Interview -La Magra-

Das Warten für die Fans von -La Magra- hat ein Ende!!! Bei „In The Dead Of Night“ von -La Magra- werdet Ihr in die Welt der Finsternis gelockt. Dabei wird Euch der Sound massiver und heftiger als jemals zuvor begegnen.

Ich freue mich ganz besonders, dass die Band sich Zeit genommen hat mir ein paar Fragen zu beantworten.

KKM: Hallo Ihr! Euer neues Album In The Dead Of Night“ ist gerade erschienen. Erzählt uns doch kurz, wovon das Album handelt?

„In The Dead Of Night“ umschreibt die facettenreiche Schönheit der Nacht mit ihren schrecklichen Geheimnissen wie Wesen, die mit gewetzten Krallen im Dunklen den Sonnenuntergang erwarten. Oder dunkle, schemenhafte Gestalten im Nebel, die ihren Opfern auflauern. Es ist sozusagen eine Gruselgeschichte zur Geisterstunde.

KKM: 2016 erschien Euer letztes Studioalbum „Fairytales From The Graves“. Eine lange Zeit. Was habt Ihr in dieser Zeit getan?

Es war eine aufregende Zeit! Gemeinsam mit DOOMCAT productions drehten wir das Video zu „Hörst du mich rufen“, das wir im Juni 2017 veröffentlichten. Im selben Jahr erschien zu Halloween unsere digitale EP „Riding Corpses“ auf Bandcamp. Danach stürzten sich FeeLidae und Louis Cyphre auf ihr Nebenprojekt „Deadly Injection“ und veröffentlichten 2018 das Debütalbum „Taste Me“, dem einige Konzerte u.a. beim WGT 2019 folgten.

Parallel dazu setzten wir uns alle zusammen, sammelten Ideen für –La Magra– und beschlossen unter anderem, ein weiteres Video zu drehen. Das war ein sehr aufwendiges Projekt mit vielen Beteiligten zum Song „Mein Liebling“, das wir im Juni 2020 veröffentlichten. Als Vorbote zum aktuellen Album erschien passend zu Halloween im selben Jahr die Single „Haus Am See“.

KKM: Das verrückte Jahr 2021 ist endlich vorbei. Wie habtihr das Jahr verbracht?

2021 nutzen wir jede freie Minute, um kreativ und produktiv zu bleiben. So wurde im Januar mit „Zombified“ das 2. Album von „Deadly Injection“ fertig. Danach arbeiteten alle Band- und Produktionsmitglieder bis spät in den Herbst an „In The Dead Of Night“. Zwischendurch hatten wir auch viel Spaß bei unserem Live-Gig im „Ghost Train“ Chemnitz.

KKM: Wie viel Arbeit hattet ihr an dem Album und hat euch jemand unterstützt?

Auf einer Skala lässt sich die „Arbeit“ nur schwer bemessen, aber man kann schon sagen, dass wir dieses mal einen ungleich größeren Aufwand betrieben haben, auch um das Album zu einer zusammenhängenden Geschichte zu verbinden.

Grundlegend ist die Herangehensweise an ein Album gut strukturiert. Am Anfang werden von Louis Cyphre in aller Ruhe die ersten Noten eingespielt, Texte und Ideen entstehen. Sobald das Grundgerüst klar ist, werden dann die anderen Bandmitglieder einbezogen: Instrumente werden eingespielt, Stimmen aufgenommen, Änderungsvorschläge probiert oder verworfen. Die Lieder haben so Zeit zu reifen und das finale Albumkonzept nimmt Form an.

Dieses mal haben wir mit Zwischenstücken/Intermezzos gearbeitet, um die Atmosphäre zu verdichten. In der letzten Phase kamen dann noch aufwändige Arrangements dazu, oder beispielsweise ein Chor als i-Tüpfelchen. Das passierte parallel zum Mixen, hier arbeiten wir eng mit Mr. Tom Kat von DOOMCAT productions zusammen, der auch das Mastering überwacht. Und dann ist da die Deadline zur Produktion, die uns antreibt!

KKM: Das ist ja nun bei weitem nicht euer erstes Album. Ist die Aufregung trotzdem immer noch groß?

Ja! Wir erwarten immer mit Spannung, wie unsere Fans auf das nächste Album reagieren werden. Jedes Album ist anders, wir möchten nicht stehen bleiben, uns weiterentwickeln.

KKM: In The Dead Of Night“ erscheint als Doppel-CD und ist in ein aufwändiges Digipak mit schaurig-schönem 8-seitigem Booklet gekleidet. Die 2. CD beinhaltet unveröffentlichte und rare Lieder der letzten 20 Jahre. Wie kam es zu dieser Idee und ihrer Umsetzung?

