Rezensionen

Mills Monochrome

Bereits 1994 gründeten Walter Glatz und Alexander Steiner das Projekt Mills. Trotzdem war es recht ruhig um die beiden Österreicher. Das soll sich nun ändern. Mit ihrem neuen Album „Monochrome“ machen sie seit dem 16.02.2018 wieder auf sich aufmerksam. Hatten sie ihre vorherigen Werke noch komplett in Eigenregie vertrieben, so bekommen sie nun Unterstützung vom Label Echozone, mit dem sie jetzt zusammenarbeiten.

Die Musik von Mills lässt sich wohl am ehesten in Richtung Synthpop oder Darkwave einordnen. Auch auf ihrem neuen Werk lässt sich der Einfluss der Musikszene der 80er und 90er nicht leugnen, sodass man sich in den acht Songs ein wenig in die Glanzzeiten von The Cure und Depeche Mode zurückversetzt fühlt.

Eröffnet wird das Album mit „Train to Berlin“, wobei schnell die Stimmung übertragen wird, die einen überfällt, wenn man mit bestimmten Hoffnungen auf eine gewisse Begegnung in eine Stadt reist.

Neon“ entführt vom Klang her in eine Welt aus Scheinwerfern und wechselndem Neonlicht. Man wird hier gedanklich in die Atmosphäre eines Clubs getragen, in dem man sich der Musik entspannt hingeben kann.

Der Ohrwurm des Albums ist für mich „New World“. Der Song hat einen gewissen Schwung und verbreitet eine Art Aufbruchsstimmung.

Mit „Border“ schließen Mills das Werk langsam und ruhig ab. Dieses Stück verdeutlicht sehr gut, wie langsam die Zeit verstreicht, wenn man auf eine Reaktion oder Antwort einer anderen Person wartet.

Monochrome“ ist insgesamt eine eher ruhige Platte, wobei die Stimme von Walter Glatz den Songs eine entspannte Grundstimmung verleiht. An einigen Stellen könnte er jedoch eine etwas größere Bandbreite seiner Stimme zeigen. Das Album passt gut in den Frühling, denn obwohl die Songs eine gewisse Melancholie verströmen, kann man sie doch gut bei Sonnenschein anhören, ohne traurig zu werden.

geschrieben von Antje Montag

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Monstergod – Invictus – Rezension

2004 gegründet, trumpft das polnische Duo Monstergod nun mit seinem neuen Album „Invictus“ auf.

Ihre Musik ist eine spannende Mischung aus Industrial, EBM und einem kleinen Hauch Synthpop. Das neue Meisterwerk ist seit dem 16.03.2018 auf dem Markt und nicht von schlechten Eltern. Sie lassen sich hierbei von einigen Gastmusikern unterstützen und haben sich unter anderem Void und Egoist mit ins Boot geholt.

Eröffnet wird das Album mit „ Silence in Violence“. Ein Stück, das einen schönen Einstieg bildet und dabei verdeutlicht, dass es hier nicht nur bei ruhigen Tönen bleiben wird.

Der zweite Song ist „The Living Torch“, in dem maschinenartige Stimmen statt Gesang eingesetzt werden. Er hat gute Beats, die mir beim Schreiben durchaus haben die Beine im Takt zucken lassen.

Miss Kiss“ und „It rains in my Heart“ sind vom Text her leider kaum verständlich, da die Herren hier mit sehr viel Stimmverzerrung gearbeitet haben. Für mich persönlich ist dies nicht ganz so vorteilhaft, da ich den Inhalt der Lieder gerne verstehe.

Bei „Invictus“, dem Titelsong ist mir eine Zeile sehr im Ohr geblieben: „ I am the master of my fate, I am the captain of my soul.“ Eine wirklich schöne Aussage, die sie mit ordentlichen Beats und schönen Synthesizern unterlegt haben.

Complete and bored“ ist teilweise schon fast aggressiv, wobei einen der Rest des Liedes immer wieder runterholt. Die treibenden Bässe tragen hier ihren Teil zur Stimmung bei. Ich finde es sehr beeindruckend, wie einen dieser Song mitreißen kann.

