Mit der Stockholmer Gothic-Rock/Post-Punk-Formation Then Comes Silence hat eine der zurzeit wichtigsten Bands ihres Genres bei Oblivion/SPV unterschrieben. Für den 13. März 2020 ist die Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums Machine angekündigt, mit ‚We Lose The Night‘ wird am 13. Januar 2020 die erste Single im Digitalformat ausgekoppelt, weitere Singles folgen. Zudem startet die Band um Sänger/Bassist Alex Svenson schon kurz nach Albumveröffentlichung auf großangelegte Tournee – inklusive einiger Festivalauftritte, unter anderem beim ‚M‘era Luna‘ im August 2020.
Erste Vorabsingle We Lose The Night VÖ: am 10.01.2020:
https://www.youtube.com/watch?v=7nPWQPl8eD8&feature=youtu.be
Gleichzeitig stellen Then Comes Silence auch ihre neue Besetzung vor. Neben Svenson und Schlagzeuger Jonas Fransson komplettieren jetzt die Gitarristen Mattias Ruejas Jonson und Hugo Zombie die Band. Jonson spielte zuvor bei A Projection, Zombie war als Gastmusiker bereits auf Tour mit Fields Of The Nephilim und kommt von der spanischen Formation Los Carniceros del Norte.
Zur Vertragsunterschrift bei Oblivion/SPV sagt Svenson: „Als Band braucht man Partner, die fest an einen glauben. Nachdem Oblivion-Produktmanager Gero Herrde uns bei einem Auftritt auf dem ‚New Waves Day‘ im Mai 2019 besucht hatte, wussten wir, dass wir bei ihm und seinem Label in besten Händen sein werden.“
Auch Herrde selbst äußerst sich äußerst zufrieden über sein neuestes Signing: „Wir haben die positive Entwicklung von Then Comes Silence schon seit Jahren mit großem Interesse verfolgt und freuen uns, dass sie im kommenden März ihr neues Album Machine über Oblivion/SPV veröffentlichen.“
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Der Tod ist eine treue Muse. Er ist sicher, verlässlich, endgültig… kurz: er ist all das, was die anderen Musen nicht sind. Kreativität und Inspiration sind wankelmütige Freunde, allzuschnellverloren zwischen durchgeschwitzten Laken oder auf dem Boden leerer Flaschen.Im Angesicht des Todes jedoch laufen die Götter der Inspiration urplötzlich zu Topform auf und rauschen himmelwärts, aus allen Rohren auf die Synapsen feuernd. Die schwedischen Post-Punk-Goth-Rocker Then Comes Silence sind sich dieser niemals versiegenden Quelle wohl bewusst. Der Tod mag die letzte Schwelle sein, die ultimative Grenze zwischen diesem Leben und der großen Ungewissheit. Für die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silenceist er vor allem eine starke Kraft, die sie antreibt.In 2017 führte diese Obsession mit allem Letalen zu „Blood“, einem zutiefst morbiden,düster pulsierenden Genuss, der das Beste aus apokalyptischem Post Punk und nebligem Goth Rock extrahierte. Ein tödlich, ein merkwürdig berauschender Cocktail, serviert vom Branchenriesen Nuclear Blast. „Das war schon eine unglaubliche Zeit“, blickt Bandgründer Alex Svenson zurück. „Als wir bei Blast unterschrieben, hatten wir urplötzlich alle Hände voll zu tun. Du denkst dir, es wird leichter, wenn du bei einem großen Label bist. Doch das wird es nicht.“ Mit anderen Worten: Ihre Karriere-Boost kostete sie einiges. Then Comes Silence bewerteten ihre Situation ausführlich, verloren einige Mitstreiter, gewannen mit Mattias Ruejas Jonson und einem gewissen Gentleman namens Hugo Zombie aber zwei große Talente dazu. Gefangen in dieser Einbahnstraße, zerlegten sie ihren Backkatalog,der seit dem 2012 veröffentlichten Debüt „Then Comes Silences“ aus immerhin vier Platten bestand, setzten ihren Sound neu zusammen, probten sich die Hintern wund,spielten so viel live wie nie zuvor. „Wir haben die Band neu gestartet“, sagt Alex. „Das neue Line-Up von Then Comes Silence ist mehr denn je das einer Rock-Band.