SixFaces – Tremble And Fall – Rezension

Ich konnte es kaum erwarten, die neue Scheibe in Ruhe zu hören und ich war natürlich voreingenommen. Das Debütalbum „Behind the Truth“ läuft bis heute bei mir.

Wie ein kleines Kind, das sich auf Weihnachten freut, sitze ich immer noch da und höre nun schon seit Tagen das neue Album „Tremble And Fall“ von Six Faces.

Das Intro – „The Trip“ lässt mich schon erahnen, wo die Reise hingehen wird. Es ist nicht zum nebenbei hören gedacht, es muss mit dem entsprechenden Respekt gehört werden. Kurz, lasst euch drauf ein und ihr werdet begeistert sein.

Free“ trifft den Nerv! Tief und absolut, aber so was von, besonders wenn man es mit Kopfhörern und geschlossenen Augen hört. Alles kam wieder hoch, alles. Das Schöne, das Traurige, die unendliche Trauer und auch das Wissen, das man es überlebt hat. Stärker geworden ist. Ich habe immer noch Tränen in den Augen. Aber wenn ich es im Auto höre, dann weiß ich, das es mein Song des Jahres ist und für ewig bleiben wird.

Die rockige Untermalung von „Plain“ reißt mich unweigerlich aus meiner Lethargie und ich bin putzmunter. Eine gelungene Abwechslung zu den im Hintergrund laufenden Synthiklängen. Was ich immer wieder krass finde ist, das Markos Stimme so super gut hinein passt, obwohl sie ganz und gar nicht grade „gebügelt“ daher kommt. Eben charismatisch, eben Six Faces. Und das Gänsehautfeeling ist wieder da. Es ist auch völlig egal, ob es draußen regnet und eben „frischer Wind“ weht – bei guter Musik bekomme ich die auch bei 40 Grad im Schatten:-)

Wenn man sich „Psychosomatic Overdose“ anhört, dann fühlt man sich sofort in die 80iger zurück versetzt. An mir sind sie nicht spurlos vorüber gegangen und ich kann viele Parallelen hören, die Wechsel in der Stimmhöhe und auch in der Melodie. Dieser Song stellt für mich eine super Verbindung zu heute her. “I´m afraid of myself“ – wer kennt das nicht, aber das ist genau richtig so, denn nur so lernt man sich kennen. Und brennt nicht jeder von uns für etwas? Wie gut, denn das ist für mich auch der Sinn des Lebens.

Sorry im Voraus, aber bei „Let Us Love“ fühle ich mich, als wäre ich beim hören eines IAMX Songs. Das ist meinerseits ein riesen Kompliment an Marko, denn ich liebe diese Band und ihre Musik. Man soll ja niemanden vergleichen, aber das er das so krass drauf hat, hätte ich nie gedacht. Hey, danke für diese geniale Überraschung. Ich habe 1 Million Bilder im Kopf…Liebe, das wichtigste, was wir alle brauchen, aber auch das, bei dem wir am meisten finden, wenn wir sie zulassen.

You Got Me On Fire“ stellt für mich den Wechsel auf der Scheibe dar. Ich befinde mich ein bisschen wie in einem Western, was daran liegt, das das Pfeifen mich an „Spiel mir das Lied vom Tod“ erinnert. Immer etwas abwartend, um dann wieder rockig und ruppig darauf aufmerksam zu machen, das manche Menschen in einem ein Feuer auslösen können, egal ob positiv oder negativ. Kleine Erinnerung daran, das man aufpassen muss, sich nicht zu verbrennen. Coole Interpretation und gelungene musikalische Umsetzung. Überraschend, weil so ganz anders, wie vorher und wie vom ersten Album gewöhnt.

Wow, ganz schön mutig, sich mit dem Thema Stalking auseinander zu setzen. Hoffentlich beruht das nicht auf negativen Selbsterfahrungen….Ich möchte das nie erleben, denn es ist wirklich eine schlimme Sache. „Follow Me“ trifft hier genau die Stimmung und man kann sich sehr gut in die Situation hinein versetzen. Beklemmung macht sich breit, weil der energische, drückende und wiederkehrende böse Ton immer wieder an einem zerrt. Und durch die Steigerung, die langsam aufgebaut wird um dann umso stärker über einen hereinzubrechen, bin ich geschockt. Sehr gut! Das Thema bleibt mir noch lange im Gedächtnis, dank dieses Songs.

