SHOCK THERAPY – Back From Hell – I Am Surprised Records – Soul Food – Believe – VÖ: 15. Mai 2020

„Back From Hell“ aus dem Jahr 2008 ist die letzte Komposition von Itchy alias Gregory John McCormick  und wird in diesem Jahr zum ersten Mal veröffentlicht. Es wird sicherlich bald zu seinen beliebtesten und  am meisten geschätzten Werken zählen – in jedem Fall ist „Back From Hell“ ein Requiem auf den viel zu früh verstorbenen Ausnahmekünstler der Kultband SHOCK THERAPY.

Dazu Peter Ehrenfeld, AR der Band, Labelinhaber und Freund: „Als Itchy aus dem Gefängnis kam und wir wieder rege Telefonkontakt hatten, schmiedeten wir Pläne für die Zukunft. So war es sein Wunsch, dass ich eine 3-CD-Box von Shock Therapy zusammenstellen und veröffentlichen sollte. Schon damals lag mir daher Itchys komplettes Archiv vor, außerdem betrieben wir gemeinsam ein Studio.“ Per Anders Kurenbach, ein Schüler von Itchy und Keyboarder der Band, vollendete schließlich das vorliegende Werk im Auftrag Peter
Ehrenfeld.

ALBUMTRACKS
1 Can You Feel My Purity?
2 This Is Not What I Deserve
3 I Never Learn
4 I Hate People
5 I Am Losing You
6 God, Sex

7 I Could Lose Myself In You
8 Don’t You Know I Hate You
9 Swelling
10 You Were The Moon, I was The Sun
11 Only You
12 The Beginning And The End

Albumtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=dW342igqQjg&feature=youtu.be

Streaming- und Downloadangebote: https://lnk.to/ShockTherapy_BackFromHell

SINGLES
• ,I Hate People‘ ist die erste Single-Auskopplung, erschienen im Mai 2019.
• ,Can You Feel My Purity‘ ist die zweite Single-Auskopplung, veröffentlicht im Juli 2019.
• ,The Beginning and The End‘ ist die dritte Single-Auskopplung, veröffentlich im Oktober 2019. Itchy starb 2008, wenige Tage nach Fertigstellung der Komposition, er spielte alle Instrumente selbst ein und sang mit seiner einzigartigen Stimme. Auch Kamera und Regie stammen aus den Händen des Multitalents! Im Video sind übrigens die letzten Bilder von Itchy zu sehen.

God, Sex‘ ist die neue und letzte Single-Auskopplung, veröffentlicht im März 2020.

HISTORY
1984 gründete der junge Detroiter Gregory John McCormick alias ITCHY gemeinsam mit E. Keith Jackson die Band SHOCK THERAPY. Nachdem Itchy etliche Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken hinter sich bringen musste, fand dieser damit eine heilsame Möglichkeit seine Aggressionen in Kreativität umzuwandeln, sozusagen seine eigene Therapie. Als eine der ersten begannen SHOCK THERAPY krassen Hardcore mit melodiösen synthetischen Sounds zu mischen und somit recht skurrile Songs zu kreieren. Von Anfang an warenSHOCK THERAPY von Gerüchten über ihren ausufernden Drogenkonsum umgeben.

Diesem fielen etliche Bandmitglieder im Lauf der Zeit zum Opfer. Die Band veröffentlichte ihre erste EP mit dem Titel „Shock Therapy“ 1985 und schaffte damit gleich den Durchbruch. Die erste Pressung war bereits nach zwei Wochen ausverkauft. Die CD Veröffentlichung von „Hate is a 4-Letter Word“ verkaufte sich auf Anhieb 28.000mal und der gleichnamige Song ,Hate is a 4-Letter Word‘ zählt zu den Underground-Hits, die heute noch regelmäßig in jeder Indie-Disco gespielt werden. Und besonders in Europa, wo elektronische Bands einen unglaublichen Aufschwung erlebten, entwickelten sich SHOCK THERAPY schnell zu einer Kultgruppe mit zahlreichen Anhängern. SHOCK THERAPY beschlossen jedoch, nicht den einmal erfolgreich beschrittenen Weg zu verfolgen, sondern überraschten ihre Zuhörerschaft mit aufwühlenden Texten und kranken aber technisch ausgereiften Arrangements. Anstatt durch den frühzeitigen Ruhm auszubrennen wie so viele andere Bands jener Zeit, blieben SHOCK THERAPY am Ball und konnten ihren Stil weiter festigen. In den Jahren 1984 bis 1997 präsentierten sie zwölf Alben und bereisten immer wieder Europa, um dort zu touren.

Itchy verstarb 2008 in Detroit auf tragische Weise, kurze Zeit nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, wo er mehrere Jahre verbrachte. Itchy wurde nur 44 Jahre alt. I Am Surprised Records veröffentlicht nun in Kooperation mit Itchys Witwe den SHOCK THERAPY-Katalog und verwaltet das musikalische Erbe, um das umfangreiche Schaffen von Itchy der Nachwelt angemessen zu erhalten und zu präsentieren. Ein Must Have für alle, die diese so eigenwillige Band schätzen gelernt haben und ihren Beitrag zur alternativen Musikwelt zu würdigen wissen.