Wir überlegten, wie wir gemeinsam mit unseren langjährigen und treuen Fans unser 20-jähriges Jubiläum trotz der Pandemie feiern könnten. Warum also nicht das neue Album als Doppel-CD und erstmalig im Digipak-Format herausbringen, mit einem Rückblick auf der letzten 20 Jahre auf der 2. CD? Doch nicht als klassische „Best of“, sondern mit vielen raren Songs und unveröffentlichten Remixen. Das Mastering dafür übernahm dann echoRausch digital services. Ein geheimnisvolles düsteres Booklet war natürlich unabdingbar, das wieder in Zusammenarbeit mit Rainer F. Engel entstand.

KKM: Welche Erwartungen habt ihr an In The Dead Of Night“? Ist eine Platzierung in den Charts für euch wichtig oder seid ihr da eher entspannt?

Die Leidenschaft für die Musik macht uns einfach Spaß…Eine Platzierung in den Charts ist immer eine feine Sache. Es ist natürlich eine Freude für uns, dass wir mit dem aktuellen Album auf Platz 5 der Deutschen Alternativ Charts eingestiegen sind. Doch das Schönste ist stets das Feedback unserer Fans!

KKM: Welche Musik habt ihr im Schaffensprozess privat gehört und hat diese Musik das Album vielleicht auch ein Stück weit beeinflusst?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Vielleicht war es eher Metal oder Industrial? Zumindest liegt die Vermutung nahe, da die Gitarren eine größere Rolle als früher spielen. Aber genau wissen wir das nicht mehr. Der ganze Entstehungsprozess des Albums zog sich aber auch über eine lange Zeit, in der wir privat sicher sehr unterschiedliche Musik gehört haben.

KKM: Ist es euch schwerer gefallen, am neuen Album zu arbeiten? Hat es euch in eurer Kreativität beeinträchtigt?

Wir sehen die Musik weniger als „Arbeit“, sondern als freiwilligen kreativen Schaffensprozess. Wir waren auch gänzlich unbelastet von Druck, etwas „toppen“ zu müssen oder eine Erwartung zu erfüllen. Natürlich gibt es immer wieder mal anstrengendere Momente bei den kleinen, feinen Details – vor allem in der „heißen Phase“, wenn bis spät in die Nacht noch am letzten Schliff gefeilt wird. Doch das Ergebnis macht uns immer stolz und lässt die Mühe vergessen!

KKM: Was macht euch persönlich mehr Spaß, die Produktion oder die Live-Auftritte?

Das ist ganz unterschiedlich, aber sind ja auch unterschiedliche Prozesse. Die Live-Auftritte sind natürlich etwas ganz besonderes. Bei der Produktion ist ja immer nur eine Handvoll Leute involviert, die wissen wie die Musik klingen wird.

Wenn das Geheimnis dann aber gelüftet ist, kommt der Nervenkitzel, die Lust, die Songs „in echt“ zu präsentieren, das Publikum mitzureißen. Und jedes Konzert ist anders! Einige kennen unsere Musik und feiern mit uns, andere noch nicht – doch im Laufe des Gigs kann man sie vielleicht überzeugen.

Diese 1 zu 1 Reaktion hat man im Studio nicht.
Da ist es eher der laufende Prozess, wie auf magische Weise aus einer kleinen Idee am Ende ein ganzes Werk entsteht. Manchmal kommen auch Überraschungen und glückliche Zufälle dazu, so dass es eine faszinierende Reise ins Unbekannte ist.

KKM: Habt ihr für 2022 insgesamt eine Tour geplant?

Eine Tour haben wir nicht geplant, doch vereinzelte Konzerte wird es mit Sicherheit geben, wenn die aktuelle Lage es zulässt. Wir informieren stets auf Facebook über kommende Konzerte.

KKM: Vielen Dank für eure Zeit!

geschrieben von C.T.

Bandcamp:
https://lamagra.bandcamp.com/album/in-the-dead-of-night

Facebook:
https://www.facebook.com/lamagra.official/

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Interview with Principe Valiente

KKM: Thanks for doing this interview with Kainklangmusicmagazine. Could you let us know who you are by name and what your roles in the project are?

Fernando Honorato: Vocals, bass & keyboards/piano

Jimmy Ottosson: Guitars & pads/keyboards

Rebecka Johansson: keyboards & backing vocals

Joakim Janthe: Drums

Me (Fernando) and Jimmy writes all the material and then we finish them together with the band. Lyrics by Honorato.

KKM: The latest album includes only new material or also older ones which where hidden in a drawer?

