Rezensionen

 

Review – Solitary Experiments – Future Tense
Release: 26.10.2018

Seit 1994 existiert die Band Solitary Experiments schon und auch nach fast einem viertel Jahrhundert hat man sich noch nicht sattgehört. Mit „Future Tense“ zeigen Solitary Experiments wiedereinmal was sie können und das sie es gut können.
Der Opener ist das Instrumental „A Countdown“, mit ruhigen Tönen spielt sich dieses Album direkt am Beginn in unser Ohr und geht auch so schnell nicht mehr raus.

Der erste Track mit der unvergleichlichen Stimme von Dennis Schober ist „Every Time“, welcher stark den Ton des gesamten Albums anzugeben scheint: Future Pop in Reinform. Rhythmen, die ins Ohr gehen. Beats, die zum Tanzen animieren, dem gekonnten Einsatz des Synthesizer und Lyrics die einen lange verfolgen und im besten Fall sprachlos zurücklassen.

Mit einem schnellen und zum Tanzen animierenden Rhythmus kommt Track Nummer Vier um die Ecke und lässt einen definitiv nicht ruhig sitzen. Doch das ist nicht das einzige was „Crash & Burn“ bietet, denn einen Teil der Lyrics übernimmt Tea F. Thimé (Ashbury Heights). Thimé und Schober zaubern mit ihren unverkennbaren Stimmen, einem schnellen Rhythmus und guten Lyrics ein Duett, welches eines der größten Highlights auf dem Album darstellt.

Der sechste Track „Shelter“ kommt um einiges ruhiger und nachdenklicher daher und ist ganz das Highlight von „Future Tense“, mit sanften Beats und der über Allem schwebenden Stimme des Sängers wird hier gezeigt welches Spektrum Solitary Experiments hat. Direkt darauf folgt „Die Zukunft“, der einzig komplett deutsche Song auf dem Album, welcher sehr an die Arbeit von „Wolfsheim“ erinnert.
„The Struggle“ als zehnter Track von „Future Tense“ überrascht. Der zum Großteil englische Song versprüht eine Art Erdung, welche in diesem Genre eher seltener zu finden ist. Reduziert auf die wichtigsten Elemente des Stils; bringt er einem noch einmal nahe wie es in den 90ern Jahren war,als das Genre das Licht der Welt erblickte.
Mit dem Closer des Albums, Track Nummer Zwölf „Phoenix“, wird das Gesamtwerk stimmig abgerundet. Wieder etwas langsamer verbindet „Phoenix“ noch einmal das Können der Band, Stimme und Melodie und lässt einen zufrieden zurück, aber definitiv mit Lust auf mehr.

Bonus CD: Remixe

Als Bonus gibt es eine Remix-CD. Auf dieser finden sich große Namen wie Empirion, L’Ame Immortelle und Mono Inc.. Nur letztere konnten mich voll und ganz mit ihrem Konzept überzeugen, das ist aber reine Geschmackssache, wer ein Befürworter der Remix-Kultur ist bekommt definitiv mit der zweiten CD ein großes Geschenk. Wohingegen Hörerinnen und Hörer, welche kein Fan der Remix-Kultur sind, hier keinen Mehrwert des Albums erkennen können.

Zudem gibt es noch vier extra Songs, und zwar nur Coverversionen. Darunter „Kein Zurück“ von Wolfsheim. Heppners Text aus dem Mund von Schober, kombiniert mit dem typischen Solitary Experiments Stil ist definitiv mein persönliches Highlight unter diesen vier Songs. Es ist kein simples Cover, sondern Solitary Experiments bringt einen der größten Hits von Wolfsheim auf ein komplett neues Level.

Fazit: Solitary Experiments bringen mit ihrem siebten Studioalbum ein gelungenes Werk heraus. Stimmige Beats, gute Rythmen, gekonnter Einsatz des Synthesizer und tolle Lyrics. Facettenreich schafft Solitary Experiments ein Album, das ihre ganze Bandbreite an Können zeigt und uns schon Freude auf Studioalbum Nummer 8 macht.

geschrieben von: Daniel Schneider

Tracklist:

CD1: Future tense

01. A Countdown
02. Every Time
03. Achromatic
04. Crash & Burn
05. Brace Yourself!
06. Shelter
07. Die Zukunft
08. Sanctuary
09. I Am
10. The Struggle
11. Double Dealer
12. Phoenix

CD2: Simple Present

01. The Struggle (ES23 RMX)
02. Achromatic (Mental Discipline RMX)
03. Double Dealer (Empirion RMX)
04. I Am (Binary Park RMX)
05. Brace Yourself! (FREUNDE DER TECHNIK RMX)
06. Shelter (Mono Inc. RMX)
07. Every Time (People Theatre RMX)
08. Achromatic (Rob Dust RMX)
09. Die Zukunft (L’âme Immortelle RMX)
10. Crash & Burn (Beborn Beton RMX)
11. Double Dealer (Paul Parra RMX)
12. Sanctuary (Hartung & Schleinitz RMX)
13. Phoenix (Uniik RMX)

Bonus:
01. Pale Shelter

02. Ballet Dancer

03. Kein Zurück

04. Nobodies Diary

Besetzung: Dennis Schober, Michael Thielemann, Markus Schmidt, Frank Glaßl


Solitary Experiments auf Facebook: https://www.facebook.com/solitaryexperiments

Band Website: https://www.solitaryexperiments.de/

Label: https://www.outofline.de/

 

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Drei Jahre mussten die Fans von Solar Fake auf ein neues Werk der Band warten. Doch es hat sich gelohnt. „You Win. Who Cares?“ ist das fünfte Studioalbum der Jungs um Mastermind Sven Friedrich und es ist ein großartiges Album geworden. Eines das in 11 Liedern zum Tanzen einlädt, einen nachdenklich und traurig stimmt und im nächsten Augenblick wieder so viel Energie freisetzt, dass man nicht anders kann als laut mitzusingen.

