You’ll Be Mine – Album – VÖ: 20.03.2020 – incl. Interview

Bei Sylt denken die meisten an Blingbling, Touristenmassen und abgehalfterte Promis, die hier ihren Landsitz haben. Doch dass auf der idyllischen Nordseeinsel so etwas wie die Neuerfindung von Rockmusik passieren kann, haben wohl die wenigsten auf dem Schirm. Denn ausgerechnet am nördlichsten Fleckchen des Landes hat das Quartett YOU’LL BE MINE eine höchst außergewöhnliche Mischung aus bretterndem Hardrock und clubtauglichem Electro ausgetüftelt, das sich in Schleswig-Holstein längst einen Namen gemacht hat.

Innovationskraft und intensive Live-Shows brachten Sänger Tom Schwichtenberg, Gitarrist Kim Reichhart, Schlagzeuger Pavel Stanev und Bassist Martin Oswald schon bald den auf Sylt hochangesehenen Henner Krogh Förderpreis ein. Die vier Musiker nennen ihren Crossover-Sound, Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal, schlicht „Modern Electro Rock“ – und wünschen sich nichts weniger als eine Revolution.

1.Single: „Where We Go“

2. Single: „Satisfy“.

Reinhören? https://www.facebook.com/youllbemineofficial/videos/2536799349702293/

Unsere Musik ist unsere Lebenseinstellung: Wir wollen zeigen, dass Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammengehören, sehr wohl zusammenpassen – und dabei harmonisch sein können“, sagt Sänger Schwichtenberg. „Die Metal-Szene ist wie eine eingeschworene Familie, und auch bei EDM geht es um die Masse, die beim Feiern eins wird. Normalerweise haben beide Gruppen nichts miteinander zu tun. Wir von YOU’LL BE MINE möchten Menschen fernab von Genre-Grenzen zusammenbringen zu einem einzigen großen Fest!“

Quasi Integration als Party – und was für eine! Nicht selten springen Reichhart und Oswald in die Menge, klöppelt sich Stanev derart auf Klick die Seele aus dem Leib, dass sein akustisches Schlagzeug scheinbar Dance-Beats produziert und schmettert der 2-Meter-Mann Schwichtenberg jede einzelne Songzeile als Statement in die Menge. Norddeutschland haben sie so erobert – jetzt ist der Rest der Republik dran. Das könnte hinhauen, denn das Quartett trifft einen Nerv: Die irgendwie vergessene, klischeebehaftete Provinz entpuppt sich als Kunstlabor junger Menschen. “Die meisten ziehen nach der Schule von der Insel weg aufs Festland. Wir wollen zeigen, dass Sylt mehr zu bieten hat als Touri-Klischees. Die Seele der Insel lebt!” Hinter ihrem zukunftsgewandten Sound zwischen harten Gitarren-Riffs und poppigen Synthies ist durchaus eine politische Haltung zu lesen: In den Provinzen wird Gesellschaft gemacht. Und Gesellschaft ist immer ein Crossover.

Album: Dreamer´s Diner – VÖ: 20.3.2020

Wenig überraschend, dass es in Proberaum und Tonstudio der Bandmitglieder basisdemokratisch zugeht: Alle vier sind am Kreativprozess gleichermaßen beteiligt, schreiben Songs, Texte, Arrangements. Herausgekommen ist dabei das in den Pitchback Studios produzierte Debütalbum DREAMER’S DINER mit acht Stücken über Vergnügen, Verdrängung, Veränderung, die manchmal mitten im Song spielerisch zwischen Deutsch und Englisch wechseln, denn: Auch Sprache soll keine Barriere und erst recht keine Schublade sein. Das Cover der Platte hat definitiv Kult-Potenzial: Vor einem US-amerikanischen Retro-Diner’s braust ein pinker Mustang in Stranger-Things-Optik aus einem Lichttunnel heran. “Uns ging es darum zu zeigen, dass der Wagen sowohl aus der Vergangenheit als auch aus der Zukunft kommen kann. Ich bin Depeche-Mode-Fan, Kim kommt vom Metal und HipHop, Tom liebt Rock’n’Roll der 70er – wir sind vier Universen, die daraus eine neue Dimension schaffen”, sagt Drummer Stanev, der zuvor in London mit Dave Bascombe zusammengearbeitet hat, der schon für Tears for Fears, Genesis oder Suede aufgenommen hat.

Letztlich geht es den vier Freunden auch darum, die Leute aus ihrer Digital-Blase zu holen, in der Musik nur noch zu einem erwartbaren Hintergrundgeräusch verkommen ist. In “Marschieren” drückt es die Band so aus: “Das Fundament ist tief gesetzt, die Mauern ragen hoch. Über den Schatten dieser Stadt, der Richtung Himmel zog.” YOU’LL BE MINE schlagen Brücken – und lassen es wie ein Leichtes aussehen.

Die jungen Sylter stellten klar, dass sie den diesjährigen Henner-Krogh-Förderpreis zu Recht gewonnen haben: Spätestens jetzt wurde vor der Bühne ausgiebig getanzt und gefeiert.“ (Sylter Rundschau)

Die aktuellen Preisträger begeistern mit einer intensiven Live-Show und leidenschaftlich, melodisch-rockigem Sound.“ (Lokalportal Sylt)

Interview mit You’ll Be Mine

KKM: Am 20.3.2020 kommt euer Album „Dreamer´s Diner“ in den Handel. Wie kam es dazu, dass ihr euch für ein so rockiges Album entschieden habt?

Wir alle lieben Rock Musik. Egal in welcher Form, ob Retro, Heavy oder Pop.

KKM: Wie kamt ihr auf das Cover und den Titel des letzten Albums?