Fernando: Only new material. Even though we began the writing to this album already in 2018, one year after the release of ”Oceans”.

KKM: Concerning influences… what would you say that the musical influence would be which might be the most surprising to listeners?

Fernando: Good question, actually during the writing process I can be aware of moments like ”this thing could Jeff Buckley actually do..?”. Unexpected or surprising, I don’t know, but a bit of Radiohead sometimes too or maybe Nina Simone as well. Or Massive Attack. Me and Jim are influenced by different stuff as well, even though the red thread is the passion for the post/punk vibe, chorus effects and reverb. I’ve also been a big fan of Tindersticks through the years, I really can relate to Stuart Staples way of using his voice.

KKM: What’s a live Principe Valiente show like? Have you played outside Europe? Or is this exclusively a studio project?

Jim: A Principe Valiente live show are a couple of stories about human relationships and youthful hardships accompanied by a dark, modulated, ambient sonic fantasy, balancing on the line between the introvert and extrovert. You can rock out or dream away.

We are all about putting out records and getting on the road. Some periods all our focus goes into writing and recording, and sometimes it is all about touring and connecting. It is like a circle that keeps this project interesting and inspired.

KKM: How about remixes? Have you done many of those? If so, what would you say makes a good remix from the perspective of both the artist and the remixer?

Jim: Almost every single we have released lately came with one or a couple remixes. We have only done one remix of another artist: the track „Tape“ by our friend Johan Sjöblom.

I guess a good remix is something that captures some interesting aspect of a song and create something new from it. I don’t really see the point in trying hard to make it unrecognisable, i like when the soul of the song is still there.

KKM: Let’s say that sometime in the far future, someone locates a recording of Principe Valiente. What do you want them to learn from your message?

Jim: I think our music, especially the lyrics, are deeply personal. I don’t think of it as a message to anyone actually, more like a confession to a close friend or something you would scribble down in a diary and keep somewhere hidden.

KKM: If everything goes as planned, what do you think we can expect from Principe Valiente in 2022?

Jim: We will release our fourth album „Barricades“ in March! Can’t wait to get out and do a couple of shows with new songs in the set. First gig will be in Stockholm at the release show for the new album on March 18, and we have some European shows planned later this year as well.

KKM: Have you ever written anything that perhaps was outside the scope of Principe Valiente, that might spawn a side project?

Fernando: Well, the ”Broken Wings” cover was a new thing to do for me in 2020. I’ve also recently written a cover of another song. A more modern one, and also some new ideas but these are only in the working process at the moment. Don’t know yet if it can be a ”solo thing” or future material for Principe.

KKM: Thanks for your time. Any last words can be yours

Fernando: We hope you enjoy our new album.

written by C.T.

Facebook: https://www.facebook.com/principesweden

Insta:https://www.instagram.com/principevalienteofficial/

Web: https://principevaliente.com/ 

And the new album pre-orders have begun!!https://principevaliente.bandcamp.com/album/barricades PRINCIPE VALIENTE | BARRICADES – OUT MARCH 18, 2022 (pre-orders for CD & Vinyl coming soon..)

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Interview with (((S)))

KKM: Hello. We appreciate your time with Kainklangmusik today. We are based in Germany. Obviously Germany is well known for its electronic music scene. Is that where your greatest response has been from perhaps?

Yes I think so more or less. It’s where my record company is – Aenaos Records and it’s also where I get my stuff mastered – in Leipzig at TS- Musix. Also German radios and webmags has been very kind to the (((S))) project so far.

But a funny thing is that Spotify sends you all this data of where your listeners live and there’s a lot of americans on the line which makes sense in a way, because there has been a lot of airplay in the states. But it looks like the most listeners to the (((S))) project lives in Buffalo of all places – why I don’t know, but it’s great fun – I want to go there asap KKM: Can you talk about the latest release, “The World of S”? KKM: The latest album includes only new material or also older ones which where hidden in a drawer?

The reason ‘The world of (((S)))’ was released is that I accidently listened to the old stuff and it sounded so weak soundwise, but at the same time I was very proud of the songs – like in overwhelmed, so I decided to remix the best songs from the first two albums ‘Ghost’ and Phantom’. And while looking for the old files I stumbled upon so much unreleased material, that I have now started to record a whole new album!! And what a joy that is. I expect an album to be released later this year and hopefully a single in April.

KKM: Has the creative process changed at all during your time with (((S)))?

No I don’t think so. It’s stll a oneman band project with a big help from my drumming friend Tomas Ortved. Sometimes I’m so tired of all the work and trouble of working alone, that I forget all about it, but right now I’m on a high about it all and so very proud of all the things this project has achieved ever since being the album of the year in 2009… KKM: Are you involved with any other projects? Are you involved as a remixer or in another related service?