Eröffnet wird „You Win. Who Cares?“ mit dem Stück „Sick of You“, welches bereits als Single mit dazugehörigem Video veröffentlicht wurde. Es verdeutlicht, wie gekünstelt und verstellt sich viele Menschen in der Zeit der sozialen Medien geben, verpackt in treibenden Beats und schönen Synthesizer-Sounds.

Invisible“ ist ein wunderschönes Lied, welches mich selbst zum Nachdenken bringt, denn manchmal wünscht sich wohl jeder einfach unsichtbar zu werden. Gesang und Sound spielen sehr gut zusammen und laden den Hörer ein, in die Atmosphäre des Songs einzutreten.

Ein absoluter Ohrwurm ist „The Pain That Kills You Too“. Es ist ein eher ruhiges Stück, dass einen trotzdem voll mitnimmt, hinterlegt mit ruhigen Synthesizern und einer Melodie, die zumindest mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Zum Tanzen lädt neben „A Bullet Left For You“ auch „I Don’t Fight Back“ ein. Mit starken Beats, verzerrter Stimme und gekonnt eingesetztem Elektro-Sound macht dieses Lied einfach Spaß, auch wenn es vom Text her eher ein ernstes Stück ist.

What If There’s Nothing“ bildet einen ruhigen und getragenen Abschluss des neuen Werkes. Svens Stimme wird unter anderem von sanften Pianoklängen getragen und verbreitet ein Gefühl von Abschied. Aber natürlich nur für dieses Album.

geschrieben von Antje

Facebook: https://www.facebook.com/SolarFake/

Website: https://www.solarfake.de

Label: Out of Line

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TiktAAlik – Tiktaalik

Das estnisch/deutsch Duo hat mit seinem gleichnamigen Debutalbum in 12 Songs ein wunderbares Werk zum entschleunigen geschaffen. Sie selbst bezeichnen ihren Musikstil als eine Mischung aus Triphop und Elektrosound. Layns reine und wundervolle Stimme fügt sich sehr schön in die hier einmal anders eingesetzten Synthesizer ein. Beides zusammen erschafft eine äußerst erholsame Stimmung.

Bereits das Intro „Honey“ hat etwas von einer erholsamen Meditation. Es gibt einen guten Ausblick auf das gesamte Album.

Child’s Voice“ haben die Künstler mit einem leichten Kratzen hinterlegt, wie man es bei alten Schallplatten hören kann. Dazu gibt es leichte Klavierklänge und sanfte Synths, sowie Layns glockenreine Stimme.

Nicht ganz so ruhig ist „He Won’t Come“. Die Stimme wurde hier teilweise etwas atonal eingesetzt und die Begleitmusik ist im Vergleich zu den anderen Songs fast schon aufgeregt und blechern. Den Refrain kann man sich gut merken, denn er besteht hauptsächlich aus den drei Worten des Titels.

Bei „Higher Hopes“ hat sich die Aufregung schon wieder gelegt und es gibt Layns ruhige und sanfte Stimme im Einklang mit Violinen und sanften Rhythmen. Wenn man hier die Augen schließt, findet man sich gedanklich in einem sonnigen Garten wieder, in dem langsam die ersten Blätter von den Bäumen fallen.

Den Ausklang aus diesem Album läutet „Going Nowhere“ ein. Es ist ein sanftes Stück, dass einen durchaus noch ein bisschen zum Verweilen einlädt. Die Zwischenpassage ist allerdings so ruhig, dass man meint, das Stück wäre bereits zu Ende, bevor es noch ein bisschen weitergeht.

Dieses Album entlässt einen genauso entspannt, wie es einem einen ruhigen Empfang bereitet. Ich finde es sehr erholsam zu hören, denn es nimmt die Hektik aus dem Alltag, die einen so häufig begleitet.

geschrieben von Antje

Website: www.tiktaalik.info 
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FEWJAR „Gamma“ 

 

Lounge meets Party. So kann man den Sound der Berliner Jungs wohl am ehesten beschreiben. Mit ihrem neuen Album Gamma haben Fewjar ein ganz anders Hörvergnügen geschaffen. Sie schlagen in den acht Songs eher ruhige Töne an, die gemischt mit Blasinstrumenten einen zum Teil fast jazzigen Einschlag haben.

Gamma“, Namensgeber des Albums, beginnt langsam mit ruhigen Synthies und wohldosierten Drums. Der Refrain allerdings geht gut ins Ohr und ist einprägsam. Zu diesem Song gibt es übrigens auch ein interessantes Video.

Ein aufgewecktes Stück ist „Structured“, welches mit zwei Stimmen und einer überraschenden Rap-Passage für Abwechslung sorgt. Sirenensounds und Trompeten spielen hier ebenfalls erstaunlich gut zusammen.

(This is Not) Worth it“ kommt wieder sehr ruhig daher und ist eine Art Duett. Schön eingesetzte Bläser und Alltagsgeräusche schaffen ein Gefühl, dass einen in einen alten Ganovenfilm versetzt.

