Interviews

Interview mit Amandas Nadel 

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KKM : Bitte stell dich doch einmal mit eigenen Worten vor. Wie, wann und wo kam es zur Gründung von Amandas Nadel. Und wer genau verbirgt sich hinter dem Namen?

Eine Gute Frage! Erstmal ist es vielleicht gut zu erklären, dass „Amandas Nadel“ kein Bandname im herkömmlichen Sinn ist, sondern der Name den ich für mich gewählt habe meine Musik nach außen zu tragen. Vergleichbar mit „Farin Urlaub“. Ich bin der Amandas – Amandas Nadel. Ich habe diesen Namen aus mehreren Gründen gewählt. Der wichtigste daran ist, dass ich Transgender bin. Ich betrachte mich als Mann und als Frau oder keines von beidem. Der psychologische Terminus dafür lautet Non-Binary. :-D Ich bin jahrzehntelang vor dieser meiner eigenen Wahrheit davongelaufen und habe damit gehadert und gekämpft bis ich nicht mehr wollte und nur mehr zu mir selbst stehen konnte. Es ging nicht mehr. Diese innere Entwicklung zu einer völlig neu geborenen Person in mir hat dazu geführt, dass ich einen Namen für mich brauchte, der sich richtig anfühlte und der beide Wesenskerne meiner Person anspricht. Da ich den Namen Amanda immer sehr mochte – auch aufgrund seiner Bedeutung – habe ich kurzerhand ein S hinten dran gemacht und aus mir einen Amandas gemacht. Die Nadel hat für mich seit langem etwas faszinierendes. Man kann damit so viel tun. Nähen, Tätowieren … die chinesischen Meister können damit heilen oder sogar töten. Ziemlich mächtig für ein so unterschätztes Objekt, wie die Nadel. Und nein: Es ist nicht die „Nadel der Amanda“. Es ist mein Name. :-)

KKM: Gibt es so etwas, wie eine grundsätzliche Idee, die sich hinter Amandas Nadel verbirgt?

Ich denke diese Frage in der letzten bereits beantwortet zu haben, aber ich möchte hier natürlich noch auf die anderen Details eingehen. Ich hab an meinem Material bereits 2008 zu arbeiten begonnen. Erst 2011, nachdem ich meine ehemalige Band „Aliz & The Cheshire Cat“ aufgelöst habe, habe ich für mein deutsches Soloprojekt eine Band zusammengestellt. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe mit Thomas Pfaller (Bass), Max Haas (Drums), Betti Stewart (Backing Vocals) und Florian Kordik (Technik & Produktion) das für mich perfekte Team gefunden. Wir haben jede Menge Spaß zusammen und sind ein verrückter Haufen und ich verbürge mich für jeden einzelnen von Ihnen. Menschen mit viel Herz und Leidenschaft und ich bin sehr dankbar mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam an meiner Vision zu bauen.

KKM: Wie kamst du auf das Cover und den Titel des letzten Albums?

Das Sujet habe ich, nachdem ich im bürgerlichen Leben Grafiker bin, selbst erstellt. Es ist eine Metapher für den Menschen, die sogenannte Krone der Schöpfung, todgeweiht und Opfer seiner Leidenschaften und Wunden. Ein Schwert steckt in seinem brennenden Herzen. Auch Symbol der Verarbeitung meiner eigenen Wunden. Daher auch der Titel „Sticht“. Weil der Dreck des Lebens einfach im Herzen sticht.

KKM: Inwieweit nutzt du das Songwriting als Eigentherapie?

Definitiv verarbeite ich erlebtes und gefühltes und Dinge, die mich beschäftigen. Roger Waters hat mal gesagt „Wenn es keine Seele hat ist es wertlos.“ Ob jemand in meinem Material Seele findet sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich da sehr viel von mir und meiner Gedanken- und Gefühlswelt hineinlege. Selbst in einem Song wie „Vampir“, der auf einer offensichtlichen Ebene einfach nur eine abgekaute Vampirgeschichte ist verbirgt sich ein Teil von mir.

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KKM: Hast du einen persönlichen Lieblingssong auf dem aktuellen Album? Wenn ja, welcher ist es und warum?

Hm, das ist gar nicht so einfach, aber ich würde sagen „Sehnsucht „und „Hej, danke!“

KKM: Gibt es einen zentralen Song, der die Grundgedanken des Albums exemplarisch aufzeigt?

Ja. Für mich ist das „Hej, danke!“ Es ist mein persönlicher, sarkastischer und symbolischer Mittelfinger den ich meiner Vergangenheit und den Menschen, die mich verletzt haben, gezeigt habe und die ich damit hinter mir gelassen habe.

KKM: Wie wichtig ist für dich (musikalischer) Erfolg?

Ich tue was ich tue, weil ich nicht anders kann. Ich liebe es. Aber mal ehrlich … wer bitte will keinen Erfolg? „Och, ich verdiene lieber nix! Ich bin authentisch idealistisch alternativ!“ Oder was? :-) Bullshit. Natürlich arbeitet man darauf hin Erfolg zu haben. Aber man kann ihn nicht erzwingen. Und dann ist künstlerischer Erfolg noch lange kein finanzieller auch. Wer kauft bitte noch CDs? Heute musst du CD Produktionen, die dich tausende Euros gekostet haben einfach herschenken, wenn Du ein kleiner Act bist. Youtube & Co und der ganze Streaming und Download-Wahnsinn, der sicherlich auch seine tollen Seiten hat, hat unser Geschäft quasi zum Erliegen gebracht. Nicht einmal Grammy-Nominees wie Periphery können von der Musik allein leben. Erst jüngst hat Misha Mansoor von Periphery ein Interview gegeben in dem er zugeben musste, dass sie von der Musik alleine nicht leben können. Selbst das Touren kostet mehr als es einbringt. Die Jungs verdienen ihr Geld mit Signature-Tonabnehmern und Gitarren und Verstärkern. Und Nebeneinkommen dieser Art. Aber nicht mit der Musik. So pervers das ist. Aber die Musik selbst ist zu einem Promo-Artikel verkommen.

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KKM: Wie zufrieden bist du mit dem bisher Erreichten und was willst du weiterhin erreichen?

Es gibt Luft nach oben :-)

KKM: Und wo siehst du dich in 20 Jahren?

Steinreich in einer Villa in „Dort-Wo´s-Geil-Ist“ … Ich hoffe, dass es mich in 20 Jahren noch gibt :-)

KKM: Mit welchen Schwierigkeiten hast du als Musiker momentan am meisten zu kämpfen? Oder läuft bei Dir alles so, wie es laufen sollte?

Ich will nicht von Schwierigkeiten reden. Ich nenn es lieber Herausforderungen. Und die gibt es natürlich :-)

KKM : Zum Schluss dann noch das obligatorische “Du musst den Satz vervollständigen”-Spiel: Ein Satz beginnt mit den Worten ”Wenn ich drei Wünsche frei hätte…“. Wie beendest du ihn?

… dann würde ich sie Dir nicht verraten :-)

KKM: Ein Satz beginnt mit den Worten ” Musik ist…“. Wie beendest Du ihn?

… mein Magnet. Mein Lebenselixier. Das Fitness-Studio meiner Leidenschaft.

KKM: Der Sinn des Lebens ist … …

zu entdecken, dass es DEN SINN nicht gibt. Sondern, dass Du deinem Leben Sinn geben musst. Und das geht in meinen Augen am besten wenn Du tust was Du liebst, koste es was es wolle und diese Liebe deinen Mitmenschen weitergibst und strahlst. Lass Dich nie von jemandem schlechtreden! Du bist dein eigener Sinn und Deine eigene Wahrheit. Und nur in Dir kannst Du sie entdecken. Aber die schönste Form des Lebenssinns ist für mich nach den Prinzipien der Liebe zu leben.

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KKM: Wenn dieses Interview endlich vorbei ist, werde ich folgendes tun…

Duschen gehen … :-)

Vielen Dank für deine Zeit,das Interview und natürlich für die Musik:-) Ich muss dringend mal kommen und live dabei sein!!! Alles Gute für die Zukunft!