Eine Art Ballade ist „Madeleine“. Es gibt nur wenige Herz-Schmerz-Songs die einen so sehr zum mitwippen bringen und trotzdem immer noch die tragische Grundstimmung transportieren.

Monstergod schließen dieses Album mit dem, für ihre Verhältnisse, eher ruhigen sieben minütigen „Take it outside“ ab.

Das Album ist insgesamt sehr tanzbar und für Freunde elektronischer Klänge definitiv zu empfehlen. Es ist äußerst vielseitig und vermittelt die Stimmungen der einzelnen Stücke ziemlich intensiv.

geschrieben von Antje Montag

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Traumtaenzer – Habt keine Angst 

Die Formation Traumtaenzer wurde im Mai 2008 von Tom O’Connell (EX Garden of Delight) gegründet. Er wollte so tanzbare atmosphärische Klänge mit deutschen Texten zu einem einmaligen Klangerlebnis vereinen.

Inzwischen besteht Traumtaenzer aus vier Musikern: Marco Blum, der mit Stimme und Sprache den Musikstücken Ausdruck verleiht, Amy Faye, welche stimmlich eher die sanften Klänge anschlägt, Tom O’Connell, der Saitenwerk und Tasten bedient und somit für den Klang verantwortlich ist und Sandra Spinnraths, die gefühlvoll das Streichwerk spielt. Die Single „Habt keine Angst“ wurde bereits im Dezember 2017 veröffentlicht.

Das Stück „Habt keine Angst“ ist mit schönen Streichern unterlegt, hat aber trotzdem Tempo und Kraft. Der Text ist einprägsam und Marco Blum fordert mit seiner tiefen Stimme die Menschen dazu auf sich nicht zu fürchten und hervorzutreten.

Vom Klang her erinnert mich der musikalische Stil von Traumtaenzer an eine Mischung aus Unheilig in ihren besten Zeiten, was also durchaus als Kompliment zu verstehen ist und Mantus.

geschrieben von Antje Montag

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Der kleine Marcus fragt, ob seine Kumpels Olli und Heiko zum Spielen rauskommen. Leider haben die beiden überhaupt keine Zeit oder Lust mit Marcus zu spielen. Also schaut sich der kleine Marcus auf dem Spielplatz um, mit wem er sonst so spielen kann. So oder ähnlich könnte es gewesen sein, als Marcus Meyn seine Camouflage-Mitstreiter zu einem neuen Album animieren wollte. Oftmals macht es Spaß, mit anderen zu spielen, es ist aber, auch wenn man es noch so sehr versucht, nicht das gleiche, wie mit den gewohnten Spielkameraden.

Unexpected Truth Within heißt das erste Album dieser neuen Dreier-Formation um Marcus Meyn (Camouflage), Volker Hinkel (u.a. Fools Garden) und Jochen Schmalbach ( u.a. Tiefschwarz, Alphaville). Die Drei spielen schon seit vielen Jahren zusammen im Live-Lineup von Camouflage und haben sich jetzt vorgenommen, etwas Neues, Unverwechselbares zu schaffen.

Leider, wirklich leider ist der Schuss für die drei nach hinten losgegangen. Mal abgesehen von der markanten Stimme Meyns ist die Musik von M.I.N.E nett, aber auch komplett austauschbar. Die innovative Idee, House, Electro und Rock zu kombinieren haben schon so viele abgegriffen. Sogar auf den letzten drei Camouflage-Alben ist dieses Konzept angegangen worden. Zwar nicht so kompromissbereit wie auf Unexpected Truth Within, aber dennoch nur eine Weiterentwicklung. Im Vergleich zu Acts wie De/Vision, denen ich früher gerne mach nachgesagt habe, dass sie wie Camouflage klingen, oder Mesh fehlt es hier an Tiefe und Eigenständigkeit.

Unexpected Truth Within plätschert für mich nur so durch den Saal, ohne mich an einer einzelnen Note fest zuhören. Wäre es eine Camouflage-Platte, würde ich mich wahrscheinlich über das Ergebnis freuen, als Sideprojekt, das sich aufmacht, neue Galaxien zu erforschen, erwarte ich dann doch mehr.