Schwungvoll und doch ohne viele aufdringliche Instrumente bildet „Treasure“ das letzte Stück auf der Platte. Es wird abrupt unterbrochen, so dass man der Meinung ist, das Lied wäre zu Ende; geht dann aber langsam noch einige Minuten weiter und sorgt dafür, dass dieses Album ruhig ausklingt.

Fewjar haben ihren ganz eigenen Sound gefunden, der ihnen wirklich gut steht und trotz ruhiger Lieder durch einen interessanten Instrumentenmix nicht langweilig wird.

geschrieben von Antje

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Dead Leaf Echo – Beyond Desire – Rezension

 

Nach dem ersten Album des Künstlerkollektives aus Brooklyn im Jahr 2013, war es erst einmal ruhig um die Amerikaner. Aber am 13.10.2017 legten sie mit ihrem neuen Werk „Beyond Desire“ nach und führen ihre Hörer in 10 Songs geradewegs zurück in die 80er Jahre. Mit Echos, verzerrten Stimmen und reichlich Synthies ist alles vertreten, was das Retro-Herz begehrt. Vom Sound her erinnert das Werk an The Cure in einer relativ ruhigen Variante, gemischt mit etwas, dass man nicht richtig erfassen kann.

Los geht das Album mit „Desire“ einem kurzem Intro, welches direkt überleitet zum ersten Song „Temple“. Dieses Stück erinnert wirklich sehr stark an die Band um Robert Smith, mit einer weiblichen Stimme im Background. Fortschreitend nimmt der Song an Tempo zu und hat zum Schluss hin einen fast außerirdischen Sound.

Eine recht eingängige Melodie hat „Lemonheart“. Umgeben von teils unruhigen, teils ruhigen Elementen der Synthesizer hat dieses Stück eine ganz eigene Dynamik. Für die Verhältnisse von Dead Leaf Echo ist dieser Song mit seinen ca. 3 Minuten ein eher kurzes Stück.

Das Titelstück „Beyond Desire“ ist langsam und tragend. Die Stimme von Ana B. haucht dem Lied neben Sänger LG Galleon Leben ein. Zwischendrin ertönt ein Geräusch, welches an „Game Over“ erinnert, bevor der Sound wieder an Fahrt aufnimmt.

It’s Starting to Happen“ bildet einen stiltreuen Abschluss des Albums. In den knapp acht Minuten hat man das Gefühl in den Weltraum getragen zu werden, verwickelt in eine Art geordnetes Chaos, welches ab und an von ruhigen Passagen unterbrochen wird.

Alles in Allem ist das neue Werk von Dead Leaf Echo etwas für die Nostalgiker unter uns, die den Sound der 80er Jahre suchen und lieben. Das Album ist aus einem Guss und viele Songs gehen weit über die normale radiotaugliche Länge hinaus. Für meinen Geschmack könnte es jedoch etwas mehr stimmliche und musikalische Abwechslung vertragen.

geschrieben von Antje

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Cover

Lords of Acid – Pretty in Kink

Bereits seit 1988 sorgen Lords of Acid für Aufruhr in der Musikwelt. Mit den eindeutig sexuellen Anspielungen in ihren Texten und ihrem Techno lastigen Sound sorgen sie immer wieder für Gesprächsstoff. Am 29. Juni 2018 haben sie mit „Pretty in Kink“ nachgelegt und geben uns mit der Unterstützung ihrer neuen Sängerin Marieke 12 frische Songs auf die Ohren.

Mit „Break me“ haben Lords of Acid einen kraftvollen Start für das Album geschaffen. Die Synthesizer gehen gut voran und Marieke zeigt hier gleich welche Bandbreite ihre Stimme hat.

Sexcam Girl“ beweist Stiltreue zum bevorzugten Thema der Band und verschafft dem Zuhörer durchaus ein lebendiges Kopfkino, in dem sich eine knapp bekleidete Dame vor einer Kamera räkelt.

Eine etwas seltsame Mischung hat der Song „Goldfinger“. Er besteht aus Teilen, die klingen wie aus den 50er Jahren, in denen Marieke ihren Gesang langsam und tragend vorträgt und Techno-Sounds mit stampfenden Beats und verzerrter Stimme. Etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus schön.

What the Fuck“ hat ebenfalls einen speziellen Sound. Mit dem Sprechgesang von Mastermind Praga Khan hat er einen Touch der 90er Jahre. Somit bricht er aus dem restlichen Konzept des Albums ein wenig aus.

Sozusagen den letzten Glockenschlag bildet „We are the Freaks“. Er beginnt mit Glockengeläut und Gewitter und einer insgesamt düsteren Atmosphäre. Das i-Tüpfelchen bildet hier der spanische Text der Strophen.

Insgesamt ist das Album sehr gelungen und außergewöhnlich. Der Techno-Sound verleitet einen automatisch zum mitwippen. Es sind 12 Songs, die auf jeden Fall im Ohr bleiben.

geschrieben von Antje Montag

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Ash Code – Perspektive

Auch in Italien ist der Synthie-Pop und Post Punk immer noch zu Hause, das machen Ash Code hinlänglich klar. Mit „Perspektive“ veröffentlichten die Bellucci-Brüder zusammen mit Claudia Nottebella am 18. Mai 2018 bereits ihren dritten Longplayer. Ihrem Stil und dem unüberhörbaren Einfluss der Darkwave und Post Punk Szene der 80er Jahre, sind sie in jedem Falle auch bei ihrem neuen Werk treu geblieben, was sie in 11 Songs und sechs Remixen eindrucksvoll zur Schau stellen.