Ich danke für Deine tollen Fragen und Dein bzw. Euer Interesse an dem was ich bin und tu! Hat Spaß gemacht! :-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Website: www.amandasnadel.com
Facebook: www.facebook.com/amandasnadel
YouTube: www.youtube.com/amandasnadel

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 INTERVIEW with Unity One

KKM: To start can you tell me something about you and talk about your artistic development? Since when do you actually like music?

Mike: For me, it’s all thanks to my parents. My father had a huge collection of vinyls which I used to listen to a lot. Then there was a musical school, my first experiments with making tracker music at the age of 16, followed by crazy club rave nights with my trance and hardcore projects.

Rush: I’ve also been into music since my childhood. We had a pretty big vinyl collection too, I listened to it day and night. Then I got a tape recorder, so I started recording my favorite tracks from radio and TV. I think I still have these self-recorded tapes stored somewhere in my parents’ place. As to why I started to do my own music, well, that’s probably because of this teenage desire to impress girls. They’re always fascinated with musicians, you know :-)

KKM: Is there such a thing as a fundamental idea, which hides itself behind Unity One?

Mike: Well, I wouldn’t use the word “fundamental” here, because it sounds as if we propagandize some kind of ideology. We simply stand for unity and bonding between people regardless of state borders, skin color, religion, and so on.

Rush: Right, we may sound too romantic and idealistic in this, but united we can change the world for the better.

KKM: How, where, and when did it come to the founding of Unity One ?

Mike: It was 2005. At that time, I wrote mostly hardcore music, but already started doing tracks inspired by Colony 5 and VNV Nation. It happened so that around that time there was a VNV Nation concert in Moscow, where I saw Rush’s band opening the show. I was impressed by his voice and performance, so I found him in the crowd after the concert. I remember that we talked a lot about music, favorite bands and other things. Next day I sent him a demo track to check out and that’s how it all started :-)

Rush: Yeah, I remember, I liked Mike’s demo so much that I immediately sketched some lyrics and did vocals for it. It was the first version of “Join The Light”, which is now the opening track on the album. At that time I was already a sort of an accomplished musician, I had my own band, where I did everything from music to lyrics. After meeting Mike, I thought that it would be a good idea to hand over most of the creative duties to someone else and concentrate on the vocal part instead. Unfortunately, shortly after we met, I had to move from Moscow, so we put the project on hold until 2012, when we finally released our first single “Infrared” and started performing as U1.

KKM: Why did you decide to name yourselves Unity One? Does it put you behind for a deeper meaning?

Rush: As far as I remember, it was Mike’s idea.

Mike: It’s short for Unity ONation Earth :-) Just joking, of course. The name was born around the same time we started recording first demos. The idea behind the name is pretty straightforward. United as one, we are stronger, separated – we are weaker. So the real power is in unity, it’s what helps us reach beyond the limits. Hence the name – strong and powerful, just like the classic futurepop we both loved at that time.

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KKM: How was your last album (the band is about to release their debut album, they only had singles before) received by your fans? Which were the (scene – sector) press’ reactions?

Mike: Both our singles got a pretty much positive feedback from fans and reviewers alike. “Infrared” even made it to the top ten in the DAC (Deutsche Alternative Charts) charts. Judging by the reaction of fans at our concerts, the new tracks from “Awakening” are gonna live up to and even exceed everyone’s expectations.

Rush: We also got some very nice feedback from the bands we played with like Covenant, Solar Fake, Assemblage 23 and others – all of them were quite impressed with our music. It’s very encouraging. We put a lot of our energy and emotion into the songs, so no one’s gonna be left untouched :-)

KKM: Did anyone support you, or did you do all by yourselves?

Mike: First of all, it’s Andy, who runs SkyQode, the label we’re signed to. He’s actually like a third member of the band. He did most of the lyrics on the album and took active part in the creative process. And, of course, I cannot but mention all the DJs and concert promoters who supported us since the beginning.

Rush: I think that for every musician the most important support comes from the family and close friends. At least, this is what helps me keep doing what I do. What concerns the music part, everything done within our project is the result of hard work that the three of us – me, Mike, and Andy – put in the band.

KKM: Do you need any particular inner mood or a special atmosphere when you compose new songs? Are there any particular places where you can better concentrate when you write new songs and lyrics?

Mike: I usually draw inspiration for my music from various visual sources. It can be a movie, a book, or just this crazy life that’s around us. I absorb these visual signals, interpret them and then transform them into sounds and melodies. I don’t really need a special place for this, it can happen on my way to work or back home. Sometimes I simultaneously come up with a rough lyric idea for the melody I just composed in my head.

Rush: When I do my music, the right mood and environment are pretty important. The best place where I can concentrate on music is my home studio, it usually happens either very late at night or when it’s almost early morning. As for lyrics, I can come up with it everywhere – while walking somewhere, or standing in a line, or sitting in a public transport.

KKM: What are the themes of your lyrics and in which way they influence you? Do you believe that lyrics are more important than music, don’t you?

Rush: Music is the universal language that you can speak to anyone on Earth with. If someone doesn’t feel your music, no lyrics can save it. Still, for U1, lyrics are important. The red thread that goes throughout the debut album is the theme of realizing your inner strength and refusing to give up struggling for a better life, a better world.

Mike: To me it is always important to find this subtle harmony between meaning, phonetics, and music itself. I think we managed to achieve this on the album.

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KKM: How important is in your opinion the image and personal appearance of a band in the current music scene?

Rush: I think it’s pretty important. If you’re a real artist, your image should be recognizable. It really affects the audience greatly. Like someone said, you will never have a second chance to make the first impression :-) If you failed it, it’s likely that no one’s gonna come to your next show. But, of course, I don’t mean that fancy costumes and tons of make-up guarantee any success. Rather it should be a balanced combination of your image, stage charisma and the quality of music you perform.

KKM: What is your favourite audience? Is there a special one, you would like address your music to? Is there “the” difference between the Russian audience and the audience abroad?

Mike: We never thought about it. For us, every audience we play for is great as long as we get this emotional feedback from them during the show. We played shows in Russia and outside, in the UK and Italy, I can’t say there’s much difference in how people react to us. We haven’t played in Germany yet, maybe it’s different, but I hope that it’s not :-)

Rush: There’s no specific audience we address to. Of course, we kinda belong to what is often called the “dark” scene, which is slowly fading away. But I know many people who have no idea what the dark scene is or what futurepop is, still they do like our music.

KKM: What can you tell us about your upcoming Live performances?

Mike: We have a couple of shows planned in Russia this year. We’re also actively looking for opportunities to play in Europe in general and Germany in particular. We have many German fans; some of them even came to see us performing in Italy last year. So, if anyone wants to see us live, tell your local promoters to invite us! And don’t forget to follow us on Facebook to stay updated.

KKM: How do you imagine Unity One? What is it with you on the stage that’s special?

Mike: Rush is a natural born performer :-) When on stage, he is in his element. I’ve seen bands that are great in music, but are not really great in live performance, and I’ve seen the opposite. We are great in both :-) And it’s not that I’m bragging, that’s what people keep telling us after our shows.

KKM: How important is the (musical) success for you?

Mike: It is important, no doubt. But success is not just about how much money you earn with music, it’s about how much positive emotions you get back from your fans. If you don’t feel it, there’s no need to go on.

Rush: I agree, it is pretty important. Why bother doing something if you don’t want to reach success in what you’re doing? But like Mike said, it’s not about money, but about a degree of satisfaction with the current state of affairs.

KKM: How satisfied are you with the results achieved so far and what would you change if you could turn back time?

Mike: It’s hard to be fully satisfied, there are always things you like to change here and there. Still, I’m quite proud with what we’ve done on the debut album. But the best thing is that now we can finally move on and start doing new things.

Rush: For me, everything we’ve done so far is a kind of a prolonged prologue before the first chapter. I’m quite satisfied with it, but the real thing starts with the release of “Awakening”. The only thing I wish would be different is that we started this chapter earlier, not 6 years after releasing the debut single :-)

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KKM: How could you describe your music to those people who haven’t listened to it yet?