Nach dem geschätzten sechsten Durchlauf stoße ich dann langsam doch auf kleine versteckte Lichtblicke. A World Without Smile ist eine sehr intime Ballade die sich endlich mal hauptsächlich um die Stimme Meyns baut und diese in aller Form und Harmonie hervorhebt. Warum das aber erst so spät einsetzt, bleibt mir ein Rätsel. Marcus Meyn hätte es gut getan, in seinen Kompositionen neue Wege zu gehen. Wenn ich es mit Rockattitüden versuchen will, dann nicht nur dadurch, den Regler fürs Schlagzeug hochzuziehen oder die Gitarre mehr in den Vordergrund zu rücken.

Im Endeffekt bleiben tatsächlich nur die beiden letzten Tracks von Unexpected Truth Within bei mir hängen. Leave And Let Go entlässt den Hörer mit der Frage: „Und jetzt?“. Mit nicht einmal zwei Minuten Länge sitze ich hier mit leeren Händen und habe das erste Mal bei dieser Platte das Gefühl, dass da mehr kommen muss.

Unexpected Truth Within ist musikalisch kein Totalschaden. Befriedigend vielleicht. Pflichterfüllung ohne zu glänzen. Schade eigentlich, wurden die Erwartungen doch so sehr hoch geschraubt.

geschrieben von Alf Urbschat

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Rübezahl“, das neue Kunstwerk von Joachim Witt erscheint am 23.03.2018 und dürfte jeden begeistern, der sich gerne musikalische Geschichten erzählen lässt. Herr Witt hat hier eine vertonte Erzählung über den Berggeist aus dem Riesengebirge erschaffen, der er mit seiner einzigartigen Stimme und seinem unverkennbaren Stil Leben einhaucht. Ich selbst mag es sehr gerne, wenn Künstler einen mit ihrer Musik in den Bann ziehen können und eine wundervolle Geschichte zu erzählen haben.

Mit „Herr der Berge“, der ersten Auskopplung, beginnt das Album. Hier erscheint Rübezahl das erste Mal seit unzähligen Jahren und verbreitet Angst und Schrecken in seinem Hoheitsgebiet. Das alles wird eindrucksvoll von Text und Musik untermalt.

Bei „Dämon“ wird die bedrohliche Stimmung im Refrain von dunklen Riffs unterstützt, während die Strophen eher Ruhe ausstrahlen. Die Angst des Protagonisten vom Dämon geholt zu werden ist hier förmlich greifbar.

Diamant“ ist mir mit seiner Textzeile „Ich lass dir mein Herz hier, ich kann‘s nicht mehr tragen.“ besonders im Gedächtnis geblieben. Mit diesen Worten beschreibt Joachim Witt äußerst treffend ein Gefühl von Ausweglosigkeit und nahendem Abschied. Ein wirklich gelungener Song.

Eis und Schnee“ geht gut vorwärts und bringt einen dazu der Aufforderung des Protagonisten, ihm in eine Welt aus Eis und Schnee zu folgen, gerne Folge zu leisten.

Das Album schließt mit dem Stück „Wiedersehen woanders“ ab. Es beschreibt, eingebettet in eine traurige und hoffnungsvolle Stimmung, sehr gut das Gefühl von einem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen, in der Hoffnung ihn irgendwann auf der anderen Seite wiederzusehen.

Alles in Allem ist „Rübezahl“ nicht unbedingt ein lautes Album. Joachim Witt setzt die musikalische Untermalung sehr geschickt dazu ein, die Geschichte des Herrn der Berge eindrucksvoll in Szene zu setzen. Er hat sehr einprägsame Stücke geschaffen und das Album als Ganzes gehört, ergibt eine wundervoll vertonte Geschichte. Für mich ist es ein Gesamtkunstwerk, welches die Sage um Rübezahl in einer anderen Perspektive darstellt. Wer diese Lieder gerne in Live-Atmosphäre genießen möchte, bekommt ab April die Gelegenheit dazu, denn dann kommt Joachim Witt auf Tour.

geschrieben von Antje Montag

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Illuminate – Ein ganzes Leben

Die „Alten Hasen“ der schwarzen Szene beglücken ihre Anhänger am 23.Februar 2018 mit ihrem neuen Werk „ein ganzes Leben“. Illuminate existieren als Band bereits seit 1993 und polarisieren die Szene, sodass man sie entweder mag oder eben nicht. Ihre Texte sind ausschließlich in Deutsch verfasst und gehen, wenn man es zulässt, oftmals unter die Haut. Auch bei ihrem neuen Album sind sie ihrer düsteren Linie treu geblieben.

