Rezensionen

 

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MASSIV IN MENSCH – Am Port Der Guten Hoffnung

Nach dem Erscheinen des Albums „The Cortex Zero Effect“ vor vier Jahren wurde die Zeit genutzt, um das jetzt erscheinende Album „Am Port Der Guten Hoffnung“ fertigzustellen.

Aus den Kinderschuhen entwachsen lässt uns „Am Port der Guten Hoffnung“ nicht nur musikalisch, sondern auch die durch die aufmerksam zusammen getragenen Texte einige Einblicke in die Welt von MASSIV IN MENSCH gewähren. Unstete, synthetische Musik gehört der Vergangenheit an. Ausdrücklich weniger bedeutend war das Fertigwerden und fertig zu sein, die Einstellung trägt jetzt Früchte. Das eigene Sein und Denken, als essenzielle Facette in den Songs wieder zu geben, nicht ohne ein gewisses Maß an Karikatur und Spiegelung. Einen ungewöhnlichen Verlauf geben zum Beispiel „Der schwarze Mann“ als Cover und die Kehrseite vom Costa Concordia Untergang. Geschliffen, aber dennoch nuanciert und weit empfinde ich die musikalische Bandbreite. Den Mut haben, einen rockigen Sound mit ein zu binden und es dann auch noch weniger nach Dosenfabrikation klingen lassen, Respekt! :-)

Randvoll mit Remixen und interessanten Zusammenarbeiten wartet auch eine zweite CD. Werke mit Thyx, TraKKtor und Les Berrtas lassen sich hier finden.

Leidenschaft und Spannweite in Hülle und Fülle, das ist „Am Port der Guten Hoffnung“. Flach, das gibt es hier nicht. Anerkennenswert die argwöhnische Würze, leider zu selten geworden in der Szene.

Es macht richtig Freude, dieses Album zu hören. Vollends zwanglos und echt vertraut.

Das neue Schwarz ist Türkis;-). Lebensraumerweiterung genehmigt, für dieses Album!!!!

geschrieben von Claudia Tomaszewski

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Cult of Erinyes – Tiberivs

Die belgische Band rund um die Jungs Carvus, Gitarre, Bass und Keys, Mastena, Voc. Algol, Bass, Git., und Baron, Gitarre, …. kann man guten Gewissens empfehlen.

Für alle, die es gerne finster haben, wird es ein Album werden, das immer wieder gerne gehört wird.

Düster fängt es an mit „Achaea“, ein cooles Gitarrengeschrei, das für Gänsehaut sorgt. Ein schöner Auftakt, der schon klarmacht wo die Reise hingehen soll!

Nero“ ist ein imposantes Stück, auch sehr finster, aber genial gemacht. Als Nummer zwei bestens platziert, man hört es am besten gleich zweimal!

Sicher nicht jedermanns Geschmack, denke ich mal, mir gefällt es richtig gut!

Cult of Erinyes passt, wie ihr Albumtitelträger, Tiberivs, in keine Schublade!

Der krächzende Sprachgesang zieht einen aber in den Bann.

Bei „Lone“ wird gesungen, die Gitarren sind unglaublich bei dem Song, es gibt Vollgas, dazu die Stimme ..ein herrliches Lied!

Bread for War“ hat ein Pfund von den Drums, so das es auch mal heavy wird.

Das Album wird nie langweilig, obwohl der Black Metal jetzt nicht so ausgeklüngelt

zum Vorschein kommt. Es ist mehr die Detailverliebtheit, die die Scheibe

ausmacht.Die Tiefe in den Songs macht es!

 

geschrieben von Susanne Prokopp

 

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Rebellious Spirit – New Horizons

Voc: Jannik Fischer

Bass: Jens Fischer

Drum: Silvio Bizer

Guit: Corvin Domhardt

Nach dem Debüt Gamble Shot und Obsession, feuert nun New Horizons aus allen Rohren. Ein fantastisch eingespieltes Album, allen Musikern ein dickes Kompliment.

Frisch, frech, spritzig, rockig …kurz, ein Knaller nach dem anderen, erwartet einen, wenn man die CD hört!

Soundtechnisch genial gemacht, ein schönes Hörerlebnis. Schon das Intro ist klasse. „Wish for“ ist ein Ohrwurm, und „Up“ ist einfach supergeil ..ich liebe es! Die ganze Musik ist ein Mix aus gefühlvoll und hart, Metal Core mit Classictouch und Rockelementen! Richtig gut!

Der Gesang von Jannik ist toll, abwechslungsreich, viele Facetten, eindringlich und auf jeden Song abgestimmt.

Eben „New Horizons“, der Titel passt!

Das Rebellious Spirit schon viele Gigs, u.a. mit Iced Earth, Accept und Lordi hatten, fasziniert insbesondere, wenn man sich das Durchschnittsalter der Band anguckt.

So jung, und schon so ausgereift als Musiker, das ist mega. Das Album bleibt auch in meiner Lieblingsliste, ich kann es nur wärmstens empfehlen!

geschrieben von Susanne Prokopp

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Terra – Mors Secunda

Mors Secunda, ..der zweite Tod …

2 Songs je über 19 Minuten, das ist ja schon mal etwas das mir gefällt. Wenn es sich dann noch um Black Metal handelt, wird es erst recht interessant.

Was mir einfiel, als ich die Songs das erste Mal gehört habe? …. Ein Inferno der Exentrik!

Die Scheibe muss man genießen, man muss zuhören!

Damit man die verschiedenen Abstufungen hört und verinnerlicht.

Augenscheinlich passiert nicht viel in der Melodik, ein Stakkato von Gitarre und Bass, es läuft und läuft …aber der Drummer haut es raus! Der ist der absolute Hammer, ständige Wechsel, aber alles paßt haargenau zu dem Lied ..es macht richtig Spaß darauf zu warten was als nächstes passiert.

Eine großartige Leistung von Ryan Saunders, Olly Walton und Luke Braddick!

Text braucht es nicht, was stimmlich passiert reicht völlig.

Ein gut durchdachtes Chaos im Allgemeinen, das einen wirklich begeistert!

geschrieben von Susanne Prokopp

 

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RAW – From the first glass to the grave

Also, das mich Prog- und Trash Metal Fan mal ein Haunted Blues Album aus den Latschen haut, hätte ich auch nicht gedacht!

Aber das ist den Kanadiern gelungen!

Bereits mit dem Death Waltz war ich schon gut eingestimmt, ein Walzer des Todes mit teils ekstatischem Gesang, etwas Psycho …herrlich!

Mit dem Song „ Chopped EM UP“ hatte ich den ganzen Tag einen Ohrwurm! Das ist Blues gerockt vom Feinsten.

I`m a shell (But I´m your man), das ist ein Stück, bei dem man sich hinsetzt und einfach nur zuhört und begeistert ist.

Der Gesang ist herrlich abgestimmt, von erzählen, bitten, singen, schreien ..alles dabei und Gänsehaut ist garantiert.

WAS für ein Sound… grandios ..,das es live eingespielt ist, merkt man sofort, es fühlt sich an, als wenn man im Proberaum sitzt und den Jungs zuhört.

Black Metal Sound im 6.8tel …die Gitarre ist so herrlich verzerrt, ich liebe das ja!

