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PORN – No Monsters In God’s Eyes – Act III – VÖ: 27.3.2020

2017 veröffentlichten PORN ihr drittes Album „The Ogre Inside – Act I“,
den ersten Teil einer Trilogie über die mysteriöse Figur des Mr Stranglers.
2019 brachte die Band den zweiten Teil der Trilogie, „The Darkest Of
Human Desires – Act II“, heraus. Nun, am 27. März 2020, kehren PORN
mit dem finalen Akt zurück: „No Monsters In God’s Eyes – Act III“.

Das Album „The Ogre Inside“ handelt vom inneren Kampf, von dunklen
Begierden, davon, wie die Gesellschaft den eigenen Willen unterdrückt.
Dies ist ein Kampf, den keiner gewinnen kann. Das Monster, das dich von
innen heraus verschlingt, gewinnt immer. Das Album ist eine Beschwörung,
um das Monster zu entfesseln, das eigene ‚wahre‘ Selbst anzunehmen
und den dunkelsten Gelüsten zu erlauben, sich auszudrücken. Es ist ein
Aufruf zum Handeln. Der innere Unmensch hat den inneren Kampf
gewonnen und somit Mr Strangler hervorgebracht.

Sein ‚wahres Selbst‘ akzeptierend, drückt Mr Strangler im zweiten Teil
seine dunkelsten Impulse ohne Einschränkungen aus und kennt keine
Grenzen. Zusammen mit seiner Gang begeht Mr Strangler Morde und
Massaker. Ebenso lädt er jeden dazu ein, einen Schritt weiterzugehen und
zu handeln, die eigenen dunklen Begierden auszudrücken und seinem
Todeskult beizutreten. Für Mr Strangler und seine Bande ist das Monster
frei. Sie lassen die dunkelsten, menschlichen Gelüste zu: Mord.

Im letzten Teil endet Mr Stranglers blutige Odyssee. Er sitzt im Gefängnis
und wartet auf seine Hinrichtung. Dieser finale Akt ist sein Testament.
Angesichts des bevorstehenden Endes seines Lebens zieht er Bilanz über
dieses und beginnt einen Dialog mit seinem Tod. Er mahnt jeden
eindringlich, sein Werk fortzusetzen … das Werk Gottes. Denn falls Gott
existiert, dann ist alles seins. Dann sind selbst die schlimmsten Monster
Kinder Gottes. Es gibt keine Monster im Angesicht Gottes.

Nach der Zusammenarbeit mit Tom Baker (verantwortlich für das Mastering
so legendärer Alben wie Marilyn Mansons „Antichrist Superstar”, NINs
„Downward Spiral”, Ministrys „Psalm 69” oder Rob Zombies „Hellbilly
Deluxe”), vertrauten PORN diesmal Brian Lucey (Magic Garden Studio in
Los Angeles) das Mastering des Albums an. Lucey arbeitete vorher für
Ghost, Marilyn Manson, Depeche Mode, Arctic Monkeys, Royal Blood …

PORN verfeinern und entwickeln ihren musikalischen Stil, den sie Murder
Rock nennen, weiter und zitieren in ihrer Musik The Cure (von denen die
Band ihren Namen abgeleitet hat), David Bowie, Pink Floyd, Type O
Negative, Nine Inch Nails …

Audio Tracklisting: 

1 Dead In Every Eyes 06:38
2 High Summer Sun – Part 1 04:02
3 A Lovely Day 06:16
4 Low Winter Hope – Part 1 04:34
5 In An Endless Dream 04:24
6 Low Winter Hope – Part 2 05:53
7 Sky Outside 04:08
8 High Summer Sun – Part 2 02:25
9 Some Happy Moments 04:10
10 God’s Creatures 04:05
11 Low Winter Hope – Part 3 03:45
12 Among Dark Red Roses 06:48
13 Mr. Strangler’s Last Words 03:10

PORN – No monsters in god’s eyes – Rezension

Das Warten ist vorbei und auch für den Protagonisten Mr. Strangler tickt die Uhr. Die Franzosen PORN veröffentlichen den dritten Akt der Trilogie um die Geschichte des Würgers „No monsters in god’s eyes“. Und schon wieder läuft die CD auf Dauerschleife, wie zuvor die zwei Akte „The Ogre Inside“ und „The Darkest of Human Desires“.

Mr. Strangler sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl. Er blickt zurück auf seine Bluttaten und hält Dialog mit sich, Gott und dem Tod. Die Essenz ist simpel: Wenn er ein Geschöpf Gottes ist, dann führt er auch Gottes Willen aus, und somit gibt es auch keine Monster in Gottes Augen. Diese Erkenntnis ist sein Testament und er ermutigt uns alle seinem Weg zu folgen und seine Arbeit fortzuführen – Musikalisch untermalt im Finaltrack „Mr. Strangler’s Last Words“.

PORN bleiben sich und Ihrer Musik treu und so verschmelzen die Vorgänger-CDs und die Lieder in ein großes Ganzes. Obwohl man hier und da die Einflüsse von Type-O-Negative, Nine Inch Nails, und Marylin Manson noch erkennt, hat sich die Band weiterentwickelt. Stilistisch hat sich die Band gefestigt und sie klingen einfach nach PORN: Wohl platzierte Snippets und Synthieflächen, eingängige Melodien und Riffs. Erneut ist die CD stimmig, ist düster und melancholisch, perfekt produziert und abgemischt. Die CD hat 13 Songs mit einer Lauflänge von rund 60 Minuten.

Es fällt mir schwer einen Anspieltipp oder einen besten Song auszuwählen. Zum Headbangen ist der bereits veröffentlichte Song „High Summer Sun“ bestens geeignet. Am innovativsten ist der Titel „Low Winter Hope“, der in drei Teile aufgeteilt ist – quasi eine Trilogie in einer Trilogie. In Part1 des Songs wird der Song atmosphärisch aufgebaut. Ich mag die an die Munsters-Musik angelehnten Grusel-Sounds. Part2 ist ein Uptempo-Stück mit Ohrwurm-Garantie und allem was ein Rocker-Herz höher schlagen lässt: Atmosphäre, Mega-Riffs, treibender Bass, ein unglaubliches Drumset mit Triolen und Doublebase-Parts, Clear- und Scream- Stimme und Synthies, die alles zusammenfügen. Part3 ist fröhlicher aufgebaut. Die verzerrte Gitarre wird nach und nach unverzerrt. Es fühlt sich an als würde eine Wolkendecke aufbrechen und ein Sonnenstrahl den Himmel erhellen. Beim Gezupften musste ich schmunzeln. Es erinnert mich stark an „The Temple of the Kings“ von Rainbow (Vielleicht die Jugend unseres Mr. Strangler?). Ich empfehle diese drei Titel hintereinander zu hören, denn sie spiegeln die Geschichte der CD musikalisch wieder.

Ich vergebe 10 von 10 Elektrokutionen.

geschrieben von Marc Seidler

 

Facebook: https://www.facebook.com/PORNtheband/

bandcamp: https://porntheband.bandcamp.com/merch

Label:

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Lord Of The Lost – Till Death Us Do Part (Ultimate Best Of by the Dark Rock Band from Hamburg)

Es gibt Bands, die ihrer Zeit den Stempel aufdrücken, die mehr sind als ein paar Kumpels mit Instrumenten, denen ein Gesamtkunstwerk gelingt, das den schnelllebigen Konsumwahn überlebt und etwas von Dauer schafft. LORD OF THE LOST sind zweifellos eine dieser Bands – zu tief sind die Spuren, die sie mit ihrer Musik in den Herzen ihrer Hörer hinterlassen haben.

Hamburg war schon immer ein besonderes Pflaster für die internationale Musik. Bands wie The Beatles, Jimmy Hendrix und Black Sabbath spielten sich auf der Bühne des Star Club zum Weltruhm, und der Seewind brachte Sounds aus aller Welt in die Hafenstadt. Eine inspirierende Umgebung für einen St. Paulianer wie Chris Harms, der Lord Of The Lost aus der Taufe hob. Mit einer dunklen, eingängigen Melange aus Rock, Metal und Elektronik entstand Hit auf Hit, hart und heavy, und doch tanzbar. 2009 wurde aus dem Projekt eine Band, und zehn Jahre später ist es an der Zeit, einen Blick zurück zu werfen. „Till Death Us Do Part“ ist eine Zusammenstellung der beliebtesten Lord-Of-The-Lost-Kracher und vereint das Schaffen von 10 Jahren Bandgeschichte, erhältlich auf CD und Doppelvinyl. In der 2-CD Version gibt es eine CD mit Raritäten und B-Seiten dazu, inkl. Gastauftritten von Der Schulz (Unzucht) und Erk Aicrag (Hocico). Für die Schatzsucher gibt es noch die auf 1.000 Einheiten streng limitierte 4-CD Digibox Version mit einer Remix-CD und einer Zusammenstellung aus Demo-Versionen, teilweise über 20 Jahre alt und lange vor der Enstehung der Band geschrieben und aufgenommen. „Diese Aufnahmen zeigen ungeschönt und nackt Vorversionen bekannter Lord Of The Lost-Songs, die ich zum Teil als Teenager unter widrigsten Umständen mit schlechtester Technik aufgenommen habe“, kommentiert Chris Harms. „Ich habe lange überlegt, ob ich das preisgeben soll, aber ich habe mich letztendlich dafür entschieden, da ich einen Einblick dieser Art als Fan von Bands, die ich liebe, extrem schätzen und respektieren würde.“

Lord of the Lost – Till Death Us Do Part – Rezension

Bereits 10 Jahre gibt es die Band um das musikalische Multitalent Chris Harms. Und zu ihrem 10. Geburtstag haben Lord of the Lost sich selbst und ihren Fans ein großartiges Geschenk gemacht. „Till Death Us Do Part“ ist eine Best-of-Sammlung, die man in verschiedenen Varianten bekommen kann. Dem geneigten Fan kann ich aber besonders zur 4-Disc Variante raten.

Dieses Paket enthält nicht nur 19 Meisterwerke aus jeder Entwicklungsphase der Band, wie etwa „Six Feet Underground“, „La Bomba“, „Die Tomorrow“ oder das wunderbar traurige „See You Soon“, sondern man kann auch die Entwicklung einiger Songs von der Demo bis zur tatsächlichen Veröffentlichung verfolgen.

Das Titelstück „Till Death Us Do Part“ etwa hat von der Demo, die es bereits 2008 gab, bis jetzt eine deutliche Veränderung erfahren. Es ist nun mehr Druck dahinter, die Stimme ausgeprägter, so dass Chris‘ warme samtige Stimme dem Song seinen schönen Tiefgang verleiht. Es ist ein ordentlicher Dark-Rock-Song geworden, der das ganze Spektrum der Musik von Lord of the Lost in den vergangenen 10 Jahren widerspiegelt.

Einen wunderschönen melodischen Einstieg hat „Morgana“. Bis zum Refrain gefällt mir das Lied wirklich gut. Mit dem Geschrei, welches dann folgt kann ich persönlich allerdings nicht so besonders viel anfangen. Es macht das sonst so schöne Lied irgendwie anstrengend. Dieser Stil ist jedoch markant für den musikalischen Pfad, den Lord of the Lost seit dem Album „Empyrean“ einschlugen. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht, heißt es da wohl.

Bei „Raining Stars“ kann man sich aussuchen welche Variante man sich anhören möchte. Das Original, welches sofort in die Beine geht, oder den Remix von Solar Fake, der mit elektronischen Elementen dem Song ein neues Kleid verpasst. Die Handschrift von Sven Friedrich ist dort unverkennbar. Aber nicht nur Herr Friedrich hat sich die Ehre gegeben und einen Song in ein anderes Gewand gekleidet, auch Unzucht, Chrom, Blutengel, Staubkind und viele mehr haben sich zu Ehren des Jubiläums von Lord of the Lost an die Regler gesetzt.

Full Metal Whore“ hat, wie der Name schon sagt, fast alle Facetten des Metal einmal ran gelassen. Vom schönsten Blackmetal-Gegrunze, bis Symphonic Metal ist alles in diesem Song vorhanden, sogar ein wenig Sprechgesang hat sich hier eingefunden. Der Stilmix ist etwas gewöhnungsbedürftig, Spaß macht das Lied aber trotzdem.

Fast schon ein wenig poppig und sehr eingängig ist „Dry the Rain“. Zumindest bis zur Hälfte, wenn Herr Harms sich wieder seiner anderen stimmlichen Facetten bedient. Da hat der Song dann seine Radiotauglichkeit eingebüßt. Mir gefällt er sehr gut und er wird mich wohl in den kommenden regnerischen Herbst begleiten. Von „Dry the Rain“ gibt es noch 3 weitere Remixe, wobei mir die orchestrale Version am besten gefällt. Sie gibt dem Song ein völlig anderes Gesicht und kommt fast komplett ohne Gesang aus. So aufgemacht ist es wirklich ein Stück um sich fallen zu lassen.