Der Titelsong „Ein ganzes Leben“ ist bezeichnend für den roten Faden des Albums. Er beginnt mit schönen Pianoklängen, zu denen sich dann dunkle Gitarrenriffes gesellen. Es ist ein Duett über einen Rückblick auf ein ganzes gelebtes Leben.

Alleine mit mir“ spricht in tiefer Melancholie über einen zu tiefsten Trennungsschmerz. Der Gesang erinnert in seiner Vortragsweise hier schon fast an ein rezitiertes Gedicht und verleiht dem Song seinen besonderen Ausdruck.

Bei „Neue Wege“ rufen sie mit einem einprägsamen Refrain zum Ausbruch aus dem Alten auf. Hier wurde außerdem das ein oder andere Gitarrensolo eingebaut.

Mit Orgelklängen wird „Auf deinen Strahlen“ eingeleitet und geht dann in die gewohnte Melancholie über, mit der Frage, wie man sich jemandem nähern soll, dessen pure Anwesenheit einen eigentlich schon verbrennt.

Kleine Menschen“ ist ein Song der mir Gänsehaut über den Körper gejagt hat. Er bringt mit eingebauten lachenden und „Mama“ rufenden Kleinkinderstimmen beeindruckend zum Ausdruck, wie wundervoll Kinder sind und was es für ein Glück bedeutet eigene Kinder zu haben. Dieses Stück geht wirklich ins Herz.

Alles in allem sind sich Illu*****************************************************minate in ihrem Stil treu geblieben. Sie haben erneut ein tiefsinniges Werk geschaffen, welches man sich aufmerksam anhört und nicht nur nebenbei laufen lässt. Einzig der Gesang wirkt an einigen Stellen etwas monoton, dort hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.

geschrieben von Antje Montag

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Cardiant – Mirrors

Die finnische 6 köpfige Power-Metalband, die seit 2000 besteht ,hat nun mit „Mirrors“ ,nach 4 jähriger Pause, das vierte Album veröffentlicht.

Das Album beginnt mit dem Titel „Mirrors in me“, bevor der Chorus losgeht, startet er erst einmal in starke 2 Strophen. Ein Song der ordentlich abgeht und hängen bleibt, gesangstechnisch und spielerisch ein guter Start ins Album ist, sehr gut gelungen.

Riot Rising“ als 2ter Titel kommt etwas ruhiger daher. Er beginnt mit leichtem Growlgesang, der im Refrain in den Klargesang über geht. Melodisch ein gutes Stück , das aber mehrfach gehört werden muss, bis er sich entfaltet.

Als 3ter Titel kommt „Soul“ . Gesungen wird der Song hauptsächlich von Gastsänger Pasi Ratanen von –Thunderstone-. Dem Lied fehlt aber leider etwas, er wirkt sehr nüchtern und kommt etwas fad daher.

A Quiet One“ als Nummer 4 ist eine starke Ballade. Gesungen wird sie von Outi Jokinen, die mit ihrer ausdrucksvollen, angenehmen Stimme das Ganze perfekt inszeniert.

Titel 5 & 6 sind ein geballtes Doppelpack. „Blank Star „ & „ His Supremacy“ besitzen die Kraft des typischen, klassischen Powermetals . 2 perfekte Titel mit klasse Refrains, die gut abgehen. Janne Saksa als Gastsänger verbreitet bei „His Supremacy“ sehr viel Extrafreude.