Das Drum hat ein Pfund und ist so brillant, klar und laut. Insgesamt ist die Leistung der Musiker als überaus gelungen anzusehen! Von mir ein dickes Kompliment!

Das ist Musik, die lebt! Das hat Seele!

geschrieben von Susanne Prokopp

 

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Istvan – Istvan

Die drei Musiker aus der Gegend von Bologna haben mit dieser CD ein echtes Überraschungs Ei produziert.

Man hört die ersten Töne und man hört zu …..! Und man will mehr hören!

Was Carlo Teo Pedretti ( guit. voc), Giacomo Russo (bass) und Marco Sabbatini (drums) abliefern ist Musik vom Feinsten!

Stilistisch ist alles dabei! Heavy Psycho passt als Beschreibung!

Ob der sehr kurze Song „ Stonehill“ oder „Rundweg“ der mit 9.13 Min. ein Überraschungspaket ist, schöne Drums, dann gleitet die Gitarre rein, eine geniale Bassline, alles sehr harmonisch und dann ballert es los in die Progschiene …Vollgas, hart ….herrlich!

Was auffällt, jedes Instrument kommt betont zum Einsatz, und besticht durch

Brillanz.

Gesanglich ist nicht viel zu hören, braucht es aber auch nicht, die Instrumente füllen alles aus.

Die fünf Songs sprechen ihre eigene Sprache, sie verdienen es gehört zu werden!

geschrieben von Susanne Prokopp

 

Facebook: www.facebook.com/istvanfellowship

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Heiter bis Wolkig – Manifest

Seit „Hey rote Zora“ und „ 10 kleine Nazischweine“ sind die Macher von Heiter bis Wolkig, Marco und Micha keine Unbekannten mehr in der Polit- Punk- -Welt!

Und jetzt kommt „Manifest“ … jetzt ist wirklich Schluss mit Lustig!

Rotzig – frecher Punkrock wird erwartet! Aber auch Punkrock kann überraschen! Statt verwuscheltem Geballer, bekommt man richtig gute Musik auf die Lauscher!

Alles ist klar akzentuiert, überdeutlich und perfekt gesungen. Apropos Gesang, .. das ist ganz was Feines…!

Teils lyrisch, teils Posse, teils Gosse, feine Spitzen auf die Gesellschaft, auf unser Leben, sehr kritisch, mit Augenzwinkern, bitterböse, aber immer die Wahrheit.

Satire, Comedy, Kabarett, normale Musik…alles drin …und es ist klasse!

Die beiden „Pan“ Lieder sind der Knaller…einfach herrlich!

Opus Dei ist ein Muss,…bittere Wahrheit, sehr gut musikalisch verpackt.

Into the Dark ist kurz, aber gut…Klassik und Gewitter…passt…gefällt.

Forever Punk ist der idealer Opener zu Manifest…er zeigt die Richtung, wo es langgeht.

Ein sehr schönes Album!

geschrieben von Susanne Prokopp

 

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The Birthday Massacre: Under your spell

Zehn Jahre sind vergangen seit dem Erscheinen von „Walking with strangers“. Ein Meisterwerk, an dem The Birthday Massacre immer wieder gemessen werden. Dabei wird oft übersehen, dass die Kanadier seit einer Dekade konstant bärenstarke Alben abliefern, auf denen es vor Hits nur so wimmelt. Nun liegt mit „Under your spell“ das brandneue Werk vor, und es sei gleich betont: Großartige Veränderungen finden sich hier nicht. Und das ist auch gut so! Diese Platte hat alles, was man von The Birthday Massacre erwarten darf. Nehmen wir als Beispiel mit dem Titelstück einen für die Band ganz typischen Track: Zunächst eher minimalistisch beginnend frisst sich eine sanfte Melodie ins Gehirn, getragen von Chibis glasklarem Gesang. Im Refrain setzen dann die brachialen Gitarren ein, die zum wichtigen Markenzeichen der Band geworden sind, wobei die Melodie weiter dominiert. Die Stücke sind ausnahmslos eingängig, wobei neben Krachern wie „No tomorrow“ auch das ganz große Kino („The lowest low“) nicht fehlt. Und natürlich schwebt über der gesamten Platte wieder diese ganz bestimmte Märchenwaldatmosphäre, die nur die Geburtstagsschlächter erschaffen können. Sie nehmen uns mit ins gedämpfte violette Licht, aus dem zuckersüße Melodien immer wieder einen Ausweg zeigen.

Fazit: Wo The Birthday Massacre drauf steht, ist auch The Birthday Massacre drin. Keiner, der die Band je geschätzt hat, wird hier enttäuscht sein, ob nun Synthiefan oder Liebhaber von Gitarrenmusik. Wir schreiben zwar erst den Wonnemond, aber mit „Under your spell“ haben die Kanadier die Messlatte für die Platte des Jahres verdammt hoch gelegt.

geschrieben von Eric Draven

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An Erotic End of Times – Chapter One

Chapter One ist ein tolles, ausgefeiltes Album …es gibt so CD´s, die hört man zum ersten Mal und weiß genau ..“ Die kommt in mein Lieblings CD Regal“! Und dort läuft und läuft sie ….so ging es mir bei dieser Scheibe.

Endzeitstimmung! Es wird düster, es wird anklagend …es ist schön! Klingt makaber ..ist aber so!

Wenn mit Gefühlen und Empfindungen, mit Worten und Vorahnungen jongliert wird, kommt am Ende eine Nachricht rüber, die Vergänglichkeit, aber auch das Leben beschreibt.

Eine wunderbare Gesangsstimme und hervorragende Instrumentalisierung runden Chapter One ab!

Seit 2015 besteht die Band, Philippe Deschim, Sänger und Bandleader von PORN, und Erwan Frugier, die beide in dieser Band gemeinsam spielten, bis sie „ An Erotic End of Time“ gründeten. Phillippe ist Journalist und Schriftsteller und hält Vorträge über politische Philosophie.

Musikalisch angesiedelt ist die CD im Gothic Bereich und Industrial Metal, sehr sehr gut gemacht, sehr melodisch und harmonisch.

Love is in the End“ ist rockig, geht gut ab und gesanglich top.

No Rights expect to die“, da sind sehr schöne Keyb. Parts, es wird ruhiger und melodisch. „Writings on the Wall“, ist mein Lieblingslied, ein Ohrwurm ….herrliches Lied.

Ich empfehle diese Scheibe wirklich jedem …kauft sie …ihr werdet sie lieben!

geschrieben von Susanne Prokopp

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Label: Les Disques Rubicon / Echozone: http://www.echozone.de/

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Herzparasit – ParaKropolis

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Im Frühjahr 2008 trafen sich El Toro und Ric-Q, formierten sich als Duo und mit Gastmusikern für Live- Auftritte erwachte „Herzparasit“ zum Leben.

Unter vielen Bands wurde Herzparasit ausgewählt, um 2009 auf dem größten Bandcontest Bayerns zu spielen, wo sie den 6. Platz belegten.

Deutsche Härte, Industrial Metal, dunkel, kraftvoll und anklagend ist die Musik. Die Songs sind sehr melodisch, handeln vom Leben, von Ängsten, teils wird man an Märchen erinnert.