Wer es insgesamt etwas ruhiger mag, dem sei „Beyond Beautiful“ ans Herz gelegt. In dieser wunderschönen Ballade glaubt man sofort, dass Chris lieber lieben als hassen würde, doch einfach nicht anders kann als sich selbst damit zu verletzen, anderen weh zu tun. Seine Stimme und das Piano bilden eine wundervolle Harmonie und man möchte nichts mehr, als ihn zu retten.

Um die Traurigkeit zu vertreiben ist „Die Tomorrow“ genau das Richtige. Der Song geht direkt in die Beine und man kann sich der Aufforderung zu tanzen, als gäbe es kein Morgen absolut nicht entziehen.

Der Anfang von „Blood for Blood“ erinnert etwas an ein altes Computerspiel bevor es melodiöser wird. Es ist gewohnt eingängig und auch hier habe ich mich wieder beim Mitwackeln erwischt. Wer dieses Lied aber einmal völlig anders wahrnehmen möchte, der sollte sich die Version „Ein Walzer für Klarinette und Piano“ anhören. Es ist wie ein komplett anderes Stück und hat eine ganz neue Tragweite. Da sollte man unbedingt mal ein Ohr riskieren.

Wenn es einem dann wieder reicht mit der guten Laune ist „See You Soon“ genau das Richtige. Glockenklänge, die eine Beerdigung einläuten, Abschiedsworte die unter die Haut gehen, dazu Chris tiefe Stimme. Wundervoll traurig und ein bittersüßer Abschied, der einem das Herz bricht. Ich könnte diesen Song immer wieder anhören…

Den Abschluss der Best of bildet „Break your Heart“. Nach einem sehr ruhigen Einstieg steigert es sich langsam, bleibt aber ein verhältnismäßig ruhiges Lied. Und so findet dieser Querschnitt aus den Werken der letzten 10 Jahren mit gebrochenem Herzen sein Ende.

Wer nach all den musikalischen Leckerbissen immer noch nicht genug hat, kann natürlich auch noch in die Sammlung einiger Raritäten eintauchen. 18 seltene Stücke befinden sich in der 4-CD-Ausgabe, vom rockigen „Death Doesn’t Kill You But I Do“ bis zum ruhigen “Words Of Sadness“. Einen fast Country artigen Einschlag hat „One Day Everything Will Be Ok“. Etwas ungewöhnlich, aber durchaus ein Song, den man sich genauer anhören sollte. Es gibt also zum feierlichen Anlass mehrere Stunden ordentlich Musik auf die Ohren. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

geschrieben von Antje Heine

Facebook: https://www.facebook.com/lordofthelost/

Website: www.lordofthelost.de

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Almøst Human – XS2XTC

Gegründet in den 90ern von Olivier Perdrizat (Gitarre und Komposition) und Rosario Fullone (Drums), war Almøst Human ein paar Jahre später fast wieder in der Versenkung verschwunden, um 2008 wieder aufzutauchen, als Jan Peyer (Bass) der Band beitrat. Dieses produktive Line-Up wurde durch Chris Matthey (Gitarre), dessen Produzententalent der Band halfen, einen kraftvollen alsauch filigranen Sound zu schmieden, komplettiert. Etwas später stieß Ben Pluss (Sänger) dazu, um mit seinem Verve und seiner einzigartigen Gesangsstimme den Songs Leben
in Fleisch und Seele einzupeitschen.

Almøst Humans Musik pendelt zwischen Introspektive und Wutanfällen, Schwere und Besänftigung. Während sie sich über die metalüblichen Klischees (okkulte Symbole, Blut) lustig machen, macht sich die Band Gedanken über die
menschliche Natur und dem Platz, den die Menschen einnehmen – oder einnehmen wollen – im Königreich der Tiere. Indem die besondere Technik des Extreme Metal mit der Energie der Rockmusik verbunden wird, konzentrierensich Almøst Human im Großen und Ganzen auf Melodie undEmotionen.

Nach der Veröffentlichung der hochgelobten Debüt-EP “Ø” (2012), arbeitete die Band Ende 2014 mit den beiden Schweizer Komödianten Vincent Kucholl und Vincent Veillon von der Radio- und TV-Show „120 secondes“ zusammen.
Außerdem komponierten sie Musik, die sie auch aufnahmen und mixten, für das Metal-Duo Black Lion Genocide aus dem Kanton Wallis. Die Band spielte auf der Hauptbühne des Paleo Festival 2015 mit Black Lion Genocide vor 40.000
Fans.

Almøst Human erstes Album „XS2XTC“ beinhaltet 14 neue Songs und wird Ende November 2018 veröffentlicht werden. Die Platte stellt die Frage, ob das was wir sehen, die Realität ist, oder nur das, was wir sehen wollen, und besiegelt auch
die Wiedergeburt der Band.

Audio Tracklisting:
1 System Of Beliefs 06:04
2 Warpigs 05:47
3 Naked Now 04:45
4 What Makes You So Hard? 05:55
5 Chemical Breakfast 03:07
6 Divine Comedy 05:14
7 Baby Glued 05:50
8 Clowned 03:25
9 Beloved Pet 06:43
10 Promised Paradies 01:20
11 In The Name(s) Of God(s) 06:37
12 Fucktory Of Illusions 07:30
13 From Womb 2 Tomb 00:48
14 Welcome 2 Neverland 14:52

Label: http://www.fastball-music.de/

Almøst Human – XS2XTC – Rezension

1977 – ein junger Gunther von Hagens arbeitet in Heidelberg an der Idee der Plastination und skizziert eines seiner Exponate, die er später in der weltberühmten Ausstellung „Körperwelten“ ausstellen will. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich mir das Cover der CD „XS2XTC“ der Schweizer Band „Almøst Human“ ansehe. Die Bleistiftzeichnung zeigt einen Mensch, der sich selbst die Haut abzieht. Wenn man XS2XTC (Access to Ecstasy) hat, denke ich in Zusammenhang mit dem Bild an eine Metapher, sein äußeres/altes Ich abzustreifen und das innere Ekstatische zu entdecken. Da ich die Art Cover mag und die Thematik spannend finde, bin ich gespannt, was mich erwartet – obwohl ich eher Gothic-Rock erwartet hätte statt Metal.

Beim ersten Durch hören hat die Band schon einen Stein bei mir im Brett. Ich finde keinen Vergleich, keine Kopie, keinen Einfluss anderer Bands. Die wird es sicher geben, aber es scheint als haben sich die Musiker selbst und untereinander gefunden.

Der Opener „System Of Beliefs“ musste ich mehrmals hören. Zum einen, weil ich herausfinden wollte, ob es sich bei den hohen Tönen um einen Synthesizer oder extrem verzerrte Gitarren handelt (ein Stilelement der ganzen CD) und zum anderen, weil die Bridge und Refrain unglaublich gut ins Ohr geht und der Clean-Gesang sich gut in das Growling einfügt. Eine würdige Nr.1, die wunderbar die Facetten und die Musikalität der Bandmitglieder zeigt. Das Lied endet mit einem gehaltenen gezerrten Ton…und der nächste Song überraschend riffig mit sehr langen Pausen. „Warpigs“ ist ein härterer Titel und, ganz dem Kriegsgedanken folgend, voll mit Stakkato-Riffes. „Naked Now“ ist ähnlich treibend und damit es nicht langweilig wird, wird das Lied mit einer Fläche aufgebrochen. „What Makes You So Hard?“ ist gespickt mit Triolen, unerwarteten Pausen, Passagen und Stilwechseln. Es ist der anspruchsvollste Song der CD für den Hörer. Ich könnte mir vorstellen, dass es dem einen oder anderen nicht gefällt. Ich persönlich mag ab und an solch harten Tobak. Der Instrumentaltrack „Chemical Breakfast“ gefällt mir weniger. Es ist mir zu wenig los und mir fehlt das Verständnis, dass von drei Minuten eine Minute ausgefaded wird. „Divine Comedy“ und „Baby Glued“ sind wiederum Songs, die man sich mehrmals anhören muss. Ein musikalisches Stilelement jagt das nächste, was zunächst verwirrt, dann aber doch irgendwie gefällt. Die Band hat es mit „Clowned“ geschafft einen traurigen Clown musikalisch zu interpretieren. Man hört Tonfolgen von Zirkusmelodien heraus – sehr gut gemacht und fast mein Lieblingstrack auf der CD, wäre da nicht „Beloved Pet“. Dieser Track ist so spannend, dass er unter allen Titeln sofort auffällt. Er erinnert mich an den klassischen Dramen/Komödienaufbau der Literatur in 5 Akten. Sphärisches In- und Outro, melodischer Zwischenpart und gute Headbangparts dazwischen. „Promised Paradies“ ist ein Übergangstrack mit gesprochenen Worten und verzerrten Sounds. Es geht um die Worte Gottes, die uns das Paradies versprechen. Schöne Idee, denn „In The Name(s) Of God(s)“ wird postum damit abgerechnet. Hier merkt man, dass alle Musiker damit einverstanden sind, denn jeder legt so richtig Wut und Enttäuschung in das jeweilige Instrument. Am Ende hört man den Sänger um Luft ringen. Auch eine super Idee um dem Growling den Stempel Diesmal war es ernst aufzudrücken. Nach diesem Titel klingt „Fucktory Of Illusions“ fast schon langweilig. Dennoch ist auch er toll gemacht mit ansprechenden Tempiwechseln, Riffs und melodischen Passagen. Ich finde die Idee das eigene Gehirn als „Fuckbrik der Illusionen“ zu betiteln genial. „From Womb 2 Tomb“ ist erneut ein Übergangsstück für den letzten Track „Welcome 2 Neverland“. Er ist auch wieder ein kleines Goldstück, wenn man sich einmal rein gehört hat. Die Band bedient sich arabischer und Zigeuner-ähnlichen Tonfolgen um das Neverland zu beschreiben. Nach sechs Minuten ist der Song vorbei, der CD Player zeigt aber noch 9 Minuten an. Juhu, ein Ghost Song. Und genau das ist er. Ich verrate nicht zu viel.

Mein Fazit: Die CD ist klasse, hier und da schwierig und nichts für Mal-Eben-So-Hören. Man wird mitgenommen und die Thematiken sind stimmig, die Musik ist astrein und es gibt Überraschungen. Einen Wunsch würde ich der Band gerne nahe bringen. Die Titel und das Arrangement lädt gerade dazu ein, dass die CD in einem durch gemixt ist. Teilweise sind die Pausen zwischen den Tracks seltsam oder störend. Insgesamt vergebe ich 8 von 10 Pommes -Forgglä.

geschrieben von Marc Seidler

Label: http://www.fastball-music.de/

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ALCEST -SouvenirsDunAutreMonde

BACK IN 2007 

« Souvenirs d’un autre monde » came out ten years ago, in 2007. It’s crazy to witness time flying by so fast. It seems like the album was released only yesterday, yet so many things happened in the life of the band during this period of time. The album was sounding very different than what was to find in the music scene back then and I wasn’t sure about how people would react to it. I didn’t feel scared or insecure about it, just really excited and curious to see what the reactions would be like. « Souvenirs d’un autre monde » was
written with no other purpose than pure artistic ambition and it definitely felt special, in a positive way, but it was also evident that it wouldn’t be an album for everyone. I would have never imagined that so many people would get into it in the years after its release and into the Alcest sound in general.
Now with internet and the easy access to music, people got more curious and open in terms of genres. They are eager to discover new and adventurous sounds, but back in 2007 it was still a different story, especially within the metal realm. The metal scene evolved a lot recently, in a very good way in my opinion, and it seems that metal fans also listen to completely other genres outside of their «comfort zone» now.

At the time, Alcest was a still solo project. I just had a demo tape released in 2001 of raw, traditional black metal (I was really young, 15 years old, and had just started playing music in a serious way) and an EP « Le Secret », that came out in 2005, which I consider to be the first actual Alcest release. This EP gave birth to the sound, concept and identity that the project had on « Souvenirs d’un autre monde » and also on the later records. In 2006, Alcest had a Myspace account and Fursy (from Les Discrets, one of my oldest friends), told me to send a message to Prophecy Productions, asking them to check out my music. We both liked the label, as they were different from the other metal labels, and thought it could be a good match. Prophecy always had a strong identity, both visually and in the choice of their bands, so when they replied me, saying that they had listened to the tracks I later sent them
on CD-R, liked them and wanted to sign Alcest, I was really overjoyed.