Shooting Star“ ist die zweite Ballade auf der Platte und wird von Gastsängerin Nitte Valo (ehemals Battle Beast- aktuell Burning Point) performed. Ihre stark Stimme tut dem Song gut, dieser würde ohne sie aber leider völlig untergehen, es ist das schwächste Lied des Albums,es klingt unfertig.

Als Nummer 8 geht „Absolut Power“ ins Rennen, sehr kraftvoll,reißt mit .

9 & 10 „My Delusion“ sowie „Life has just begun“ sind die 2 längsten Stücke des Albums. Sie klingen sehr episch, verführen in eine andere, magische Welt.

Den Abschluss macht „ Another Time, Another Place“ . Es ist ein sogenannter ALL STAR TRACK, er vereint nochmal alle Gastsänger zu einem letzten Powermetalfeuerwerk.

Insgesamt ist „Mirrors“ ein gutes Power-Metall Album, was jeden Fan des Genres erfreuen wird. Bis auf ein paar schwache Moment ist dies Platte topp. Ihre Stärke entdeckt man nach mehrfachen hören immer mehr. Ansiedeln würde ich sie im oberen Mittelfeld. Fell the Power.

geschrieben von Antje Reichelt

Links:
Official website: http://www.cardiant.net
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Youtube: http://www.youtube.com/Cardiant
Spotify: http://spoti.fi/2yiKtnH 
iTunes: https://itunes.apple.com/gb/artist/cardiant/id622583318
Twitter: https://twitter.com/cardiantband

Label: https://www.facebook.com/inverserecords/

Shop: http://inverse.fi/shop/catalog/

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Empathy Test

Das Londoner Independent Electropop Duo Empathy Test hat seine ersten beiden Alben „Losing Touch“ und „Safe from Harm“ noch einmal aufgefrischt und mit überarbeiteten Versionen erneut auf den Markt gebracht. In England kamen sie 2013 mit dem Debutalbum „Losing Touch“ bereits sehr gut an und begleiten in diesem Jahr nun Covenant als Vorband auf ihrer Tour durch Großbritannien.

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Losing Touch“

Wenn man sich das Debutalbum der Londoner Jungs anhört, dann fällt es nicht schwer zu verstehen, dass sie damit auf Anhieb so gut durchstarten konnten. Das Album wurde nun bis auf drei Songs noch einmal überarbeitet und verfeinert.

Schon „Kirrilee“ macht deutlich wo die Reise hingeht und entführt in die schöne Welt des Synthie-Pops ohne laute und treibende Beats, was ich für mich auch mal sehr angenehm finde. Dieser Stil zieht sich durch das gesamte Album, was aber nicht heißt, dass die Songs nicht im Ohr bleiben.

Where I find Myself“ ist sehr eingängig und bereits beim zweiten Mal anhören, erwischte ich mich selbst beim mitsummen.

Last Night on Earth“ ist ein Song, der kurz und bündig alles hat was er braucht und auch in 2 Minuten und 50 Sekunden auf den Punkt kommt und dabei nichts an Aussagekraft einbüßt.

Der Titelsong „Losing Touch“ lädt zum mitwippen ein, obwohl er an sich eher ruhig ist und Isaacs Stimme wehmütig davon berichtet, wie es ist jemanden zu lieben, der bereits vergeben ist.

Siamese“ ist mir sehr lange im Kopf geblieben. Dieses Stück zeigt eindrucksvoll die gesamte Bandbreite von Isaacs Stimme und wirkte zumindest bei mir noch ein wenig nach.

Empathy Test haben mit ihrem Erstlingswerk ein Stück harmonischen Synthie-Pops geschaffen, welcher noch lange im Gedächtnis bleibt, ohne viel Hektik und Aufregung zu verbreiten. Ich persönlich finde das Album sehr gelungen.

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Safe from Harm“

Empathy Test schlagen auf diesem Album recht ruhige Töne an. Trotzdem machen die Stücke durchaus Spaß, tragen einen aber teilweise auch einfach davon.

Sie haben hier ihre Titel „Bare my Soul“, „Seeing Stars“, „By my Side“, „Vampire Town“ und „Walk right out“ noch einmal in neue Gewänder gekleidet und souverän in den Rest des Albums eingefügt.