Mike: For those who’s already into futurepop music and the like, I would say if you love anything from VNV Nation and Neuroticfish to Colony 5 and Assemblage 23, then you definitely have to check out our debut album!

Rush: If you have no idea what Mike is talking about, just imaging a euphoric, danceable music with meaningful lyrics which is inspiring, sincere and with a touch of hope for better things to come.

KKM: What do you want to in the near future (musically) with
Unity One to achieve?

Rush: My dream is to play a stadium show. Hope it will come true with U1 one day :-)

Mike: I have many music ideas, and not only for U1 but for other projects as well. So I hope to realize them some day. But first, I want to start writing our second album and finish it no later than the next year. And of course I’m looking forward to more concerts outside Russia, I really like travelling to different countries :-)

KKM: Thank you very much for this interview, all the best for the future and of course I´ll let you know, when I want to come to see you play ;-)!

written by Claudia Tomaszewski

Facebook:  https://www.facebook.com/unityoneband/

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Interview with Monstergod

If something tells us please about your last work…

It’s our third and the most mature longplay. It took us few years to finish it. At the time we’ve composed much more than 12 songs. However, we wanted to share something extraordinary with our audience and decided to release just those songs, we are really proud of.

Working on “Invictus”, we decided for the first time to invite other musicians to join us, bringing in different vibes and their unique styles. Our goal was to make the music more diverse and unpredictable. This album includes so many inspirations – from Ladytron to Laibach and from Alice in Chains to …., yet it remains harmonious and consistent.

Is there a central song which indicates the basic ideas of the album

Exemplarily?

We became mature people, who have a certain amount of experience behind them. We’re grown enough to be individual and independent, taking the responsibility for our own decisions. Album takes the title from one of the songs – “Invictus” with lyrics by William Ernest Henley. With the repeating refrain I am the master of my faith, I am the captain of my soul, this song is for us especially meaningful.

Does the choice of the lyrical backgrounds run off with you still in complete stylistic freedom?

We describe our feelings with music. Dealing with lyrics is sometimes difficult for us. Therefore, we let our favourite poets speak for us. The poems we choose can be interpreted in many various ways. Our listeners are free to find their own sense of each song, to reinterpret and even to misinterpret them.

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How does the selection procedure run off with you for a new CD or a song?

As we previously said, this record is a selection of the best songs we’ve composed lately. From several dozens of songs, drafts and demos, we’ve chosen just 12 compositions that satisfy us.

Making a song from a scratch may take us as short as few days or as long as several years. We usually start from playing for fun and exchanging ideas. When an idea becomes a song, we improve it and “polish” the final version. And sometimes we reject the song, that is almost finished, just because we don’t feel it’s good enough.

What puts out your typical sound and how he has changed about the years away?

Having started more than 10 years ago, we wanted to create a hybrid of Suicide Commando and Sisters of Mercy. Luckily we failed. During those years, we’ve learned a lot about music and profounded our inspirations. Honestly speaking, we don’t listen that much dark electro or gothic music any more. It’s an amazing experience, to collect various inspirations and merge them in our one, monstergod-like style. Among the most important influences that can be heard on the “Invictus” are Bauhaus, Front Line Assembly, Kraftwerk, Laibach, Ladytron, Alice in Chains, Nick Cave or Chemical Brothers.

How do you fancy the form of future publications?

Form of publication is not important for us. We don’t earn money on our albums – each one has a successful professional life outside the music business. Music is something we want to share with our friends. And we’re really glad that our music inspires sometimes listeners from all over the world. Therefore, we are happy to share our songs on Spotify, Deezer, Apple Music or Tidal. On the other hand, there’s always a group of people, who simply prefer to have a high quality CD. Recently, we’ve been also thinking about preparing something special and releasing several songs on vinyl.

Does the last CD be given in the original version of the admissions, or have you gone once more about that to smooth passages with which critics could speak later of a „squalid sound“ or „not perfect song“?

It’s amazing, if someone likes the album. But it’s not mandatory. Music is for us just a way to express our emotions and simply having fun in a creative way. People may like it or not. And if the criticism is productive – we listen to it carefully. Maybe it’s an opportunity to learn something new.

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Were you confronted at any time with such a thing?

Not yet. But we don’t treat our music so seriously, to have any problems with the criticism.

How did you come on the cover and the title of the last album?

Title comes from William Ernest Henley’s poem. Cover is a collage created by our friend Mariusz Stelągowski. He used a stunning photo shoot by the Italian fashion photographer Alberto Buzzanca. Why do we choose this picture? It’s a combination of human and divine elements. Together they create a monster. At least, that’s our interpretation.

How do you see yourselves in comparison to your fans?

We know many of our fans in Europe as the gothic scene is quite hermetic. Since more than 10 years we see many familiar faces on our concerts. They are our great friends and supporters.

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What concerns you at the moment mostly and the heart makes you difficult?

Well, each one of us has many responsibilities – job, family and never-ending to-do list. There’s not much time left for music, especially that Smola lives in Berlin and MIŁOSZ in Wrocław. Sometimes we’re simply tired. Luckily, our families and friends support our project.

With whom would like you to take to the road once or take up a CD?

As great fans of Ministry, we would definitely love to on tour with them. If we could dream big, we’d probably also point out Gojira.

What is to be expected as next from You?

We have a lot of plans, but don’t want to reveal them until we’re sure everything’s going to work out. We haven’t played live gigs together since a long time, therefore we’re focusing on preparing our set right now. In summer, we’re going to play two concerts in Poland. We’re especially excited to meet the public of Castle Party in Bolkow.

Can you describe to yourselves in 3 words?

We are monsters.

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I thank for the interview and wish You all the best for the future!

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Facebook: https://www.facebook.com/monstergodmusic/

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Interview mit Florian Grey

KKM: Am 18.05.2018 kommt dein nächstes Album „Ritus“ in den Handel. Wie kam es dazu, dass du dich für ein so rockiges Album entschieden hast?

Es war eher ein Prozess. Man sollte sich nicht wiederholen und da „Gone“ sehr schwer und traurig daher kam, mache ich hier genau das Gegenteil ohne jedoch meinen roten Faden zu verlieren. Das ist die Platte, die ich immer machen wollte und meine Jungs/Team und ich genießen es voll und ganz den Vorteil der Genrefreiheit zu besitzen. Was immer ich mag, mache ich und muss niemandem Rechenschaft ablegen.

KKM: Warum sollte man sich dieses Album unbedingt kaufen?

Weil es echt ist.

KKM: Ich persönlich habe mich riesig über „Bereft“ und „Glimmer“ gefreut, ist das eine Hommage an deine musikalischen Wurzeln? Klingt so herrlich oldschool und ein bisschen melancholisch,-)

Ich mag sie auch sehr. In „Bereft“ geht es um eine gute Freundin, die ich 2015 verloren habe. Sie war ein riesiger 80ies old school Glam/Gothic Rock Fan.

Glimmer wiederum kann man als das Verbindungsstück zu „Gone“ sehen, da hier wieder der Song und die Musik im Vordergrund stehen und es sehr hart und nahe an der Wirklichkeit stattfindet.

Funfact: Mein Gesangsschüler spricht Lines im Song und singt die Kindersopranstimme über meine in den Refrains.

KKM: Wie lange hast du an der Fertigstellung gearbeitet? Wo wurde die CD aufgenommen und produziert?

Eigentlich sollten wir schon ein Jahr früher fertig sein, aber zwei Operationen nach längerer Krankheit haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Endeffekt war es aber auch gut, sich drei Jahre Zeit zu lassen. Ansonsten wäre „RITUS“ nicht so wie es jetzt ist und es macht die Leute und mich am Ende noch heißer auf Neues.