Wir wollen den Zuhörer in ein Restaurant entführen in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinander treffen. Ein Träumen und Fühlen aller Arten der Musik.

KKM: Warum sollte man sich dieses Album unbedingt kaufen?

Weil hier definitiv jedes Genre aufeinander trifft. Es sind teilweise Welten dazwischen und eben

genau dieses Unbekannte sollte man unbedingt gehört haben.

KKM: Wie lange habt ihr an der Fertigstellung gearbeitet? Wo wurde die CD aufgenommen und produziert?

Die Arbeiten haben recht früh begonnen. Anfangs wurde alles in Eigenregie gefertigt, doch dann

stellte sich schnell raus, das eben dieses private Arbeiten unsere Bedürfnisse nicht stillt. Darauf hin

traten wir in Kontakt mit Aljoscha Sieg, dem Gründer der PITCHBACK STUDIOS. Mit ihm

erschufen wir letzten Endes unser, für alle, entworfenes Spektrum dieses durchwachsenen

Klangspieles.

KKM: Wurdet ihr bei der Produktion von jemandem hinter den Reglern unterstützt, oder lag alles allein in euren Händen?

Auf jeden Fall. Ein geiles Team aus Engineern stand hinter uns. Egal ob es um Tunings oder

Editings ging, es war eine mega Kombination die am Ende selbst durch das unglaubliche

Knowledge von Aljoscha Sieg versiegelt wurde. (Mix/Master)

KKM: Habt ihr einen persönlichen Lieblingssong auf dem aktuellen Album? Wenn ja, welcher ist es und warum?

Definitiv Devil‘s Mind! Der Song erweckt das schlummernde ungeheuer im Zuhörer und zwingt ihn,

tiefer in sich zu gehen. Direkt nachdem sich dieser mit den eigenen Tiefen konfrontiert sieht,

explodiert die Bombe und es kommt zur Befreiung des tiefen, Unbekannten.

KKM: Gibt es einen zentralen Song, der die Grundgedanken des Albums exemplarisch aufzeigt?

Where We Go! Diese Frage bedarf keiner Definition :D

KKM: Die Verbindung unterschiedlicher Genres der Rock- und elektronischen Musik als eines der Hauptmerkmale sind nicht von der Hand zu weisen. In welchem fühlt ihr euch am wohlsten?

Kim, Pav, Martin – Rock

Tom – „Schwer zu sagen.“ ;)

KKM: Mich würde interessieren, wer sind die Menschen hinter der Musik? Selbst die Presseinfo hält sich hier – und sicherlich mit voller Absicht – recht bedeckt. Vielleicht seid ihr aber dennoch dazu bereit, dass jeder von euch ( ) etwas von seiner Person preisgibt was über die reine Funktion innerhalb der Band hinausgeht?

Kim der Gitarrist der Band, ist der Aufgedrehte.

Er befindet sich in einem Fernstudium zum Audio Engineer. Surft gerne, liebt Pizza und Burger

aber geht dennoch mehrmals die Woche ins Fitnessstudio. Er ist eine absolute Wasserratte und

liebt es an den verschiedensten Küsten der Welt zu surfen.

Er ist ein absoluter Wacken Fanatiker und wenn es die Zeit zulässt, besucht er sehr gerne

Wikinger und Mittelalter Märkte.

Pavel der Drummer der Band, ist der Verantwortungsvolle.

Der gebürtig aus Bulgarien stammende Schlagzeuger, der lange in England gelebt und dort Platten

aufgenommen hat und jetzt seinen Familien Traum auf Sylt lebt.

Doch hinter dem gelassen Blick, schlummert purer Rhythmus.

Tom der Sänger und Frontmann, ist der Charmante der Band.

Mit seinen knapp 2m ist er auch von weitem gut auf der Bühne zu erkennen.

Er singt schon seid dem Kindesalter und momentan ist er Student an der „Hochschule für

Populären Künste“ in Berlin.

Doch, wenn die Sonnenbrille abgenommen wird, wartet der pure Wahnsinn drauf losgelassen zu

werden.

Martin der Bassist ist der ruhige in der Band.

Die Gemütlichkeit in Person, er strahlt eine Gelassenheit aus, die Bände bricht.

Leidenschaftlich spielt er gerne Football und ist eigentlich Gitarrist.

KKM: Was war für euch überhaupt damals das Schlüsselerlebnis selbst Musik machen zu wollen?

Ganz einfach! Menschen zusammen zu führen. Jeder kann Musik machen, wenn er nur möchte.

Diese Kunst des Mitteilens und Fühlens kann jeder erleben.

KKM: Wieso habt ihr euch für den Bandnamen entschieden? Steckt für euch dahinter eine tiefere Bedeutung?

Naja, hör doch das Album. Der Rest ergibt sich :D

KKM: Könnt ihre Visionen mit anderen teilen oder verwirklichen?

Definitiv. Man muss immer ein Stück weit träumen. Denn aus Träumen entwickeln sich Ziele, und

Ziele sind greifbar.

KKM: Steht auch wieder eine Tour an? Und seid ihr aufgeregt oder seht ihr dem Ganzen gelassen entgegen?

Vorerst nicht aber wir arbeiten mit unserer Agentur daran :)

KKM: Welche konkreten Pläne habt ihr für die nahe Zukunft?

Definitiv eine große Tour.

Und natürlich die Menschen noch näher zusammen zu führen.

KKM: Und wo seht ihr Euch in 20 Jahren?

Na hoffentlich im Madison Square Garden :D

Vielen Dank für eure Zeit und das tolle Interview;-) Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute

und freuen uns auf weitere Scheiben;-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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