Pure Emotion trifft auf harte Metalriffs. Eine gelungene Mischung, die mich sehr an Witt, ASP aber auch an die alten Kraftwerk erinnert. Trotzdem ist Herzparasit sehr eigenständig und besticht auch dadurch!

ParaKropolis“ ist eine Botschaft an alle, die zuhören wollen und sollen, und trotzdem Spaß an der guten Musik haben.

Die 13 Songs sind allesamt hörenswert, druckvolle Gitarren, sehr schön arangiert mit den Keyboards, der eindringliche Gesang!

Ein sehr gutes Konzept für das Album, mir gefällt es richtig gut. Vor allem der Titelsong „Parakropolis“ ist für mich der Hammer! Ein Touch NDW, toll gemacht!

geschrieben von Susanne Prokop

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Echozone: http://www.echozone.de/

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Silver Dust – The Age of Decadence

Power Rock aus der Schweiz! Ein gekonntes Feuerwerk erwartet einen! Ob mit französischen oder englischen Liedertexten, der Sänger überzeugt mit seiner charismatischer Stimme. Der Rest der Musiker spielt einen gekonnten Mix aus Rock und schönen gefrickelten Einlagen, abwechslungsreich und spannend!

Silver Dust spielte schon, verdient wie ich finde, auf dem Montreux Jazz Festival. Sie standen unter anderem mit Mass Hysteria, Eluveitie, Deftones und The Offspring auf Festival Bühnen.

Lord Campbell – voc. Guit.

Tiny Pistol – voc. Guit.

Kurghan – bass

Mr. Killjoy – drums

Zehn Songs sind auf „The Age of Decadence“. „Welcome“ startet in französisch und stimmt schön ein.

Bei „Shame on you“wird Gas gegeben, schöne ruhige Passagen wechseln sich ab mit temporeichen Parts. Sehr cool gemacht, und auch klassische Elemente fehlen nicht.

Abgedreht und positiv „schräg“ ist das Album, mit einer hohen Frauenstimme wird alles aufgepeppt, schön zu hören beim „ Forgive me“, das mir ganz besonders gut gefällt.

Insgesamt ein schönes, druckvolles Album. Sehr zu empfehlen.

geschrieben von Susanne Prokop

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Dust in Mind – Oblivion

Dust in Mind stand schon mit Machine Head und Pain auf der Bühne.

Französische Metaller mit Frontfrau Jennifer Gervais, die mit ihrem französischen Akzent den englischen Songs eine ganz besondere Note gibt. Ich finde es total niedlich!

Dam – Guit. Voc.

Jack Ruetsch – Guit.

Jackou – Drums

Xavier- Bass

Starke Gitarren, coole Keyboardeffekte und ein sehr gutes Drum machen das Album zu einem Hörerlebnis.

Spreading Desease“ ist ein ganz tolles Lied, ein Höhepunkt auf der CD.

Ein weiterer Knaller ist „I`m Different, das zum Mitsingen und Abfeiern animiert.

Too Far“ ist ein ruhiger Song, in dem auch Gitarrist Dam mitsingt. Eine tolle gesangliche Mischung der beiden.

Es gibt schöne Klavierparts beim dezent gespielten „Mr. Epilepsy“ das mir auch sehr gut gefallen hat.

Insgesamt ein schönes Album!

geschrieben von Susanne Prokop

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Pleasureagony – Pleasureagony

Manchmal muss man ehrlich sein!

Und selbst nach mehrmaligem Anhören muss ich leider schreiben, dieses Album ist noch nicht ausgereift. Es bleibt wenig hängen beim Hören und es liegt einiges spielerisch und auch gesanglich im Argen!

Aber um etwas positives vorweg zu setzen …die Songs Desaster und Walk beside me fand ich ganz gut! Auch das Never-ending zeigt gute Ansätze.

Trash Metal wird erwartet, ein Mix aus allen möglichen Rock und Metalvarianten wird geboten.

Gesanglich, wie bei When all is tread, fehlt es an Zündung, ebenso wie bei Aged to Perfection, irgendwas fehlt.

Es klingt immer so nach Session im Übungsraum.

Selbst Songs im Midtempo verlaufen emotionslos ….! Der Funke will bei mir nicht überspringen.

Musikalisch kommt es mir auch so vor, als wenn die Jungs sich noch nicht einig sind, was wo hingehört.

Aus den Songs kann man mehr machen, damit auch Ohrwürmer dabei sind.

Ich wünsche es den Jungs!

geschrieben von Susanne Prokop

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Deus ex Vagina – The Driving Dead

The Zombies are back! Zurück von den Toten, aber äußerst lebendig klettern die Untoten aus den Gräbern und präsentieren ihre neue EP!

Mit dem Titelsong „ The Driving Dead“ jagt einem die charismatische Stimme einen wohligen Schauer über den Rücken.

Ein herrlicher Mix aus Black Metal und Sythie Pop ebnen den Weg, harte Gitarren, ein brillantes Drum, melodischen Parts, so geht es mit „Deathtrace“ weiter, es knallt ordentlich!

Undead Ponycar“ hat auch ruhige Parts, die einfach genial sind, abgerundet durch den weiblichen Background passiert immer etwas in den Songs.

Eine sehr gelungene EP! Man will auf jeden Fall mehr von Deus ex Vagina hören.

geschrieben von Susanne Prokop

Jetzt reinhören:
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Die Heart – Stay Heart

Als ich die Jungs vor dem ersten Anhören auf ihrer Facebookseite besucht habe, stand da unter Musikrichtung „Hardcore Punk“.

Okay ..also dann mal hören! Was auf der Scheibe geboten wird, ist allerdings ein wahrhaft gelungener Mix, sämtlicher Metal-, Hardrock-, und Hardcorestyles. Es passiert immer was, es wird nie langweilig!

Gesanglich und musikalisch ein rotzfreches Brett!

Authentisch und eindringlich die Botschaft, die auch ankommt. Ob bei „Roots“ oder „I hate you“, man kauft es ihnen ab.

All for one“ und „Beer and Ziggs“ sind grandios zum abfeiern und werden garantiert live die absoluten Granaten.

Mein Highlight, da ich ja auf so abgedrehte Dinger stehe, ist das „Jolie“, was für mich ein perfektes Lied ist! Ein Sahnebonbon! Ich werde nicht mehr darüber schreiben, denn das muss man hören und sich überraschen lassen! Es lohnt sich!

Stay heart „ist ein ausgefeiltes, abwechslungsreiches Album, auf den Punkt gespielt, jeder Musiker überzeugt! Man merkt, dass die Band sich einig ist und sie auf einem gemeinsamen Weg sind.

Abfeiern oder einfach nur zuhören, aber laut muss es sein!

geschrieben von Susanne Prokop

Homepage:     www.dieheart.de
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Youtube:     https://www.youtube.com/diehearthc
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Wanda Wulz – Polaris

Italienischer Wave …mit Pop und Jazz Elementen.

Eine richtig feine CD!

Punktuelle Perfektion aller Instrumente!

Mit einer Leichtigkeit gespielt, das Stille im Song nicht still ist und eine Fülle von Instrumenten niemals überladen wirkt.