Concorde wurde das Album im Widenoise Studio in Oeventrop und von Hilton Theissen, der auch Dark Millenium, Seadrake oder Akanoid produziert. Er ist ein Meister darin Pop, 80ies Sounds und Metal zu mischen und es war eine großartige Zusammenarbeit, da wir auf einer Wellenlänge liegen und genau das Gleiche wollten. Ein stille, empathische Verbindung sozusagen.

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KKM: Wurdest du bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in deinen Händen?

Wie gesagt, eben Hilton Theissen als Produzent und Co-Schreiber der Musik. Die Zusammenarbeit war großartig, sodass noch ein paar Songs dazu kamen. Außer ihm habe ich zusammen mit Fede, der Gitarre bei Hell Boulevard und bei mir spielt, Matteo Vdiva Fabbiani, Sänger von Hell Boulevard und großartiger Songschreiber, Anfang Oktober 2017 ein viertägiges Songwriting-Bootcamp gemacht, bei dem direkt sechs Songs entstanden, die allesamt auf „RITUS“ gelandet sind. Die Lyrics und Gesangsbögen habe ich danach und zurückgezogen auf Sylt in zwei Wochen geschrieben.

KKM: Die Verbindung unterschiedlicher Genres der Rock- und elektronischen Tanzmusik als eines der Hauptmerkmale von dir sind nicht von der Hand zu weisen. In welchem fühlst du dich am wohlsten?

Überall – und dort wo es mich noch hin verschlägt. Im Moment fühle ich mich im Rock/Alternativ/Dark Rock sehr wohl. Im Grunde sind alle Grenzen offen und schreien danach miteinander verknüpft zu werden, um ein Stück lang Hand in Hand zu gehen.

Man sollte sich nicht immer selbst eingrenzen oder einschränken und zum Beispiel nur auf Nummer sicher gehen, damit es sich verkauft…

Man muss als Musiker ,wie im echten Leben auch, bereit sein Neues zu wagen und nicht immer einem neuen Trend folgen. Sei wach, öffne deine Augen, schaue dich um und sei ein Teil deiner Umwelt. Der Rest kommt von selbst.

KKM: Was war für dich überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Als Kind konnte ich mich oftmals nur so ausdrücken, da ich stark an einer Synapsenfehlschaltung namens ADHS litt, die lange unentdeckt blieb. Ich habe viele Soundtracks gehört und fand da fehlt doch Text und Gesang, also habe ich angefangen darauf zu singen, nur für mich. Das beruhigte mich und ich hatte meine eigene Welt.

Ich bemerkte das mein Gesang anderen ebenso gefällt und so entwickelte sich das immer mehr, ein echtes Schlüsselergebnis gab es so nicht.

Wenn ich also mal auf der Bühne weit weg wirke, liegt das daran, dass ich diesen Moment genieße und wieder in meiner Blase bin. Das Schreiben hilft mir Dinge und mich auszudrücken.

KKM: Kannst du deine Visionen mit anderen teilen oder verwirklichen?

Ich denke mal Du sprichst von meiner Band und Team. Ja es ist momentan sehr entspannt und spannend zu gleich, im positiven. Alle haben Bock, sind heiß darauf zu spielen und wir verstehen uns bestens.

KKM: Steht auch wieder eine Tour an? Und bist du aufgeregt oder siehst du dem Ganzen gelassen entgegen?

Wir sind dabei, das klingt jetzt abgedroschen, aber da ich bei einer großen Bookingagentur bin, möchte ich am liebsten natürlich mehr Leute erreichen und irgendwo als Support oder Guest aufspringen. Leider ist die Düsterbranche eine Vetternwirtschaft und nicht einfach…

Wir arbeiten wirklich dran, weil wir immer Lust haben zu spielen, wenn alle Konditionen klar gehen. ;)

KKM: Wie kann man sich einen Florian Grey Auftritt vorstellen? Was geht bei dir so auf der Bühne ab?

Ich kann das immer schwer beschreiben, da ich ja nicht selbst im Publikum stehe. Da musst Du Konzertbesucher fragen. Ich glaube aber sie würden Dir sagen dass es gefühlvoll, emotional, spannend und mitreißend war.

Was bei uns auf der Bühne abgeht sind wir selbst. Wir tragen keine Masken und sind zu 90% so, wie wir auch privat sind. Natürlich ist uns das eben sehr heilig, aber auf der Bühne gehen wir offen miteinander um, albern herum oder feuern uns gegenseitig an. Wir haben einen tollen Vibe innerhalb der Band.

KKM: Wenn man sich vergangene Tourneen von dir ansieht, welche davon hat dir am besten gefallen und warum?

Mir gefallen und eigentlich alle, bis auf einen Gig in einer Location in München, in der wir wirklich schlecht behandelt wurden. Diese ist jetzt geschlossen… Karma? Ich weiß es nicht. Meine Jungs und ich lieben es zu spielen und unterwegs zu sein. Wie schon gesagt, wir haben immer Lust und wären gerne ein noch größerer und häufigerer, fahrender Zirkus.

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KKM: Hat sich die Situation in Deutschland auftreten zu können denn für dich verbessert?

Sagen wir es so, es ist für alle Bands Heute schwierig. Woran es liegt kann man sinnieren bis der graue Bart zum Boden hängt oder einfach die Stiefel enger schnallen und weiterlaufen. Ich mache letzteres und schaue nach vorn und hoffe immer etwas mehr Leute zu erreichen und sage ihnen das es an ihnen liegt, denn sie haben den Zündschlüssel zu unserem Vehikel.

KKM: Wie schaffst du es die nötige Balance zwischen Nähe und Distanz zu deinen Fans zu finden?

Sei einfach Du selbst und verstelle dich nicht.

Menschen merken das sofort. Es gibt aber auch immer Grenzen und ich hatte bisher nur einmal die Situation, dass mich jemand am Arm gepackt hat um mich gewaltsam vorzustellen. Selten muss man verbal deutlich werden, aber niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu bedrängen oder zu etwas zu zwingen. Wenn ich so was sehe, auch bei anderen, bekomme ich sofort einen Hals.

Ansonsten freuen wir uns immer, mit unseren Anhängern oder Gästen zu reden und uns auszutauschen. Das ist uns sehr wichtig.

KKM: Was war das schönste oder ausgefallenste Fan-Geschenk?

Ich habe das Glück schon wirklich ein paar Geschenke erhalten zu haben, finde sie alle toll und freue mich immer sehr. Seien es Shirts, Torten, Bilder, Alben, Figuren oder Gläser. Ich behalte alles und bewahre die Sachen in einem eigens dafür eingerichteten Regal auf.

Ich stehe total auf selbstgemachte Dinge, keine Teuren und Großen, eben die Kleinigkeiten fangen mich immer ein.

KKM: Was war das Peinlichste das dir je passiert ist?

Jemanden zu verletzen und danach nicht die Balls zu haben sich zu entschuldigen.

Das und als Kind mit Magen-Darm-Grippe und meiner Mom auf einem Autozug ohne Toilette eingesperrt zu sein…

KKM: Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein paar Bücher, reichlich Sunblocker, einen Solarzellenakku und meinen Laptop.

KKM: Ich bedanke mich bei dir für das Interview und wünsche dir den „Bombenerfolg“ für die Scheibe, den sie verdient hat:-)

Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich dir…

Here´s to the Were – We out here

Danke und Auf Wiedersehen

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Das etwas andere Interview mit OUL

KKM: Vielen Dank, dafür, das Ihr Euch die Zeit, genommen habt, auch ein ausführliches, etwas anderes und mit meinen neugiereigen Fragen gespicktes Interview zu beantworten.

KKM: Welche Musik läuft bei Euch zu Hause?

In Solitude, The Mission, Priest

KKM: Was würdet Ihr heute/ jetzt studieren, wenn Ihr die Möglichkeit dazu hättet?

Arzt

KKM: Wenn es eine Sache gäbe, die Ihr an Euch ändern könntet, welche wäre das?

Das ich Dinge einmal mehr überdenken könnte bevor ich sie angehe! Also ein wenig mehr Weitsicht!

KKM: Auf welchen wesentlichen Werten beruhen Eure täglichen Handlungen, Entscheidungen, Pläne?

