Me Against The World – Breaking Apart – Rezension

 

Mir liegt das Debütalbum der Band Me Against The World aus Oberschwaben vor. Das Cover zeigt eine Industriekulisse mit Smogwolken auf der linken und eine Landschaft unberührter Natur auf der rechten. Diese scheinen in der Mitte auseinanderzubrechen und der Titel des Albums „Breaking Apart“ unterstreicht dieses Szenario. Besondere Erwähnung soll hier das Logo der Band bekommen – ein wichtiges Detail einer jeden Metal- und Rockband. Der Bandname ist in einer schönen, lesbaren aber auch einzigartigen Schrift dargestellt. Das graphische Detail ist die Erdkrümmung mit angedeuteten Kontinenten. Ich denke mir: So ein T-Shirt würde ich mir am Merch kaufen!

Doch nun genug des Lobes auf das Cover, es wird Zeit für die Musik!

Der Opener „Go Away“ startet mit einem klassischen Maiden-Lick gefolgt von einem waschechten Priest-Riff. Der Gesang beginnt und irgendwo schwingt James Hetfield mit. Es klingt nicht nachgemacht, aber die Einflüsse scheinen klar und machen Lust auf mehr. Ich vermute, dass es so weiter geht…weit gefehlt. Der zweite Titel „Dead or Alive“ beginnt mit einem harten Pantera-esquen Riff und wechselt mit flotten Tempi-Wechsel in die Bridge und weiter in den Chorus. „Defrauded“ entführt uns in die Welt des Alternative-Metal und eine Anlehnung an System of a Down ist nicht zu leugnen. Nach den harten, verspielten, ersten Songs entführen uns die Oberschwaben nun mit „Dying World“ in eine ruhige, akustische Ballade. Genug der Ruhe – „Say no more“ ist ein Thrash-Brett mit etwas Gojira im Gesang. In diesem Genre bleibt die Stimmung und die Tracks „Against the world“ und „This day we fight“ könnten auch von Metallica oder Bullet For My Valentine sein. Der Titel-Track „Breaking Apart“ ist in zwei Versionen auf der CD zu finden – im special-radio-edit mit zusätzlicher weiblicher Backgroundstimme. Hier zeigt sich die ganze Bandbreite der Stilistiken im Dreivierteltakt – sehr catchy! Wo wir gerade bei außergewöhnlichen Rhythmen sind: „Eternal Sorrow“ wechselt von Slipknot-angehauchten Riffs und Gesang in komplizierte Triolen. Die CD findet ihr Ende mit dem 10 Minuten Epos „Morgans Misery“ (mein Favorit auf der CD) und spätestens hier kann man kaum einen Vergleich treffen.

Ein gelungenes, ehrliches Debütalbum mit einem interessanten Mix verschiedener Stilrichtungen. Schöne Melodien, harte Riffs und, für Metal, außergewöhnliche und komplexe Rhythmus- und Tempiwechsel. Die klare Stimme des Sängers hängt sich an und führt den Hörer, wie ein roter Faden, durch die Stücke.

geschrieben von Marc Seidler

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Website: http://www.meagainsttheworld.de/?fbclid=IwAR2nBYHcyiSKBerjaYBa6oC6DEAq-_rjv4DataccQ5zBifYORlh9DBm7DsE

Label: http://www.fastball-music.de/