Surrender Your Love“ kommt ganz schräg daher. Wem soll man seine Liebe übergeben? Begibt man sich da nicht doch auf dünnes Eis, weil die eigene Empathie doch kurzfristig völlig abgegeben wird, an diese eine Person? Ganz schön tiefgründig was? Ja, weil das alles eben kein Spiel ist und man leider viel zu oft den falschen Leuten sein Wohlwollen und seine Freundschaft, am Ende seine ganze Liebe gibt, um dann doch wieder alleine da zu sitzen und sich zu fragen, warum muss ausgerechnet mir das passieren. Oder warum sind die so? Ich kann das gut nachvollziehen, aber es macht Mut, das es mir nicht alleine so geht.

Jetzt kommt ein weiteres Highlight auf diesem genialen Album. „Time Is Running“ schickt mich zurück in meinen Wunschtraum, endlich in einem Segelflugzeug zu fliegen. Warum? Es beflügelt mich einfach, rein von der Melodie her. Ich komme nie umhin, das auf die höchste Lautstärke zu drehen und völlig ab zu tauchen. So hat sich doch schon jeder gefühlt, für nix und niemanden Zeit zu haben. Oder eben nicht für sich selbst. Und mir ging dann auch plötzlich der Gedanke durch den Kopf, was wäre gewesen, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, mit jemandem zu sprechen, der nicht mehr da ist. Der melancholische Unterton in der Musik, ich weiß nicht, er macht mich ein bisschen wütend auf mich selbst, das ich es nicht geschafft habe und nun nichts mehr daran ändern kann. Was soll´s ich kann es eben nur noch besser machen.

Brutal Emptiness“ klingt wie ein Aufschrei. Wo und wann werde ich gerettet? Niemand hilft mir hier raus. Nein. natürlich nicht, das muss man selbst tun. Wer am Boden ist, muss von alleine aufstehen, sonst macht es keinen Sinn. …“just another step“…genau, langsam und bedacht, zurück ins Leben. Der stetige antreibende Ton und auch die eindringliche stimmliche Untermalung machen es nicht schwer, das als wahr zu empfinden. Es ist hart, das wissen wir alle, egal auf welche Situation wir das beziehen. Einfach mal machen und dann wird es gut. Das beste Beispiel ist diese CD hier;-) Ich spreche in Metaphern? Kann sein, aber ich weiß, das diese Worte genau da ankommen, wo sie hingehören!

Kleiner Stilwechsel gefällig? „Prism“ schafft das gut. Schon wieder, nanu? Die Überraschungen nehmen ja kein Ende, wie schön. Was für krasse Facetten hier zu Tage kommen, ich bin begeistert. Ich wusste es ja schon immer und ich bin wirklich stolz, das so viel Mut hier an den Tag gelegt wird, das so offen zu zeigen. Danke dafür. Die eigenen Dämonen, ja diese ekelhaften Schweinehunde, was zum Teufel machen sie mit einem? Meine sind wirklich fies, denn ich will dann einfach nicht mehr, ich würde am liebsten manchmal „abdanken“. Scheiß drauf, es geht immer irgendwie weiter…I am alive! Ganz genau und das ist auch gut so!

Charades“ erinnert mich ein bisschen an die Art von APOP. Ein bisschen schief, ein bisschen Gefrikkel, ein bisschen seltsamer Gesang, ich hatte zu tun, denn ich bin nicht begeistert, wenn ich etwas höre, das wie nachgemacht klingt. Aber das tut es ja gar nicht, denn es ist eben unverwechselbar, weil es eben Six Faces ist. Und genau das macht es eben auch aus, nicht immer gleich und langweilig. Was hier, wie auch sonst auf der kompletten Scheibe auffällt ist, das alles super abgemischt ist und man auch bei der krassesten Lautstärke keinerlei Macke findet. Ich hasse nichts mehr, wenn es übersteuert oder nicht zusammen passt. Hier passt für mich alles!