Aenaos records has also released two albums the dreampop project BlackieBlueBird to great critical acclaim. I write the songs and Heidi Lindahl sings them so beautifully.

We’re taking a break right now, so instead I’m producing a Danish act called Neu Sierra, which also has a dark touch to it. We have been touring a bit and right now we’re trying to finish recording an album. There’s an ep out there already btw…

KKM: Has there been any change in your use of digital analog instruments over the years?

I’m a restless person, so I have switched genres on the (((S))) releases which is not good career wise, but so it goes. From classical postpunk stuff on the first couple of records through a more synthoriented sound. Then two utopian narrative soundscape albums about the early surf expiriences and even about old school country venues in the Virginians woods.( It sounds a bit weird I know and nobody listened to it) and then back again to the old sound of electric guitars and high strung lyrics.

KKM: Concerning influences… what would you say that the musical influence would be which might be the most surprising to listeners?

I mostly listen to old country and gospel records these days. Fifties and sixties stuff. It’s so comforting for your soul.

KKM: What’s next for you in 2022 and 2023? What do you hope to accomplish?

As stated earlier there’s an album release later this year, that I’m very excited about. New songs and new and better production. I want the (((S))) project to grow with even more airplay and maybe even doing concerts…. KKM: Thanks for your time. The last words are yours.

Thanks for asking and I hope we’ll talk again soon !

written by C.T.

Webhttps://www.aenaos-records.com/artists/fustydk
Facebook:  https://www.facebook.com/UngoogableS/
Bandcamp: https://fustydk.bandcamp.com/
Spotify: https://open.spotify.com/artist/1d3ghnJNBasSsKGpB5gC7O

https://www.aenaos-records.com/

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Interview mit The Brute :

In den Startlöchern steht hier ein Projekt, das mir persönlich sehr am Herzen lag. Ich war von Anfang an davon begeistert, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Nun haben wir uns die Zeit genommen, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und wünschen euch viel Spaß beim lesen :-)

Als Erstes vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein Schaffen ;-). Wie geht es dir? Du bist bestimmt total aufgeregt, oder?

Erst einmal danke für Deine Einladung zu dem Interview. Im Moment ist da so ein positives Kribbeln. Eine gewisse Aufregung lässt sich nicht leugnen. Das ganze Projekt bekommt eine Richtung, die am Anfang nicht absehbar war.

KKM: Stimmt es, dass Ende Juli 2020 die neue Single samt Remix EP rauskommen soll?

Ja, „Seduce Me / Rain“ wird die zweite Release von The Brute : und wird erneut eine Doppel-Single plus Remix EP sein. Zu hören gibt es dann verschiedene Versionen der beiden Titelsongs sowie einen neuen Bonustrack „Stay“. Offizielles Veröffentlichungsdatum ist der 31. Juli 2020. Zu „Seduce Me“ gibt es bereits ein Video, das man seit März auf YouTube anschauen kann.

KKM: Wie gemunkelt wird, hast du jetzt ein Label? Wie kam es dazu und was ist geplant?

Das ist toll, oder? Seit diesem Monat bin ich bei Timezone Records. Dinge passieren manchmal ganz schnell. Erst vor einigen Wochen hatte ich Holger von TZ einfach angeschrieben, da er tolle Künstler aus sehr verschiedenen Genres unter Vertrag hat. Einen Tag später haben wir uns schon extrem lange ausgetauscht und spontan eine Zusammenarbeit beschlossen. Es hat einfach gepasst. Das erste gemeinsame Projekt ist eben die neue Single. Im August ist eine Neuveröffentlichung der Single „Lonesome Hero / And I Want You…“ mit „Lonesome Hero“ in einer überarbeiteten Version geplant, quasi 2.0, Haha. Im Oktober soll es dann schon eine dritte Single geben gefolgt von einem kompletten Album in Dezember 20 oder Januar 21. Das gibt noch viele Nächte im Studio mit Energy-Drinks.

KKM: Wie sind die bisherigen Veröffentlichungen bei deinen Fans angekommen? Welche Reaktionen gab es von Seiten der (Szene – Fach)Presse?