“Ihr gewaltiges neues Album „Machine“ spiegelt das wieder: Mehr Rock, mehr Tod, mehr von jener ungesunden Fixierung auf alles Düstere und Furchtbare. „Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites ‚Blood‘ schreiben.“ Alex nahm diese Neuerfindung todernst (sic!), fungierte sogar als Produzent. „2016 überzogen wir die Aufnahmen mit jeder Menge Geld und hatten keine Ahnung davon, wie wir das kalkulieren sollten“, sagt er ehrlich. „Für eine kleine Band wie uns hatten wir ein üppigesBudget–und hatten keine Ahnung, wie wir es einsetzen sollten. Wir dachten, dass wir un seinfach zurücklehnen und den Ritt genießen können. Der Kater kam erst später.“„Machine“ kostete Schmerz und Kraft, war in vielfacher Weise ein Weg zurück zu ihren bescheidenen Anfängen als schwedisches Underground-Phänomen. Die packenden Beats, die gespenstisch kalten Melodien, die winterlichen Gitarren und düsteren Hooks zeigen, dass es das alles wert war–selbst jenes „verlorene Album“, das Alex mal so eben vor „Machine“ geschrieben und dann ad acta gelegt hat. Alles führte an diesen Punkt. Alles führte zu betörenden, trübseligen Hymnen wie „We Lose The Night“, „Dark End“ oder „KillIt“. Gemixt von Legende Stefan Glaumann (Rammstein, Deathstars, Killing Joke),schließen Then Comes Silence den Kreis und klingen endlich so, wie sie immer klingen wollten–„wie eiskaltes Wasser, das an einem Novembermorgen aus einer rostfreien Leitung läuft.“ Herzen werden schmelzen. Blut wird gefrieren.Mit den wehenden Bannern von Post Punk und Goth in Händen, wollen Then Comes Silence vor allem eines sein: Eine Rock‘n‘Roll-Band von der dunklen Seite der Macht. „Es wird bis auf Weiteres keine neuen Bowies, McCartneys, Ramones oder Lemmys geben.Nicht in der gegenwärtigen Popkultur“, findet Alex. „Wir müssen die Rheintöchter sein, die das Rheingold bewachen. Wir müssen die Wächter des Heiligen Grals sein, bis eines Tages die neuen Rock-Propheten geboren werden.“ Äh, Amen?Dem Schnitter würde das gefallen. Sehr. Nach „Blood“, mit dem Alex vor allem den Todseines Vaters verarbeitete, kommt das Ende aller Dinge jetzt in einer vollkommen neuen,hinterhältig anziehenden Form. „Es bringt rein gar nichts, gegen den Tod zu rebellieren“,zuckt er mit den Schultern. „Auch wenn der Tod den Hinterbliebenen Schmerz und Leid bringt, müssen wir akzeptieren, dass er für uns alle die Endstation ist. So ist es vorgesehen. Kommt damit klar, denn es wird uns alle erwischen.“ Sobald man sich damit auseinander setzt, ist sich Alex sicher, wird sich das positiv auswirken. „Wenn wir über den Tod sprechen, singen, nachdenken, werden wir alles um uns herum mehr zu schätzen wissen. Vielleicht können wir sogar eine höhere Lebensqualität erreichen. Ich denke jeden Tag über den Tod nach und bin ziemlich sicher, dass er mich zu einem besseren Menschen macht.“ Der Tod, die ultimative Muse. Björn Spring
THEN COMES SILENCE – Machine – Review
Die „Goth-Rock“ Band „Then Comes Silence“ kommt 2020 mit Ihrem neuen Album „Machine“, es hat
sich einiges verändert, in der Band sind nun auch Mattias Ruejas Jonson und Hugo Zombie.