Alcest11

GENESIS & CONCEPT

It’s never easy for me to talk about the concept behind Alcest and « Souvenirs d’un autre monde », which is probably why I choose music as a way to deal with it, instead of something else. I had a spiritual experience in my childhood that had a big impact on my life and my way to perceive existence.
Later on when I started Alcest as a teenager, instead of sticking to the black metal style of the beginnings, I decided to go in the opposite direction and use the experience I had as a child as the main theme and source of inspiration for this project. That is still the case today. Spirituality is the central theme of Alcest, along with some others, such as the passing of time, romanticism and nostalgia, which are usually darker and more down to earth topics. Each record we release is dealing with a different side of this concept, showing a different angle of the same story depending on my emotions and my evolution as a person in this world. I would say however that « Souvenirs d’un autre monde » is a key album in Alcest’s career. At this period, the approach I had to the whole project felt really new and fresh. I was translating the concept of the band in the purest, most direct way; something that was unique for this release and that hasn’t been the same before or after it.

« Souvenirs d’un autre monde » means « Memories from another world ».

As a kid, I experienced vivid memories of a place that is not what we all know here. In my mind there were images, sensations and sounds from a sort of vast heavenly garden, where everything seemed to vibrate and glow in pearly light; the trees, the streams and the grass were moving in harmony.
There I could get an intense feeling of serenity and peace that is nothing like we can experience on Earth. This place seemed so alive, and I can’t stress enough the weight of the the word «alive» here. It was more alive than anything else. There was this melody, an indescribably beautiful music floating in the air and that seemed to come from the whole scenery, as if it was an inseparable part of it. In these memories, I could feel everything around me in a different way than how we usually do in our human forms. I wasn’t in
terfering with the surroundings through the filter of my 5 human senses, but instead all the senses were intensified and seemed to blend within each other.
I felt like I could hear the colors, touch the fragrances in the air and perceive the language and the deep meaning of this place, as if I was a part of it myself. I remember there also were some presences, some ethereal beings, that I couldn’t recognize, but that seemed very familiar to me. The deep essence of myself surely knew who they were. They could communicate with me in a language without words and their message was a message of absolute love and understanding. It was just like time had stopped, or simply didn’t exist
there, and there were no fears or mortal torments to be found.
These images were coming to me most of the time during the day, especially when I was in contact with nature or in a specific sensitive state of mind. I never really knew what they were and where they came from, but the feeling I had was magical and I was sure that it was absolutely real. When my childhood had passed, I sort of put theses memories aside for a while, but it all came back later on when I realized that these experiences weren’t something
common and that there must have been a reason why I had them. I started to think that I was obliged to do something with it, if not talk about it (I never liked talking about it, probably because of my fear to be judged or being called crazy by the more closed-minded people), then at least trying to honor it and portray it through music. I found a lot of comfort when I started to get more into spirituality and subjects like Near Death Experiences. Then, I discovered that people who were in alternated states of consciousness, were describing very similar things to my visions. I started to feel less alone and convinced that it wasn’t just something from my imagination. Since the release of « Souvenirs d’un autre monde », I have met people all around the world that told me they had comparable experiences. I feel that in my case, it’s possible that I could have kept memories from a spiritual world where we would go before and after being on Earth. I believe in the existence of a soul, an essence infinitely bigger than our human self, that is separate from the body, but that gets reincarnated into a body as a vehicle for the time of its earthly existence, in order to learn, grow and get to experience material life. I believe that we have nothing to fear and that death is just the passage from one state to the other.
The best way for me to stay in touch with this place and these sensations now, is thru contact with nature. What inspires me the most, is to go out into a beautiful garden or into the forest in spring, when nature is coming back to life and when the trees with newborn emerald leaves, move in the breeze.
Then I can get intense reminiscences of this spiritual world; it’s like a trigger.
The landscapes of the south of France can look similar to the place of my memories. There are a lot of tall trees that grow next to water, fountains, enchanting green oaks and some mediterranean houses with elegant white columns. This whole region near my hometown is almost taking the shape of an otherworldly scenery sometimes. There actually are several pictures in the artworks of « Le Secret » and « Souvenirs d’un autre monde » of the
spots where I used to go to get inspired. I am sure that being born in the South of France wasn’t a coincidence and the beauty of the landscapes there had a very important role in the way Alcest and my spirituality developed.

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RECORDING

I didn’t make any demo versions of the songs, so I kept all the riffs and song structures for the record in my mind. I played them regularly over the months and years it took to
make the album, to check if I was sure about everything that I had got until the writing process was almost complete. The album was recorded and mixed at my parent’s home in Bagnols-Sur-Cèze over a period of 1 year and a half, during 2005 and 2006. I had no skills in terms of music recording, just a pair of ears and a small book about the subject, that a friend had lent me but that I ended up not reading much of in the end. I wasn’t experienced at all, but still wanted to achieve a decent sound, so that’s probably why it took me such a long time. As far as gear is concerned, I wasn’t comfortable with technology and music programs on computers, so I decided to buy a digital physical recorder. I chose the Roland VS-2400 CD, that had 24 tracks, a built in editing/mixing interface (that was really limited), sound effects, a mastering tool, and a CD burner. In other words, it was just like a regular studio setup but you’ve got everything in a single machine.
The audio quality wasn’t as good as what you could get in a real studio with pre-amps, professional microphones and everything, but it was decent enough.
The other pieces of gear I had, were a super cheap drum microphone setup, which I don’t remember the brand of.
It wasn’t even an authentic brand I think… You got 6or 7 mics in a plastic box, for the price of one ok, « normal » mic. They were surely awful… Paired with the basic drum kit I had (a cheap Pearl Export kit), that’s probably why the sound of the drums is so lo-fi. In retrospective, I
think it gives a certain charm to the overall sound though, something quite organic and DIY. For the guitars, I had a Peavey guitar and a Marshall 8240 Valvestate S80 amp.
The Peavey was a cheap guitar as well, but for some reason sounded really good. Especially the clean tone, which was fantastic. I kept on using that guitar on the sophomore album, « Écailles de lune » that contributed to the dreamiest clean sound we had in Alcest, in my opinion.
For the main rhythm distortion, two tracks panned left and right were laid down, using the saturated channel of the Marshall and a SM57 microphone. Then I recorded two other tracks with a Line 6 Pod and a different texture to give the rhythm section more density. The SM57 was also used for the voice. It’s not the most obvious choice to record soft clean vocals, but with a bit of EQ later in the process, it worked pretty well. For the bass, I had a Ibanez SR that was plugged directly into the console. The only regret I have concerning the recording is the way I recorded the acoustic guitar, which in the end has quite an important role on the album. Just like the bass and the Line 6 rhythm guitars, I plugged it directly into the recorder (it was an amplified acoustic guitar), but I should have taken the sound with a microphone instead, to give it a warmer and more roomy sound.

The mix and mastering took a long time, because I was always doing comparisons with other records. I had to burn CDs for each version, go to my bedroom upstairs and then compare it with some reference albums to make sure that everything was alright. Burning a CD with this
recorder took ages, so the whole thing was extremely tedious. In the end, I can say that the sound surely isn’t the most common or professional I’ve heard, but it has a strong character and a lot of authenticity. I really don’t have much regrets for this record, and the fact that it
wasn’t a bombastic and loud production (due to my lack of knowledge and experience), actually increased the fragile and airy feel of the album.

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MUSICAL INFLUENCES

At the time I started to work on « Souvenirs d’un autre monde », I was already listening to a lot of bands outside of the metal realm. I’ve always been really open-minded and curious when it comes to discovering new music. However, ten years ago it was not common in the French underground metal community to appreciate both black metal and other bands like Depeche Mode, New Order and Joy Division, which count among my favorites. I remember that during the making of « Souvenirs… » I tried not to get directly influenced by music from
the outside and kept the inspirational sources as personal as possible. Obviously, the things I listened to certainly left a mark on me anyway; that’s something you can’t really avoid. Bands like Dead Can Dance, The Smashing Pumpkins and Yann Tiersen for example. I was crazy about Yann Tiersen’s album « Rue des cascades ». It had simple, almost childlike, touching melodies and a strong nostalgic feel. It’s possible to hear its influence on « Souvenirs d’un autre monde ». « Siamese Dream » by The Smashing Pumpkins (probably my favorite record ever) completely changed the way I conceived heavy music, because it was the first time I heard a heavy band using both major/uplifting chords and a wall of distortion. I just loved that sound and felt connected to it for my own music too. There also was an obvious influence from the 90’s Norwegian black metal in the blasting drum parts and the tremolo picking. At the time, I wanted to keep some elements from black metal, but to use them in a completely different context. Instead of having dark and grim melodies, I would use the distortion and
the fast tremolos to achieve an uplifting, nostalgic and luminous feel. As for shoegaze, I got into that scene and bands like Slowdive precisely during the recording of the album, so it didn’t actually influence the writing process. There are so many different impulses in the music (I forgot to mention celtic and classical music), that people often struggle to put Alcest into a genre box. That’s probably why the most conservative metal people disliked us in the beginning. I remember the response to the album was very contrasted. « Souvenirs d’un autre monde » was a love or hate thing for people. In my opinion, there shouldn’t be any compromises when it comes to making art. This album in its overly fragile and otherworldly atmosphere could definitely fall in the category of «no compromise». Alcest is often labelled as the pioneer of « blackgaze », which is certainly a great compliment to me, but I’ve always felt that our sound palette was more diverse than the guidelines of that genre. I would say that other blackgaze bands are usually more « black » than « gaze » so to speak, which is not necessarily our case.

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RETROSPECTIVE

« Souvenirs d’un autre monde » is the album that took the longest time to compose and record out of the whole Alcest discography. The com position started with the title track « Souvenirs d’un autre monde » in 2002/2003 and was finished in 2006 with the song « Tir Nan Og ». I was still at school, so I couldn’t focus on music full time, but the main reason for the delay of this process, was the fact I had a really specific idea that needed to be achieved. I wasn’t in a hurry; only the final result mattered. Now when I compose music, I can have periods of doubts, often asking myself if the material is good enough or not. For this album,
it was a different story. I was free from any kind of pressure from the outside, and because I was still quite unexperienced as a musician, the whole thing ended up feeling very genuine. It’s a pure concept album that didn’t follow any pre-established rules. All of this gives « Souve
nirs… » a really special place in my heart today and is probably also why it’s one of the proudest moments of my musical career so far.
-Neige, June 2017.

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Facebook: https://www.facebook.com/alcest.official/

Website: http://www.alcest-music.com/

Dooweet: http://dooweet.org/

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An Erotic End Of Times – Chapter One- VÖ: 02.06.2017

„Chapter One“ ist ein Soundtrack, der das Ende der
Zeit, das Ende der dunklen und erotischen Epochen,
beschreibt.

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Das erste Album von „An Erotic End Of Times“
zelebriert das Leben und den Tod mit einer
eindringlichen Mischung aus Gothic-, Industrial- und
Metal-Stilrichtungen und bewegt sich musikalisch wie
auch inhaltlich im Genre-Bereich zwischen Fields of
The Nephilim, Type O Negative und Katatonia.
Philippe Deschemin, Sänger und Bandleader der
Industrial / Metal Band PORN, und Erwan Frugier
spielten in besagter Band zwischen 2005 und 2006
gemeinsam und starteten „An Erotic End Of Times“ im
Jahr 2015. Philippe ist ebenso Schriftsteller, Journalist
und hält Vorträge an der französischen Universität Du
Paris Viennois über politische Philosophie.
So vermitteln die Texte der Songs eine zugleich
beschauliche wie universelle Message, die sich mit
dem „Ende der Zeit“, mit dem Ende einer Ära, einer
Welt beschäftigen. Die düstere Stimmung des Themas
manifestiert sich in Form einer Musik, die es vermag,
die Genre-Grenzen zwischen Gothic, Industrial und
Metal nahtlos verschmelzen zu lassen.
Der griechische Philosoph Platon sagte bereits, dass
die Philosophy das Lernen zu sterben beschreibt. „An
Erotic End Of Times“ zeigen den Weg an das Ende der
Zeit.

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Tracklisting:

1 I Am Become Death 02:23
2 Love Is The End 03:19
3 No Rights Except To Die 05:17
4 A Freaky World 04:47
5 One Second After 05:17
6 Writings On The Wall 04:59
7 The Hangman 05:42
8 The Origin Of All Coming Evil 06:41

Facebook: https://www.facebook.com/aneroticendoftimes/

Label: Les Disques Rubicon / Echozone: http://www.echozone.de/

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Interview with Then Comes Silence

KKM: If something tells us please about your last work…

ALEX
‚Machine‘ is our fifth studio album and it is the first album with the new members Hugo and Mattias. It was mixed by Stefan Glaumann who is famous for working with Rammstein, Deathstars and Killing Joke.

KKM: Is there a central song which indicates the basic ideas of the

album exemplarily?

ALEX
I would probably choose the song ‚DARK END‘ as the still point of the turning record. The album revolves around the darker days in our lives. What’s bringing us down, like too much expectations, unreachable goals and everyday darkness. ‚DARK END‘ is pretty much a song where we sum up the album.

KKM: Does the choice of the lyrical backgrounds run off with you still

in complete stylistic freedom?