Die erste veröffentlichte Single im letzten Jahr war eine Herzenssache von mir. Ich hatte absolut keine Erwartungen und war völlig überrascht, wie positiv die Reaktionen waren. In Frankreich und in Kanada kam „Lonsome Hero“ sogar bei einem Radiosender in die Rotation. Ein Freund aus Kolumbien rief eines Nachts an, dass er das Video gerade im kolumbianischen Fernsehen sieht. Und auf Facebook bekam das Video unglaubliche 100k Views und fast 600 Shares weltweit. PR in dem Sinne hatte ich gar nicht lanciert, aber dieses unglaubliche Feedback machte dann doch Mut, das ganze ernsthafter weiter zu verfolgen. Interessanterweise kam aus der Szene oder Szenefachpresse gar kein Feedback. (ausgenommen von Dir.) Eine offizielle Pressemitteilung hatte ich natürlich an alle Pressestellen oder Radiosender samt Musik geschickt. Aber ich hatte ja nichts erwartet und mir war klar, dass man sich den Weg erarbeiten muss.

KKM: Wie lange hast du an der Fertigstellung für die neue CD gearbeitet?

Das erste Demo zu „Seduce Me“ hatte ich schon im September 2019 veröffentlicht. Als dann der Deal mit Timezone Records kam, ging alles sehr schnell. Innerhalb von vier Wochen wurden alle Songs und Remixe überarbeitet bzw. „Stay“ gab es vor vier Wochen noch gar nicht. Du siehst ja meine Augenringe ;-)

KKM: Wo wurde sie aufgenommen und produziert?

Alle Songs nehme ich komplett in meinem eigenen Studio auf und produziere sie in diesem Sinne auch dort selbst. Das Mastern der Songs machen aber professionelle Hände. Und mit Simon Gibson von den Abbey Road Studios in London habe ich da das Glück, mit einem echten Meister seines Fachs zusammenarbeiten zu dürfen. Seine Arbeiten an den letzten Alben von Depeche Mode werden wohl viele kennen. Er hat einfach das Händchen, die Seele der Songs einzufangen.

KKM: Wurdest du bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in deiner Hand?

In der Tat mache ich alles komplett alleine. Texten, Arrangements, Harmonien, jede Note und jeder einzelne Sound ist dann auch tatsächlich von mir. Über die Jahre haben sich bis unter die Decke eine Menge analoge Synthesizer angesammelt und fast jeden Abend wird daran geschraubt. Darin kann ich mich ganze Nächte verlieren.

KKM: Welche Anforderungen stellst du persönlich an einen guten Song?

Er muss überraschen können. Eine unerwartete Wendung oder Harmonie mitbringen oder ein interessantes sich aufbauendes Sounddesign. Auf keinen Fall berechenbar.

KKM: Wenn du neue Songs komponierst, benötigst du da eine bestimmte innerliche Stimmung oder eine besondere Atmosphäre?

Oh ja! Das geht sehr schnell. Musik ist für mich wie eine Droge und ich kann bestimmte Moment im Leben speichern und in den Noten wieder herauslassen. Augen schließen, den Moment vorüberziehen lassen und die Finger machen auf der Gitarre oder dem Key den Rest von ganz alleine. „And I Want You…“ ist auf diese Weise entstanden. Es hat etwas von Melancholie und der Sehnsucht nach dem Schönen, das in jedem und allem steckt, sogar wenn man vor einer Front von dunklen Wolken steht.

KKM: An welchen Orten kannst du dich am besten auf das Schreiben neuer Songs und Texte konzentrieren?

Es gibt da zwei Orte in Spanien und in den Schweizer Alpen, die mich fesseln. Dort sammle ich in Gedanken die Struktur neuer Songs. Die Fahrt dort hin ist schon sehr produktiv. Was ich da so alles in mein Mobile gebrüllt habe. Hahaha. Der Rest ist Fleißarbeit im Studio.

KKM: Welche Themen greifst Du auf und durch was lässt du dich beim Texten inspirieren?

In den Texten geht es ausschließlich um Themen, die mich persönlich berühren. Das können politische Tagesereignisse sein oder ganz persönliche Lebenserfahrungen. Das war nicht immer so. Aber man bringt so einfach mehr Seele in Gesang und Sound. „Seduce Me“ ist solch ein Bespiel. Der Song ist bereits 25 Jahre alt und erst jetzt mit dem neuen Text fühlt er sich vollständig an.

KKM: Wer verbirgt sich alles hinter The Brute : ?

Im Moment bin das nur ich. In der Vergangenheit waren es unter einem anderen Namen vier Mann. Ich hoffe, das wird sich in Zukunft wieder ändern. Gerade, wenn es um Liveauftritte geht. Bei dieser Gelegenheit; ich suche für das Projekt noch einen Gitarristen und einen oder zwei Keyboarder ;-)

KKM: Gibt es so etwas, wie eine grundsätzliche Idee, die sich hinter The Brute : verbirgt?