To Much Enemies“ – Ja, die hat man dann – aber wen interessierts? Wenn man immer auf alles und jeden Rücksicht nimmt, ist doch langweilig. Weiter kommen kann man nur, wenn man seine Feinde zu seinen Verbündeten macht;-)

Sag was du willst und gut, wer das nicht versteht oder mag, hat das Problem, nicht du. Für mich ein super Song, genau nach meinem Geschmack, wahr, rebellisch und eindringlich. Gut gemacht.

Langsam neigt sich die Scheibe dem Ende und ich habe bis jetzt keine Sekunde Langeweile gehabt. Das ist doch mal was! Meine Meinung ist ja aber nicht so wichtig, die Mischung aus Elektro, tiefgründigen Texten und hier und da ein wenig mehr Schlagzeug oder Gitarre, damit habe ich nicht gerechnet. Nicht in dieser Art.

Dark Clouds“ passt hier wieder, wie die Faust aufs Auge. Man merkt auf jeden Fall, das hier nicht nur einfach dahin gesungen wird. Es wird sehr viel verarbeitet und wir alle dürfen teilhaben. Aber wie sagt man so schön, nach Regen folgt Sonnenschein. Und ich bin wirklich froh, das ich diese Strahlen abbekommen darf. Mich baut es auf und es ist definitiv keine weitere langweilige Elektroplatte.

Final Stage“ wie passend als Schlusssong. Es hinterlässt mit dem typischen hallenden Hintergrund und den sphärischen Klängen ein Gefühl von Zufriedenheit, und diese verdammte Gänsehaut, wenn die Stimme hier wieder einsetzt. Manchmal frage ich mich, wie man das so umsetzen kann, es ist einfach nur der Hammer!!!

Fazit: Vielleicht bin ich ja verrückt, aber ich schreibe hier nur was ich denke und ich bin der festen Überzeugung, das das ein Durchbruch in der Geschichte von Six Faces ist und definitiv eine Steigerung. Wann und wo der letzte Auftritt sein wird ist bei jedem ungewiss, ich hoffe es wird nicht zu bald sein!!!

Ich vergebe heute auch 10 von 10 Notenschlüsseln.

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Wir haben noch Frühling – da kommt gerne mal ein frischer Wind!

Six Faces klingen nach einer sechsköpfigen Metal Band? Ist es aber nicht! Es ist viel mehr als „nur“eine sechsköpfige Band. Six Faces beschreiben die musikalischen Gesichter, die sich Frontmann Marko Rujner und seine Mitstreiter aufsetzen, wenn sie wieder mal zusammen Musik machen. Und jetzt legt die Band mit einem zweiten Album nach, welches seinesgleichen sucht.

Wie wäre es mit Synthesizern? Oder dezente Blues-Elemente? Doch lieber House-Einflüsse? Vielleicht sollten es bretternde Gitarren sein?
Genau das beschreibt das Wort „Six Faces“ – die musikalische Vielfalt. Aber wer glaubt, dass hier wieder nur eine Synthpop Band um die Ecke kommt, die nicht weiß, was sie will, der ist ganz klar auf dem Holzweg! Wenn man als Synthpop Band plötzlich bretternde Gitarren rausholt, könnte man nämlich meinen, die Band hätte ihren Stil verfehlt. Das ist und war bei Six Faces nie der Fall. Gitarren gab es schon immer und sie vermehrt einzusetzen, beweist einfach, dass die Band innerhalb ihres Genres vielseitig agiert. Aus Synthpop und Rock wird mit Six Faces Synth-Rock.
„Tremble And Fall“ heißt das neue Machwerk der 3 Protagonisten und sie haben dabei einen Aspekt bewiesen, den vielen Bands einfach fehlt: MUT zu neuen (oder anderen) Dingen! Das neue Album gibt es im Band Eigenen Online-Shop, sowie in allen bekannten Online Stores (Amazon, iTunes,
Deezer, Spotify & Co.).

Band Online-Shop:
www.sixfaces.de/shop

Infos allgemein:
www.sixfaces.de

Fragen:
mail@sixfaces.de

Telefon Kontakt:
Mario Rühlicke
0176 / 20041742

Six Faces
Während Musik einmal Kultur war, verkommt es durch die Massen an Angeboten mittlerweile einfach nur noch zu bloßem Content und das Interesse an neuer Musik und neuen Acts sinkt stetig. Sagt man so… Mit dem Berlin-Halleschen Synthrock-Trio „Six Faces“ meldet sich nun eine Newcomerformation, die die
Musiklandschaft einmal richtig aufmischen wird. 100 Pro!

Die musikalischen Wurzeln von Marko Rujner reichen bis zum Anfang der 1990er Jahre zurück. In diversen Bands sammelte er Erfahrungen als Sänger und Komponist. Die kreative Vielfalt brachte ihn dazu, 2015 ein eigenes Projekt mit dem Namen „Six Faces“ ins Leben zu rufen, in welches er all‘ seine musikalischen
Ideen, verknüpft mit autobiografischen Texten, ausleben kann. Sebastian Pfützner ist zu dieser Zeit schon ein fester Bestandteil und Mit – Songschreiber von Six Faces. Für den Feinschliff und die Produktion des ersten Albums, „Behind The Truth“ (Release im Oktober 2017), konnte er Mario Rühlicke für sich gewinnen.
Neben der Teilnahme am bekannten Battle of The Bands, weckte Six Faces als Newcomer auch das Interesse bei den Radio Energy Produzenten und trat im Rahmen des Radio Energy-Contests N-How-Musik Hotel in Berlin auf. Weitere Auftritte folgten auf der Electronic Reflection und diversen kleineren
Gastauftritten.

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Für die neue Platte, die am 12. April kommt, nimmt sich Six Faces seit der letzten Release knapp 18 Monate Zeit. Auch Remixe hat die Band für Helalyn Flowers und Blutengel in dieser Zeit produziert.
Frontmann Marko Rujner (Text & Gesang) sog in dieser Zeit alles in sich auf was ihm zu Ohren kam und formte daraus, zusammen mit Sebastian Pfützner (Komposition & Text) und Mario Rühlicke (Komposition & Produktion), das neue Album „Tremble And Fall“, welches vor Gitarren nur so strotzt, aber genau so technoide- und House-Beat-Elemente vereint. Aber Halt! Die altbekannten Synthpop – Strukturen sind an einigen Stellen trotzdem wieder zu finden. Auf Synthesizer will und wird Six Faces grundsätzlich in Zukunft nie verzichten, genau so wenig wie auf Gitarren, abgesehen von einzelnen Songs.
Am 29. November 2018 erschien „Brutal Emptiness“, die erste Single-Auskopplung. Ein zweites Lyric-Video erschien am 14. Februar 2019. Im April erscheint das dritte Video „Psychosomatic Overdose“, welches sich stilistisch von den beiden Vorgängern noch einmal richtig abheben wird.

>>> Tremble And Fall <<<

Nach 18 Monaten veröffentlichen Six Faces nun ihr neues Werk „Tremble And Fall“ und Marko Rujner gibt erneut Einblicke in seine musikalische Welt. Dabei lässt sich feststellen, es ist nicht nur rockiger, sondern es ist musikalisch und textlich noch einmal größer als sein Vorgänger-Album. „Wir haben noch eine Schippe
drauf gelegt“ sagt Marko selbst zu seinem neuen Werk. Das 14 Track – Album kann man ganz klar dem Synthrock zuordnen. Am 12. April wird „Tremble and Fall“ veröffentlicht. Das Album gibt es als Audio-CD auf www.sixfaces.de und kann jetzt bereits vorbestellt werden. Ab dem 12. April ist es auch auf allen bekannten
Download-Portalen erhältlich.

Tracklisting:
01 Intro | 02 Free | 03 Plain | 04 Psychosomatic Overdose | 05 Let Us Love | 06 You Got Me On Fire | 07 Follow You | 08 Surrender Your Love | 09 Time Is Running | 10 Brutal Emptiness | 11 Prism | 12 Charades | 13 Too Much Enemies | 14 Dark Clouds | 15 Outro

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