Glow“ bietet hierbei einen sehr guten Einstieg und ist absolut richtungsweisend für das ganze Album. Es ziehen sich klare Synthesizer durch das Lied und der Gesang ist leicht verzerrt und angenehm, ganz im Sinne ihrer Vorbilder wie etwa She Past Away.

Auch „Betrayed“ ist ein stilgetreues Stück, ruhig gehalten und mit einem leicht zu merkenden Refrain. Dafür, dass es in dem Song um Betrug geht, wirkt der Gesang allerdings schon fast zu ruhig. Etwas, was man sich in solchen Situationen für sich selbst eigentlich nur wünschen kann.

Der Titelsong „Perspektive“ kommt mit einem deutschen Text daher, was schön ist und mit dem italienischen Akzent fast schon niedlich klingt. Für mich wirken einige Passagen in diesem Song ein wenig atonal, was aber wohl von der Perspektive des Zuhörers abhängt und sicherlich gewollt ist. Unterstützt werden Ash Code hier gesanglich von Luca Gillian.

Die Stimme von Claudia kommt bei „Rivers“ gut zur Geltung. Teilweise sind die Vocals hier eher Sprechgesang, was sich aber gut in das Soundgerüst aus Synthesizern und Basslinien einfügt. Dieser Song lädt durchaus zum Tanzen ein.

Lie“ bildet einen ruhigen Abschluss des Albums mit einem langen instrumentalen Intro und insgesamt nur wenig Gesang.

Alles in Allem ist „Perspektive“ ein gelungenes, wenn auch recht ruhiges Album geworden. Für Liebhaber des Post Punk und Darkwave à la She Past Away oder Clan of Xymox ist es auf jeden Fall eine gute Idee hier einmal ein Ohr zu riskieren. Ich selbst finde, dass die Drei gerne etwas mehr Individualität und eigenen Stil einfließen lassen können.

geschrieben von Antje Montag

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Florian Grey – Ritus – Rezension

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Wer auf den guten alten Gothic-Rock steht, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Die 2013 gegründete Band rund um den Hamburger Mastermind Florian Grey legt mit „Ritus“ ein wirklich gutes Zweitwerk vor.

Ritus“ wurde am 18.05.2018 veröffentlicht. Aus dem Album wurden mit „My Babylon“, „Until we go down“ und dem jüngst erschienenen „Relief“ bereits einige Singles ausgekoppelt.

Den Reigen eröffnet der Titel „Bluecifer“. Er ist ein schwungvoller Einstieg in das Werk, welches einen sofort packt, was zu großen Teilen sicher auch an dem beeindruckenden Bariton von Florian Grey liegt.

Until we go down“ macht schnell klar, warum dieser Song als Single ausgewählt wurde, denn Stimme und Soundgerüst passen hier einfach perfekt zusammen. Das Musikvideo hierzu untermalt außerdem sehr schön die transportierte hoffnungslose Stimmung.

Ein sehr eingängiges und wunderbar wehmütiges Stück ist „Bereft“. Auf einen ruhigen Anfang folgen kraftvolle Gitarren und wieder ruhigere Zwischenpassagen, abgerundet von der ruhigen und tiefen Stimme.

Bei „Glimmer“ findet ein kleiner Stilmix statt. Es lassen sich hier kurze Sprachpassagen finden, die aber gut in das Lied hineinpassen. Das Stück erzählt von all den Erfahrungen, die man im Leben so machen muss.

Die jüngste Singleauskopplung „Relief“ fügt sich als schneller kraftvoller Titel ebenfalls perfekt in das Album ein.

Einer meiner Favoriten ist der Song „A cold days night“. Es ist ein sehr ruhiges Stück, in dem die Stimme von Florian Grey klar im Vordergrund steht. Die längeren Instrumentalstücke prägen das Lied auf ihre Weise und vermitteln das Gefühl von einem kalten Herbstabend, an dem man sich irgendwie verloren fühlt.

Den Abschluss des Albums bildet das sieben minütige Stück „Catharsis“. Ein Lied, welches die Zeit voll ausnutzt um sich langsam zu entfalten. Der Gesang setzt hier erst spät ein und ist dann gewohnt aussagekräftig. Mit geisterhaften Klängen, wie ein kalter Windhauch, lassen sie das Werk ausklingen.

Für mich ist „Ritus“ seit langem eins der besten Gothic-Rock Alben, mit 12 Songs von denen es keinen gibt, der mir nicht gefällt. Ich bin gespannt darauf mehr von Florian Grey zu hören.

geschrieben von Antje Montag

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Second Version – Am Ende bleiben wir

Ruhig war es um die Magdeburger Jungs von Second Version in den letzten zwei Jahren, doch nun machen sie mit ihrer neuen Single „Am Ende bleiben wir“ wieder auf sich aufmerksam. Bereits seit 2003 frischen sie die schwarze Szene sowohl mit deutschen als auch mit englischen Texten und gutem Synthie-Pop auf.

Das am 16.06.2018 erschienene Werk „Am Ende bleiben wir“ bringt die Einsamkeit der heutigen Gesellschaft perfekt auf den Punkt und macht deutlich, wie glücklich sich jeder Einzelne schätzen kann, der einen Partner und Freunde hat.

Für dieses Lied haben sich die drei Jungs Unterstützung von Susi Michel geholt, welche die Background-Vocals beisteuert. Ihre Stimme passt gut zu der von Sänger Andy L. und rundet das Werk sehr schön ab.