Dazu der Sprechgesang oder sanfte Stimmfarbe von Ludovico Maggi, der sich wirklich ins Herz singt.

Und in italienisch klingt das natürlich auch herrlich beruhigend, aber auch aufregend ….ein Genuß für die Ohren.

Was in einem Moment anspruchslos klingt, wird im nächsten anspruchsvoll.

Es ist ein Album voller Gegensätze.

Ob Saxofon oder Keyboard, es ist einfach schön zu hören, was die Jungs da gezaubert haben. Mir hat auch das Drum sehr gut gefallen!

Das Lied Non Ritorna Piu`ist mein persönlicher Lieblingssong! Wer es etwas ruhiger und spiritueller mag, wird das Album lieben!

geschrieben von Susanne Prokop

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Eibon Records: http://www.eibonrecords.com/

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Saille – Gnosis

Ich muss zugeben, das ich mich auf diese CD gefreut habe. Belgischer Black Metal und die Scheibe lief …einmal, zweimal .. dreimal!

Und bei acht Liedern hatte ich permanent das Gefühl, es musikalisch schon mal bei Dimmu Borgir gehört zu haben. Das neunte Stück, Era Vulgaris, ..ist bei mir hängen geblieben.

Also von vorne! Musikalisch grandios, ein Feuerwerk, sehr gut gespielt, alles drin, alles dran …so soll Black Metal sein.

Aber beim Gesang fehlt mir was, der Ohrwurm Faktor. Die Harmonie, die das Lied zu meinem macht! Die Einzigartigkeit ….

Nicht das die Leistung fehlt, oder etwas schlecht ist, auf gar keinen Fall.

Mir fehlen die Emotionen, die das Lied zum Leben erwecken, die Geschichte die erzählt werden soll. Der Punkt, wo man noch mal zurück geht um den Song noch mal zu hören. Es bleibt nicht in meinem Ohr und das finde ich schade, denn eigentlich ist es eine sehr gute CD, und wer einfach nur Black Metal hören will, dem wird das wahrscheinlich auch gar nicht auffallen. Also anhören!

geschrieben von Susanne Prokop

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Website: www.saille.be

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Hryre – From Mortality to Infinity

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Was die drei Jungs, Rick Millington, Nathan Patchett und Gareth Hodgson als Debütalbum abgeliefert haben, kann man zu Recht als sehr gelungen bezeichnen.

Ein Black Metal Hammer, mit Progressiven und Folk Einflüssen, düster aber lebendig!

Nicht immer Vollgas, aber trotzdem eine ordentliche Portion Aggression dabei, die einem in die Ohren knallt!

Und es bleibt hängen!

Sehr gut umgesetzt, jedes Lied ist absolut hörenswert, mein Lieblingslied ist die Nr. 8 …die habe ich mir gleich fünfmal hintereinander angehört.

Rick Millington schafft es, zu singen und zu erzählen, man genießt und ist immer wieder überrascht, wie sich die Songs entwickeln. Es macht wirklich Spaß zuzuhören und sich mitreißen zu lassen.

Von dieser Band wird man sicherlich noch viel hören!

geschrieben von Susanne Prokop

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Razzmattazz – Diggin`for Gold

Yeah, der Titel paßt…… „Graben nach Gold“ dürfte zum Erfolg führen. Denn was die Hardrocker auf ihrem dritten Album abliefern ist pures Gold.

Hardrock der guten alten Art, volles Brett und mit Gute Laune Effekt feuern die Jungs in Manier von AC/DC und ZZ Top einen Knaller nach dem anderen raus.

Rock´n Roll, Blues Power.

Es geht vorwärts und man hat die Songs sofort im Kopf und kann mit gröhlen. Die Sommer- und Grillpartys sollten mit dieser Scheibe noch genialer werden.

12 Stücke die einem wirklich in den Hintern treten, eben die Ass- Kick Garantie, sie ist voll gegeben!

Frisch und fett der Titelsong „Diggin`for Gold, den Refrain singt man sofort mit!

Older than dirt“ ist etwas ruhiger, aber im AC/DC Style, rockt es mächtig!

Mit „Back to you“ ist eine schöne Rock Ballade gelungen, mein Top Song ist „Bad Girls Good Loving“ das geht vorwärts und hat ein richtiges Pfund.

Die Songs sind durchweg gut durchdacht und lassen den Hardrock aufleben und bieten Abwechslung und viel Spaß!

Das die Jungs mit Krokus, Doro und Avantasia auf der Bühne standen und auch im Radio schon zu hören waren, wissen Kenner der Band natürlich, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

Merkt Euch den Namen Razzmattazz und holt Euch das Album!

geschrieben von Susanne Prokop

Facebook: https://www.facebook.com/Razzmattazz.Rockband/?ref=page_internal

Website: https://www.razzmattazz.com/

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Zynic – Neon Oblivion

Ach, wie schön ist doch die Welt! Ein bisschen Synthiepop hat noch nie geschadet. Auch wenn man meinen könnte, dass gerade im Bereich der elektronischen Popmusik eigentlich kein Blumentopf mehr zu holen ist. Ist das Feld doch in den letzten zwanzig Jahren von zu vielen schlecht produzierten Acts kaputt gemacht worden. In dieser dunklen Zeit war es im Jahre 2011, als mit Zynic, dem Projekt um Peter Siemandel, endlich auch qualitativ das Licht wieder angeknipst wurde. Nicht nur durch das wunderbare Depeche Mode-Cover „Any second now“ hat Zynic schnell eine Duftmarke gesetzt.

Jetzt liegt mit „Neon Obvilion“ das bereits dritte Album von Zynic vor mir, und mein kleines Herz hüpft vor Freude durch die Wohnung. Schon das albumbetitelnde „Neon Obvilion“ schreit mich an, dass ich verdammt nochmal die Anlage lauter machen soll. Es wird das Rad nicht neu erfunden, aber Zynic haben schon beim ersten Track einen neuen Riemen auf die Orgel gelegt. Electropop im Jahre 2017 hat seine Berechtigung, und die mittlerweile vierte oder fünfte Generation ist endlich wieder imstande, gute Popmusik zu produzieren.

Dabei kommt es mir so vor, als wenn Zynic sich nicht zu sehr an den alten Helden bedienen. Es klingt frisch, auch wenn man immer wieder danach sucht, wo man diese Bassline oder das Synthie vielleicht schon einmal gehört haben könnte. Es klingt wie eine Platte, zu der man im Geiste schon tausend Nächte durch getanzt hat, obwohl man sie gar nicht kennt.

Während Zynic auf den ersten beiden Platten jeweils eine Coverversion (Any Second Now & Boys of summer) untergebracht hatte, hat er es dieses Mal anders gemacht. „Slice of life“ ist angelehnt an einen alten Anne Clark-Klassiker, wobei der auch ganz schnell wieder in dem Track versinkt. Es wabern DM-Samples durch den Raum, und ich bin überrascht, dass ich diesen Track fast nur mit guten alten Neuroticfish-Sachen vergleichen kann, als diese noch eine wichtige Hausnummer waren.

