düsternis lockt einen zunächst einmal das Intro. Mit seinen Unwetter- und Orgelklängen stimmt es gut ein auf das, was da kommen möge.

Mit kraftvollen Gitarrenriffs und melodiösen Synthies geht es dann in den „Forest of the damned“. Der verzerrte Gesang ist in Englisch gehalten und gerade der Refrain ist wirklich eingängig. Im Hintergrund erzählen unheilvolle Stimmen auf Deutsch von den Unmöglichkeiten, die sich in diesem Wald abspielen müssen. Ja sogar von Hexen ist die Rede. Diese Kombination passt erstaunlich gut zusammen, auch wenn ich normalerweise kein Fan davon bin, zwei Sprachen in einem Song zu mischen.

Ein stampfender und vorwärtstreibender Rhythmus führt einen dann zu „Dark Shadows“. Die hypnotische Wirkung des Songs, zusammen mit den laut und hektisch geflüsterten Passagen, in denen die Geschehnisse diskutiert werden, lassen einen förmlich spüren, wie die Schatten näherkommen. Die Schreie aus den Schatten machen das ganze noch nachdrücklicher. Ein wahrlich düsteres Stück.

„Der Wanderer“ ist sehr eindrucksvoll vorgetragen. Man kann den abgekämpften Wanderer, der von den Erlebnissen seiner Reise erzählt, praktisch vor sich sehen. Er scheint so erschöpft zu sein, dass man ihn kaum noch versteht. Zumindest mir ging es so.

Ein Hauch von Industrial schwebt bei „The Hunter“ durch den Raum. Eine Frauenstimme beschreibt wie die Leiber aussehen, die der Jäger auf seinem Beutezug zurückgelassen hat. Gänsehaut ist da vorprogrammiert. Der schnelle Beat jagt einen durch den Titel. Brachiale Riffs und melodiöse Synthies zeigen den Pfad, den man nehmen sollte. Wirklich ein geiler Song

Der stampfende Rhythmus von „The Ritual“ und der von einer weiblichen Stimme vorgetragene Text lassen nur wenig Zweifel daran, was hier stattfindet. Man muss sich einfach passend dazu bewegen, so einnehmend ist der Song. Und auch wenn man es gar nicht so genau wissen will, kann man einfach nicht weghören.

Vermeintlich beschaulicher wird es, wenn man der Einladung zum „Haus am See“ folgt. Angelockt von einer schönen Ortsbeschreibung, schnellen Gitarren und ordentlichen Bässen, wird man es letztendlich doch bereuen dorthin gekommen zu sein. Ein absolut mitreißendes Stück.

Nach all der Aufregung findet „In the Dead of Night“ mit dem Lied „Non Morte“ ein ruhiges Ende. Ein französisch sprechender Vampir zieht seine leisen Bahnen durch das Land. Sanfte Synthies begleiten ihn dabei. Ein würdiger Ausklang.

La Magra haben hier Musik geschaffen, die ein perfektes Kopfkino hervorruft. Sozusagen der Soundtrack zum ganz persönlichen Horrorstreifen. Die Passagen von „Nightfall 1-6“ erzeugen noch einmal mehr eine großartige Atmosphäre zwischen den einzelnen Songs. Ich bin wirklich begeistert und kann das Album nur empfehlen.

geschrieben von Antje Heine

Interview -La Magra-

Das Warten für die Fans von -La Magra- hat ein Ende!!! Bei „In The Dead Of Night“ von -La Magra- werdet Ihr in die Welt der Finsternis gelockt. Dabei wird Euch der Sound massiver und heftiger als jemals zuvor begegnen.

Ich freue mich ganz besonders, dass die Band sich Zeit genommen hat mir ein paar Fragen zu beantworten.

KKM: Hallo Ihr! Euer neues Album In The Dead Of Night“ ist gerade erschienen. Erzählt uns doch kurz, wovon das Album handelt?