Die neue Single knüpft in seinem Stil an die Vorgänger aus den letzten Jahren an und ist dem Einfluss des 80er Jahre Synthie-Pop treu geblieben.

geschrieben von Antje Montag

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Oul – antipode 

Allen B. Konstanz begibt sich auf Solopfade. Bisher bekannt von The Vision Bleak und Ewigheim hat Herr Konstanz nun das Projekt OUL ins Leben gerufen. Am 13.04.2018 erschien das Erstlingswerk, welches sich hervorragend in der Darkwave Richtung eingliedert.  

Mit „Apocalypse“ legt das Werk einen recht ruhigen Start hin. Dafür das dieser Song den Weltuntergang ankündigt klingt er ziemlich freundlich. Er ist mit kräftigen Synthies unterlegt und Allens Stimme ist angenehm zu lauschen. 

Außerdem hat Herr Konstanz hier etwas verwendet, was man heute kaum noch auf einem Album findet: Er hat mit „Dark & Void“ ein kurzes, fast schon episches kurzes instrumentales Zwischenstück geschaffen. Mir persönlich gefällt das sehr gut. 

„My Elegy“ hat einen sehr melodiösen Beginn, den man sofort merkt. Der Rhythmus des Gesangs ist etwas ungewöhnlich, was das ganze noch interessanter macht. Obwohl er eigentlich eine Art Grabrede darstellt, verbreitet der Song doch hoffnungsvolle Stimmung.  

Der Ohrwurm des Albums ist für mich „Let it flow again“. Es ist ein freundlicher Darkwave-Song, der gut tanzbar ist und gute Laune verbreitet. Ja auch das gibt es in der Szene. 

Der Titelsong „the Antipode“ hingegen ist ein äußerst düsteres Stück mit nachhallenden dunklen Synthies. 

„The Beauty Of The Snow“ beeindruckt mit seiner schönen Melodie und beschreibt mühelos die Schönheit einer verschneiten Landschaft, während leise Glöckchen im Hintergrund das Gefühl von fallendem Schnee vermitteln. 

Zum Ausklang nutzt der Künstler ebenfalls ein kurzes instrumentales Stück mit dem Namen „Glassy bubble Shell“  

Das sagt eigentlich auch schon alles über dieses Musikstück aus. 

Insgesamt ist „Antipode“ ein ruhiges Album, dennoch aber abwechslungsreich und thematisch vielschichtig. Mir gefällt es alles in allem gut.  

geschrieben von Antje Montag

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Mirexxx – Inside You

Schon eine ganze Weile widmen sich Posse und Stijn Szin der Musik und produzierten bereits 2008 eine erste Demo. „Inside you“ ist nun die erste EP der Jungs aus Belgien, die Ihren Stil in Richtung EBM und Industrial gefunden haben.

Die EP beherbergt die Titel „Inside you“ und „Erotic Skin“ in verschiedenen Versionen.

Inside you“ beginnt mit ruhigen Klängen, was sich schnell ändert, da sich immer mehr verschiedene Synthesizer übereinander gelagert hinzugesellen. Die verzerrte Stimmt macht es allerdings schwer den Text richtig zu verstehen.

Die zweite Version des Liedes (Blood in the Dancefloor Dulce Liquido Mix) gefällt mir deutlich besser als die originale Version. Der Song gewinnt hier noch mal an Tanzbarkeit, klingt für mich angenehmer und strahlt nicht ganz so viel Unruhe aus.

Auch von „Erotic Skin“ sind zwei verschiedene Versionen auf der EP zu finden. Hier wurde im Hintergrund mit Synthesizern gearbeitet, die klingen als würde die ganze Zeit jemand tätowiert. Dieser Klang ist für mich auf die Dauer recht unangenehm. Sonst ist es ein ruhigeres Stück mit einprägsamen Refrain.

Mirexxx ist etwas für begeisterte Industrial-Hörer. Durch die Stimmenverzerrung ist der Gesang leider relativ monoton, dort können die Jungs sicher noch ein bisschen mehr herausholen.

geschrieben von Antje Montag

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MySpace: https://myspace.com/mirexxx

Label: http://www.echozone.de/

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Mills Monochrome

Bereits 1994 gründeten Walter Glatz und Alexander Steiner das Projekt Mills. Trotzdem war es recht ruhig um die beiden Österreicher. Das soll sich nun ändern. Mit ihrem neuen Album „Monochrome“ machen sie seit dem 16.02.2018 wieder auf sich aufmerksam. Hatten sie ihre vorherigen Werke noch komplett in Eigenregie vertrieben, so bekommen sie nun Unterstützung vom Label Echozone, mit dem sie jetzt zusammenarbeiten.

Die Musik von Mills lässt sich wohl am ehesten in Richtung Synthpop oder Darkwave einordnen. Auch auf ihrem neuen Werk lässt sich der Einfluss der Musikszene der 80er und 90er nicht leugnen, sodass man sich in den acht Songs ein wenig in die Glanzzeiten von The Cure und Depeche Mode zurückversetzt fühlt.

Eröffnet wird das Album mit „Train to Berlin“, wobei schnell die Stimmung übertragen wird, die einen überfällt, wenn man mit bestimmten Hoffnungen auf eine gewisse Begegnung in eine Stadt reist.

Neon“ entführt vom Klang her in eine Welt aus Scheinwerfern und wechselndem Neonlicht. Man wird hier gedanklich in die Atmosphäre eines Clubs getragen, in dem man sich der Musik entspannt hingeben kann.

Der Ohrwurm des Albums ist für mich „New World“. Der Song hat einen gewissen Schwung und verbreitet eine Art Aufbruchsstimmung.