ALEX
I don’t like writing long texts and with too much words. It’s not a novel, it’s a cluster of rock songs and choruses. To make it clear and straight it shouldn’t contain too much lyric. It’s a chant, a mantra. Words can be
repetitive and used again and again. About the content and choice of words, I prefer not to use rude and offensive phrases. That would be making it too easy and I’d have to be ready for the consequences if I go all the way by using bad language.

KKM: How does the selection procedure run off with you for a new

CD or a song?

ALEX

When I write the songs and the band rehearse together we often work around 13 to 15 songs for an album. There’s always 2 or 3 songs that don’t make it to the end. I write and the band arrange everything together.

KKM: What puts out your typical sound and how he has changed

about the years away?

ALEX
I believe we have gone into a more distinct sound with every record. The first album was very gritty and noisy. Compare that with ‚Machine‘. It’s probably like a different band. The guitars could be a bit out of tune and we didn’t really tune the heads on the drums. No hifi at all. More chaos and freedom. Now we have discipline and work with the songs for a long time before we enter the studio. In the long run it’s better for all of us.

KKM: How do you fancy the form of future publications?

ALEX

I prefer vinyl and physical records, but streaming has made it very easy to find music. Especially now when almost everything is avaliable on Spotify or Youtube. Downloads are only good for usage when I’m out DJ-ing.

KKM: Does the last CD be given in the original version of the

admissions, or have you gone once more about that to smooth

passages with which critics could speak later of a „squalid sound“ or

not perfect song“?

ALEX
We are not cosying up anyone. What comes out from the studio is the sound and songs we stand for and hopefully other people will enjoy it too. I think we’re pretty sure what Then Comes Silence are and what our expression should be to maintain our identity as a band.

KKM: Were you confronted at any time with such a thing?

ALEX

No, I don’t think so. As soon as you start thinking about what other people think about you and your sound, it’s dangerous. Trust yourself.

KKM: How did you come on the cover and the title of the last album?

ALEX

I didn’t wanna write new songs in the same way I did with our last album ‚BLOOD‘. Metaphorically, I had to become someone else to get a new perspective,. I needed to find another angle. We all put masks on when we feel that we have to. With friends, at work and with strangers. I put the mask on and the band became a machine to get the work done for the new album. That’s why it’s called ‚MACHINE‘ with a mask on the cover.

KKM: How do you see yourselves in comparison to your fans?

ALEX

We are all in it together. We are nothing without them and I want to believe they need this for their good health. Give and take. If it’s not good for them, then just don’t listen to it. It’s like food. If you don’t like it, don’t eat it and vice versa.

KKM: What concerns you at the moment mostly and the heart makes

you difficult?

ALEX

Right now it’s the snowless winter up here in the north. This is the first winter I have experienced with no snow at all. Still freezing thou, but we don’t have a white winter. That’s a bad sign and we need to start thinking in a different way if we want to hand it over in a good shape for the future generations.

KKM: With whom would like you to take to the road once or take up

a CD?

ALEX

Anyone or anything that can entertain us.

KKM: What is to be expected as next from you?

ALEX
We will tour in the fall and do festivals during 2020.

M’era Luna, DarkMad in Madrid and Pargue Gothic Treffen are couple of the festivals we are doing this year.

KKM: Can you describe to yourselves in 3 words?

ALEX

Visionary, Disciplined, Searching

KKM: I thank you so much for the interview, wish you a very good time and all the best for the future! And please do not stop making such great music!

 

written by Claudia Tomaszewski

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Interview mit You’ll Be Mine

KKM: Am 20.3.2020 kommt euer Album „Dreamer´s Diner“ in den Handel. Wie kam es dazu, dass ihr euch für ein so rockiges Album entschieden habt?

Wir alle lieben Rock Musik. Egal in welcher Form, ob Retro, Heavy oder Pop.

KKM: Wie kamt ihr auf das Cover und den Titel des letzten Albums?

Wir wollen den Zuhörer in ein Restaurant entführen in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinander treffen. Ein Träumen und Fühlen aller Arten der Musik.

KKM: Warum sollte man sich dieses Album unbedingt kaufen?

Weil hier definitiv jedes Genre aufeinander trifft. Es sind teilweise Welten dazwischen und eben

genau dieses Unbekannte sollte man unbedingt gehört haben.

KKM: Wie lange habt ihr an der Fertigstellung gearbeitet? Wo wurde die CD aufgenommen und produziert?

Die Arbeiten haben recht früh begonnen. Anfangs wurde alles in Eigenregie gefertigt, doch dann

stellte sich schnell raus, das eben dieses private Arbeiten unsere Bedürfnisse nicht stillt. Darauf hin

traten wir in Kontakt mit Aljoscha Sieg, dem Gründer der PITCHBACK STUDIOS. Mit ihm

erschufen wir letzten Endes unser, für alle, entworfenes Spektrum dieses durchwachsenen

Klangspieles.

KKM: Wurdet ihr bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in euren Händen?

Auf jeden Fall. Ein geiles Team aus Engineern stand hinter uns. Egal ob es um Tunings oder

Editings ging, es war eine mega Kombination die am Ende selbst durch das unglaubliche

Knowledge von Aljoscha Sieg versiegelt wurde. (Mix/Master)

KKM: Habt ihr einen persönlichen Lieblingssong auf dem aktuellen Album? Wenn ja, welcher ist es und warum?

Definitiv Devil‘s Mind! Der Song erweckt das schlummernde ungeheuer im Zuhörer und zwingt ihn,

tiefer in sich zu gehen. Direkt nachdem sich dieser mit den eigenen Tiefen konfrontiert sieht,

explodiert die Bombe und es kommt zur Befreiung des tiefen, Unbekannten.

KKM: Gibt es einen zentralen Song, der die Grundgedanken des Albums exemplarisch aufzeigt?

Where We Go! Diese Frage bedarf keiner Definition Smilie: :D

KKM: Die Verbindung unterschiedlicher Genres der Rock- und elektronischen Musik als eines der Hauptmerkmale sind nicht von der Hand zu weisen. In welchem fühlt ihr euch am wohlsten?

Kim, Pav, Martin – Rock

Tom – „Schwer zu sagen.“ Smilie: ;)

KKM: Mich würde interessieren, wer sind die Menschen hinter der Musik? Selbst die Presseinfo hält sich hier – und sicherlich mit voller Absicht – recht bedeckt. Vielleicht seid ihr aber dennoch dazu bereit, dass jeder von euch ( ) etwas von seiner Person preisgibt was über die reine Funktion innerhalb der Band hinausgeht?

Kim der Gitarrist der Band, ist der Aufgedrehte.

Er befindet sich in einem Fernstudium zum Audio Engineer. Surft gerne, liebt Pizza und Burger

aber geht dennoch mehrmals die Woche ins Fitnessstudio. Er ist eine absolute Wasserratte und

liebt es an den verschiedensten Küsten der Welt zu surfen.

Er ist ein absoluter Wacken Fanatiker und wenn es die Zeit zulässt, besucht er sehr gerne

Wikinger und Mittelalter Märkte.

Pavel der Drummer der Band, ist der Verantwortungsvolle.

Der gebürtig aus Bulgarien stammende Schlagzeuger, der lange in England gelebt und dort Platten

aufgenommen hat und jetzt seinen Familien Traum auf Sylt lebt.

Doch hinter dem gelassen Blick, schlummert purer Rhythmus.

Tom der Sänger und Frontmann, ist der Charmante der Band.

Mit seinen knapp 2m ist er auch von weitem gut auf der Bühne zu erkennen.

Er singt schon seid dem Kindesalter und momentan ist er Student an der „Hochschule für

Populären Künste“ in Berlin.

Doch, wenn die Sonnenbrille abgenommen wird, wartet der pure Wahnsinn drauf losgelassen zu

werden.

Martin der Bassist ist der ruhige in der Band.

Die Gemütlichkeit in Person, er strahlt eine Gelassenheit aus, die Bände bricht.

Leidenschaftlich spielt er gerne Football und ist eigentlich Gitarrist.

KKM: Was war für euch überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Ganz einfach! Menschen zusammen zu führen. Jeder kann Musik machen, wenn er nur möchte.

Diese Kunst des Mitteilens und Fühlens kann jeder erleben.

KKM: Wieso habt ihr euch für den Bandnamen entschieden? Steckt für euch dahinter eine tiefere Bedeutung?

Naja, hör doch das Album. Der Rest ergibt sich Smilie: :D

KKM: Könnt ihre Visionen mit anderen teilen oder verwirklichen?

Definitiv. Man muss immer ein Stück weit träumen. Denn aus Träumen entwickeln sich Ziele, und

Ziele sind greifbar.

KKM: Steht auch wieder eine Tour an? Und seid ihr aufgeregt oder seht ihr dem Ganzen gelassen entgegen?

Vorerst nicht aber wir arbeiten mit unserer Agentur daran Smilie: :)

KKM: Welche konkreten Pläne habt ihr für die nahe Zukunft?

Definitiv eine große Tour.

Und natürlich die Menschen noch näher zusammen zu führen.

KKM: Und wo seht ihr Euch in 20 Jahren?

Na hoffentlich im Madison Square Garden Smilie: :D

Vielen Dank für eure Zeit und das tolle InterviewSmilie: ;-) Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute

und freuen uns auf weitere ScheibenSmilie: ;-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Interview mit Six Faces

Wie ist diese Veröffentlichung bei euren Fans angekommen? Welche Reaktionen
gab es von Seiten der (Szene – ) Fachpresse?
Marko: Bisher können wir nur positive Reaktionen von allen Seiten feststellen. Das freut uns wirklich.

Wie lange habt ihr an der Fertigstellung für die neue CD gearbeitet? Wo wurde sie aufgenommen und produziert?
Marko: Es war ein langer Weg, um dieses Album fertigzustellen.18 Monate lang haben wir in Berlin und Halle/Saale produziert und komponiert. Dabei lief vieles auch über das Internet. Wir haben die Vocals hier in Halle aufgenommen und dann zu Mario nach Berlin geschickt. Er hat dann entweder gemeckert und wir mussten noch mal ran oder er hat uns danach schon den ersten Mix geschickt.

Wurdet ihr bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in euren Händen?
Marko: Wir arbeiten im Team. Wobei die Produktion in der Hauptsache Mario Rühlicke geleitet hat.

Welche Anforderungen stellt ihr persönlich an einen guten Song?
Marko: Der Song muss einfach ins Blut übergehen. Entweder es ist eine gute Melodie, ein geiler Rhythmus oder bestenfalls beides. Natürlich spielt auch der Text eine entscheidende Rolle. Auf jeden Fall soll, wie bei uns, am Ende auch beim Hörer die Emotion ankommen.

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Wenn ihr neue Songs komponiert, benötigt ihr da eine bestimmte innerliche
Stimmung oder eine besondere Atmosphäre?
Mario: Ich habe ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht, ob ich gerade etwas
Bestimmtes fühle, wenn ich komponiere. Ich haue einfach in die Tasten und schaue, ob es mir gefällt. Dabei entsteht dann meist erst die Stimmung und darauf baue ich dann weiter auf.
Marko: Du hast immer eine innere Haltung zu einem Thema. Wir lassen uns von unserem Gefühl leiten.

An welchen Orten könnt ihr euch am besten auf das Schreiben neuer Songs und
Texte konzentrieren?
Marko: Ich stelle mir immer zu Hause, eingeschlossen in meinem Zimmer, eine Playlist mit Songs zusammen, die mich dann beim Hören inspiriert.

Welche Themen greift ihr in euren Texten auf und durch was lasst ihr
euch beim Texten inspirieren?
Marko: Natürlich geht es mal um Liebe, aber auch um Verlust oder Verlustängste. In der Vergangenheit habe ich einiges erlebt, was mir nicht gut getan hat. Eine zerbrochene Liebe oder der Verlust eines geliebten Menschen. Die Musik bzw. die Texte sind einfach mein Sprachrohr. Ich will mich damit einfach äußern. Dabei kommt alles wirklich vom Inneren, aus Herz und Seele. Aus dieser Ehrlichkeit heraus, entstehen die Texte.

Wie wichtig sind euch eure Texte? Nehmen sie in der Musik von Six Faces einen
großen Stellenwert ein, oder seht ihr die Texte eher als Beiwerk zur Musik?
Marko: Es sind persönliche Erfahrungen, somit haben sie einen hohen Stellenwert.

Wie zufrieden seid ihr mit dem bisher Erreichten und was würdet ihr ändern, wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet?
Marko: Wir sind sehr zufrieden und auch stolz auf das, was wir geschaffen haben. Ich schätze, wir würden alles genau so wieder tun (lacht). Wenn man die Zeit jetzt
zurückdrehen könnte, dann würde ich mir womöglich wünschen, dass Album schon vor 10 Jahren raus gebracht zu haben, weil ich einfach so stolz darauf bin.