Ganz einfach, ehrlich sein und so handeln das es der Sache gerecht wird.

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KKM: Wenn Ihr als Tier wiedergeboren werdet, als welches wollt Ihr geboren werden?

Als Maulwurf. Ich möchte wissen wie die das mit dem graben hinbekommen

KKM: Habt Ihr Hobbies? Welche und warum?

Ich betätige mich gern handwerklich. Das schafft einen Kontrapunkt zu dem was ich den ganzen Tag treibe und ich bin an der frischen Luft!

KKM: Wo fühlt Ihr Euch zuhause?

Da wo ich mich nicht fremd fühle. Das hängt meist von den Menschen ab die mich umgeben.

KKM: Welches Getränk bestellt Ihr an der Bar? 

Ein Trappisten Bier

KKM: Welcher Mensch kommt Euch in den Sinn, wenn Ihr das Wort erfolgreich hört?

Tobias Forge

KKM: Was würdet Ihr heute Eurem jüngeren Selbst empfehlen?

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Mehr Nachsicht

KKM: Wenn Ihr einen Eurer Sinne abgeben müsstet – hören, sehen, fühlen – welcher wäre das?

fühlen

KKM: Könnt Ihr über euch selbst lachen?

Kommt auf den Umstand an. Meistens ja, in Gegenwart meiner Frau eher weniger, haha!

KKM: Was könnt Ihr nur mit Humor ertragen?

Touren

KKM: Was würdet Ihr selbst für viel Geld nicht tun?

Meine Werte aufgeben

KKM: Wenn Ihr eine Stadt wärt, welche wäre das und warum?

Istanbul, weil diese Stadt echt ist!

KKM: Welche 3 Bücher haben Euch am meisten beeinflusst?

Das Manifest des roten Mannes, Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, Beethoven/ Biografie

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KKM: Welchen Film muss man zwingend gesehen haben?

Event Horizon

KKM: Was hat Euch dazu bewegt das zu tun, was Ihr heute tut?

Das Leben

KKM: Welches war der schlimmste Job den Ihr jemals hattet?

Eine Vernissage mit dem Klang eines Marimbas zu untermalen

KKM: Welchen Toten würdet Ihr gerne wiedersehen?

Meinen Urgroßvater – den ich nie kennengelernt habe

KKM: Haltet Ihr Euch für einen guten Freund?

ja

KKM: Habt Ihr Angst vor dem Tod?

Der Tod ist ok, das Sterben ist Scheiße!

KKM: Wer darf Euch sagen, dass Ihr falsch liegt?

Ein Freund

Ich wünsche Euch für die Zukunft alles was Ihr Euch wünscht und ich wünsche mir und Euren Fans, das wir noch sehr lange von Euch hören und Euch sehen;-)

Claudia Tomaszewski 

www.kainklangmusikmagazin.com

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A5_Rübezahl

Interview mit Joachim Witt

Wie ist diese Veröffentlichung bei den Fans angekommen? Welche Reaktionen gab es von Seiten der (Szene – Fach)Presse?

Die offizielle Veröffentlichung ist ja erst im März, sodass ich bisher nur auf die Pledger zurückgreifen kann, die bereits im Besitz des digitalen Albums sind. Wenn ich mir die Reaktionen auf Facebook so ansehe, bekomme ich sehr gute Laune!

Wie lange hat die Fertigstellung der neuen CD gedauert? Wo wurde sie aufgenommen und produziert?

Wir haben im Studio ca. 4 Monate gearbeitet. Nicht berücksichtigt ist die Zeit des Komponierens. Das passierte ja bereits im Vorfeld. Aufgenommen, bearbeitet und gemastert haben wir alles im Chamäleon Studio, Hamburg

Wurdest du bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in deinen Händen?

Mein Produzent ist Chris Harms(Lord Of The Lost) und hinter den Reglern saß die meiste Zeit Benjamin Lawrenz. Ein sogenanntes Kompetenz-Team!:-)

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Welche Anforderungen stellst du persönlich an einen guten Song?

Er sollte das Herz bewegen, eine wohltuende Energie verbreiten, dem Hörer schlicht und einfach gut tun.

Wenn du neue Songs komponierst, benötigst du da eine bestimmte innerliche Stimmung oder eine besondere Atmosphäre?

Ich brauche eine Idee! Ich bin nicht abhängig von Tages-oder Nachtzeiten, Kerzenlicht oder irgendwelcher Drogen. Ich fange an und wenn es mich packt, lasse ich los und die Klänge entfalten eine Macht, die in der Lage ist, mich gleichzeitig zu therapieren!

An welchen Orten kannst du dich am besten auf das Schreiben neuer Songs und Texte konzentrieren?

Ungestört! Es sollte keine Waschmaschine laufen, kein Staubsauger Pfeifen und ich möchte dann auch nicht ständig angesprochen werden.

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Welche Themen greifst du in deinen Texten auf und durch was lässt du dich beim Texten inspirieren?

Gesellschaftsrelevante Probleme, beziehungsorientierte Themen und naturalistische Bilder sind meine Schwerpunkte.

Wie wichtig sind dir deine Texte? Nehmen sie einen großen Stellenwert ein, oder siehst du die Texte eher als Beiwerk zur Musik?

Ich habe eingesehen, dass ein guter Text eine entscheidende Rolle spielt, aber faszinieren tut mich mehr die Musik!

Wie zufrieden bist du mit dem bisher Erreichten und was würdest du ändern, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren, aber manchmal hätte ich nicht alles so laufen lassen sollen. Heute spielt der Team-Gedanke für mich eine größere Rolle und das finde ich enorm wichtig und werde es auch beibehalten.

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Was war für dich überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Die Beatles waren in den 60er Jahren der Auslöser. Der neue musikalische Aufbruch. Ich war ca. 13 Jahre alt, aber was damals geschah, hat mich nie wieder losgelassen. Mein allergrößter Wunsch war, es ihnen irgendwie gleich zu tun, mit Musik etwas bewegen. Meine Eltern erhörten mich und schenkten mir zu Weihnachten eine Gitarre. Großartig! Das war der Beginn, meine Vision umzusetzen! Es war ein langer, aber erfolgreicher Weg, der mir viel abverlangte.

Was könnt ihr uns über die Live Aktivitäten berichten?

Vom 20.04.18 bis 12.05.18 sind wir auf Deutschland Tournee und werden das neue Album RÜBEZAHL vorstellen. Im Herbst werde ich im Rahmen des GOTHIC MEETS CLASSIC Konzepts auftreten.

Wie kann man sich einen Joachim Witt Auftritt vorstellen? Was geht bei dir so auf der Bühne ab?

Am besten, man schaut es sich selber an. Neben der Musik, kommuniziere auch gerne mit dem Publikum. Jede weitere Selbstbeschreibung empfinde ich eher als peinlich.

Was möchtest du in naher Zukunft (musikalisch) erreichen? Was war 2017 eure schönste Erfahrung als Musiker?Gab es für euch 2017 auch weniger erfreuliche Ereignisse?

Ich glaube, ich habe den Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft in der Hand. RÜBEZAHL ist erst der Anfang und aus meiner Sicht der richtige Weg für mich.

Die schönsten Erfahrungen sind für mich immer die Live-Auftritte. Das ist der Moment, wo ich die Liebe zurückbekomme, die ich versuche, mit meiner Musik zu geben.

Weniger erfreuliche Ereignisse spielen sich eher mal im zwischenmenschlichen Bereich ab, hinter den Kulissen. Ich mag es überhaupt nicht, aber es gibt eben die vollkommene Harmonie nur zeitweise und das ist überall so.

Was war das Peinlichste das dir je passiert ist? Was würdest du für Geld niemals tun? Welche Vorbilder oder Helden hast du?Was willst du nach der Musik machen?

Ist schon zu peinlich darüber zu sprechen!:-)

Ich würde für Geld nie nackt durch die Stadt laufen.

Meine Vorbilder machten Musik in den 60er Jahren. Es waren diese ganzen tollen Bands.