Mit „Border“ schließen Mills das Werk langsam und ruhig ab. Dieses Stück verdeutlicht sehr gut, wie langsam die Zeit verstreicht, wenn man auf eine Reaktion oder Antwort einer anderen Person wartet.

Monochrome“ ist insgesamt eine eher ruhige Platte, wobei die Stimme von Walter Glatz den Songs eine entspannte Grundstimmung verleiht. An einigen Stellen könnte er jedoch eine etwas größere Bandbreite seiner Stimme zeigen. Das Album passt gut in den Frühling, denn obwohl die Songs eine gewisse Melancholie verströmen, kann man sie doch gut bei Sonnenschein anhören, ohne traurig zu werden.

geschrieben von Antje Montag

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Monstergod – Invictus – Rezension

2004 gegründet, trumpft das polnische Duo Monstergod nun mit seinem neuen Album „Invictus“ auf.

Ihre Musik ist eine spannende Mischung aus Industrial, EBM und einem kleinen Hauch Synthpop. Das neue Meisterwerk ist seit dem 16.03.2018 auf dem Markt und nicht von schlechten Eltern. Sie lassen sich hierbei von einigen Gastmusikern unterstützen und haben sich unter anderem Void und Egoist mit ins Boot geholt.

Eröffnet wird das Album mit „ Silence in Violence“. Ein Stück, das einen schönen Einstieg bildet und dabei verdeutlicht, dass es hier nicht nur bei ruhigen Tönen bleiben wird.

Der zweite Song ist „The Living Torch“, in dem maschinenartige Stimmen statt Gesang eingesetzt werden. Er hat gute Beats, die mir beim Schreiben durchaus haben die Beine im Takt zucken lassen.

Miss Kiss“ und „It rains in my Heart“ sind vom Text her leider kaum verständlich, da die Herren hier mit sehr viel Stimmverzerrung gearbeitet haben. Für mich persönlich ist dies nicht ganz so vorteilhaft, da ich den Inhalt der Lieder gerne verstehe.

Bei „Invictus“, dem Titelsong ist mir eine Zeile sehr im Ohr geblieben: „ I am the master of my fate, I am the captain of my soul.“ Eine wirklich schöne Aussage, die sie mit ordentlichen Beats und schönen Synthesizern unterlegt haben.

Complete and bored“ ist teilweise schon fast aggressiv, wobei einen der Rest des Liedes immer wieder runterholt. Die treibenden Bässe tragen hier ihren Teil zur Stimmung bei. Ich finde es sehr beeindruckend, wie einen dieser Song mitreißen kann.

Eine Art Ballade ist „Madeleine“. Es gibt nur wenige Herz-Schmerz-Songs die einen so sehr zum mitwippen bringen und trotzdem immer noch die tragische Grundstimmung transportieren.

Monstergod schließen dieses Album mit dem, für ihre Verhältnisse, eher ruhigen sieben minütigen „Take it outside“ ab.

Das Album ist insgesamt sehr tanzbar und für Freunde elektronischer Klänge definitiv zu empfehlen. Es ist äußerst vielseitig und vermittelt die Stimmungen der einzelnen Stücke ziemlich intensiv.

geschrieben von Antje Montag

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Traumtaenzer – Habt keine Angst 

Die Formation Traumtaenzer wurde im Mai 2008 von Tom O’Connell (EX Garden of Delight) gegründet. Er wollte so tanzbare atmosphärische Klänge mit deutschen Texten zu einem einmaligen Klangerlebnis vereinen.

Inzwischen besteht Traumtaenzer aus vier Musikern: Marco Blum, der mit Stimme und Sprache den Musikstücken Ausdruck verleiht, Amy Faye, welche stimmlich eher die sanften Klänge anschlägt, Tom O’Connell, der Saitenwerk und Tasten bedient und somit für den Klang verantwortlich ist und Sandra Spinnraths, die gefühlvoll das Streichwerk spielt. Die Single „Habt keine Angst“ wurde bereits im Dezember 2017 veröffentlicht.

Das Stück „Habt keine Angst“ ist mit schönen Streichern unterlegt, hat aber trotzdem Tempo und Kraft. Der Text ist einprägsam und Marco Blum fordert mit seiner tiefen Stimme die Menschen dazu auf sich nicht zu fürchten und hervorzutreten.

Vom Klang her erinnert mich der musikalische Stil von Traumtaenzer an eine Mischung aus Unheilig in ihren besten Zeiten, was also durchaus als Kompliment zu verstehen ist und Mantus.

geschrieben von Antje Montag

Facebook: https://www.facebook.com/Traumtaenzerofficial/

Website: http://www.traumtaenzerofficial.de/

Label: http://www.echozone.de/

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Rübezahl“, das neue Kunstwerk von Joachim Witt erscheint am 23.03.2018 und dürfte jeden begeistern, der sich gerne musikalische Geschichten erzählen lässt. Herr Witt hat hier eine vertonte Erzählung über den Berggeist aus dem Riesengebirge erschaffen, der er mit seiner einzigartigen Stimme und seinem unverkennbaren Stil Leben einhaucht. Ich selbst mag es sehr gerne, wenn Künstler einen mit ihrer Musik in den Bann ziehen können und eine wundervolle Geschichte zu erzählen haben.

Mit „Herr der Berge“, der ersten Auskopplung, beginnt das Album. Hier erscheint Rübezahl das erste Mal seit unzähligen Jahren und verbreitet Angst und Schrecken in seinem Hoheitsgebiet. Das alles wird eindrucksvoll von Text und Musik untermalt.