„Trümmer“ spricht da eine andere Sprache und ist in der heutigen Zeit aktueller als es uns lieb ist. Eine Anklage an die neue rechte Gesinnung, die leider mittlerweile wieder salonfähig wird. Das Leben ist halt nicht nur Party und Blitzlicht. Aber Zynic finden hier die richtige Ansprache irgendwo zwischen Kraftwerk und DAF.

Ich bin Synthiepopper, und Zynic zeigen auch warum. Der Glaube an gute Melodien und tanzbaren Tracks ist nicht verloren, und vielleicht bricht ja wirklich wieder eine Zeit guter Electropop- und Danceplatten an. Ich bin auf jeden Fall dabei.

geschrieben von Alf Urbschat

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Website: http://www.zynic.de

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NACHTGESCHREI “Tiefenrausch” – VÖ: 10.03.2017 (OBLIVION/SPV)

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Es gibt immer wieder Neues zu entdecken in der musikalischen Landschaft. So habe ich bis heute von der Frankfurter Band Nachtgeschrei keine Notiz genommen. Dabei ist die Band mittlerweile auch schon im zehnten Jahr aktiv und kann auf fünf respektable Alben stolz zurückblicken.

Mit „Tiefenrausch“ legen sie jetzt das sechste Album vor. Metalattitüden gepaart mit mittelalterlichen Melodien und deutschen Texten ergibt eine recht interessante Mischung. Dass hier keine Amateure mehr am Werk sind, wird mir auch bereits bei dem Opener „Tiefenrausch“ bewusst. Ich fühle mich ein wenig an die Zeiten erinnert, als TANZWUT noch gut und innovativ waren. Auch, wenn zu den Klängen die deutschen Texte ab und zu etwas sperrig klingen, hat „Tiefenrausch“ mich gleich abgeholt. Mehr davon bitte!

Eine Anlehnung an die sog. „Neue Deutsche Härte“ finde ich bei „Mal mich schwarz“, welches ich schon beim ersten Durchlauf zu meinem Albumhighlight auserkoren habe. Vor meinem Auge sitzt Sänger Martin LeMar in einem dunklen Kellerloch und versprüht seine Boshaftigkeiten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei Liveauftritten der Track zum Abfeiern einlädt.

Genau zu dem Moment, wo ich langsam beginne an den lauten Metalklängen das Interesse zu verlieren, drosseln Nachtgeschrei mit „Zurück“ das Tempo. Eine düstere, dunkle Ballade über eine verlassene Seele, die den Halt sucht und nicht findet.

Nachtgeschrei holen alles aus dieser Platte raus, was die Trickkiste mittelalterlichem Pathos zu bieten hat. Von den gekreuzten Klingen vor der Schlacht (Beste Feinde) bis zur ewigen Liebe und dem Heldentod (Ich verstumme). Die große Überraschung kommt dann für mich bei „1000 Tonnen Stahl“. Tendiere ich bei dem Stück dazu, dass hier Seemannstimmung herbei gerufen werden soll, nimmt das Stück für mich eine Wendung, die ich auf der gesamten Platte nicht erwartet habe. Die Crew reist über die Meere, um in der neuen Welt die mittelalterlichen Gewänder abzustreifen und den Cowboyhut aufzusetzen, um über die Prärie zu reiten. Ich staune nicht schlecht bei der Wendung, wobei Nachtgeschrei sich zum Finale auf ihre Kernkunst berufen. Dem mittelalterlichen Rock.

Stellenweise für mich fast schon zu viel des Guten. Aber sie verkaufen sich sehr gut, und auch wenn es nicht unbedingt mein Genre ist, habe ich mir die Platte mehrmals angehört und finde jedes Mal neue Ansätze bei einzelnen Stücken. Und gerade das macht die Platte dann für mich wieder interessant.

Besser als mit dem fast schon epischen „Laniakea“ könnte dann auch diese Platte kaum enden. Ein Finaltrack, bei dem dann doch bei mir Wehmut aufkommt, dass diese Platte nun doch schon beendet ist. Martin LeMar erklärt sich und seine Laster und Mythen. Von Schwermut zerfressen, um dann in den Schlussakkorden doch wieder an die Oberfläche gespült zu werden. Und doch gibt es eine Message, die wir immer wieder gerne zwischen den Zeilen rauslesen. Es gibt immer Licht am Ende des Tunnels, und jede Nacht endet in einem neuen Morgen.

geschrieben von Alf Urbschat

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Aenaon – Hypnosophy

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Sollte es für eine CD ein Schlagwort geben, dann dieses: „Anhören“!

Das ist Freude pur, für jeden, der Prog Metal liebt. Für mich eins der besten Alben, die ich in den letzten Monaten gehört habe ..steht mit auf Platz 1 meiner persönlichen Hitliste.

Von der griechischen Band gibt es schon zwei CDs, die schon auf meiner Liste stehen, die müssen gehört werden.

Das ist mal ein Überraschungsei …Hammerharter Metal gepaart mit Saxofon, dabei ein eigener Stil, der weit über Normal rausgeht …es passiert ständig etwas in den Liedern. Schöne ruhige Passagen sind dabei, dann wird gewechselt, wenn man anfängt zu hören, kann man nichts weiter tun, als zu lächeln ..weil es einfach nur genial ist! Ich bin begeistert!

Gesanglich wird natürlich „gebrüllt“, es ist böse, laut, aber trotzdem melodiös. Es wird erzählt und man hört zu, es ist faszinierend! Und plötzlich taucht ab und an auch eine Frauenstimme auf, die das Ganze noch aufpeppt!

Und man wird an Frank Zappa erinnert, finde ich. Doch … der hätte Spaß daran!

Ich werde mal die Band auflisten, damit man die Vielfalt der Instrumente sehen kann, die meisterhaft eingebaut werden.

Astrous- Vocals

Achilleas C. – guitar, bass, keyboard

Nycrit – drums, perc. bouzuki, sitar, oud & saz

Orestis- Saxofone

Anax – guitar

Und immer wenn man meint, „Das geht doch nicht“! … Doch! Es geht und es klingt und es ist der Hammer! Ein riesen Kompliment an Aenaon, ich bin Fan!

geschrieben von Susanne Prokop

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Fen – Winter

Der Albumtitel erscheint zunächst etwas trist. Aber sobald man die Scheibe laufenlässt, versteht man warum der Name passt!

Black Metal als Wintermärchen! Klingt vielleicht komisch, ist es aber nicht! Man taucht sofort ein, in ein metallisches Wintergemetzel mit Harmonie und Gefühl.

Es sind 6 Songs, die weit über 10 Minuten Spielzeit gehen, was ich persönlich ja liebe, so kann man sich austoben.

Und genau das machen die Jungs von Fen.

Wunderschöne ruhige melodische Passagen, die dann in ein Gewitter von brachialen Drums, Bass und Gitarren übergehen.

Ständig passiert etwas in den Liedern, es wird nie langweilig und was auffällt, das der Gesang im Hintergrund steht, tatsächlich dominiert die Gitarre durch das ganze Album.

Ein episches Werk, es macht Spaß es zu hören, Black Metal wie er sein soll!

geschrieben von Susanne Prokop

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Ashenspire – Speak not of the Laudanum Quandary

Avantgarde Metal …..die Pünktchen sind gewollt, denn das muss man erst einmal auf sich wirken lassen, bevor man Alasdair Dunn, Fraser Gordon, James Johnson und Petri Simonen loslegen lässt!