Bei deiner vierten Frage komme ich derzeit zu keinem Ergebnis

Wenn du einen Wusch frei hättet, was würdest du dir wünschen?

Ewig gute Gesundheit und damit verbunden ein langes Leben für und mit meiner ganzen Familie!

A5_Rübezahl

Vielen Dank für Eure Zeit und das tolle Interview;-) Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf weitere Scheiben;-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Interview mit Illuminate

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Wie ist diese Veröffentlichung bei euren Fans angekommen? Welche Reaktionen gab es von Seiten der (Szene – Fach)Presse?

Da wir das Album erst am 23. Februar veröffentlichen – also in nicht mehr ganz drei Wochen – haben wir derzeit noch keine große Resonanz von Seiten der Fans erhalten. Die Vorbestellungen sind aber bislang sehr erfreulich, was uns zeigt, dass die Freunde unserer Musik heiß auf die neue CD sind.

Die ersten Rezensionen seitens der Presse sind bislang positiv bis euphorisch, was uns wirklich wahnsinnig freut.

Wie lange habt ihr an der Fertigstellung für die neue CD gearbeitet? Wo wurde sie aufgenommen und produziert?

Insgesamt haben wir knapp ein Jahr an der CD gearbeitet. Hierbei wurde der Veröffentlichungstermin auch ein Mal verschoben, da ich im August letzten Jahres noch einmal Vater geworden bin und verständlicherweise eine Zeitlang ganz andere Dinge im Kopf hatte.

Produziert und eingespielt wurde das Album in meinem eigenen Tonstudio in meinem Haus. Hier produzieren wir schon seit beinahe 25 Jahren.

Wurdet ihr bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in euren Händen?

Ich habe wieder sehr eng mit unserem Gitarristen Jörn Langenfeld zusammengearbeitet. Von ihm stammen die Gitarren-, sowie Bassaufnahmen und das Programming für das Drumkit. Die anderen Aufnahmen (vor allem die Gesangs-Recordings) stammen von mir.

Welche Anforderungen stellt ihr persönlich an einen guten Song?

Ein guter Song muss vor allen Dingen authentisch sein. Dabei ist es unabhängig, welches Genre er bedient. Ich kenne wundervolle und „tiefe“ klassische Stücke, Rocksongs, Popballaden und sogar Volkslieder (welche bitte nicht mit monströsen Auswüchsen wie z.B. den Wildecker Herzbuben zu verwechseln sind). Authentizität ist das Wichtigste!

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Wenn ihr neue Songs komponiert, benötigt ihr da eine bestimmte innerliche Stimmung oder eine besondere Atmosphäre?

Vor allen Dingen muss die Inspiration stimmen. Ein besonderer Ort und eine gewisse Stimmung sind auch hilfreich. Es nützen aber alle Kerzen im Studio nichts, wenn ich nicht inspiriert bin. Insofern bin ich sehr dankbar, dass ich ein eigenes großes Tonstudio besitze, welches es mir ermöglicht, zu jeder Tag- und Nachtzeit kreativ aktiv zu werden. Einfach dann, wenn mich die Muse küsst.

Welche Themen greift ihr in euren Texten auf und durch was lasst ihr euch beim Texten inspirieren?

Es ist mir wichtig, dass wir nicht von Fantasie-Dingen singen, sondern immer nur davon, was uns auch ganz persönlich bewegt und berührt. Nichts wäre schlimmer, als nicht mehr authentisch zu sein – das merken auch die Fans und fühlen sich dann nicht mehr angesprochen. Kurzum: Es sind immer Geschichten direkt aus unserem Leben, die wir verarbeiten. Ich habe früher gerne gesagt, dass Illuminate mein musikalisches Tagebuch ist. Ich finde, dieses Bild trifft es ganz gut.

Wie wichtig sind euch eure Texte? Nehmen sie in der Musik von Illuminate einen großen Stellenwert ein, oder seht ihr die Texte eher als Beiwerk zur Musik?

Das ist ein recht homogenes Gleichgewicht. Eigentlich bin ich von Hause aus eher Musiker, denn Texter. Aber erst die Symbiose macht Illuminate schlussendlich aus. Insofern hat also keine der beiden Komponenten wirklich Vorrang.

Wer verbirgt sich alles hinter Illuminate?

Bis vor kurzem waren und sind das neben mir noch die beiden Schwestern Mareike und Fenja Makosch (Gesang), meine Ex-Frau Sylvia Berthold (Gesang), Jörn Langenfeld (Gitarre und Bass) und Johannes Knees (Live-Keyboards). Ich sage bewusst „waren“, da uns Jörn nach 18 Jahren leider zum Jahreswechsel verlassen hat, da er musikalisch andere Wege gehen wird. Wir haben zwar schon einen neuen Gitarristen, aber den stellen wir erst später vor.

Dann gehört noch eine kleine Crew an Technikern (Licht und Ton), sowie eine Merchandiserin zu unserer festen Live-Besetzung.

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Wie und wann kam es zur Gründung von Illuminate ?

Offiziell habe ich die Band 1993 gegründet, habe aber schon im Jahr zuvor (also ’92) erste Stücke für das Projekt komponiert. Zuvor war ich Sänger und Gitarrist in einer regional recht erfolgreichen Punk-Metal-Band. Mit Aufkommen der sogenannten „Neuen Deutschen Todeskunst“ war mir aber klar, wo meine musikalische Heimat zukünftig sein sollte und musste.

Wieso habt ihr euch für den Bandnamen Illuminate entschieden? Steckt für euch dahinter eine tiefere Bedeutung?

Der Name, welcher übrigens unbedingt deutsch, respektive lateinisch ausgesprochen werden muss (also keinesfalls das englische „Iljuminäit“) bedeutet in seiner Übersetzung in etwa „hell, strahlend, scheinend“ und bezieht sich auf unsere Texte, die nicht verschleiern sondern beleuchten möchten.

Mit den Illuminati – welche erst sehr viel später durch den Roman von Dan Brown populär wurden – haben wir übrigens überhaupt nichts zu tun.

Wie zufrieden seid ihr mit dem bisher Erreichten und was würdet ihr ändern, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet?

Da ich absolut zufrieden mit dem bisher Erreichten bin (25 Jahre Bandjubiläum, weltweite Konzertauftritte, einige Hunderttausend verkaufte CDs, etc.), würde ich rückwirkend auch nichts ändern wollen. Vielleicht würde ich dem ein oder anderen Geschäftspartner oder „Kollegen“ im Musikbusiness nicht mehr ganz so blauäugig vertrauen. Aber das ist schlussendlich auch Lehrgeld, das man anscheinend immer und überall zahlen muss.

Was war für jeden von euch überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Da ich die Fragen hier alleine beantworte, kann ich diese leider nicht zufriedenstellend und „stellvertretend“ ausfüllen. Bitte um Verständnis! -

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Was glaubt ihr, wie wichtig ist in der heutigen (Gotik) Musiklandschaft das Image und das visuelle Erscheinungsbild einer Band? Unterwirft sich Illuminate irgend einer Kleiderordnung?

Das haben wir eigentlich noch nie so gemacht, auch wenn wir in den Anfangsjahren natürlich sehr „affin“ zur Szene in Erscheinung getreten sind. Irgendwie passt der schwarze Look halt auch am besten zu unserer Kunst. Ich würde solch einem Image aber niemals unsere Musik unterwerfen – mir ist es dementsprechend auch egal, ob unsere Fans in Schwarz oder mit Jeans oder Cordhose zu unseren Konzerten kommen.

Ich selbst bevorzuge seit über 30 Jahren schwarze Kleidung (unabhängig von einer Szene-Zugehörigkeit) und fühle mich darin einfach am wohlsten.

Wen seht ihr als das typische Illuminate Publikum an? Gibt es ein bestimmtes Publikum, das ihr mit eurer Musik ansprechen möchtet?