Bei „Dämon“ wird die bedrohliche Stimmung im Refrain von dunklen Riffs unterstützt, während die Strophen eher Ruhe ausstrahlen. Die Angst des Protagonisten vom Dämon geholt zu werden ist hier förmlich greifbar.

Diamant“ ist mir mit seiner Textzeile „Ich lass dir mein Herz hier, ich kann‘s nicht mehr tragen.“ besonders im Gedächtnis geblieben. Mit diesen Worten beschreibt Joachim Witt äußerst treffend ein Gefühl von Ausweglosigkeit und nahendem Abschied. Ein wirklich gelungener Song.

Eis und Schnee“ geht gut vorwärts und bringt einen dazu der Aufforderung des Protagonisten, ihm in eine Welt aus Eis und Schnee zu folgen, gerne Folge zu leisten.

Das Album schließt mit dem Stück „Wiedersehen woanders“ ab. Es beschreibt, eingebettet in eine traurige und hoffnungsvolle Stimmung, sehr gut das Gefühl von einem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen, in der Hoffnung ihn irgendwann auf der anderen Seite wiederzusehen.

Alles in Allem ist „Rübezahl“ nicht unbedingt ein lautes Album. Joachim Witt setzt die musikalische Untermalung sehr geschickt dazu ein, die Geschichte des Herrn der Berge eindrucksvoll in Szene zu setzen. Er hat sehr einprägsame Stücke geschaffen und das Album als Ganzes gehört, ergibt eine wundervoll vertonte Geschichte. Für mich ist es ein Gesamtkunstwerk, welches die Sage um Rübezahl in einer anderen Perspektive darstellt. Wer diese Lieder gerne in Live-Atmosphäre genießen möchte, bekommt ab April die Gelegenheit dazu, denn dann kommt Joachim Witt auf Tour.

geschrieben von Antje Montag

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Illuminate – Ein ganzes Leben

Die „Alten Hasen“ der schwarzen Szene beglücken ihre Anhänger am 23.Februar 2018 mit ihrem neuen Werk „ein ganzes Leben“. Illuminate existieren als Band bereits seit 1993 und polarisieren die Szene, sodass man sie entweder mag oder eben nicht. Ihre Texte sind ausschließlich in Deutsch verfasst und gehen, wenn man es zulässt, oftmals unter die Haut. Auch bei ihrem neuen Album sind sie ihrer düsteren Linie treu geblieben.

Der Titelsong „Ein ganzes Leben“ ist bezeichnend für den roten Faden des Albums. Er beginnt mit schönen Pianoklängen, zu denen sich dann dunkle Gitarrenriffes gesellen. Es ist ein Duett über einen Rückblick auf ein ganzes gelebtes Leben.

Alleine mit mir“ spricht in tiefer Melancholie über einen zu tiefsten Trennungsschmerz. Der Gesang erinnert in seiner Vortragsweise hier schon fast an ein rezitiertes Gedicht und verleiht dem Song seinen besonderen Ausdruck.

Bei „Neue Wege“ rufen sie mit einem einprägsamen Refrain zum Ausbruch aus dem Alten auf. Hier wurde außerdem das ein oder andere Gitarrensolo eingebaut.

Mit Orgelklängen wird „Auf deinen Strahlen“ eingeleitet und geht dann in die gewohnte Melancholie über, mit der Frage, wie man sich jemandem nähern soll, dessen pure Anwesenheit einen eigentlich schon verbrennt.

Kleine Menschen“ ist ein Song der mir Gänsehaut über den Körper gejagt hat. Er bringt mit eingebauten lachenden und „Mama“ rufenden Kleinkinderstimmen beeindruckend zum Ausdruck, wie wundervoll Kinder sind und was es für ein Glück bedeutet eigene Kinder zu haben. Dieses Stück geht wirklich ins Herz.

Alles in allem sind sich Illu*****************************************************minate in ihrem Stil treu geblieben. Sie haben erneut ein tiefsinniges Werk geschaffen, welches man sich aufmerksam anhört und nicht nur nebenbei laufen lässt. Einzig der Gesang wirkt an einigen Stellen etwas monoton, dort hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.

geschrieben von Antje Montag

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Empathy Test

Das Londoner Independent Electropop Duo Empathy Test hat seine ersten beiden Alben „Losing Touch“ und „Safe from Harm“ noch einmal aufgefrischt und mit überarbeiteten Versionen erneut auf den Markt gebracht. In England kamen sie 2013 mit dem Debutalbum „Losing Touch“ bereits sehr gut an und begleiten in diesem Jahr nun Covenant als Vorband auf ihrer Tour durch Großbritannien.

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Losing Touch“

Wenn man sich das Debutalbum der Londoner Jungs anhört, dann fällt es nicht schwer zu verstehen, dass sie damit auf Anhieb so gut durchstarten konnten. Das Album wurde nun bis auf drei Songs noch einmal überarbeitet und verfeinert.

Schon „Kirrilee“ macht deutlich wo die Reise hingeht und entführt in die schöne Welt des Synthie-Pops ohne laute und treibende Beats, was ich für mich auch mal sehr angenehm finde. Dieser Stil zieht sich durch das gesamte Album, was aber nicht heißt, dass die Songs nicht im Ohr bleiben.

Where I find Myself“ ist sehr eingängig und bereits beim zweiten Mal anhören, erwischte ich mich selbst beim mitsummen.