Was war für jeden von euch überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik
machen zu wollen?
Marko: Ich sehe als Teenager einen Künstler oder eine Band und dann begann ich zu träumen, vielleicht mal genau so zu werden. Ich glaubte, mit Musik die Welt verändern zu können. Na ja, und dann legte ich völlig naiv los Musik zu machen (lautes Lachen). Aber es war der Startschuss und der Zeitpunkt, ab dem ich mich jeden Tag irgendwie mit Musik beschäftigte und beschäftige.

Wie wichtig ist für Six Faces (musikalischer) Erfolg?
Marko: Natürlich möchten wir so viele Menschen wie nur möglich erreichen. Das wäre toll. Ich glaube, wenn das gelingt, nennt man das dann Erfolg?! Insofern ist das dann schon wichtig.

Verbindet ihr mit Musik machen irgendwelche Träume? (Wenn ja, welche?)
Marko: Wie schon oben beschrieben. Wir träumen natürlich alle davon mal auf den
großen Bühnen zu stehen und die Menschen da draußen mit unserer Musik zu erreichen. Aber es ist natürlich auch schon ein Traum, dass wir das hier machen können: Musik!

Was möchtet ihr in naher Zukunft (musikalisch) mit Six Faces erreichen?
Marko: Einfach weiter machen dürfen, und natürlich die Leute da draußen erreichen.

Was war 2018 eure schönste Erfahrung als Musiker?
Marko: Die schönste Erfahrung war einfach zu wissen: Jetzt geht es ans zweite Album. Ich war wirklich aufgeregt, weil ich einfach nicht wusste, wohin die Reise gehen würde. Es war spannend und kreativ zugleich. Und als wir merkten, dass das Album wächst und Gestalt annahm, war das ein richtiges Glücksgefühl.

Gab es für euch 2018 auch weniger erfreuliche Ereignisse?
Marko: Natürlich! Für mich persönlich, war es ein sehr hartes Jahr. Nach langem Kampf, ist mein Vater verstorben. Das hat mich tief erschüttert.

Könnt ihr euch denn zu einem bestimmten Termin hinsetzen um an den neuen
Songs zu arbeiten, oder ist dies gänzlich stimmungsabhängig bei euch?
Marko: Das ist immer stimmungsabhängig. Aber wir können auch mit einer Deadline umgehen.

Was geht euch eigentlich durch den Kopf herum, wenn ihr Musik macht?
Marko: Ich lebe meine Fantasien. Ich nenne das immer Rückzug in meine eigene kleine Welt. Da darf ich, ich sein. Denn „da Draußen“ muss ich mich vielen Gegebenheiten anpassen, dadurch habe ich dann einfach keinen Kopf um kreativ zu sein.

Wie würdet ihr euch selbst beschreiben?
Marko: Ein kreativer und verrückter Haufen. Aber das ist wirklich gut so!

In welchem Land würdet ihr gerne auf Tour gehen?
Marko: Überall wo man uns gern hören mag.

Was war das schönste oder ausgefallenste Fan-Geschenk?
Marko: Viele Fans schreiben uns so liebevoll, da muss man dann auch schon mal tief Luftholen und schlucken. Genau dann weiß man, warum man Musik macht. Und das motiviert uns unglaublich.

Was war das Peinlichste das euch je passiert ist?
Marko: Das möchte ich lieber für mich behalten. Oder vielleicht doch nicht…?
Ich habe während eines Konzertes einen kompletten Filmriss gehabt und meine Texte vergessen. Ich schätze, dass ist nur aus dem Grund nicht weiter dramatisch aufgefallen, da unser Publikum bereits ziemlich betrunken war. Und sie hätten mich von der Bühne gezerrt. Garantiert! Puh…Das bereitet mir bis heute noch Alpträume (Lautes Lachen).

Was für Pläne habt ihr 2019?
Marko: Wir wollen unbedingt präsenter auf der Bühne werden. Natürlich werden im
Sommer auch wieder die Arbeiten an neuen Songs beginnen. Aber jetzt heißt es erst mal das neue Album promoten und wer weiß, vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Party dazu.

Was würdet ihr für Geld niemals tun?
Marko: Ich würde meine Seele nicht verkaufen wollen, denke ich. Obwohl… Nein! Spaß! (lacht). Es würde meine Kreativität komplett einschränken. Das könnte ich nicht zulassen.

Welche Vorbilder oder Helden habt ihr?
Marko: Die müssen nicht zwingend immer aus der Musikbranche kommen. Aber
um Quellen für Inspiration zu nennen, gehören U2, Muse, David Bowie, Queen oder
auch Depeche Mode dazu.

Was wollt ihr nach der Musik machen?
Marko: Ich denke das hört eigentlich nie auf…
Mario: Vielleicht sollten wir auch auf das neue Album anstoßen?

Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, was würdet ihr euch wünschen?
Marko: Musik machen – und davon leben können. Die große Freiheit.

Was würdet ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?
Marko: Einen Stift und ein Notizblock.
Mario: Einen Strom-Generator, einen PC, Cubase und ein Smartphone Smilie: ;-)

Vielen Dank das ihr euch die Zeit genommen habt das alles zu beantworten.Und
wann kommen die Tourdaten für 2019/2020?Smilie: :-)
Marko: Wir sind in der Planung und verkünden sie rechtzeitig Smilie: :-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Facebook: https://www.facebook.com/sixfaces/

Website: http://www.sixfaces.de/

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Interview with The Exploding Boy

 

KKM: To start can you tell me something about you and talk about your artistic development? Since when do you actually like music?
Johan: I actually liked music from very early in life. Me and my sister got a tape recorder/radio each that we listened to music on all the time. Mostly music from the Swedish hit program Tracks. I listened to all kind of music but more and more I started listening to synt pop music. Then I started buying records with Erasure, Pet shop boys, Alphaville and Depeche Mode.

KKM: Is there such a thing as a fundamental idea, which hides itself behind The Exploding Boy?
Johan: Yes, when me and Les started this in 2006 we just wanted to make great songs, with no boring parts in them, and I still think that’s an important thought in the band.

KKM: How, where, and when did it come to the founding of The Exploding Boy?
Johan: Me and Les just happened to meet when we were Dj:s the same evening at a club, and just a couple of weeks later we started doing music at his student apartment in his very small studio.

KKM: Why did you decide to name yourselves The Exploding Boy? Does it put you behind for a deeper meaning?
Johan: Not really. I had the name in my head for a lot of years, then I found out it also was a cure song. But I always thought it was a great band name, and Les thought it too.

KKM: How was your last album (the band is about to release their debut album, they only had singles before) received by your fans? Which were the (scene – sector) press’ reactions?
Johan: (I don’t understand what you mean with the debut album) But we got really good reviews from both press and people we know. We didn’t really know what to expect, since it is such a political album and it can easily destroy the songs. But I think it went so well. People understood both songs and message and liked both.

KKM: Did anyone support you, or did you do all by yourselves?
Johan: Well we have a label, if that is what you meant. A German nice but pretty small label called Drakkar. But we have always done everything ourselfs, so we are used to it. It would be nice though to get some help once in a while so we could get to the next musical label.

KKM: Do you need any particular inner mood or a special atmosphere when you compose new songs? Are there any particular places where you can better concentrate when you write new songs and lyrics?
Johan: No, but it is a work. On the latest album “Alarms!” I made 4 songs myself, and I had to take a week off from family and work, and just sit with my small home studio and try to make new songs. But in the end of the week I had the songs ready.

KKM: What are the themes of your lyrics and in which way they influence you? Do you believe that lyrics are more important than music, don’t you?
Johan: No, usually I think the music is more important than lyrics, but of course, the lyrics can’t be BAD. It is always fun if they mean SOMETHING. But this time I think we had a mission for the whole album, so I think everyone really took their anger and fright about the world today and just putted it in the lyrics, so I am very proud of the lyrics of this album!

KKM: How important is in your opinion the image and personal appearance of a band in the current music scene?
Johan: Hmm, good question. I don’t know who other bands think, but we just wear what we want to wear. We normally wear black anyway so that was pretty practical on the dark wave scene. We rather go with projections on stage instead of strange clothes.

KKM: What is your favorite audience? Is there a special one, you would like address your music to? Is there “the” difference between the Russian audience and the audience abroad?
Johan: Never played in Russia, but I must say there are a slight difference between different countries. Germans we like a lot. They are very committed, like music and like bands, and they always want to hear a couple of more songs. Swedish (Stockholm) people maybe like the music but don’t show it much. Slovakian people are crazy, takes off their clothes and dance like hell, and US people are very nice and polite, but pretty calm as an audience.


But we don’t really care who’s listening, we want to play for everyone everywhere!

KKM: What can you tell us about your upcoming Live performances?
Johan: Not much at the moment. We have some plans, but you’ll see what happens.

KKM: How do you imagine The Exploding Boy? What is it with you on the stage that’s special?
Johan: I think we just like people who likes us! As Sabine at Schwarzes Bayern said after our show in Munich – “The connection between the band and the fans is pure and comes from the heart, the music comes from the heart”. Maybe it is like that, I don’t know. I also think that since the members in the band are so very different from each other, it gets so good when we can make it work, then it gets magic.

KKM: How important is the (musical) success for you?
Johan: It is pretty important to me anyway. It is a proof that we do something that people like. Of course it is important that we like it as well, but it would be very boring if no one liked it or just didn’t care!

KKM: How satisfied are you with the results achieved so far and what would you change if you could turn back time?
Johan: I wish we had toured more when people didn’t had children, girlfriends and proper work! Then we would have been a bit bigger now  Now it is a bit harder to make tours work. But it is something that bands have to do and it is wonderful and so fun, so we’ll be out soon again.

KKM: How could you describe your music to those people who haven’t listened to it yet?
Johan: Dark pop songs! There is always a great song in the bottom with some dark lyric on it and great instruments on top. They are meant to be good and hopefully touch someone in whatever way they want.

KKM: What do you want to in the near future (musically) with
The Exploding Boy to achieve?
Johan: We want to continue to make great songs and play them for everyone. We just love to come out and meet people who likes us, but we want to reach more. And make vinyls of all albums!!!

KKM: Thank you very much for this interview, all the best for the future and of course I´ll let you know, when I want to come to see you play ?!
Johan: THANK YOU

written by Claudia Tomaszewski

Facebook: https://www.facebook.com/theexplodingboysweden/

Spotify: https://open.spotify.com/artist/7vo5jGyLGoHAbT47mV1Tsv?fbclid=IwAR06YQtnMOSUHB95MuBCcsq3bCiSZBVCJrB98qcUE_nk80PH0Lzy5yRG4Pc

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Das etwas andere Interview von und mit Scarlet Dorn

KKM: Vielen Dank, dafür, dass Ihr Euch die Zeit, genommen habt, auch ein ausführliches, etwas anderes und mit meinen neugierigen Fragen gespicktes Interview zu beantworten. Als erstes interessiert mich natürlich brennend, wie es Euch geht und wie Eure letzte Veröffentlichung bei den Fans und der „Fachpresse“ so ankam?

Uns geht es großartig, vielen Dank! Wir sind immer noch sehr aufgeregt, da der ganze Trubel jetzt erst so richtig los geht. Genau so sind wir sehr überrascht und erfreut über das bisher durchgehend positive Feedback.

KKM: Welche Musik läuft bei Euch zu Hause?

Scarlet: Tatsächlich die unterschiedlichste Musik, was sehr launenabhängig ist. Angefangen bei Metal (In This Moment, Cradle Of Filth, Korn, Limp Bizkit), Dark Rock (Marilyn Manson, Lord Of The Lost) über guten Pop (Sia, Lady Gaga) bis hin zu Rap und Hip-Hop (Eminem, SXTN, Bausa).

Gared: Verhältnismäßig wenig, da ich in den meisten Fällen von Beruf wegen den ganzen Tag mit Musik umgeben bin und Stille daher sehr zu schätzen gelernt habe. Aber wenn, changiert meine Auswahl aktuell zwischen Steven Wilson (oder eines seiner zahlreichen Projekte), IAMX und Sneaker Pimps. Ab und an aber auch mal die ein oder andere Scheibe von Cradle Of Filth oder Dimmu Borgir, je nach Laune.

Henrik: Im Auto läuft am meisten Our Last Night, A Day To Remember, Marilyn Manson, Limp Bizkit. Zuhause dann eher Absolute Beginner, John Mayer und tatsächlich viel Jazz.

Bengt: Bei mir laufen seit längerem Katatonia und seit jeher HIM, Black Sabbath, Led Zeppelin und Cathedral.

KKM: Was würdet Ihr heute/ jetzt studieren, wenn Ihr die Möglichkeit dazu hättet?

Scarlet: Astrophysik.

Gared: Ich bin zwar sehr froh, mich in keiner Schul- oder Studiumssituation mehr zu befinden, aber da mein einziges Talent und Interesse in der Musik liegt, wäre es wohl irgendetwas damit verwandtes, wenn nicht sogar ein Musikstudium selbst.

Bengt: Ich bin total glücklich mit meiner Arbeit als Audio Engineer, aber wahrscheinlich irgendwas mit Literatur.4

Henrik: Maschinenbau oder Luft- und Raumfahrttechnik.