Vorweg ein Wort zu dieser Scheibe ….Grandios!

Alasdair Dunn nimmt einen mit auf die Reise, seelenvoll, verzweifelt, anklagend sein Sprechgesang, der komplett unter die Haut geht. Man kauft ihm die Geschichten ab, die er erzählt, mit einer Intensität, das man ein Wechselbad der Gefühle erlebt, Gänsehaut, oder auch mal einen Anflug von Trauer und Verzweiflung … sehr emotional.

Die Drums passen genau zur Stimmung des Liedes, schnell, aggressiv, kniffelig und dann wieder ruhig und flüssig, während die Bassline durchweg flüssig ist, was den Songs aber auch gut tut und keineswegs Kritik sein soll.

Ein absoluter Höhepunkt sind die Geigenpassagen, die den musikalischen Gegenpol zum erzählten Gefühlschaos bilden!

Dann wieder abwechselnd Klavier- oder Gitarrenparts, die die Emotionen hochkochen lassen. Der Gitarrensound ist prägnant, fordernd und passend. Das Klavier ist meisterhaft eingefügt und man horcht auf und schließt die Augen …..! Und lässt sich wieder treiben!

Mein persönliches Lieblingsstück ist Grievous Bodily Harmonies, obwohl alle Songs absolut hörenswert sind und auch im Herzen bleiben …diese CD wird für Fans dieser Musik ein absolutes Highlight werden.

Hinsetzen …genießen und sich mitreißen lassen!

geschrieben von Susanne Prokop

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Mono Inc. – Together Till The End

In den letzten Jahren habe ich Martin Engler und seine Mitstreiter von Mono Inc. in mein kleines Herz geschlossen. Wenn ich mich so durch ihren Backkatalog höre, finde ich keine einzige Platte, die mich enttäuscht hat, und ich rechne den vieren hoch an, dass sie sich auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch abgespielt haben. Wie sie das konditionell aushalten, ist mir ein Rätsel. Aber wenn man Mono Inc. schon mal live gesehen hat weiß man, dass sie Spaß an der Sache haben und immer wieder den Ehrgeiz verspüren, immer die beste Show zu spielen.

Nachdem es sie mit dem letzten, mittlerweile auch schon zwei Jahre alten Album „Terlingua“ in den wilden Westen verschlagen hatte, sind sie diesmal in See gestochen um gemeinsam die Weltmeere bis zum bitteren Ende zu bereisen. Dabei wirkt der Titel der neuen Platte mit „Together Till The End“ für mich etwas doppeldeutig. Zum einen als Treueschwur, zum anderen wie ein Abschied. Und dieser Faden zieht sich für mich durch das gesamte Album. Sie gehören zusammen und keiner ohne den anderen.

Der Opener „The Banks Of Eden“ beschwört den Seefahrergott herauf, und eine maritime Stimmung kommt schon auf, wenn Engler das Schiff durch den Sturm steuert. Mit viel Humor klingt es wie ein Seemannslied. Mono Inc. meets Santiago. Nur nicht so abgedroschen, sondern so wie Mono Inc. es am besten können. Sie erzählen eine Geschichte von Abschiedsschmerz, aber das Schiff muss hinaus in die See.

Das albumbetitelnde „Together till the end“ ist da schon mehr wieder der Engler, wie ich ihn kenne. Die Einheit wird beschworen. Der Mann hat eine Hand für gute Melodien und verpackt diese mit Hilfe seiner Mitstreiter in ein Stück, dass wir vielleicht schon mal gehört haben, aber trotzdem anders und neu sind. Düsterer wird es dagegen schon bei dem Stück „Boatman“. Ein Stück, das sich gleich beim ersten hören in mein Hirn gebrannt hat. Nicht nur, weil kein geringerer als Ronan Harris (VNV Nation) hier sein Debüt als Duettpartner gibt. Das Stück ist einfach ein Brett. Wie oft haben wir schon nach demjenigen gerufen, der uns weit weg von dem bringt, was wir nicht mehr ertragen können oder wollen. Das Stück bereitet mir eine eisige Gänsehaut, was dieses Mal gar nicht so unangenehm ist.

Ein weiteres Highlight auf der Platte ist mit Sicherheit „Children of the dark“. Hier haben Mono Inc gleich mehrere Gäste eingeladen. Martin Engler teilt sich den Gesang mit keinen geringeren als Joachim Witt, Tilo Wolff (Lacrimosa) und Chris Harms (Lord Of The Lost). Der Track hat das Zeug zur Hymne der dunklen Szene und so wird es auch gepusht. „Forever and a day“ ist ein weiteres Stück in dem Abschiedsschmerzpuzzle der Platte. Es ist ein kleiner Blick in den Spiegel, wo wir einsehen müssen, dass nicht alles wirklich immer so schön ist, da wir uns immer wieder selber ein Bein stellen. Den Refrain singt Engler hier zusammen mit Kata Mia, der Schlagzeugerin der Band. Warum bekommt sie eigentlich bei ihrem stimmlichen Können nicht mal einen Solotrack? Verdient hätte sie es schon so lange.

Abgeschlossen wird das Album durch das Stück „This is my life“, was ein bisschen für mich wie eine Erklärung ist für das, was in der nächsten Zukunft kommen wird. Engler beruft sich darauf, sein Leben zu leben und er steht dafür ein, was er macht. Bis zum Ende seines Lebens. Egal, wo der Ozean hinführen wird. Die Reise ist noch nicht zu Ende.

Was mir beim durchhören der Platte auffällt ist, dass Mono Inc. konsequent auf deutsche Texte verzichten. Ebenso sind die Texte zwar voller subtiler Aussagen, aber ohne persönlichen Bezug zu nehmen. Einen Gefühlsausbruch wie bei „An klaren Tagen“ gibt es dieses Mal nicht. Vielmehr besticht die Platte durch ihre Geschlossenheit in der Thematik des Seefahrers.

Als der Albumtitel bekannt gegeben wurde, klang alles nach Treueschwur und als das Cover veröffentlicht wurde, sah es aus, wie eine große Reise, die niemals enden könnte. Doch unlängst hat Martin Engler auf der vergangenen Tour angekündigt, dass Mono Inc. sich nach diesem Album und der folgenden Tour aus dem Rampenlicht zurückziehen wird. Ob für eine kurze Pause oder doch für immer bleibt abzuwarten.

geschrieben von Alf Urbschat

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KNIGHT$ – What’s your poison e.p.

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Ja, was soll ich sagen. Die Achtziger leben immer noch und sind nicht totzukriegen. Immer wieder gibt es Bands, die ihren Einfluss in dem Jahrzehnt der Schulterpolster suchen. Einige besser, andere eben nicht. Eine der für mich besten Bands, die in diesem Genre jagen, sind seit vielen Jahren Zoot Woman aus England. Aus Deutschland schwappte dieses Jahr Drangsal auf den Markt und versprach auch so einiges.

Jetzt gibt es aus England das nächste Achtziger-Ding. KNIGHT$ nennt sich die Formation und hat gerade die erste E.P. „What‘s Your Poison“ veröffentlicht. Ich bin überrascht, wie sehr sich KNIGHT$ an die Vorlagen aus Italopop und 80s-Disco doch halten.