Last Night on Earth“ ist ein Song, der kurz und bündig alles hat was er braucht und auch in 2 Minuten und 50 Sekunden auf den Punkt kommt und dabei nichts an Aussagekraft einbüßt.

Der Titelsong „Losing Touch“ lädt zum mitwippen ein, obwohl er an sich eher ruhig ist und Isaacs Stimme wehmütig davon berichtet, wie es ist jemanden zu lieben, der bereits vergeben ist.

Siamese“ ist mir sehr lange im Kopf geblieben. Dieses Stück zeigt eindrucksvoll die gesamte Bandbreite von Isaacs Stimme und wirkte zumindest bei mir noch ein wenig nach.

Empathy Test haben mit ihrem Erstlingswerk ein Stück harmonischen Synthie-Pops geschaffen, welcher noch lange im Gedächtnis bleibt, ohne viel Hektik und Aufregung zu verbreiten. Ich persönlich finde das Album sehr gelungen.

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Safe from Harm“

Empathy Test schlagen auf diesem Album recht ruhige Töne an. Trotzdem machen die Stücke durchaus Spaß, tragen einen aber teilweise auch einfach davon.

Sie haben hier ihre Titel „Bare my Soul“, „Seeing Stars“, „By my Side“, „Vampire Town“ und „Walk right out“ noch einmal in neue Gewänder gekleidet und souverän in den Rest des Albums eingefügt.

Gleich das erste Stück „Bare my Soul“ wirkt sehr beruhigend, dabei aber keineswegs langweilig. Es müssen nicht immer harte Beats und viel Drum herum sein, um eine schöne Stimmung zu erzeugen. Denn trotz der ruhigen Töne bleibt das Lied im Ohr.

Trampoline“ ist ein sanftes Stück, auch wenn der Titel den Hörer vielleicht etwas anderes vermuten lässt. Allerdings beschreibt der Text ausdrucksstark eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

All it Takes“ der letzte Song des Albums beeindruckt dadurch, dass die Stimme von Isaac im Vordergrund steht und die Musik herum eher ein sanfter Begleiter ist. Dieses Zusammenspiel versetzt einen in die Stimmung, dass es der Beginn von etwas Magischen ist, wie es auch der Text beschreibt.

Das ganze Album ist ein ruhiges Kunstwerk mit sehr harmonischen Synthesizern. Es ist ein Album, welches man hören sollte, wenn man etwas Ruhe im stressigen Alltag sucht.

geschrieben von Antje Montag

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Reichsfeind – Living in Space – Rezension

Das deutsche Elektroprojekt Reichsfeind steht für den Widerstand gegen Unterdrückung von Schutzlosen, totalitäres Gebären und Homophobie. Anfang 2011 gegründet haben sie am 24.11.2017 schließlich ihr Debütalbum „Living in Space“ herausgebracht und lassen somit Freunde elektronischer Musik aufhorchen. Zudem wurden mit Kayfabe Lanoise (Wynardtage) und Echorausch erfahrene Kollegen mit an Bord geholt, welche ihren Teil zu den Klängen von Reichsfeind beitrugen.

Das Album bietet schöne melancholische Texte, tanzbar verpackt. Der großzügige Einsatz von Synthesizern und wohldosierter Stimmenverzerrung, gemischt mit ruhigen Klängen und Industrial-lastigen Beats geben der Musik von Reichsfeind einen ganz eigenen Stil.

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Der Titelsong „Living in Space“ hat durchaus Ohrwurmcharakter. Er schlägt sanftere Töne an und lässt das Album ruhig beginnen, wobei er Fragen aufgreift, die sich wohl jeder nach einer Trennung schon gestellt hat.

Detox“, die erste Singleauskopplung, wiederum erweckt die Lebensgeister mit harten Beats und einem schon fast gerappten Text. „Dilemma“ hingegen trägt einen mit seinen Melodien davon und lässt einen mal kurz träumen.

Mit dem sehnsuchtsvollen „You’re not here“ wird das Album wunderschön abgeschlossen und macht Vorfreude auf Werke, die da noch kommen mögen.

Auch wenn der Name des Projektes vielleicht etwas anderes suggeriert, so finden sich jedoch keine deutschen Texte auf dem Album. Was den Songs aber keinen Falls einen Abbruch tut.

Reichsfeind präsentiert in 12 Liedern eine beeindruckende Bandbreite an Elektroklängen. Von sanfterem Synthie Pop bis hin zu härteren Beats ist alles vertreten. Mit Remixen der Songs „Mountains“, „Fill the Void“, „Carrousel“ und „Far from Home“ runden sie das Album ab und gewähren weitere Einblicke in ihre musikalische Vielfalt.

geschrieben von Antje Montag

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TRACKLISTING:
01 LIVING IN SPACE
02 SOULPAINT
03 HARBINGER
04 DETOX
05 FILL THE VOID
06 FAR FROM HOME
07 DILEMMA
08 THE COLD SPELL
09 THE SHAPE
10 MOUNTAINS
11 CARROUSEL
12 YOU ARE NOT HERE
BONUS-TITEL:
13 MOUNTAINS (ROB DUST REMIX)
14 FILL THE VOID (MANEATER REMIX)
15 CARROUSEL (KAYFABE LANOISE REMIX)
16 FAR FROM HOME (KAYFABE LANOISE REMIX)

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=N3h4t-NbaLU

 

WEBLINKS:
WWW.FACEBOOK.COM/REICHSFEIND
WWW.REICHSFEIND.BANDCAMP.COM
WWW.SOUNDCLOUD.COM/REICHSFEIND
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