Jonson spielte zuvor bei A Projection, Zombie war als Gastmusiker bereits auf Tour mit Fields Of The
Nephilim und kommt von der spanischen Formation Los Carniceros del Norte.
Das Cover schön schlicht und elegant, eine Maske auf grünem Grund, dessen Augen einen anschauen
und Erwartungen wachsen lassen auf das, was sich da wohl Geheimnisvolles an Musik verbirgt!
Beginnen wir mit dem ersten Song der auch schon auf YouTube und Co. als erste Single veröffentlicht
wurde, „We Lose The Night“, ein wirklich tolles Stück, es erinnert mich an alte Dreadful Shadow
Songs oder auch an düstere „Killers“, eine gute Stimme die einen atmosphärisch durch die Boxen
umhaut und begleitet wird von einem dunklen melodischem Sound, der Song ist auf jeden Fall ein
TIPP!
Devil heißt das zweite Lied des Albums, ähnlich wie beim ersten kommt auch hier ein tolles
Soundgerüst ins Haus, der mehrstimmige Gesang im Refrain ist super, der nächste Song „Dark End“
kommt etwas entspanter daher, passt aber sehr gut in die Stimmung, sowie auch das vierte Werk „I
Gave You Everything“!
Bei „Ritual“ dann kommt als weitere Überraschung eine Frauenstimme dazu, klingt etwas nach
Siouxsie..oder doch Bondie, gefällt mir jedenfalls sehr, tolles Stück in dem wirklich alles super gelingt,
düster punkig…dreckig vielleicht!
….weiter mit „Apocalypse Flare“.. kommt mir grade etwas schwächer vor, kann aber sein das ich das
immer noch an dem „Duett“ im vorherigen Song messe, aber er ist auf jeden Fall auch gut!
W.O.O.O.U ist dann wieder voll mein Ding, schöner Song da hat sich Oblivion/SPV eine wirklich gute
Kapelle „geschnappt“…dumpfe Drums, schrille Gitarre, so beginnt „In Your Name“, wieder schöne
mehrstimmige Parts, etwas psychodelisch mit eingängigem Refrain…, toll….bei „Glas“ fällt das
Schlagzeug auf, kommt hier etwas cleaner rüber und die sich wiederholenden Gitarren sind
super…“Kill It“ ist mehr eine Ballade, ruhig und mystisch, könnte auch Filmmusik zu einem „Batman“
oder „Crow“ Film sein, Daumen hoch!
…und da bin ich schon beim letzten Song, ich muss sagen „Cuts Inside“ ist genauso klasse wie alle
Songs zuvor, die Stücke auf dem Album drehen sich rund um die Themen Tod, Trauer, Schmerz und
das mit der richtigen düsteren Dosis, klar sind Einflüsse von Killing Joke und Deathstars zu hören, was
sicher an dem Soundmann Stefan Glaumann liegt, das ist aber völlig Okay, die ganze „Platte“ ist gut
produziert und für mich die Beste bisher von „Then Comes Silence“ , ich finde sie sogar etwas
rockiger, was vielleicht an den neuen Musikern in der Band liegt, das alles steht der Band aber gut zu
Gesicht!
Anspiel-Tipp: We Lose The Night , Devil , Ritual & und alle anderen Songs auch! ?
© by Karsten Zakrzewski 24.01.2020
Interview:
Interview with Then Comes Silence
KKM: If something tells us please about your last work…
ALEX
‚Machine‘ is our fifth studio album and it is the first album with the new members Hugo and Mattias. It was mixed by Stefan Glaumann who is famous for working with Rammstein, Deathstars and Killing Joke.
KKM: Is there a central song which indicates the basic ideas of the
album exemplarily?