Ich fühle mich schon fast genötigt, die vier Stücke ein weiteres Mal durchlaufen zu lassen, weil eine positive Stimmung erzeugt wird. Der Titeltrack geht ins Ohr und bleibt da auch wie ein lästiger Parasit hängen. Bei mir zumindest, bis ich zu dem Track „What we leave behind“ komme. Der Teufel liegt im Detail, und ich habe immer schon meine Favoriten auf B-Seiten und bei Bonustracks gefunden, die mich mehr begeistern als die eigentliche Single. Einziges Manko ist bei dem Stück, dass es mit zweieinhalb Minuten viel zu kurz ist. Hier hätte ich gerne eine gute alte Extended-Version auf mehrfarbigem Vinyl, die ich immer wieder drehen lassen würde.

Ein gutes Debüt, das aufhorchen lässt. Bleibt allerdings zu hoffen, dass KNIGHT$ auch langfristig so überzeugen können, ähnlich wie Zoot Woman, und immer wieder durch kleine Nuancen an den Reglern überraschen können.

KNIGHT$ ist derzeit in Deutschland als Support bei den Shows von Melotron auch live zu bewundern.

geschrieben von Alf Urbschat

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Eisfabrik – Achtzehnhundertunderfroren

Als ich das erste Mal von Eisfabrik gehört habe, hatte ich befürchtet, dass es sich wieder einmal um ein Projekt ohne lange Halbwertzeit handelt. Aber schon das erste Album „Eisplanet“ (2015) hat mich positiv überrascht. Die gemeinsame Tour mit Mono Inc. lief für das Trio auch recht erfolgreich. So ist es kein Wunder, dass Eisfabrik jetzt bereits mit dem zweiten Album „Achtzehnhundertunderfroren“ nachlegen.

Die Platte macht im Großen und Ganzen da weiter, wo „Eisplanet“ an seine Grenzen gestoßen ist und geht noch ein großes Stück weiter. Treibende Beats, grandiose Melodien und so ziemlich jedes Stück auf der Platte ein potenzieller Floorfiller. Schon der hymnenhafte Opener „The Coldest Summer“ lädt auf eine Reise in die kalten Regionen der Erde ein und lässt das Eis schnell schmelzen. Und es geht so auch weiter. Die drei Jungs von Eisplanet haben ihr Handwerk gelernt und die Maschinen fest im Griff. Die Platte auf Zimmerlautstärke zu drehen grenzt an ein Verbrechen. „A Murdered Love“ lässt sich fast mit nichts szeneähnlichem vergleichen. Futurepop oder doch Hardfloor-EBM? Das Weiß ist das neue Schwarz.

Aber Eisfabrik können nicht nur laut und hart wie Väterchen Frost sein. Electro und deutsche Texte können schnell peinlich wirken. Die beiden Stücke „Zu den Sternen“ und „Die letzte Seefahrt“ zeugen von dem Können, nicht nur gute Musik, sondern gute Texte zu kreieren und beides so zu kombinieren, dass es Ohrwurmcharakter hat. „Zu den Sternen“ ist eine Liebesbotschaft eines einsamen Kämpfers, der sehnsüchtig nach seinem Herzmenschen sucht.

„Die letzte Seefahrt“, der Track mit dem das Album endet, hat was von Abschied vom Leben. Den Tod vor den Augen. Besser kann so eine vielfältige Platte kaum enden. Das Tempo wird gedrosselt, bevor sich Eisfabrik wieder auf die Reise machen.

Wohin wird die Reise gehen? Eisfabrik haben mit „Achzehnhundertunderfroren“ bewiesen, dass sie keine Eintagsfliege in der Electroszene sein werden, sondern dass die nächste Generation der Bands, auf die man sich freuen kann, bereits in den Startlöchern steht. Live sind Eisfabrik nicht weniger faszinierend als auf Platte. Da kann es dann schon mal sein, dass ein Yeti auf der Bühne tanzt, ein Roboter seinen Auftritt genießt, und dass es schneit. Die Jungs lassen sich was einfallen. Von daher kann man sich auf die anstehende Club-Tour Anfang 2017 schon jetzt freuen.

geschrieben von Alf Urbschat

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Mesh – Looking Skyward

Mesh scheinen auch im Jahre 2016 immer eine sichere Bank zu sein, was feinbekömmliche Klänge für den Nicht-Mainstreammarkt ist. Wie haben sie es immer geschafft, nicht in der Masse unterzugehen oder gar zu Mainstream-Stars zu werden. Wobei ihre Musik letzteres eigentlich schon fast voraussetzt. Poppiger kann Musik für die dunkle Szene eigentlich kaum klingen. Wobei Mesh eigentlich ja gar nichts dafür können, dass sie in der Szene so gerne gesehen werden, wie Frau Sommer aus der Jacobs-Werbung. Wo Mesh drauf steht ist qualitativ Hochwertiges drin.

So jetzt auch, mal wieder, bei der neuen Platte „Looking Skyward“ die es mir dann doch nicht ganz so leicht macht, wie die letzten Alben. Auf der Platte sind wirklich beeindruckende Stücke, wie die Ballade „Tactile“ oder auch „The Traps We Made“. Jedes Stück an sich eine Perle. Kaum fängt die Platte an sich zu drehen, braucht es maximal 10 Sekunden von „My Protector“ und man weiß, wer da am Werk ist.

Zwar heißt es immer wieder, „never change a winning team“ aber leider ist es bei Mesh jetzt wirklich an der Zeit, sich zu neuen Ufern aufzumachen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Olaf Wollschläger will ich ja nicht runterreden, aber wenn ich weiter in die Platte einsteige, vergesse ich doch glatt, welche von den letzten Mesh-Alben ich doch gerade aufgelegt habe. Wollschlägers Einheitsbrei in Puncto Mesh wirkt sich für mich dann doch langsam negativ für die Band aus. Mesh setzen keine Akzente mehr. Im Gegensatz zu solchen innovativen Alben wie „The Point witch will fall us apart“ oder „Who watches over me“.

Schade eigentlich, da die Kompositionen für mich wirklich Hitpotenzial haben. Aber in der Summe leider nicht so, wie ich es mir erhofft habe. Trotz allem prophezeie ich Mark und Richard viel Erfolg mit der Platte. Gerade auch weil es mit Sicherheit nicht einfach ist, einen würdigen Nachfolger für das 2013er „Automation Baby“ in die Welt freizulassen. In der Summe haben sie das Klassenziel zwar erreicht, allerdings ohne einen süßen langanhaltenden Nachgeschmack zu verursachen.

Es bleibt aber zu erwarten, dass Mesh die Defizite der neuen Platte auf den kommenden Konzerten im September/Oktober locker wieder gut machen. Denn Livepotenzial haben die Stücke auf jeden Fall. Mit Schlagzeug und Gitarre werden sie den Stücken noch mehr Leben einhauchen. Bestimmt!

geschrieben von Alf Urbschat

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KMFDM – Rocks Milestones Reloaded

Sie sind einfach klasse. Seit 1984 mischen sie bereits mit und man kann sie ohne Scham in einem Atemzug mit Nine Inch Nails nennen. Als deutsches Projekt haben sie besonders in den USA ihren Markt erfolgreich gefunden. Doch maßen tauglich sind KMFDM trotzdem nicht.