Nein, das gibt es tatsächlich nicht. Auf unseren Konzerten sind die typischen Gothics/Grufties neben Rockern/Metallern und „normalen“ Familien mit Kindern zu finden. Ich möchte die Menschen als solches ansprechen – egal, zu welchem „Publikum“ sie gehören. Jeder, der sich mit uns und unserer Musik identifizieren kann, ist uns willkommen. Äußerlichkeiten sind da völlig zweitrangig.

Gibt es DEN Unterschied zwischen dem Deutschen Publikum und anderem Publikum im Ausland?

Ja, und der nennt sich „Begeisterungsfähigkeit“, „Neidlosigkeit“ oder „Gunst“. Zum einen sind ausländische Fans (vor allem in Mittel- und Südamerika, sowie in Russland) regelrechte Partykanonen im Vergleich zu deutschen Konzertbesuchern. Zum anderen wird man dort als Künstler wirklich wohlwollend aufgenommen. In Deutschland herrscht leider immer noch ein Misstrauen und der ständig unterschwellige Neid vor. Warum hat DER mit seinem Kram so einen Erfolg? Was soll das? Was ist an DEM schon Besonderes? Et cetera…

Ich liebe unsere deutschen Fans trotzdem – es gibt so wundervolle Menschen und so tiefgründige Begegnungen. Aber unterm Strich dürften sie sich immer ein wenig von den ausländischen Illuminate-Fans abschneiden.

Gibt es eine gängige Schublade für die Musik von Illuminate ? Wie beschreibt ihr Leuten eure Musik, die euch noch nie zuvor gehört haben?

Illuminate ist für mich deutschsprachiger Düsterrock mit klassischen Elementen. Früher waren wir eher im Darkwave-Genre verortet – heute ist es durch den Einsatz der akustischen Instrumente (Gitarren, Bass, Schlagzeug) aber viel dynamischer. Vielleicht ein bisschen so der düstere Bruder von Silbermond…

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Wie wichtig ist für Illuminate (musikalischer) Erfolg?

Überlebensnotwendig. Von den Jahren 1995 bis 2012 habe ich ausschließlich von der Musik und meiner Arbeit mit der Band und im eigenen Tonstudio gelebt. Heute bin ich glücklicherweise nicht mehr zu 100% auf den CD-Verkauf und Konzertgagen angewiesen, aber wenn der Erfolg ausbliebe, müsste ich das Projekt schon schwer überdenken. Bei Illuminate sind mittlerweile solch viele Komponenten und „Mechanismen“ am Werk, dass ich das unmöglich aus der eigenen Tasche nur für unser Privatvergnügen machen und finanzieren könnte.

Verbindet ihr mit Musik machen irgendwelche Träume? (Wenn ja, welche?)

Ja, das Ausleben der Kreativität und das Bestreiten des Lebensunterhaltes damit. Das ist schon immer ein großer Traum von mir gewesen, und ich bin unendlich dankbar, dass ich das erleben durfte und darf!

Was könnt ihr uns über die Live Aktivitäten von Illuminate berichten? Bekommt ihr oft die Gelegenheit Live zu spielen?

Früher war das etwas einfacher, da wir flexibler waren und der Konzert-Markt noch etwas stabiler war. Heute sind Konzerte logistisch sehr große Herausforderungen, da ich meine Crew aus ganz Deutschland (von Bremen über Bayreuth bis nach Dresden) für Auftritte einfliegen lassen muss. Von den vorherigen Proben ganz zu schweigen. Neben dem CD-Markt sind zudem die Konzerte stark eingebrochen. Die Leute gehen nicht mehr so zuverlässig auf Einzel-Gigs wie noch vor 10 bis 15 Jahren. Auch die Veranstalter sind nicht mehr so risikofreudig wie damals und buchen nur noch ganz vorsichtig Konzerte. Trotzdem sind wir nach wie vor live unterwegs. Im Ausland, wie auch in Deutschland. Wir sind zum Beispiel immer noch die am häufigsten aufgetretene Band auf dem Wave-Gotik-Treffen. Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit dabei.

Wie kann man sich einen Illuminate Auftritt vorstellen? Was geht bei euch so auf der Bühne ab?

Früher hatte wir eine pantomimische Performance, welche ganze Heerscharen von Bands innerhalb der Szene nach uns beeinflusst hat. Heute legen wir mehr Wert auf handgemachte Musik und viele Stimmen auf der Bühne. Zudem haben wir die Performance gegen eine aufwändige Video- und Bildershow, sowie bewegtes Licht eingetauscht.

Was möchtet ihr in naher Zukunft (musikalisch) mit Illuminate erreichen?

Noch viele halbrunde und runde Geburtstage mit der Band feiern! Kreativ bleiben – sich nicht wiederholen. Authentisch sein und bleiben!

Was war 2017 eure schönste Erfahrung als Musiker?

Ich bin 2017 noch einmal Vater einer zuckersüßen Tochter geworden. Das hat alles getoppt!

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Gab es für euch 20017 auch weniger erfreuliche Ereignisse?

2017 war mit Abstand eines der schönsten Jahre für mich. Und das sage ich nicht nur so daher. Neben der eben erwähnten Geburt meiner Tochter habe ich auch noch einmal geheiratet und hatte auch sonst sehr viele schöne Erlebnisse. Insofern kann ich also (Gott sei Dank!) nichts Negatives aus 2017 berichten!

Könnt ihr euch denn zu einem bestimmten Termin hinsetzen um an den neuen Songs zu arbeiten, oder ist dies gänzlich stimmungsabhängig bei euch?

Das ist eine schwierige Frage, die ich so pauschal gar nicht beantworten kann, da ich beides immer wieder erlebe. Eigentlich benötige ich sehr viel Ruhe und Inspiration für einen guten Song. Auf der anderen Seite habe ich aber auch schon unter höchstem Druck sehr kreativ gearbeitet. Gerade jetzt, beim neuen Album „Ein ganzes Leben“ habe ich wieder unter Termindruck das letzte Lied quasi einen Tag vor dem Mastering-Termin fertiggestellt. Da wundere ich mich manchmal über mich selbst, da ich ansonsten Hektik total fürchterlich finde.

In welchem Land würdet ihr gerne auf Tour gehen?

Mein persönlicher Traum ist und bleibt Japan. Ich fahre total auf dieses Land, die Kultur und das Essen dort ab. Da ich auch außerhalb der Band leider noch nie dort sein konnte (ansonsten aber schon fast die gesamte Welt bereist habe), ist das ein ganz großes Traumziel von mir.

Was war das schönste oder ausgefallenste Fan-Geschenk?

Da gab es schon sehr viele. Angefangen von einem dicken Fotoalbum mit hunderten von Live-Fotografien von uns, über ganz außergewöhnliche Schmuckstücke, bis hin zu liebevollst erschaffenen kleinen Kunstwerken, hatten wir schon eine Menge Fan-Geschenke. In jedem steckt Liebe und Wertschätzung und wird von uns auch so betrachtet und gewürdigt.

Was war das Peinlichste das euch je passiert ist?

Ich stand beim M’era Luna Festival mal ganz vorne auf der Hauptbühne und war mir mehrere Minuten lang nicht sicher, ob ich meinen Hosenladen geschlossen hatte. Ich konnte ja aber schlecht an den Reißverschluss fassen – das wäre zu auffällig gewesen. So musste ich qualvolle Minuten warten, bis ich mich nach einem Lied unauffällig umdrehen und die Situation überprüfen konnte. Glücklicherweise war es aber Fehlalarm. Ich habe trotzdem Blut und Wasser geschwitzt…

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Was würdet ihr für Geld niemals tun?

Oh…da gibt es aber so einiges. Das würde den Rahmen hier sprengen. Da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen sollte, da ich prinzipiell nicht „käuflich“ bin und dies aufgrund meiner persönlichen Situation auch glücklicherweise niemals nötig hatte und habe. Ich würde selbst für Geld niemals etwas tun, was ich auch sonst nicht tun würde oder nicht mit meinem Gewissen vereinbaren könnte. Was bringt mir das Geld denn, wenn es unlauter verdient wurde?

Welche Vorbilder oder Helden habt ihr?