KKM: Wenn es eine Sache gäbe, die Ihr an Euch ändern könntet, welche wäre das?

Scarlet: Ich würde gerne weniger fluchen.

Henrik: Ich wäre manchmal gerne etwas ungeduldiger.

Bengt: Ein kleines bisschen weniger verkopften Perfektionismus manchmal wäre schön und würde Zeit sparen.

Gared: Mehr Empathie oder weniger Egoismus.

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KKM: Auf welchen wesentlichen Werten beruhen Eure täglichen Handlungen, Entscheidungen, Pläne?

Scarlet: Toleranz und Ehrlichkeit.

Bengt: Ehrlichkeit!

Henrik: Leben und leben lassen.

Gared: Genügsamkeit und der Drang, ausschließlich zu tun, was mich glücklich macht, anstatt jeden Tag zu denken „Warum mache ich das hier eigentlich?“.

KKM: Wenn Ihr als Tier wiedergeboren werdet, als welches wollt Ihr geboren werden?

Scarlet: Löwe.

Bengt: Katze.Henrik: Auf jeden Fall als Vogel!

Gared: Katze.

KKM: Habt Ihr Hobbies? Welche und warum?

Scarlet: Songwriting ist mein liebstes Hobby, weil es für mich ein Ventil ist, meine Emotionen zu kanalisieren.

Gared: Musik ist für mich gleichzeitig Hobby, Beruf und Leidenschaft. Daneben fahre ich unglaublich gerne mit dem Fahrrad durch die Natur, fernab von Menschen. Das ist mein Inbegriff von Freiheit.

Henrik: Ich würde gern wieder mit Handball anfangen, um mich wieder mehr körperlich betätigen zu können. Momentan habe ich nur leider keine Zeit dafür.

Bengt: Lesen. Vor allem wegen der Ruhe und weil es nichts mit Musik zu tun hat, die sonst mein Leben ziemlich ausfüllt.

KKM: Wo fühlt Ihr Euch zuhause?

Scarlet: Bei Menschen, die ich liebe!Henrik: Hinter meinem Schlagzeug und in meinem Haus.

Bengt: Bei meinen Eltern auf dem Land.

Gared: Auf Tour, in meiner Wohnung, in meinem Elternhaus.

KKM: Welches Getränk bestellt Ihr an der Bar?

Scarlet: Desperados oder Scotch.

Gared: Maßgeblich Bier. Oder Whisky.

Bengt: Alster.

Henrik: Brodersen (Gin mit Alsterwasser) und Gin Tonic.

KKM: Welcher Mensch kommt Euch in den Sinn, wenn Ihr das Wort erfolgreich hört?

Scarlet: Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin und Künstlerin Lady Gaga,

Bengt: Der Musikproduzent und Mischer Tim Palmer.

Henrik: Benny Greb, der mich in meinem Schlagzeugspiel inspiriert.

Gared: Steven Wilson.

KKM: Was würdet Ihr heute Eurem jüngeren Selbst empfehlen?

Scarlet: Mehr Disziplin.

Bengt: Ich würde sagen: „Tue es oder tue es nicht, es gibt kein Versuchen!“

Gared: Mehr Pragmatismus. Eine Art, mit der ich heute sehr gut fahre und die ich schon viel früher mir hätte angewöhnen sollen.

Henrik: Weniger nachdenken und einfach machen.

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KKM: Wenn Ihr einen Eurer Sinne abgeben müsstet – hören, sehen, fühlen – welcher wäre das?

Scarlet: Fühlen.

Bengt: Von den dreien: Sehen.

Henrik: Fühlen.

Gared: Fühlen.

KKM: Könnt Ihr über euch selbst lachen?

Wir können alle über uns lachen. Vor allem über uns gegenseitig.

KKM: Was könnt Ihr nur mit Humor ertragen?

Scarlet: Ungerechtfertigte Anfeindungen.

Gared: Menschen auf Social Media.

Bengt: Das Leben.

Henrik: Aussichtslose Situationen.

KKM: Was würdet Ihr selbst für viel Geld nicht tun?

Scarlet: Jemandem, den ich über alles liebe, Schmerzen zufügen.

Henrik: Die Musik aufgeben.

Gared: Heiraten und Kinder kriegen.

Bengt: Einen Freund verraten.

KKM: Wenn Ihr eine Stadt wärt, welche wäre das und warum?

Scarlet: Meine absolute Herzensstadt ist Prag, aber wenn ich eine Stadt wäre, wäre ich New York, da ich auch nie zu Schlaf komme.

Gared: Hamburg. Ich wohne hier, seit ich mit 21 zu Hause ausgezogen bin und kann mich mit keiner Stadt derart identifizieren, wie mit dieser wunderschönen.

Bengt: Providence in New England zu Zeiten H.P. Lovecrafts. Weil sie wunderschön gewesen sein muss.

Henrik: London. Ich war bisher nur einmal in meinem Leben dort und diese Stadt hat es mir direkt angetan.

KKM: Welche 3 Bücher haben Euch am meisten beeinflusst?

Scarlet: „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Stephen Hawking, „Steve Jobs Biographie“ und die gesamte Harry Potter Reihe.

Henrik: Ich weiß gar nicht, ob ich noch lesen kann, aber wenn, dann der Spiele-Guide von Pokémon – Blaue Edition für den Gameboy.

Bengt: H.P. Lovecrafts „Der Fall des Charles Dexter Ward“ und „Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath“. Und wenn Graphic Novels auch zählen, dann auf jeden Fall Neil Gaimans „Sandman“-Reihe.

Gared: Ich lese nicht. Dazu fehlt mir die Geduld und die Zeit.

KKM: Welchen Film muss man zwingend gesehen haben?

Scarlet: Interstellar.

Bengt: Blade Runner.

Henrik: „Werner – Beinhart!“, aufgrund des norddeutschen, kultigen Humors.

Gared: „Pappa Ante Portas“ von Loriot.

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KKM: Was hat Euch dazu bewegt das zu tun, was Ihr heute tut?

Scarlet: Die Faszination darüber, wie Künstler mit ihrer Musik andere Menschen inspirieren und ihnen helfen können.

Gared: Die Tatsache, dass ich nichts anderes kann, als Musik, aber auch, wie bereits in einer anderen Frage erwähnt, mein Drang, ausschließlich zu tun, was mich glücklich macht und mich erfüllt, was nun mal auch die Musik ist. Das schöne daran ist, dass ich dabei auch noch andere Menschen glücklich mache. Eine Win-Win-Situation.

Bengt: Ein prägendes Ereignis, was mich zum Gitarre spielen inspiriert und meinen musikalischen Startschuss gesetzt hat, war eine Unplugged-Performance des Songs „Join Me“ der Band HIM, die ich mit 14 Jahren auf DVD gesehen habe. Eigentlich furchtbar gefilmt und beschissen „abgemischt“, aber die Performance hat mich wahnsinnig fasziniert. Ich wusste sofort: Das will ich auch machen!

Henrik: Mit 8 Jahren wollten meine Eltern, dass mein Bruder und ich versuchen, ein Instrument zu lernen. Ich entschied mich aus Trotz für das Größte und Lauteste. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ich damit alles richtig gemacht habe.

KKM: Welches war der schlimmste Job den Ihr jemals hattet?

Scarlet: Ich habe in einer Bar gearbeitet, die eine Zeit lang keine Reinigungskraft hatte. Ich hatte mich bereit erklärt, das zu übernehmen und an einem Wochenende konnte es schon echt richtig ekelig werden.

Gared: Keiner meiner Jobs war wirklich richtig schlimm. Ich glaube, wer einen Job hat, den er schlimm findet und diesen auch noch behält und weiterhin macht, ist selbst Schuld und nur zu faul, sich einen anderen Job zu suchen, den er mag oder zumindest aushält.

Henrik: Aushilfe in einem Obst- und Gemüsefachhandel, obwohl ich keine Ahnung von Kräutern und exotischen Früchte hatte.

Bengt: Einen richtig schlimmen Job hatte ich zum Glück nie.

KKM: Welchen Toten würdet Ihr gerne wiedersehen?

Scarlet: Nikola Tesla.

Bengt: H.P. Lovecraft.

Gared: Chopin.

Henrik: Charles Darwin.

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KKM: Habt Ihr Angst vor dem Tod?

Scarlet & Bengt: Eigentlich nicht, aber wenn der Tod unmittelbar bevorsteht, kommt die Furcht vor der Ungewissheit, ob und wie es „weitergeht“, bestimmt.

Henrik: Ich glaube, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich hab ihn noch nicht erlebt.

Gared: Nein. Der Vorgang des schmerz- und/oder qualvollen Sterbens hingegen, so es sich denn so gestaltet, verschreckt mich schon ein wenig.

KKM: Haltet Ihr Euch für einen guten Freund?

Scarlet: Ich denke, ich bin ein guter Freund mit leider zu wenig Zeit.

Henrik: Jeder hat seine Eigenheiten, aber im Großen und Ganzen bin ich ein guter Freund, denke ich.

Gared: Ausbaufähig. Ich bin unglaublich schlecht im Kontakt-halten. Was aber nie heißt, dass ich keine Lust auf entsprechende Personen habe. Ich habe einfach nur immer einen vollen Kopf.

Bengt: Natürlich. Fragt doch meine ganzen Freunde, zum Beispiel meine Mutter!

KKM: Wer darf Euch sagen, dass Ihr falsch liegt?

Scarlet: Alle, die richtig liegen.

Henrik: Alle. Es liegt dann aber an mir, ob ich es akzeptiere oder nicht.

Bengt: Meine besten Freunde und mein engster Familienkreis.

Gared: Jeder, der es auf eine taktvolle und konstruktive Art zu einem ebenso taktvollen Zeitpunkt tut und damit klar kommt, wenn ich widerspreche. Das Schlimmste in dieser Thematik ist jedoch ungefragte und unaufgeforderte Kritik (unkonstruktiv obendrein), wie sie in Social Media heutzutage leider Gang und Gäbe ist.

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Ich wünsche Euch für die Zukunft alles was Ihr Euch wünscht und ich wünsche mir und Euren Fans, dass wir noch sehr lange von Euch hören und Euch sehenSmilie: ;-)

Cloudy für Kainklangmusikmagazin

Vielen herzlichen Dank dafür und für das unterhaltsame Interview, liebe Cloudy!!!

Scarlet, Bengt, Gared und Henrik

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Interview mit Amandas Nadel 

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KKM : Bitte stell dich doch einmal mit eigenen Worten vor. Wie, wann und wo kam es zur Gründung von Amandas Nadel. Und wer genau verbirgt sich hinter dem Namen?

Eine Gute Frage! Erstmal ist es vielleicht gut zu erklären, dass „Amandas Nadel“ kein Bandname im herkömmlichen Sinn ist, sondern der Name den ich für mich gewählt habe meine Musik nach außen zu tragen. Vergleichbar mit „Farin Urlaub“. Ich bin der Amandas – Amandas Nadel. Ich habe diesen Namen aus mehreren Gründen gewählt. Der wichtigste daran ist, dass ich Transgender bin. Ich betrachte mich als Mann und als Frau oder keines von beidem. Der psychologische Terminus dafür lautet Non-Binary. Smilie: :-D Ich bin jahrzehntelang vor dieser meiner eigenen Wahrheit davongelaufen und habe damit gehadert und gekämpft bis ich nicht mehr wollte und nur mehr zu mir selbst stehen konnte. Es ging nicht mehr. Diese innere Entwicklung zu einer völlig neu geborenen Person in mir hat dazu geführt, dass ich einen Namen für mich brauchte, der sich richtig anfühlte und der beide Wesenskerne meiner Person anspricht. Da ich den Namen Amanda immer sehr mochte – auch aufgrund seiner Bedeutung – habe ich kurzerhand ein S hinten dran gemacht und aus mir einen Amandas gemacht. Die Nadel hat für mich seit langem etwas faszinierendes. Man kann damit so viel tun. Nähen, Tätowieren … die chinesischen Meister können damit heilen oder sogar töten. Ziemlich mächtig für ein so unterschätztes Objekt, wie die Nadel. Und nein: Es ist nicht die „Nadel der Amanda“. Es ist mein Name. Smilie: :-)

KKM: Gibt es so etwas, wie eine grundsätzliche Idee, die sich hinter Amandas Nadel verbirgt?

Ich denke diese Frage in der letzten bereits beantwortet zu haben, aber ich möchte hier natürlich noch auf die anderen Details eingehen. Ich hab an meinem Material bereits 2008 zu arbeiten begonnen. Erst 2011, nachdem ich meine ehemalige Band „Aliz & The Cheshire Cat“ aufgelöst habe, habe ich für mein deutsches Soloprojekt eine Band zusammengestellt. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe mit Thomas Pfaller (Bass), Max Haas (Drums), Betti Stewart (Backing Vocals) und Florian Kordik (Technik & Produktion) das für mich perfekte Team gefunden. Wir haben jede Menge Spaß zusammen und sind ein verrückter Haufen und ich verbürge mich für jeden einzelnen von Ihnen. Menschen mit viel Herz und Leidenschaft und ich bin sehr dankbar mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam an meiner Vision zu bauen.