Jetzt liegt KMFDM mit „Rocks“ eine persönliche „Best Of“ vor, die einen Streifzug durch die Bandgeschichte darstellt. Remixed, remastert, neu eingespielt und auf den aktuellen Stand gebracht. Einige Stücke kenne ich noch von früher. Da ich aber schon in den 90ern bei KMFDM ausgestiegen bin (warum eigentlich?) ist auch einiges neu für mich.

Gleich beim ersten Durchlauf ist mir z.B. „Light“ wieder aufgefallen. Ich nicke im Takt und drehe langsam aber sicher die Lautstärke nach oben. Abfeiern zu der Mischung aus Industrial, EBM und Metal ist die Devise. „Sun of a gun“ macht da auch gleich weiter. Es macht Spaß, sich abseits des Mainstream-Einheitsbreis mal wieder aus zu toben.

Amnesia“ ist für mich, ist es doch eines der neueren Stücke, noch völlig unbekannt. Ein bißchen Garbage mit einer Prise „Sisters of Mercy“, wenn es die wirklich noch geben würde. Klingt interessant, aber ich stehe dann doch eher auf die älteren Stücke. Wobei „Amnesia“ gemischt von Marco Trentacoste auch seinen Reiz versprüht.

Worüber ich mich freue, ist das auch „Sucks“ seinen Platz auf der Sammlung der besten Stücke gefunden hat. Bereits damals schon eins meiner absoluten Favoriten von KMFDM.

Aber für wen ist die Compilation jetzt eigentlich interessant? KMFDM werden heute nicht mehr viele neue Fans dazu gewinnen. Wer sie schon kennt, beweist Klasse. „Rocks“ ist für die Fans sehr interessant, wie ich finde. Die Platte läuft verdammt gut durch und macht Appetit auf 2017. Dann soll es ein neues KMFDM-Album geben. Ich kann es kaum erwarten!!!

geschrieben von Alf Urbschat

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Beyond Obsession – Moments of Truth

Es ist als Newcomer schon eine schwere Last. Das erste Album, oh wie toll und aufregend. Das zweite Album mit der großen Angst, ob man irgendwie an das Debut heran kommt. Der große Befreiungsschlag kommt dann meist mit der dritten Platte. Hier kann man die gemachten musikalischen Erfahrungen einfließen lassen und reflektieren, was man vielleicht bei den beiden Vorgängern besser gemacht hätte.

Zum großen hörbaren Befreiungsschlag haben Beyond Obsession jetzt mit „Moments of Truth“ haben sie sich qualitativ positioniert. Eine Lücke mit Einflüssen von OMD bis Howard Jones ausgefüllt, ohne noch irgendwie kopiert zu klingen. Bereits der Opener „Louder“ trägt seinen Namen zu Recht. Ich bin überrascht von der professionellen Energie, von den beiden ausgeht. Eine sehr schöne Melodie und wie ich zugeben muss, keine Stimme mehr von Sänger Nils, die mir gleich auf die Nerven geht, weil er mir in die Ohren plärrt. Er hat an sich gearbeitet. Davon gehe ich aus, da er auch bei „Weight of Words“, meinem ersten Lieblingstrack auf der Platte, seine Stimme besser benutzt als auf den ersten beiden Alben zusammen.

Ich weiß nicht, was Beyond Obsession gemacht haben, nachdem sie vom Trio zum Duo geschrumpft sind, aber es hat ihnen gut getan. Wer sich die Komposition von „Moment of truth“ anhört, weiß gar nicht recht, wo er jetzt befindet. Im Jahre 2016 oder Irgendwo in den 80ern. Der Track weckt nostalgische Gefühle irgendwo bei Erasure oder OMD. Es ist eine Perle auf der Platte. Die Einfachheit, ihrer Frühwerke sind Vielschichtigkeiten in den einzelnen Tracks gewichen. Fein gemacht.

Und sie verstellen sich nicht auf „Moments of Truth“. Beyond Obsession können noch so die weißen Martens schnüren. Es sind nette Kerle, die eine Schwäche für Synthiepop haben. Und das ist gut so, da man, wenn ich ehrlich bin, Sänger Nils auch den Bad Boy nicht abnehmen würde.

Dafür können sie aber Drama. „Memories Fade“ ist so ein Track. Ein weiterer Track, wo mir auffällt, dass Beyond Obsession weiter gegangen sind. Ein Saxophon hätte ich jetzt nicht erwartet. Das Stück ist in meinen Augen musikalisch sehr anspruchsvoll und zählt zu meinen Favoriten. Wenn verabschiedet Nils in dem Stück? Einen imaginären Freund oder vielleicht doch den abhanden gekommenen dritten Mann, der die beiden musikalisch vielleicht ausgebremst hatte? Wer weiß es schon so genau. Beyond Obsession haben sich wahrlich frei geschwommen und den Grundstein einer interessanten Karriere gelegt. Musik für den Homo- und Heteroerotischen Dancefloor zu gleichen Anteilen. Mehr davon, bitte danke!

geschrieben von Alf Urbschat

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Assemblage 23 – Endure

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Ach eigentlich ist es doch egal was Tom Shear macht. Bereits seit dem zweiten Assemblage 23-Album „Failure“ (2001) fresse ich ihm nahezu aus der Hand, was seine Veröffentlichungen angeht. Assemblage 23 klingen zwar jetzt neben VNV Nation oder Covenant nicht einzigartig aber der typische Style begeistert mich immer wieder. Und auch nach Jahren hole ich immer ganz gerne eine A23-CD raus und lege sie ein. Unterhaltung ist garantiert.

Und auch bei „Endure“ ist es nicht anders. Es ist wie eine Art nach Hause kommen. Vom ersten Moment fühle ich mich wohl mit der Platte. Tom Shear hat seine eigene Richtung gefunden und hebt sich immer wieder von den anderen Bands ab.

Ein besonderes Schmankerl ist die Electro-Hymne „Bravery“. Einer der besten Tracks, die Shear in all den Jahren produziert hat. Glücksgefühle hüpfen durch meinen Bauch, auch wenn hier eine gewisse Nähe zu VNV Nation nicht zu leugnen ist. Aber das geht okay.

Was mich aber immer wieder erfreut ist, wenn die A23-Tracks langsamer werden. Schon bei „Call the Dawn“ wird das Tempo gedrosselt und jetzt zeigt sich besonders die Affinität zu guten Melodien und Stimmungen bei Tom Shear. Leider geht er auf „Endure“ nicht ganz so weit, wie ich es mir erhofft habe.

Langsam ist es auch für Assemblage 23 an der Zeit, kommerziell mehr Erfolg ein zu fahren. Nach dieser Platte sowieso. Und Tom Shear arbeitet hart daran. Diverse Livetermine zeigen, dass Assemblage 23 auch live nicht zu verachten sind. Ich habe sie bisher leider nur einmal live sehen können. Aber ich hoffe, dass sich die Möglichkeit bald wieder ergibt.

geschrieben von Alf Urbschat

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