Oh, das ist schon fast eine philosophische Frage. Musik hat mich schon seit der Kindheit sehr bewegt und letztlich ist Kunst ja oft genug ein Ventil des Erschaffers, um sein innerstes Ich auszudrücken. Da nehme ich mich nicht aus. Letztlich erzählen die Songs kleine Fünfminuten-Geschichten aus meinem Leben. In diesem Sinne, ja, es gibt eine grundsätzliche Idee.

KKM: Wie und wann kam es zur Gründung von The Brute :?

Wenn Du es wirklich ganz genau wissen möchtest, das war der 03. Januar 2018 in der Oper von Madrid. Ich hatte ein Blind Date das von einer Exfreundin lanciert wurde. Eigentlich witzig. Ihre Lebensfreude hatte mich einfach wie eine Muse fasziniert. Nach über 15 Jahren Abstinenz brachte sie mich ungewollt dazu, wieder ernsthafter Musik zu machen. Zurück zu hause fing ich an „And I Want You…“ zu schreiben. In dem Song geht es eben genau um diesen Moment des Findens des inneren Wesens.

KKM: Wieso hast du dich für den Bandnamen The Brute : entschieden? Steckt für dich dahinter eine tiefere Bedeutung?

Es gibt da einen alten Film mit Clint Eastwood und Lee van Cleef, der heißt im originalen „The Good, The Bad and the Ugly“. Auf Französisch wurde er etwas anders übersetzt „Le Bon, la Brute et le Truand“. Von da ist es entlehnt. Der Doppelpunkt am Ende war ein Versehen beim erstellen des Logos und habe es spontan im Namen belassen.

KKM: Wie zufrieden bist du mit dem bisher Erreichten und was würdest du ändern, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Dafür, dass ich am Anfang eigentlich nur einen Song aufnehmen wollte und ansonsten keine Erwartungen hatte, freue ich mich über die Entwicklung. Die Zeit wollten wir schon alle zurückdrehen und natürlich hätte ich mich gefreut, wenn bereits Mitte der 90iger sich etwas ergeben hätte. Seit dem gab es viele gute und schlechte Entscheidungen. Aus heutiger Sicht würde ich nur eines ändern; eher in die Welt hinaus gehen.

KKM: Was war für dich das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Meine Eltern und Großeltern waren Musik begeistert und nahmen mich immer mit in die Oper. Ich werde bis heute nicht vergessen, wie ich zum ersten mal als Junge den Gefangenenchor aus „Nabucco“ hörte. Und als meine Musiklehrerin mir erklärte, dass Musik nichts als Mathematik ist war es klar, das wollte ich auch machen.

KKM: Wen siehst du als das typischen The Brute : Publikum an?

Uhh, dazu habe ich ganz ehrlich gar keine Meinung. Wahrscheinlich sind alle Liebhaber von elektronische Musik jeder Couleur, potentielle Zuhörer, sei es New Wave oder Alternative Rock aus den 80igern und allem, was sich daraus in den letzten 40 Jahren an Musikstilen entwickelt hat. Aber wie schon erwähnt, interessanterweise kommt gerade aus dieser Szene nur ein sehr überschaubares Feedback. Und ich schreibe die Songs nicht für eine Szene, sondern für mich. Jeder ist herzlich eingeladen, sich diese anzuhören.

KKM: Wie wichtig ist für The Brute : (musikalischer) Erfolg?

Jetzt dann doch sehr! Hahaha. Ganz ehrlich; I want it all!

KKM: Wurdest du dich vielleicht auch (musikalisch) verbiegen lassen, um dadurch eventuell erfolgreicher zu werden, einen fetten Label Deal zu bekommen?

Nein! Klingt plakativ idealistisch, aber hatte ich in der Vergangenheit bereits abgelehnt. In den 90igern gab es mit der damaligen Band Annäherungen mit einem Label aus Köln, das unbedingt wollte, dass wir Deutsch singen und keine Synthesizer mehr benutzen. Das kam nicht in Frage. Ein Label in Hamburg blies in das selbe Horn; tolle Melodien, wir machen jetzt noch einen Tekknobeat à la Scooter drunter und dann läuft’s. Das war es dann auch nicht. Ein Szene Label aus München hatte damals sogar eine Agentin zu einem unserer Konzerte geschickt. Sie wollte wiederum reine elektronische Popmusik ohne Rock- oder Blueskomponenten. Also nein.

KKM: Was möchtest du in naher Zukunft (musikalisch) mit The Brute : erreichen?