KKM: Wie kamst du auf das Cover und den Titel des letzten Albums?

Das Sujet habe ich, nachdem ich im bürgerlichen Leben Grafiker bin, selbst erstellt. Es ist eine Metapher für den Menschen, die sogenannte Krone der Schöpfung, todgeweiht und Opfer seiner Leidenschaften und Wunden. Ein Schwert steckt in seinem brennenden Herzen. Auch Symbol der Verarbeitung meiner eigenen Wunden. Daher auch der Titel „Sticht“. Weil der Dreck des Lebens einfach im Herzen sticht.

KKM: Inwieweit nutzt du das Songwriting als Eigentherapie?

Definitiv verarbeite ich erlebtes und gefühltes und Dinge, die mich beschäftigen. Roger Waters hat mal gesagt „Wenn es keine Seele hat ist es wertlos.“ Ob jemand in meinem Material Seele findet sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich da sehr viel von mir und meiner Gedanken- und Gefühlswelt hineinlege. Selbst in einem Song wie „Vampir“, der auf einer offensichtlichen Ebene einfach nur eine abgekaute Vampirgeschichte ist verbirgt sich ein Teil von mir.

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KKM: Hast du einen persönlichen Lieblingssong auf dem aktuellen Album? Wenn ja, welcher ist es und warum?

Hm, das ist gar nicht so einfach, aber ich würde sagen „Sehnsucht „und „Hej, danke!“

KKM: Gibt es einen zentralen Song, der die Grundgedanken des Albums exemplarisch aufzeigt?

Ja. Für mich ist das „Hej, danke!“ Es ist mein persönlicher, sarkastischer und symbolischer Mittelfinger den ich meiner Vergangenheit und den Menschen, die mich verletzt haben, gezeigt habe und die ich damit hinter mir gelassen habe.

KKM: Wie wichtig ist für dich (musikalischer) Erfolg?

Ich tue was ich tue, weil ich nicht anders kann. Ich liebe es. Aber mal ehrlich … wer bitte will keinen Erfolg? „Och, ich verdiene lieber nix! Ich bin authentisch idealistisch alternativ!“ Oder was? Smilie: :-) Bullshit. Natürlich arbeitet man darauf hin Erfolg zu haben. Aber man kann ihn nicht erzwingen. Und dann ist künstlerischer Erfolg noch lange kein finanzieller auch. Wer kauft bitte noch CDs? Heute musst du CD Produktionen, die dich tausende Euros gekostet haben einfach herschenken, wenn Du ein kleiner Act bist. Youtube & Co und der ganze Streaming und Download-Wahnsinn, der sicherlich auch seine tollen Seiten hat, hat unser Geschäft quasi zum Erliegen gebracht. Nicht einmal Grammy-Nominees wie Periphery können von der Musik allein leben. Erst jüngst hat Misha Mansoor von Periphery ein Interview gegeben in dem er zugeben musste, dass sie von der Musik alleine nicht leben können. Selbst das Touren kostet mehr als es einbringt. Die Jungs verdienen ihr Geld mit Signature-Tonabnehmern und Gitarren und Verstärkern. Und Nebeneinkommen dieser Art. Aber nicht mit der Musik. So pervers das ist. Aber die Musik selbst ist zu einem Promo-Artikel verkommen.

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KKM: Wie zufrieden bist du mit dem bisher Erreichten und was willst du weiterhin erreichen?

Es gibt Luft nach oben Smilie: :-)

KKM: Und wo siehst du dich in 20 Jahren?

Steinreich in einer Villa in „Dort-Wo´s-Geil-Ist“ … Ich hoffe, dass es mich in 20 Jahren noch gibt Smilie: :-)

KKM: Mit welchen Schwierigkeiten hast du als Musiker momentan am meisten zu kämpfen? Oder läuft bei Dir alles so, wie es laufen sollte?

Ich will nicht von Schwierigkeiten reden. Ich nenn es lieber Herausforderungen. Und die gibt es natürlich Smilie: :-)

KKM : Zum Schluss dann noch das obligatorische “Du musst den Satz vervollständigen”-Spiel: Ein Satz beginnt mit den Worten ”Wenn ich drei Wünsche frei hätte…“. Wie beendest du ihn?

… dann würde ich sie Dir nicht verraten Smilie: :-)

KKM: Ein Satz beginnt mit den Worten ” Musik ist…“. Wie beendest Du ihn?

… mein Magnet. Mein Lebenselixier. Das Fitness-Studio meiner Leidenschaft.

KKM: Der Sinn des Lebens ist … …

zu entdecken, dass es DEN SINN nicht gibt. Sondern, dass Du deinem Leben Sinn geben musst. Und das geht in meinen Augen am besten wenn Du tust was Du liebst, koste es was es wolle und diese Liebe deinen Mitmenschen weitergibst und strahlst. Lass Dich nie von jemandem schlechtreden! Du bist dein eigener Sinn und Deine eigene Wahrheit. Und nur in Dir kannst Du sie entdecken. Aber die schönste Form des Lebenssinns ist für mich nach den Prinzipien der Liebe zu leben.

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KKM: Wenn dieses Interview endlich vorbei ist, werde ich folgendes tun…

Duschen gehen … Smilie: :-)

Vielen Dank für deine Zeit,das Interview und natürlich für die MusikSmilie: :-) Ich muss dringend mal kommen und live dabei sein!!! Alles Gute für die Zukunft!

Ich danke für Deine tollen Fragen und Dein bzw. Euer Interesse an dem was ich bin und tu! Hat Spaß gemacht! Smilie: :-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Website: www.amandasnadel.com
Facebook: www.facebook.com/amandasnadel
YouTube: www.youtube.com/amandasnadel

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Interview mit Florian Grey

KKM: Am 18.05.2018 kommt dein nächstes Album „Ritus“ in den Handel. Wie kam es dazu, dass du dich für ein so rockiges Album entschieden hast?

Es war eher ein Prozess. Man sollte sich nicht wiederholen und da „Gone“ sehr schwer und traurig daher kam, mache ich hier genau das Gegenteil ohne jedoch meinen roten Faden zu verlieren. Das ist die Platte, die ich immer machen wollte und meine Jungs/Team und ich genießen es voll und ganz den Vorteil der Genrefreiheit zu besitzen. Was immer ich mag, mache ich und muss niemandem Rechenschaft ablegen.

KKM: Warum sollte man sich dieses Album unbedingt kaufen?

Weil es echt ist.

KKM: Ich persönlich habe mich riesig über „Bereft“ und „Glimmer“ gefreut, ist das eine Hommage an deine musikalischen Wurzeln? Klingt so herrlich oldschool und ein bisschen melancholisch,-)

Ich mag sie auch sehr. In „Bereft“ geht es um eine gute Freundin, die ich 2015 verloren habe. Sie war ein riesiger 80ies old school Glam/Gothic Rock Fan.

Glimmer wiederum kann man als das Verbindungsstück zu „Gone“ sehen, da hier wieder der Song und die Musik im Vordergrund stehen und es sehr hart und nahe an der Wirklichkeit stattfindet.

Funfact: Mein Gesangsschüler spricht Lines im Song und singt die Kindersopranstimme über meine in den Refrains.

KKM: Wie lange hast du an der Fertigstellung gearbeitet? Wo wurde die CD aufgenommen und produziert?

Eigentlich sollten wir schon ein Jahr früher fertig sein, aber zwei Operationen nach längerer Krankheit haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Endeffekt war es aber auch gut, sich drei Jahre Zeit zu lassen. Ansonsten wäre „RITUS“ nicht so wie es jetzt ist und es macht die Leute und mich am Ende noch heißer auf Neues.

Concorde wurde das Album im Widenoise Studio in Oeventrop und von Hilton Theissen, der auch Dark Millenium, Seadrake oder Akanoid produziert. Er ist ein Meister darin Pop, 80ies Sounds und Metal zu mischen und es war eine großartige Zusammenarbeit, da wir auf einer Wellenlänge liegen und genau das Gleiche wollten. Ein stille, empathische Verbindung sozusagen.

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KKM: Wurdest du bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in deinen Händen?

Wie gesagt, eben Hilton Theissen als Produzent und Co-Schreiber der Musik. Die Zusammenarbeit war großartig, sodass noch ein paar Songs dazu kamen. Außer ihm habe ich zusammen mit Fede, der Gitarre bei Hell Boulevard und bei mir spielt, Matteo Vdiva Fabbiani, Sänger von Hell Boulevard und großartiger Songschreiber, Anfang Oktober 2017 ein viertägiges Songwriting-Bootcamp gemacht, bei dem direkt sechs Songs entstanden, die allesamt auf „RITUS“ gelandet sind. Die Lyrics und Gesangsbögen habe ich danach und zurückgezogen auf Sylt in zwei Wochen geschrieben.

KKM: Die Verbindung unterschiedlicher Genres der Rock- und elektronischen Tanzmusik als eines der Hauptmerkmale von dir sind nicht von der Hand zu weisen. In welchem fühlst du dich am wohlsten?

Überall – und dort wo es mich noch hin verschlägt. Im Moment fühle ich mich im Rock/Alternativ/Dark Rock sehr wohl. Im Grunde sind alle Grenzen offen und schreien danach miteinander verknüpft zu werden, um ein Stück lang Hand in Hand zu gehen.

Man sollte sich nicht immer selbst eingrenzen oder einschränken und zum Beispiel nur auf Nummer sicher gehen, damit es sich verkauft…

Man muss als Musiker ,wie im echten Leben auch, bereit sein Neues zu wagen und nicht immer einem neuen Trend folgen. Sei wach, öffne deine Augen, schaue dich um und sei ein Teil deiner Umwelt. Der Rest kommt von selbst.

KKM: Was war für dich überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Als Kind konnte ich mich oftmals nur so ausdrücken, da ich stark an einer Synapsenfehlschaltung namens ADHS litt, die lange unentdeckt blieb. Ich habe viele Soundtracks gehört und fand da fehlt doch Text und Gesang, also habe ich angefangen darauf zu singen, nur für mich. Das beruhigte mich und ich hatte meine eigene Welt.

Ich bemerkte das mein Gesang anderen ebenso gefällt und so entwickelte sich das immer mehr, ein echtes Schlüsselergebnis gab es so nicht.

Wenn ich also mal auf der Bühne weit weg wirke, liegt das daran, dass ich diesen Moment genieße und wieder in meiner Blase bin. Das Schreiben hilft mir Dinge und mich auszudrücken.

KKM: Kannst du deine Visionen mit anderen teilen oder verwirklichen?

Ich denke mal Du sprichst von meiner Band und Team. Ja es ist momentan sehr entspannt und spannend zu gleich, im positiven. Alle haben Bock, sind heiß darauf zu spielen und wir verstehen uns bestens.

KKM: Steht auch wieder eine Tour an? Und bist du aufgeregt oder siehst du dem Ganzen gelassen entgegen?

Wir sind dabei, das klingt jetzt abgedroschen, aber da ich bei einer großen Bookingagentur bin, möchte ich am liebsten natürlich mehr Leute erreichen und irgendwo als Support oder Guest aufspringen. Leider ist die Düsterbranche eine Vetternwirtschaft und nicht einfach…

Wir arbeiten wirklich dran, weil wir immer Lust haben zu spielen, wenn alle Konditionen klar gehen. Smilie: ;)

KKM: Wie kann man sich einen Florian Grey Auftritt vorstellen? Was geht bei dir so auf der Bühne ab?

Ich kann das immer schwer beschreiben, da ich ja nicht selbst im Publikum stehe. Da musst Du Konzertbesucher fragen. Ich glaube aber sie würden Dir sagen dass es gefühlvoll, emotional, spannend und mitreißend war.

Was bei uns auf der Bühne abgeht sind wir selbst. Wir tragen keine Masken und sind zu 90% so, wie wir auch privat sind. Natürlich ist uns das eben sehr heilig, aber auf der Bühne gehen wir offen miteinander um, albern herum oder feuern uns gegenseitig an. Wir haben einen tollen Vibe innerhalb der Band.

KKM: Wenn man sich vergangene Tourneen von dir ansieht, welche davon hat dir am besten gefallen und warum?

Mir gefallen und eigentlich alle, bis auf einen Gig in einer Location in München, in der wir wirklich schlecht behandelt wurden. Diese ist jetzt geschlossen… Karma? Ich weiß es nicht. Meine Jungs und ich lieben es zu spielen und unterwegs zu sein. Wie schon gesagt, wir haben immer Lust und wären gerne ein noch größerer und häufigerer, fahrender Zirkus.

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KKM: Hat sich die Situation in Deutschland auftreten zu können denn für dich verbessert?