ALEX
I would probably choose the song ‚DARK END‘ as the still point of the turning record. The album revolves around the darker days in our lives. What’s bringing us down, like too much expectations, unreachable goals and everyday darkness. ‚DARK END‘ is pretty much a song where we sum up the album.
KKM: Does the choice of the lyrical backgrounds run off with you still
in complete stylistic freedom?
ALEX
I don’t like writing long texts and with too much words. It’s not a novel, it’s a cluster of rock songs and choruses. To make it clear and straight it shouldn’t contain too much lyric. It’s a chant, a mantra. Words can be repetitive and used again and again. About the content and choice of words, I prefer not to use rude and offensive phrases. That would be making it too easy and I’d have to be ready for the consequences if I go all the way by using bad language.
KKM: How does the selection procedure run off with you for a new
CD or a song?
ALEX
When I write the songs and the band rehearse together we often work around 13 to 15 songs for an album. There’s always 2 or 3 songs that don’t make it to the end. I write and the band arrange everything together.
KKM: What puts out your typical sound and how he has changed
about the years away?
ALEX
I believe we have gone into a more distinct sound with every record. The first album was very gritty and noisy. Compare that with ‚Machine‘. It’s probably like a different band. The guitars could be a bit out of tune and we didn’t really tune the heads on the drums. No hifi at all. More chaos and freedom. Now we have discipline and work with the songs for a long time before we enter the studio. In the long run it’s better for all of us.
KKM: How do you fancy the form of future publications?
ALEX
I prefer vinyl and physical records, but streaming has made it very easy to find music. Especially now when almost everything is avaliable on Spotify or Youtube. Downloads are only good for usage when I’m out DJ-ing.
KKM: Does the last CD be given in the original version of the
admissions, or have you gone once more about that to smooth
passages with which critics could speak later of a „squalid sound“ or
„not perfect song“?
ALEX
We are not cosying up anyone. What comes out from the studio is the sound and songs we stand for and hopefully other people will enjoy it too. I think we’re pretty sure what Then Comes Silence are and what our expression should be to maintain our identity as a band.
KKM: Were you confronted at any time with such a thing?
ALEX
No, I don’t think so. As soon as you start thinking about what other people think about you and your sound, it’s dangerous. Trust yourself.
KKM: How did you come on the cover and the title of the last album?
ALEX
I didn’t wanna write new songs in the same way I did with our last album ‚BLOOD‘. Metaphorically, I had to become someone else to get a new perspective,. I needed to find another angle. We all put masks on when we feel that we have to. With friends, at work and with strangers. I put the mask on and the band became a machine to get the work done for the new album. That’s why it’s called ‚MACHINE‘ with a mask on the cover.
KKM: How do you see yourselves in comparison to your fans?
ALEX
We are all in it together. We are nothing without them and I want to believe they need this for their good health. Give and take. If it’s not good for them, then just don’t listen to it. It’s like food. If you don’t like it, don’t eat it and vice versa.
KKM: What concerns you at the moment mostly and the heart makes
you difficult?
ALEX
Right now it’s the snowless winter up here in the north. This is the first winter I have experienced with no snow at all. Still freezing thou, but we don’t have a white winter. That’s a bad sign and we need to start thinking in a different way if we want to hand it over in a good shape for the future generations.
KKM: With whom would like you to take to the road once or take up
a CD?
ALEX
Anyone or anything that can entertain us.
KKM: What is to be expected as next from you?
ALEX
We will tour in the fall and do festivals during 2020.
M’era Luna, DarkMad in Madrid and Pargue Gothic Treffen are couple of the festivals we are doing this year.
KKM: Can you describe to yourselves in 3 words?
ALEX
Visionary, Disciplined, Searching
KKM: I thank you so much for the interview, wish you a very good time and all the best for the future! And please do not stop making such great music!
written by Claudia Tomaszewski