„In The Dead Of Night“ umschreibt die facettenreiche Schönheit der Nacht mit ihren schrecklichen Geheimnissen wie Wesen, die mit gewetzten Krallen im Dunklen den Sonnenuntergang erwarten. Oder dunkle, schemenhafte Gestalten im Nebel, die ihren Opfern auflauern. Es ist sozusagen eine Gruselgeschichte zur Geisterstunde.

KKM: 2016 erschien Euer letztes Studioalbum „Fairytales From The Graves“. Eine lange Zeit. Was habt Ihr in dieser Zeit getan?

Es war eine aufregende Zeit! Gemeinsam mit DOOMCAT productions drehten wir das Video zu „Hörst du mich rufen“, das wir im Juni 2017 veröffentlichten. Im selben Jahr erschien zu Halloween unsere digitale EP „Riding Corpses“ auf Bandcamp. Danach stürzten sich FeeLidae und Louis Cyphre auf ihr Nebenprojekt „Deadly Injection“ und veröffentlichten 2018 das Debütalbum „Taste Me“, dem einige Konzerte u.a. beim WGT 2019 folgten.

Parallel dazu setzten wir uns alle zusammen, sammelten Ideen für –La Magra– und beschlossen unter anderem, ein weiteres Video zu drehen. Das war ein sehr aufwendiges Projekt mit vielen Beteiligten zum Song „Mein Liebling“, das wir im Juni 2020 veröffentlichten. Als Vorbote zum aktuellen Album erschien passend zu Halloween im selben Jahr die Single „Haus Am See“.

KKM: Das verrückte Jahr 2021 ist endlich vorbei. Wie habtihr das Jahr verbracht?

2021 nutzen wir jede freie Minute, um kreativ und produktiv zu bleiben. So wurde im Januar mit „Zombified“ das 2. Album von „Deadly Injection“ fertig. Danach arbeiteten alle Band- und Produktionsmitglieder bis spät in den Herbst an „In The Dead Of Night“. Zwischendurch hatten wir auch viel Spaß bei unserem Live-Gig im „Ghost Train“ Chemnitz.

KKM: Wie viel Arbeit hattet ihr an dem Album und hat euch jemand unterstützt?

Auf einer Skala lässt sich die „Arbeit“ nur schwer bemessen, aber man kann schon sagen, dass wir dieses mal einen ungleich größeren Aufwand betrieben haben, auch um das Album zu einer zusammenhängenden Geschichte zu verbinden.

Grundlegend ist die Herangehensweise an ein Album gut strukturiert. Am Anfang werden von Louis Cyphre in aller Ruhe die ersten Noten eingespielt, Texte und Ideen entstehen. Sobald das Grundgerüst klar ist, werden dann die anderen Bandmitglieder einbezogen: Instrumente werden eingespielt, Stimmen aufgenommen, Änderungsvorschläge probiert oder verworfen. Die Lieder haben so Zeit zu reifen und das finale Albumkonzept nimmt Form an.

Dieses mal haben wir mit Zwischenstücken/Intermezzos gearbeitet, um die Atmosphäre zu verdichten. In der letzten Phase kamen dann noch aufwändige Arrangements dazu, oder beispielsweise ein Chor als i-Tüpfelchen. Das passierte parallel zum Mixen, hier arbeiten wir eng mit Mr. Tom Kat von DOOMCAT productions zusammen, der auch das Mastering überwacht. Und dann ist da die Deadline zur Produktion, die uns antreibt!

KKM: Das ist ja nun bei weitem nicht euer erstes Album. Ist die Aufregung trotzdem immer noch groß?

Ja! Wir erwarten immer mit Spannung, wie unsere Fans auf das nächste Album reagieren werden. Jedes Album ist anders, wir möchten nicht stehen bleiben, uns weiterentwickeln.

KKM: In The Dead Of Night“ erscheint als Doppel-CD und ist in ein aufwändiges Digipak mit schaurig-schönem 8-seitigem Booklet gekleidet. Die 2. CD beinhaltet unveröffentlichte und rare Lieder der letzten 20 Jahre. Wie kam es zu dieser Idee und ihrer Umsetzung?