Sagen wir es so, es ist für alle Bands Heute schwierig. Woran es liegt kann man sinnieren bis der graue Bart zum Boden hängt oder einfach die Stiefel enger schnallen und weiterlaufen. Ich mache letzteres und schaue nach vorn und hoffe immer etwas mehr Leute zu erreichen und sage ihnen das es an ihnen liegt, denn sie haben den Zündschlüssel zu unserem Vehikel.

KKM: Wie schaffst du es die nötige Balance zwischen Nähe und Distanz zu deinen Fans zu finden?

Sei einfach Du selbst und verstelle dich nicht.

Menschen merken das sofort. Es gibt aber auch immer Grenzen und ich hatte bisher nur einmal die Situation, dass mich jemand am Arm gepackt hat um mich gewaltsam vorzustellen. Selten muss man verbal deutlich werden, aber niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu bedrängen oder zu etwas zu zwingen. Wenn ich so was sehe, auch bei anderen, bekomme ich sofort einen Hals.

Ansonsten freuen wir uns immer, mit unseren Anhängern oder Gästen zu reden und uns auszutauschen. Das ist uns sehr wichtig.

KKM: Was war das schönste oder ausgefallenste Fan-Geschenk?

Ich habe das Glück schon wirklich ein paar Geschenke erhalten zu haben, finde sie alle toll und freue mich immer sehr. Seien es Shirts, Torten, Bilder, Alben, Figuren oder Gläser. Ich behalte alles und bewahre die Sachen in einem eigens dafür eingerichteten Regal auf.

Ich stehe total auf selbstgemachte Dinge, keine Teuren und Großen, eben die Kleinigkeiten fangen mich immer ein.

KKM: Was war das Peinlichste das dir je passiert ist?

Jemanden zu verletzen und danach nicht die Balls zu haben sich zu entschuldigen.

Das und als Kind mit Magen-Darm-Grippe und meiner Mom auf einem Autozug ohne Toilette eingesperrt zu sein…

KKM: Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein paar Bücher, reichlich Sunblocker, einen Solarzellenakku und meinen Laptop.

KKM: Ich bedanke mich bei dir für das Interview und wünsche dir den „Bombenerfolg“ für die Scheibe, den sie verdient hatSmilie: :-)

Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich dir…

Here´s to the Were – We out here

Danke und Auf Wiedersehen

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Interview mit Joachim Witt

Wie ist diese Veröffentlichung bei den Fans angekommen? Welche Reaktionen gab es von Seiten der (Szene – Fach)Presse?

Die offizielle Veröffentlichung ist ja erst im März, sodass ich bisher nur auf die Pledger zurückgreifen kann, die bereits im Besitz des digitalen Albums sind. Wenn ich mir die Reaktionen auf Facebook so ansehe, bekomme ich sehr gute Laune!

Wie lange hat die Fertigstellung der neuen CD gedauert? Wo wurde sie aufgenommen und produziert?

Wir haben im Studio ca. 4 Monate gearbeitet. Nicht berücksichtigt ist die Zeit des Komponierens. Das passierte ja bereits im Vorfeld. Aufgenommen, bearbeitet und gemastert haben wir alles im Chamäleon Studio, Hamburg

Wurdest du bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in deinen Händen?

Mein Produzent ist Chris Harms(Lord Of The Lost) und hinter den Reglern saß die meiste Zeit Benjamin Lawrenz. Ein sogenanntes Kompetenz-Team!Smilie: :-)

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Welche Anforderungen stellst du persönlich an einen guten Song?

Er sollte das Herz bewegen, eine wohltuende Energie verbreiten, dem Hörer schlicht und einfach gut tun.

Wenn du neue Songs komponierst, benötigst du da eine bestimmte innerliche Stimmung oder eine besondere Atmosphäre?

Ich brauche eine Idee! Ich bin nicht abhängig von Tages-oder Nachtzeiten, Kerzenlicht oder irgendwelcher Drogen. Ich fange an und wenn es mich packt, lasse ich los und die Klänge entfalten eine Macht, die in der Lage ist, mich gleichzeitig zu therapieren!

An welchen Orten kannst du dich am besten auf das Schreiben neuer Songs und Texte konzentrieren?

Ungestört! Es sollte keine Waschmaschine laufen, kein Staubsauger Pfeifen und ich möchte dann auch nicht ständig angesprochen werden.

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Welche Themen greifst du in deinen Texten auf und durch was lässt du dich beim Texten inspirieren?

Gesellschaftsrelevante Probleme, beziehungsorientierte Themen und naturalistische Bilder sind meine Schwerpunkte.

Wie wichtig sind dir deine Texte? Nehmen sie einen großen Stellenwert ein, oder siehst du die Texte eher als Beiwerk zur Musik?

Ich habe eingesehen, dass ein guter Text eine entscheidende Rolle spielt, aber faszinieren tut mich mehr die Musik!

Wie zufrieden bist du mit dem bisher Erreichten und was würdest du ändern, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren, aber manchmal hätte ich nicht alles so laufen lassen sollen. Heute spielt der Team-Gedanke für mich eine größere Rolle und das finde ich enorm wichtig und werde es auch beibehalten.

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Was war für dich überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Die Beatles waren in den 60er Jahren der Auslöser. Der neue musikalische Aufbruch. Ich war ca. 13 Jahre alt, aber was damals geschah, hat mich nie wieder losgelassen. Mein allergrößter Wunsch war, es ihnen irgendwie gleich zu tun, mit Musik etwas bewegen. Meine Eltern erhörten mich und schenkten mir zu Weihnachten eine Gitarre. Großartig! Das war der Beginn, meine Vision umzusetzen! Es war ein langer, aber erfolgreicher Weg, der mir viel abverlangte.

Was könnt ihr uns über die Live Aktivitäten berichten?

Vom 20.04.18 bis 12.05.18 sind wir auf Deutschland Tournee und werden das neue Album RÜBEZAHL vorstellen. Im Herbst werde ich im Rahmen des GOTHIC MEETS CLASSIC Konzepts auftreten.

Wie kann man sich einen Joachim Witt Auftritt vorstellen? Was geht bei dir so auf der Bühne ab?

Am besten, man schaut es sich selber an. Neben der Musik, kommuniziere auch gerne mit dem Publikum. Jede weitere Selbstbeschreibung empfinde ich eher als peinlich.

Was möchtest du in naher Zukunft (musikalisch) erreichen? Was war 2017 eure schönste Erfahrung als Musiker?Gab es für euch 2017 auch weniger erfreuliche Ereignisse?

Ich glaube, ich habe den Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft in der Hand. RÜBEZAHL ist erst der Anfang und aus meiner Sicht der richtige Weg für mich.

Die schönsten Erfahrungen sind für mich immer die Live-Auftritte. Das ist der Moment, wo ich die Liebe zurückbekomme, die ich versuche, mit meiner Musik zu geben.

Weniger erfreuliche Ereignisse spielen sich eher mal im zwischenmenschlichen Bereich ab, hinter den Kulissen. Ich mag es überhaupt nicht, aber es gibt eben die vollkommene Harmonie nur zeitweise und das ist überall so.

Was war das Peinlichste das dir je passiert ist? Was würdest du für Geld niemals tun? Welche Vorbilder oder Helden hast du?Was willst du nach der Musik machen?

Ist schon zu peinlich darüber zu sprechen!Smilie: :-)

Ich würde für Geld nie nackt durch die Stadt laufen.

Meine Vorbilder machten Musik in den 60er Jahren. Es waren diese ganzen tollen Bands.

Bei deiner vierten Frage komme ich derzeit zu keinem Ergebnis

Wenn du einen Wusch frei hättet, was würdest du dir wünschen?

Ewig gute Gesundheit und damit verbunden ein langes Leben für und mit meiner ganzen Familie!

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Vielen Dank für Eure Zeit und das tolle InterviewSmilie: ;-) Wir wünschen Dir für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf weitere ScheibenSmilie: ;-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Facebook: https://www.facebook.com/joachimwittmusik/

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Ordo Rosarius Equilibrio Let’s Play (Two Girls & A Goat) Out Of Line Music 13 September 2019

Seven years ago, Tomas Petterson started to write the masterpiece of Ordo Rosarius Equilibrio. Now it is finally finished: An album that crushes the borders of Neofolk with overwhelming musical sense and deep, poetic words. „Let‘s Play“ is more than the next album of this exceptional band, it is the rise for the stars and a sound-built manifest of art.

The long composing time reflects the supernal standard of composer Tomas: „I see „Let’s Play“ as the final version of Ordo Rosarius Equilibrio. It‘s my cruel mistress. It’s my white whale.  And finally, 7 years after its genesis, with numerous interferences and surprises in between, it is ultimately finished.“ And where „Songs 4 Hate & Devotion“ and „Vision:Libertine“ stopped is where „Let‘s Play“ actually starts: Between darkness and a sinister taste, between sex and death, the songs are more playful and free yet more serious and focussed than ever. The band calls their music Apocalyptic Pop, and World Downfall never tasted so sweet.

„Let‘s Play“ comes as single digipak CD and as a strictly limited deluxe boxset in 404 copies made of noble wood including Double-LP in purple and silver with the „4Play“ EP as bonus, the digipak CD version and finally a very special electric toy alongside a pair of wicked seamed stocking for general excitement.”

German:

Vor sieben Jahren begann Tomas Petterson, das Meisterwerk von Ordo Rosarius Equilibrio zu schreiben. Nun ist es endlich fertig: Ein Album, das die Grenzen des Neofolk mit überbordender Musikalität und tiefen, poetischen Worten sprengt. „Let‘s Play“ ist mehr als das nächste Album dieser außergewöhnlichen Band, es ist der Griff nach den Sternen und ein Klang gewordenes künstlerisches Manifest.

Die lange Kompositionszeit reflektiert den überirdischen Anspruch von Komponist Tomas: „Ich sehe „Let‘s Play“ als die endgültige Version von Ordo Rosarius Equilibrio. Meine grausame Herrin, mein weißer Wal. Und endlich, 7 Jahre nach seit seiner Genesis, nach unzähligen Hindernissen und Überraschungen, ist es ultimativ beendet.“ Und tatsächlich, wo „Songs 4 Hate & Devotion“ und „Vision:Libertine“ aufgehört haben, fängt „Let‘s Play“ erst an: Zwischen Dunkelheit und sündigem Aroma, zwischen Sex und Tod sind die Songs verspielter, freier und doch ernster und fokussierter als jemals zuvor. Apocalyptic Pop nennt die Band ihre Musik, und nie hat der Weltuntergang süßer geschmeckt.

„Let‘s Play“ kommt als einfache Digipak-CD sowie als auf 404 Einheiten streng limitierte Deluxe Box aus edlem Holz inklusive der Doppel-LP in lila und silber inkl. der „4Play“ EP als Bonus, der Digipak CD Version und einem ganz speziellen elektrischen Spielzeug sowie einem Paar verruchter, halterloser Stockings zur allgemeinen Erregung.

Rezension

Gegründet wurde die Band 1993 als Ordo Equilibrio von den Schweden Tomas Pettersson und Chelsea Krook. Nachdem Chelsea Krook durch Rose-Marie Larsen ersetzt wurde, erfolgte 1998 die Umbenennung in Ordo Rosarius Equilibrio. Die Musik der Band um Tomas Pettersson und Rose-Marie Larsen wird den Genres Martial Industrial, Neoklassische Musik, Experimentelle Musik und Dark Ambiente zugeschrieben. Jetzt hat die Band ein neues Album erstellt: „Let’s Play (Two Girls and a Goat), es erscheint offiziell am 13. September 2019. In dieses Album musste ich mich erst einmal einhören und ich gebe zu, dass ich anfangs Schwierigkeiten hatte, mich damit anzufreunden. „Forty Years after Null“ hat meinen Nerv überhaupt nicht getroffen, das ist vermutlich nur etwas für die echten Ordo Rosarius Equilibrio – Fans. „Two Girls and a Goat“ gefiel mir dann schon besser, bei „Evil wears a Mark with your Name“ ging mein Daumen wieder abwärts. Ab „I met Jesus in a Dream“ wurde es – für meine Ohren – wieder besser und konnte sich bis zum Schluss halten. Ich würde das Album komplett eher dem Dark Ambiente zuordnen, experimentell ist die Musik jetzt nicht mehr. Die Band hat sich einen eigenen, durchgängigen Stil zugelegt. Experimentell sind meiner Meinung nach nur die Texte, die Musik ist kontinuierlich ‚dark‘ und übt – länger gehört – tatsächlich eine „dunkle Faszination“ auf den Zuhörer aus. Für die Fans von Ordo Rosarius Equilibrio ist das neue Album mit Sicherheit ein neues ‚Dark-Light‘ der Gruppe. Wer sich für das Genre interessiert, ist da auch gut aufgehoben.

CU, Eure Jay

Facebook: https://www.facebook.com/ordorosariusequilibrio/

Label: https://www.outofline.de/

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