Gleich das erste Stück „Bare my Soul“ wirkt sehr beruhigend, dabei aber keineswegs langweilig. Es müssen nicht immer harte Beats und viel Drum herum sein, um eine schöne Stimmung zu erzeugen. Denn trotz der ruhigen Töne bleibt das Lied im Ohr.

Trampoline“ ist ein sanftes Stück, auch wenn der Titel den Hörer vielleicht etwas anderes vermuten lässt. Allerdings beschreibt der Text ausdrucksstark eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

All it Takes“ der letzte Song des Albums beeindruckt dadurch, dass die Stimme von Isaac im Vordergrund steht und die Musik herum eher ein sanfter Begleiter ist. Dieses Zusammenspiel versetzt einen in die Stimmung, dass es der Beginn von etwas Magischen ist, wie es auch der Text beschreibt.

Das ganze Album ist ein ruhiges Kunstwerk mit sehr harmonischen Synthesizern. Es ist ein Album, welches man hören sollte, wenn man etwas Ruhe im stressigen Alltag sucht.

geschrieben von Antje Montag

Facebook: https://www.facebook.com/empathytest/

Website: https://www.empathytest.com/

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Scars Of Solitude – Deformation

- Melodic Metal aus Finnland

- Seit 2015 aktiv

- Debütalbum, mit 8 Titeln (Stil: Sentenced, Charon, ältere HIM)

Scars Of Solitude präsentieren mit „Deformation“ ihr Debütalbum. Die finnische Melodic (Heavy) Metal Band, besteht seit 2015. Die Band setzt sich aus den Ex-Mitgliedern der Bands Gian, Insanity und Behind Dead Eyes zusammen.

Das Album startet mit „I Remain Here“. Ein Lied mit viel Power, abwechslungsreichem Schlagzeugspiel, aber wirkt etwas unvollendet im gesamten Zusammenspiel. „Drown“, als zweiter Titel, klingt wie ein Mix aus HIM und Sentenced.

Das folgende „Enemy“ rutscht noch weiter in die stilistische Ecke von Sentenced ab. Die Stimme von Mikko Ruuska arbeitet hier mit Klar- und Shoutgesang. Spielerisch eine gute Nummer, gesanglich passt es aber nicht ganz. Es wirkt immer leicht unpassend. Man vermisst bei solch einem Stück, die düstere Stimme eines Ville Laihiala (Sentenced) oder Juha-Pekka Leppäluoto (Charon).

„Live To Regret“ startet, es wird ruhiger. Eine bittersüße Metalballade, die im HIM-Fahrwasser für etwas Gänsehaut bei dem ein oder anderen sorgen könnte. Bei diesem Song passt alles zusammen. Gute Nummer!

Das fünfte Lied, mit dem Titel „Fool“, ist wieder eins der härteren Sorte. Es wirkt wie eine Mischung als älteren In Flames und Sentenced. Leider passt Mikko wieder nicht so ganz zum musikalischen Gesamtbild. Trotzdem, ist es ein recht guter Song mit ordentlich „Schmackes“.

Als nächster Song, ist „Emotional Graveyard“ an der Reihe. Mit diesem Lied, wenden sie sich von den bereits genannten Bands ab. Stars Of Solide fahren hier endlich ihren eigenen Stil. Es ist ein recht ruhiger Titel, der aber im letzten Drittel mit einer guten Doubles auffährt. Stark!

Der siebente Titel ist „Dead Love Resurrection“ – nun wieder mehr Richtung In Flames Stil. Er klingt modern und eignet sich gut zum headbangen.