DISCOGRAPHY

1985 Shock Therapy
1987 My Unshakeable Belief
1989 Touch Me and Die
1990 Cancer (Re-Release 1995)
1991 The Great Confuser
1991 Hate Is A 4-Letter Word (Re-Release 1995)
1992 Just Let Go: The Dark Years 1986 – 1990
1992 Adventures in Good Music
1993 The Many Faces of Hate
1994 Heaven and Earth
1994 Santas Little Helper
1996 I Can’t Let Go
1996 God
1997 No Fear of Death
1999 The Past Life: Out-Takes and Lost Memories
2008 The Moon & The Sun
2013 Live From Hell
2017 Theatre Of Shock Therapy
2020 Back From Hell

REVIEW

Shock Therapy – Back From Hell

Als ich dieses Album bekam um es zu besprechen, wurde ich etwas nostalgisch, Shock Therapy war einer meiner liebsten Bands in meiner Jugend, als Itchy starb war das ein großer Verlust, um so gespannter war ich nun auf diese letzte „Platte“ von Itchy bzw. Gregory John McCormick und Co.!

Zum Album Cover kann man nicht viel sagen, es ist schlicht, wie mit einem alten kaputten Drucker ausgedruckt, allerdings ist die Ankündigung „Back From Hell“ eindeutig, so schnell werdet Ihr mich nicht los! …und ja… es fängt gut an „Can You Feel My Purity” ist eingängig und flott, die typische Stimme die die Band ausmacht kommt sehr gut rüber, Gänsehaut, auch wenn ich den Song schon kannte, weil er im Juli 2019 schon als Single rauskam, überkommt mich Gänsehaut.

„This Is Not What I Deserve“ könnte auch auf dem “Hate Is A 4-Letter Word” Album sein, ein toller Song wo das Keyboard einem immer wieder sagt“ Alles ist gut …alles wie Immer!“ sehr genial auch der Schreigesang!

Der nächste Song (I Never Learn)kommt etwas minimaler und ruhiger daher, er hat eine schöne psychedelische Atmosphäre ala „Touch Me and Die“, ich fühl mich sehr angesprochen, yes, I never learn….und auch „I hate People“ ist super, was soll man da schreiben, wer Shock Therapy mag wird sich sehr freuen!

Zu „I Am Losing You“ wüsste ich gerne die Geschichte, ein sehr ruhiger melancholischer Song vom verlassen werden…. sich alleine fühlen, man fühlt den Schmerz aber kann einfach nicht helfen mit dieser Hilflosigkeit lässt er einen nachdenklich zurück.

Mit dem sechsten Song kommt wieder „speed“ ins Album, „God, Sex“ ist durchaus tanzbar und zieht einen sofort mit in Itchys Welt, so wie auch „I Could Lose Myself In You“ der auch schnell aber etwas träger anfängt, die coole „hookline“ kommt ab 1:30 Minute und die haut dann wieder völlig rein.

„Don’t You Know I Hate You“ wirkt wie ein böser Traum, ich hatte einen Horror Zirkus vor Augen, was sicher an dem Gelächter im Lied liegt, böse Clowns, ein Lied wie aus ES!

„Swelling“ hat wieder den guten alten „No Fear Of Death“ Style, einfach schön zu hören, etwas Joy Division schwingt am Anfang des Songs mit, der schnellere Teil am Ende ist der Wahnsinn!

Der nun zehnte Song vom Album wird nicht enttäuschen, da war ich mir schon vor dem anhören sicher, es geht still und verwaschen los, bricht dann völlig durch, wird „hart“ und „krank“, dann wieder still um in der Schlussphase wieder allen Schmerz zu präsentieren! I Like It So Much !!

Mist, bald bin ich schon durch, das elfte der zwölf Lieder auf „Back From Hell“ ist eine Überraschung, ein Cover von „Only You“ es leiert schön los und dümpelt dahin, als bei der Hälfte des Songs die Gitarre einsetzt wird es stimmig, auch dieser Song ist gut so wie er ist, eben als wenn ein Zombie, der schon Fix und Alle ist noch einmal sein Liebeslid an die verstorbene Liebe zum Besten gibt, mit diesen Bildern im Kopf stimmt dann auch hier alles! 😉

Okay, der letzte Song „The Beginning And The End“ ein würdiger Abschiedssong, hier hat Itchy alles selber gespielt (Aus dem Pressetext: Itchy starb 2008, wenige Tage nach Fertigstellung der Komposition, er spielte alle Instrumente selbst ein und sang mit seiner einzigartigen Stimme. Auch Kamera und Regie vom folgenden Video stammen aus den Händen des Multitalents! Im Video sind übrigens die letzten Bilder von Itchy zu sehen. https://youtu.be/R7qOgMdPZKU )
da gibt’s nicht zuzufügen, jedenfalls das perfekte Outro für eine tolle „Platte“!


Meine Tipps vom Album, 1-12 😉, einfach alles gut, die drei Tops wären vielleicht: „This Is Not What I Deserve“, „Swelling“ & „You Were The Moon, I was The Sun“ ! <3

Review by Karsten Zakrzewski 

Facebook: https://www.facebook.com/ItchyShockTherapy/

Label: 

 

 

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