TEL – Lowlife – Sludge Doom Metal

OVERVIEW:

Lowlife is the debut album from Sludge
Doomsters TEL: five songs that bridge the gaps
between the spacious doom of Yob, the raw
sludge of Acid Bath, the progressive tendencies
of Mastodon, and the sorrowful atmosphere of
Katatonia. Produced by Garrett Morris (the
guitarist of Windhand, who has also recorded for
the likes of Cough, Bat, and Electric Wizard) and
mastered by Dan Randall of Mammoth Sound
Recordings (Iron Reagan, Ghoul, Cannabis
Corpse, and many others)

Line-up:

Dante DuVall – Vocals

Michael Potts – Guitars
Ed Fierro – Bass
Matt Grigsby – Drums

 

BIO:

“Tel” is a Hebrew term which describes a civilization breaking itself down and building over its mound – a term that sums up a band whose music breaks down the boundaries that separate the sub-genres of metal and builds itself into an eclectic mix of elements. The band formed in 2016, reigning from Richmond, Virginia; the land where the likes of Windhand, Cough, and Inter Arma have made themselves known. Each of the four band members set out to explore his own creative freedom and bring his own influences to the table, creating an unusual blend of hypnotic clean male vocals, intricate guitar leads, thick bass grooves,
and hectic drumming. A three-track demo of raw and atmospheric sounding sludge/doom was unleashed, and a handful of intense live shows were played around town, before a lineup change and some personal struggles slowed progress down for a while. However, inspiration never ran dry, and the four piece continued to experiment and write more material, leading to the creation of their first album. Lowlife was recorded on a hot weekend in early September by Garrett Morris (the guitarist of Windhand, who has also recorded for
the likes of Cough, Bat, and Electric Wizard) and mastered by Dan Randall of Mammoth Sound Recordings (known for his work for bands such as Iron Reagan, Ghoul, Cannabis Corpse, and many others).

The debut album consists of five songs that bridge the gaps between the spacious doom of Yob, the raw sludge of Acid Bath, the progressive tendencies of Mastodon, and the sorrowful atmosphere of Katatonia. The bleak melodies, personal lyrics, and ominous artwork portray true stories of genuine hardship, allowing the music to serve as a cathartic experience for its songwriters and for the listeners who can relate to it.

TRACKLIST:

1. Ouroboros

2. Submerged

3. Red Level

4. Choke

5. Strangers

 

Tel – Lowlife – Rezension

Eine romanische Kirche vor einer Gewitterfront ziert das Debutalbum „Lowlife“ von „Tel“, einer Sludge-Doom-Metal-Kombo aus den Staaten. Was mich aber mehr anspricht ist das Bandlogo. Der Schriftzug erinnert etwas an persische Handschrift – würde ein Patch oder T-Shirt unglaublich gut zieren.

Der erste von 5 Titeln auf der CD heißt Ouroboros. Tel besingen in wunderbarem System-of-a-down-ähnlichem Clear und tiefem Growlgesang die Symbolik der sich selbst in den Schwanz beißenden Schlange. Trotz der Trauer eines Verlusts fällt man zurück in Arme, die einen festhalten, bis das Spiel des Lebens von vorn beginnt. Man merkt, dass der Textschreiber zum einen native-speaker ist und durch die besondere Intonierung des Gesungenen eine poetische Klangwelt erzeugt. Das habe ich in der Art selten gehört. Die Musik ist düster und für Doom dennoch zügig gespielt. Die Gitarre ist krachig verzerrt, die Drums sind Becken-lastig und der Bass trägt die hohe Gesangsstimme im Clear als melodiöser Gegenspieler. Es ist ein guter Opener, der in mein Lieblingstück der CD übergeht.

Submerged – untergetaucht – handelt nicht vom Ertrinken, sondern dem wortwörtlichen Weggang von einer Stadt, der Herkunft, der Vergangenheit. Auf dem Weg brennt man alle Brücken ab und verschwindet, um selbst seinen Platz an der Sonne zu erreichen. Der Song hat als Stilelement das Schnarren der kleinen Trommel. Normalerweise werden die Schnarrseiten so eingestellt, dass sie beim Anschlagen schnarren oder eben nicht. Hier sind sie so eingestellt, dass sie auch schnarren, wenn eine andere Trommel des Sets geschlagen wird. Dies gibt dem Lied etwas dreckiges. Es erinnert mich an Boner-Rock mit Ozzy/Sabbath-Riffs. In der Mitte wechselt für eine Minute die Stimmung und die Stilrichtung. Dieser ruhige Teil erinnert mich an die Smashing Pumpkins der frühen Jahre, der am Ende verjazzt wird. Das macht Spaß und geht ins Ohr.

Ein Mix aus Dark/Black-Metal und Jazz wird dem Hören bei den folgenden zwei Titeln „Red Level“ und „Choke“ geboten. Bei „Choke“ beschreibt die Band den Zustand der Rache – Das Gefühl, das schlagartig kommt und den Mensch kalt und ausgebrannt zurück lässt und das sehr poetisch ausgedrückt.

Der letzte Song „Strangers“ ist ein zu Beginn langsames Stück über das Gefühl alleingelassen in einer Großstadt zu wohnen. Im beschwingten Dreivierteltakt wird die Depression und das Heimweh besungen. Am Ende nimmt der Titel noch einmal Fahrt auf und läd zum Bangen ein.

Die CD ist ein intelligenter und musikalisch hochwertiger Mix aus verschiedenen Stilen, Stimmungen, Gegensätzen und spart nicht mit der Doom-üblichen Traurigkeit. Ich vergebe 7 von 10 Schnarrseiten.

geschrieben von Marc Seidler

Facebook:  https://www.facebook.com/TelRVA

bandcamp: telrva.bandcamp.com/releases

 

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