Last but not least, als letzter Titel des Albums, kommt „The End Of Me” daher. Natürlich nochmal in guter alter Manier von… na ihr wisst schon wer 

Fazit:

Es ist ein durchaus gutes Debütalbum geworden, was aber vom Stil her, doch etwas unausgegoren ist und weitaus besser sein könnte. Zu oft, wird man einfach an andere Bands erinnert – was nicht immer zwangsläufig schlecht ist, aber dem eigenen Stil im Wege steht. Ob sich Stars Of Solide in der Zukunft vom Stil ihrer Vorbilder lösen können, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die Band gesanglich und spielerisch mehr zusammenrücken sollte, da in vielen Songs, die doch recht gute Stimme Mirkos untergeht oder zu schwach zum Rest klingt. Das Album ist also eher im Mittelfeld anzusiedeln, mit einer guten 6 von 10 Punkten.

geschrieben von Antje Reichelt

Links:
https://www.facebook.com/ScarsofSolitudeFI
https://twitter.com/ScarsOfSolitude
https://www.instagram.com/scarsofsolitude/
https://soundcloud.com/scarsofsolitude
https://scarsofsolitude.bandcamp.com/
https://www.youtube.com/channel/UCcH4O8CN_X0BJfQj26E44fg
http://spoti.fi/2mmxa14

Inverse Records: https://www.facebook.com/inverserecords/

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Reichsfeind – Living in Space – Rezension

Das deutsche Elektroprojekt Reichsfeind steht für den Widerstand gegen Unterdrückung von Schutzlosen, totalitäres Gebären und Homophobie. Anfang 2011 gegründet haben sie am 24.11.2017 schließlich ihr Debütalbum „Living in Space“ herausgebracht und lassen somit Freunde elektronischer Musik aufhorchen. Zudem wurden mit Kayfabe Lanoise (Wynardtage) und Echorausch erfahrene Kollegen mit an Bord geholt, welche ihren Teil zu den Klängen von Reichsfeind beitrugen.

Das Album bietet schöne melancholische Texte, tanzbar verpackt. Der großzügige Einsatz von Synthesizern und wohldosierter Stimmenverzerrung, gemischt mit ruhigen Klängen und Industrial-lastigen Beats geben der Musik von Reichsfeind einen ganz eigenen Stil.

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Der Titelsong „Living in Space“ hat durchaus Ohrwurmcharakter. Er schlägt sanftere Töne an und lässt das Album ruhig beginnen, wobei er Fragen aufgreift, die sich wohl jeder nach einer Trennung schon gestellt hat.

Detox“, die erste Singleauskopplung, wiederum erweckt die Lebensgeister mit harten Beats und einem schon fast gerappten Text. „Dilemma“ hingegen trägt einen mit seinen Melodien davon und lässt einen mal kurz träumen.

Mit dem sehnsuchtsvollen „You’re not here“ wird das Album wunderschön abgeschlossen und macht Vorfreude auf Werke, die da noch kommen mögen.

Auch wenn der Name des Projektes vielleicht etwas anderes suggeriert, so finden sich jedoch keine deutschen Texte auf dem Album. Was den Songs aber keinen Falls einen Abbruch tut.

Reichsfeind präsentiert in 12 Liedern eine beeindruckende Bandbreite an Elektroklängen. Von sanfterem Synthie Pop bis hin zu härteren Beats ist alles vertreten. Mit Remixen der Songs „Mountains“, „Fill the Void“, „Carrousel“ und „Far from Home“ runden sie das Album ab und gewähren weitere Einblicke in ihre musikalische Vielfalt.

geschrieben von Antje Montag

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TRACKLISTING:
01 LIVING IN SPACE
02 SOULPAINT
03 HARBINGER
04 DETOX
05 FILL THE VOID
06 FAR FROM HOME
07 DILEMMA
08 THE COLD SPELL
09 THE SHAPE
10 MOUNTAINS
11 CARROUSEL
12 YOU ARE NOT HERE
BONUS-TITEL:
13 MOUNTAINS (ROB DUST REMIX)
14 FILL THE VOID (MANEATER REMIX)
15 CARROUSEL (KAYFABE LANOISE REMIX)
16 FAR FROM HOME (KAYFABE LANOISE REMIX)

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=N3h4t-NbaLU

 

WEBLINKS:
WWW.FACEBOOK.COM/REICHSFEIND
WWW.REICHSFEIND.BANDCAMP.COM
WWW.SOUNDCLOUD.COM/REICHSFEIND
WWW.YOUTUBE.COM/REICHSFEINDOFFICIAL
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