Im Moment stehen zwei Dinge im Fokus. Zum einen die Veröffentlichung des Debutalbums und zuvor die dritte Single „Driving To You“. Dafür hatte ich bereits vor zwei Jahren mit einer großen Crew eine Art Agenten Musikvideo an originalen Schauplätzen von „Goldfinger“ in den Schweizer Bergen gedreht, mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Armee. Die hatten uns sogar den Showdown in einer der Bergfestungen als Art Bösewicht-Headquarter drehen lassen. Das liegt seit dem in der Schublade. Mal sehen, was dann danach kommt.

KKM: Was war das Peinlichste das dir je passiert ist?

Mein aller erste Auftritt als Frontman meiner damaligen Band. Vorher stand ich nur am Keyboard. Der war so schlecht, dass man sogar Biergläser nach uns warf. Naja, danach konnte es eigentlich nur noch bessere werden. Hahaha.

KKM: Wie wurdest du dich selbst beschreiben?

Ein Genussmensch der viel arbeitet. Auf jeden Fall etwas stur und perfektionistisch. Manchmal zu melancholisch.

KKM: Welche Vorbilder oder Helden hast du?

Meine Großeltern, denen habe ich alles zu verdanken. Ansonsten war ich immer fasziniert von Menschen, die das Unbekannte entdecken und etwas wagen. So jemand wie Columbus oder, auf Musik bezogen, Musiker wie Wagner und David Bowie.

KKM: Wenn du einen Wusch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Ein Tag im Studio mit Alan Wilder. Darf man das sagen?

Fazit: Das anhaltende, musikalische Niveau und die überraschende Umsetzung der Songs machen es zu einem Muss, die anstehende Scheibe an zu hören. Die Tiefe und die starke Anziehungskraft, welche die bisher veröffentlichen Kostproben bieten, zeichnen sie ebenfalls aus.

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Interview mit Coma Alliance

Die neueste Scheibe „Weapon of Choice“ bietet Fans der elektronischen Musik ein abwechslungsreiches Spektrum an neuen Songs, die nicht nur an „schwierigen Tagen“ zum Abtauchen, Träumen und Nachdenken einladen. Synthetisch harte Klänge variieren mit atmosphärischen und ruhigen Sounds – der Stil bleibt dabei unverwechselbar. Und weil uns das so gefällt, haben wir nun ein kleines aber feines Interview geführt, das gleich im Anschluss zu lesen steht;-)

KKM:Warum Coma Alliance? Und warum in englisch?

Mir geistert immer das Wort Koma im Kopf herum und ich muss unweigerlich an „Amok“ denken;-)

twn: Coma steht einerseits für einen Zustand der eigenen Ohnmacht angesichts vieler gesellschaftlicher, medialer und politischer Geschehnisse, also auch für eine Art von Lethargie, andererseits für ein Bedürfnis nach völliger Ruhe und Abgeschiedenheit, nach Abkehr von der schnelllebigen Welt, bei der keiner mehr mitkommt. Die Alliance sind wir. Und jede Person die sich angesprochen fühlt.

a.h.: Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, ist es dieses Wort, was für mich meinen eigenen Zustand als Akteur und Beobachter am besten beschreibt. Warum Englisch? Bauchentscheidung – für den Moment – nicht konzeptionell.

KKM: Ist die Single „Royd“ und ihre Grundstimmung repräsentativ für das komplette Album, oder werden uns da noch Überraschungen erwarten?

twn: Nein, kein Track ist repräsentativ für das ganze Album. ich denke, man spürt die Experimentierfreude und Findungsphase der ersten Tage und hat es mit einer durchaus überraschenden klanglichen Vielseitigkeit zu tun.

a.h.: Wir wollten auch keinen Repräsentanten wählen, sondern einen Song, der neugierig macht und ein erstes Türchen in die Coma Alliance Welt öffnet. Es war uns wichtig am Ende ein Album zu haben, das viele Farben hat.

KKM: Wird es eine weitere Singleauskopplung geben?

twn: Das müssen wir noch miteinander ausfechten.

a.h. Ich fürchte, dass die Tour jetzt erstmal unseren ganzen Fokus genießt, aber wer weiß …

KKM: Ich persönlich habe mich riesig über „Finsta“ und „DarkVibes“ gefreut. Für mich klingt jedes für sich wie eine Hommage an die jeweiligen musikalischen Wurzeln.

twn: Du sprichst hier einen Punkt an, mit dem wir uns öfter konfrontiert sehen. Unterschiede und parallelen zwischen Coma Alliance und den jeweiligen Hauptbands. 

a.h.: Es war zudem auch nie unser Ziel unsere künstlerische Vergangenheit für Coma Alliance hinter uns zu lassen. Wir wollten Welten verbinden und Neues zulassen. Natürlich entstehen da auch Momente, in denen man sich erinnert fühlt, aber es gibt eben auch ganz neue Facetten. Entstanden ist etwas, das nur existieren kann, weil wir es gemeinsam erschaffen haben.