Ich, als Christ, nenne da natürlich Jesus als Vorbild und „Held“ in meinem Leben. Ansonsten sind sämtliche Alten- und Krankenpfleger/innen, sowie Rettungskräfte und Ehrenamtlichen Helden der Gesellschaft!

Was wollt ihr nach der Musik machen?

Im Kreise meiner Familie und geliebter Menschen gesund und glücklich alt werden.

Wenn ihr einen Wusch frei hättet, was würdet ihr euch wünschen?

Dass ich und meine Lieben von schlimmen Krankheiten, Schmerzen und Leid verschont bleiben.

Was würdet ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?

Fragst Du hier nach Personen oder Gegenständen/Objekten?

Bei letzterem wäre es wahrscheinlich ein Braukessel mit den nötigen Ingredienzien zum Bierbrauen. Wenn es auf der Insel nämlich nur Wasser zum Trinken gäbe, würde ich nach wenigen Tagen durchdrehen…

Vielen Dank für Eure Zeit und das tolle Interview;-) Wir wünschen Euch für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf weitere Scheiben;-)

Ich habe zu danken! Das war wirklich ein ausführliches und interessantes Gespräch mit Euch! Danke für Euer Interesse und Eure Zeit!

Liebe Grüße!

Johannes Berthold

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Interview mit Reichsfeind

KKM: Die wichtigste Frage an dich lautet natürlich erst einmal: Wie geht es dir?

RF: Danke der Nachfrage! Zurzeit geht es mir gut. Ich genieße es, nach knapp zwei Jahren Arbeit endlich mein Debütalbum in den Händen halten zu können. Die durchgehend positive Resonanz in der laufenden Promophase macht mich sehr glücklich.

KKM: Zu Anfang kannst du mir etwas über dich und deine künstlerische Entwicklung erzählen? Seit wann machst du eigentlich Musik?

RF: Mit sieben Jahren habe ich ganz klassisch am Klavier angefangen. Später kam das Alt-Saxophon dazu, beide Instrumente habe ich sehr lange gespielt. Zwischendurch gab es immer mal den ein oder anderen Ausflug in Gitarren-Gefilde, auch für Schlagzeug konnte ich mich eine Zeitlang begeistern. 2011 kam dann die Zäsur und ich konnte mir plötzlich nichts Besseres mehr vorstellen, als elektronische Musik zu produzieren.

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KKM: Wie entsteht überhaupt ein Song bei Dir?

RF: Wenn ich so etwas wie die Wiege der Inspiration verorten müsste, wäre das wohl die Bahn. Meistens fällt mir die Grundidee eines neuen Songs förmlich vor die Füße. Ist es eine Textzeile, kommt sie sofort ins Handy. Ist es eine Melodie, suche ich mir die nächstmögliche ruhige Ecke und summe sie ins integrierte Diktiergerät.
Zuhause starte ich dann in der Regel mit dem instrumentalen Refrain. Wenn ich zufrieden bin, kommt die erste Strophe hinzu. Dann ziehe ich mir das vorläufige Ergebnis auf meinen Musik-Player, gehe raus und versuche, die entstandene Stimmung thematisch aufzugreifen und textlich umzusetzen. Wenn alles funktioniert, versuche ich den Song so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen. Oft leichter gesagt als getan…die Detailverliebtheit hat da immer ein Wörtchen mitzureden.

KKM: Hast du selbst das Gefühl, dass du mit dem Album deine eigenen musikalischen Grenzen neu definiert und überschritten hast?

RF: Im Vergleich zu meinen frühen Demosongs hat sich beim Sound definitiv viel geändert. Niemand will eine musikalische Kopie sein, aber das gezielte Suchen nach der eigenen Handschrift kann einen ziemlich in den Wahnsinn treiben. Ich glaube, dass ich diesem Ziel durch das Loslassen dieses Gedankens im Laufe der Albumproduktion ein ganzes Stück näher gekommen bin.

KKM: Gibt es eine Singleauskopplung und ist die Single und ihre Grundstimmung repräsentativ für das komplette Album, oder werden uns da noch Überraschungen erwarten?

RF: Vor kurzem ist das Musikvideo zu Detox online gegangen. Ich würde den Song nicht als DIE repräsentative Grundstimmung des Albums bezeichnen, allerdings war das auch gar nicht das Auswahlkriterium. Vielmehr hoffe ich, dass die Hörer die Vielseitigkeit von LIVING IN SPACE schätzen werden. Um einen guten Eindruck von der Stimmung des Albums zu erhalten, empfehle ich jedem, mal in den umfassenden Album-Trailer auf YouTube rein zuhören.
“Angekündigte Überraschungen sind doch nur halbe Überraschungen

KKM: Gibt es einen Song auf dem Album, der dir besonders am Herzen liegt? Wenn ja, welcher und warum?

RF: Vermutlich The Shape. Er besiegelt den endgültigen emotionalen Abschluss mit einer langjährigen Beziehung, deren Ende mich sehr lange beschäftigt hat.

KKM: In deinen Songs ist oft eine gewisse Melancholie festzustellen. Bist du ein melancholischer Mensch?

RF: Ich würde mich selbst nicht als melancholischen Menschen bezeichnen. Die Verarbeitung von derartigen Gefühlen in musikalischer Form ist einfach das beste Ventil. Ich schließe dunkle Gedanken in einen digitalen Käfig und kann mich in Zukunft auf Verlangen jederzeit wieder mit ihnen auseinandersetzen. Ein ziemlich befreiendes Gefühl, wie eine Katharsis.

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KKM: Vieles auf dem neuen Album scheint auch in gewisser Weise selbst analytisch. Hast du auf diesem Album auch Selbsterlebtes verarbeitet? Wie wichtig ist dir der inhaltliche Aspekt in deinen Songs?

RF: Die Texte sind mir unheimlich wichtig. Allerdings will ich ungern zu sehr ins Detail gehen, gerade weil ich die Bedeutung der Songs für den Hörer nicht unwiderruflich mit meiner Inspiration überschreiben möchte.

KKM: Wenn du in der Welt etwas verändern könntest, was würdest du tun? Würdest du gerne in einer anderen Welt als der unseren leben?

RF: Wir sollten uns alle wieder vorrangig mit unseren Mitmenschen anstelle von austauschbaren materiellen Gütern beschäftigen. Alle arbeiten sich kaputt, weil Erfolg und gesellschaftliches Ansehen mit Geld gleichgesetzt wird. Wir rennen nur noch mit Scheuklappen durch die Gegend. Wann hat dich zum letzten Mal eine wildfremde Person auf der Straße gegrüßt? Über Nacht ist daran wenig zu ändern, da können wir uns nur alle an die eigene Nase fassen und versuchen, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen.

KKM: Nenne mir drei gute Gründe, warum man dieses Album unbedingt kaufen sollte.

RF: Es ist vielseitig, extrem atmosphärisch bei bleibender Tanzbarkeit und einfach ein bisschen anders.

KKM: Wenn man solche Musik macht, fragt man sich, was du wohl sonst so für Musik hörst?

RF: Tatsächlich höre ich privat derzeit relativ wenig Musik, die der Schwarzen Szene zuzuordnen wäre. Momentan begeistere ich mich sehr für Techno und Psytrance. Der Bereich der elektronischen Musik ist so breit gefächert, da macht es auch einfach Spaß, mal abseits der vertrauten Wege nach neuen Subgenres zu suchen. Letztens bin ich durch eine Freundin auf LORN gestoßen. Total abgefahren.

KKM: Was für Pläne hast du für 2018? Ich bedanke mich für das Interview und wünsche Dir alles Gute für die Zukunft!

RF: Ich hoffe, dass ich REICHSFEIND im Laufe des nächsten Jahres zusammen mit Kayfabe LaNoise von Wynardtage auf die Bühne bringen kann. Kay hat mir während der gesamten Albumproduktion jederzeit mit gutem Rat beiseite gestanden und zu einigen Songs Ideen beigesteuert. Ich bin sehr froh, dass es zu dieser Zusammenarbeit gekommen ist.

Ich habe zu danken!

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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