Wir überlegten, wie wir gemeinsam mit unseren langjährigen und treuen Fans unser 20-jähriges Jubiläum trotz der Pandemie feiern könnten. Warum also nicht das neue Album als Doppel-CD und erstmalig im Digipak-Format herausbringen, mit einem Rückblick auf der letzten 20 Jahre auf der 2. CD? Doch nicht als klassische „Best of“, sondern mit vielen raren Songs und unveröffentlichten Remixen. Das Mastering dafür übernahm dann echoRausch digital services. Ein geheimnisvolles düsteres Booklet war natürlich unabdingbar, das wieder in Zusammenarbeit mit Rainer F. Engel entstand.

KKM: Welche Erwartungen habt ihr an In The Dead Of Night“? Ist eine Platzierung in den Charts für euch wichtig oder seid ihr da eher entspannt?

Die Leidenschaft für die Musik macht uns einfach Spaß…Eine Platzierung in den Charts ist immer eine feine Sache. Es ist natürlich eine Freude für uns, dass wir mit dem aktuellen Album auf Platz 5 der Deutschen Alternativ Charts eingestiegen sind. Doch das Schönste ist stets das Feedback unserer Fans!

KKM: Welche Musik habt ihr im Schaffensprozess privat gehört und hat diese Musik das Album vielleicht auch ein Stück weit beeinflusst?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Vielleicht war es eher Metal oder Industrial? Zumindest liegt die Vermutung nahe, da die Gitarren eine größere Rolle als früher spielen. Aber genau wissen wir das nicht mehr. Der ganze Entstehungsprozess des Albums zog sich aber auch über eine lange Zeit, in der wir privat sicher sehr unterschiedliche Musik gehört haben.

KKM: Ist es euch schwerer gefallen, am neuen Album zu arbeiten? Hat es euch in eurer Kreativität beeinträchtigt?

Wir sehen die Musik weniger als „Arbeit“, sondern als freiwilligen kreativen Schaffensprozess. Wir waren auch gänzlich unbelastet von Druck, etwas „toppen“ zu müssen oder eine Erwartung zu erfüllen. Natürlich gibt es immer wieder mal anstrengendere Momente bei den kleinen, feinen Details – vor allem in der „heißen Phase“, wenn bis spät in die Nacht noch am letzten Schliff gefeilt wird. Doch das Ergebnis macht uns immer stolz und lässt die Mühe vergessen!

KKM: Was macht euch persönlich mehr Spaß, die Produktion oder die Live-Auftritte?

Das ist ganz unterschiedlich, aber sind ja auch unterschiedliche Prozesse. Die Live-Auftritte sind natürlich etwas ganz besonderes. Bei der Produktion ist ja immer nur eine Handvoll Leute involviert, die wissen wie die Musik klingen wird.

Wenn das Geheimnis dann aber gelüftet ist, kommt der Nervenkitzel, die Lust, die Songs „in echt“ zu präsentieren, das Publikum mitzureißen. Und jedes Konzert ist anders! Einige kennen unsere Musik und feiern mit uns, andere noch nicht – doch im Laufe des Gigs kann man sie vielleicht überzeugen.

Diese 1 zu 1 Reaktion hat man im Studio nicht.
Da ist es eher der laufende Prozess, wie auf magische Weise aus einer kleinen Idee am Ende ein ganzes Werk entsteht. Manchmal kommen auch Überraschungen und glückliche Zufälle dazu, so dass es eine faszinierende Reise ins Unbekannte ist.

KKM: Habt ihr für 2022 insgesamt eine Tour geplant?

Eine Tour haben wir nicht geplant, doch vereinzelte Konzerte wird es mit Sicherheit geben, wenn die aktuelle Lage es zulässt. Wir informieren stets auf Facebook über kommende Konzerte.

KKM: Vielen Dank für eure Zeit!

geschrieben von C.T.

Bandcamp:
https://lamagra.bandcamp.com/album/in-the-dead-of-night

Facebook:
https://www.facebook.com/lamagra.official/