KKM: Im Laufe euer Karriere habt ihr euch mit ungemein vielen Themen, Ideen, Konzepten und Geschichten auseinander gesetzt. Interessieren euch diese Themen auch heute noch ausnahmslos, oder gibt es Gebiete, die die früher einmal die Grundlage für einen Song gewesen sind, euch aber mittlerweile nicht mehr beschäftigen?

twn: So wie im echten Leben kommen immer wieder neue Themen, Ideen, Einflüsse und Inspirationen auf, andere treten in den Hintergrund. die roten Fäden, die alles zusammenhalten, sind weniger konkreten Inhalten zuzurechnen, sondern spielen sich eher auf der Gefühlsebene ab.

a.h.: Der Ursprung des Songs mag über die Jahre im Einzelfall seine Relevanz verlieren, aber das, was es mit mir emotional gemacht hat, nicht. Insofern bleibt für mich eine Art von emotionaler Nachvollziehbarkeit immer vorhanden.

KKM: Wie entsteht überhaupt ein Song bei Euch? Gibt es eine Person, die die Songs schreibt oder entstehen die Songs im gemeinsamen Zusammenspiel?

twn: Unabhängig davon, aus welcher Studiowelt die Ansätze der Songs stammen, durch das Zusammenspiel und den Austausch ergänzen sie sich zu dem was sie sind. 

a.h.: Fest geregelte Herangehensweisen und genaue Verteilungen von Aufgaben beim Schreiben waren für mich immer genau das Gegenteil von kreativem Arbeiten. Jeder Song braucht seinen eigenen Anfang, seine ganz eigene Geschichte. 

KKM: Habt Ihr selber das Gefühl, dass ihr mit dem Album Eure eigenen musikalischen Grenzen neu definiert und überschritten habt?

twn: Neu definiert ja, überschritten nein.

 a.h.: Ich weiß auch gar nicht so genau, wie man seine Grenzen überschreiten kann. Dafür müsste man seine Grenzen definieren und ich glaube, dass schon das jedem wirklich Kreativen widerstreben würde.

KKM: Gibt es einen Song auf dem Album, der euch besonders am Herzen liegt? Wenn ja, welcher und warum?

twn: Ich kann keinen einzelnen Song herauspicken und auf ein gesondertes Tablett stellen, möchte ich auch nicht.

a.h.: Ich auch nicht. Irgendwie habe ich auch gar nicht das Bedürfnis einen benennen zu können. Das Album ist für mich eine wunderbare Einheit geworden. Einen Song hervorzuheben würde für mich eher etwas kaputt machen.

KKM: Könnt ihr euch selbst in 3 Worten beschreiben?

twn: Nein.

a.h.: Nein.

KKM: Nennt mir drei gute Gründe, warum man dieses Album unbedingt kaufen sollte.

twn: Von unbedingt kann keine Rede sein, aber es ist sinnvoll, sich dieses Album zu kaufen, wenn man sich an der Musik erfreuen und den Künstlern eine Wertschätzung entgegenbringen möchte. 

a.h.: Einer reicht: Man darf nie vergessen, dass wir unsere Musik auf diese Art und Weise nur teilen können, solange es Menschen gibt, die uns unterstützen.  

KKM : Zum Schluss dann noch das obligatorische “Du musst den Satz vervollständigen”-Spiel: Ein Satz beginnt mit den Worten ”Wenn ich drei Wünsche frei hätte…“. Wie beendest du ihn?

twn: … müsste ich meine Weltanschauung drastisch überdenken.

a.h.: … würde ich sehr lange nachdenken, bevor ich mich festlege. 

KKM: Ein Satz beginnt mit den Worten ” Musik ist…“. Wie beendest Du ihn?

twn: … das Kleine, Nichtige, Große und Ganze.

a.h.: … mein emotionaler Filter und die Wiederherstellung meines Gleichgewichts. 

KKM: Der Sinn des Lebens ist … …

twn: … eine unplausible Vorstellung.

a.h.: … etwas, an das wir uns klammern, um nicht anerkennen zu müssen, dass es keinen gibt.

KKM: Wenn dieses Interview endlich vorbei ist, werde ich folgendes tun…

twn: … noch ein bisschen über die drei Wünsche nachdenken.

a.h.: … in den Kamin starren.

Vielen Dank für eure Zeit,das Interview und natürlich für die Musik:-) Ich muss dringend wieder einmal kommen und live dabei sein!!!

Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich euch…

 a.h.: Join the alliance.

Alles Gute für die Zukunft!

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geschrieben von Claudia Tomaszewski

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