Rezensionen

deformation640

Scars Of Solitude – Deformation

- Melodic Metal aus Finnland

- Seit 2015 aktiv

- Debütalbum, mit 8 Titeln (Stil: Sentenced, Charon, ältere HIM)

Scars Of Solitude präsentieren mit „Deformation“ ihr Debütalbum. Die finnische Melodic (Heavy) Metal Band, besteht seit 2015. Die Band setzt sich aus den Ex-Mitgliedern der Bands Gian, Insanity und Behind Dead Eyes zusammen.

Das Album startet mit „I Remain Here“. Ein Lied mit viel Power, abwechslungsreichem Schlagzeugspiel, aber wirkt etwas unvollendet im gesamten Zusammenspiel. „Drown“, als zweiter Titel, klingt wie ein Mix aus HIM und Sentenced.

Das folgende „Enemy“ rutscht noch weiter in die stilistische Ecke von Sentenced ab. Die Stimme von Mikko Ruuska arbeitet hier mit Klar- und Shoutgesang. Spielerisch eine gute Nummer, gesanglich passt es aber nicht ganz. Es wirkt immer leicht unpassend. Man vermisst bei solch einem Stück, die düstere Stimme eines Ville Laihiala (Sentenced) oder Juha-Pekka Leppäluoto (Charon).

„Live To Regret“ startet, es wird ruhiger. Eine bittersüße Metalballade, die im HIM-Fahrwasser für etwas Gänsehaut bei dem ein oder anderen sorgen könnte. Bei diesem Song passt alles zusammen. Gute Nummer!

Das fünfte Lied, mit dem Titel „Fool“, ist wieder eins der härteren Sorte. Es wirkt wie eine Mischung als älteren In Flames und Sentenced. Leider passt Mikko wieder nicht so ganz zum musikalischen Gesamtbild. Trotzdem, ist es ein recht guter Song mit ordentlich „Schmackes“.

Als nächster Song, ist „Emotional Graveyard“ an der Reihe. Mit diesem Lied, wenden sie sich von den bereits genannten Bands ab. Stars Of Solide fahren hier endlich ihren eigenen Stil. Es ist ein recht ruhiger Titel, der aber im letzten Drittel mit einer guten Doubles auffährt. Stark!

Der siebente Titel ist „Dead Love Resurrection“ – nun wieder mehr Richtung In Flames Stil. Er klingt modern und eignet sich gut zum headbangen.

Last but not least, als letzter Titel des Albums, kommt „The End Of Me” daher. Natürlich nochmal in guter alter Manier von… na ihr wisst schon wer 

Fazit:

Es ist ein durchaus gutes Debütalbum geworden, was aber vom Stil her, doch etwas unausgegoren ist und weitaus besser sein könnte. Zu oft, wird man einfach an andere Bands erinnert – was nicht immer zwangsläufig schlecht ist, aber dem eigenen Stil im Wege steht. Ob sich Stars Of Solide in der Zukunft vom Stil ihrer Vorbilder lösen können, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die Band gesanglich und spielerisch mehr zusammenrücken sollte, da in vielen Songs, die doch recht gute Stimme Mirkos untergeht oder zu schwach zum Rest klingt. Das Album ist also eher im Mittelfeld anzusiedeln, mit einer guten 6 von 10 Punkten.

geschrieben von Antje Reichelt

Links:
https://www.facebook.com/ScarsofSolitudeFI
https://twitter.com/ScarsOfSolitude
https://www.instagram.com/scarsofsolitude/
https://soundcloud.com/scarsofsolitude
https://scarsofsolitude.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/channel/UCcH4O8CN_X0BJfQj26E44fg
http://spoti.fi/2mmxa14

Inverse Records: https://www.facebook.com/inverserecords/

**************************************************

Reichsfeind – Living in Space – Rezension

Das deutsche Elektroprojekt Reichsfeind steht für den Widerstand gegen Unterdrückung von Schutzlosen, totalitäres Gebären und Homophobie. Anfang 2011 gegründet haben sie am 24.11.2017 schließlich ihr Debütalbum „Living in Space“ herausgebracht und lassen somit Freunde elektronischer Musik aufhorchen. Zudem wurden mit Kayfabe Lanoise (Wynardtage) und Echorausch erfahrene Kollegen mit an Bord geholt, welche ihren Teil zu den Klängen von Reichsfeind beitrugen.

Das Album bietet schöne melancholische Texte, tanzbar verpackt. Der großzügige Einsatz von Synthesizern und wohldosierter Stimmenverzerrung, gemischt mit ruhigen Klängen und Industrial-lastigen Beats geben der Musik von Reichsfeind einen ganz eigenen Stil.

RF_Initials5

Der Titelsong „Living in Space“ hat durchaus Ohrwurmcharakter. Er schlägt sanftere Töne an und lässt das Album ruhig beginnen, wobei er Fragen aufgreift, die sich wohl jeder nach einer Trennung schon gestellt hat.

Detox“, die erste Singleauskopplung, wiederum erweckt die Lebensgeister mit harten Beats und einem schon fast gerappten Text. „Dilemma“ hingegen trägt einen mit seinen Melodien davon und lässt einen mal kurz träumen.

Mit dem sehnsuchtsvollen „You’re not here“ wird das Album wunderschön abgeschlossen und macht Vorfreude auf Werke, die da noch kommen mögen.

Auch wenn der Name des Projektes vielleicht etwas anderes suggeriert, so finden sich jedoch keine deutschen Texte auf dem Album. Was den Songs aber keinen Falls einen Abbruch tut.

Reichsfeind präsentiert in 12 Liedern eine beeindruckende Bandbreite an Elektroklängen. Von sanfterem Synthie Pop bis hin zu härteren Beats ist alles vertreten. Mit Remixen der Songs „Mountains“, „Fill the Void“, „Carrousel“ und „Far from Home“ runden sie das Album ab und gewähren weitere Einblicke in ihre musikalische Vielfalt.

geschrieben von Antje Montag

CD-Cover-300x300

TRACKLISTING:
01 LIVING IN SPACE
02 SOULPAINT
03 HARBINGER
04 DETOX
05 FILL THE VOID
06 FAR FROM HOME
07 DILEMMA
08 THE COLD SPELL
09 THE SHAPE
10 MOUNTAINS
11 CARROUSEL
12 YOU ARE NOT HERE
BONUS-TITEL:
13 MOUNTAINS (ROB DUST REMIX)
14 FILL THE VOID (MANEATER REMIX)
15 CARROUSEL (KAYFABE LANOISE REMIX)
16 FAR FROM HOME (KAYFABE LANOISE REMIX)

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=N3h4t-NbaLU

 

WEBLINKS:
WWW.FACEBOOK.COM/REICHSFEIND
WWW.REICHSFEIND.BANDCAMP.COM
WWW.SOUNDCLOUD.COM/REICHSFEIND
WWW.YOUTUBE.COM/REICHSFEINDOFFICIAL
WWW.FACEBOOK.COM/ECHORAUSCH

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *