Maryann Cotton – Hallelujah

Maryann Cotton is a Danish / American shock rock singer, songwriter, and musician / hard rock band formed in 2007.

He is considered by fans and peers alike to be “The Prince Of Shock Rock”. He took his name from a famous serial killer, and with energetic live performances he has made plenty of

positive publicity around the world.

Tracklist: 
01 Hallelujah
02 Night In California
03 I’m Your Saint
04 White Pearl
05 Those Things To Come
06 Eternal Love Forever
07 Take Me Home (Delilah)
08 My Own Way

 

 

– Rezension –

Kein Geld für Verhütung? Bring die Kinder um. Ehemann passt Dir nicht? Bring ihn doch einfach auch um die Ecke. Probiere den nächsten, auch nicht gut? Ein Platz auf dem Friedhof ist sicher frei – neben der nervigen Mutter. Kind 8 zetert nur, Gift in den Kuchen. Vielleicht war die britische Serienmörderin Mary Ann Cotton die Vorlage für „Pyradonis Pudding mit Arsen für Kleopatra“ aus Asterix und Obelix und für die Rocker Maryann Cotton, deren neue CD „Hallelujah“ am 03.Juli 2020 erscheint.

Nach dem Umzug in die USA ist der Frontmann Maryann Cotton nun näher an den Wurzeln seiner Ursprünge. Alle Fans des 80er und 90er Glam / Sleaze Metals sollten die Ohren unter den Haarspray gestärkten Mähnen spitzen und die Leggins eine Nummer enger kaufen. Den Zuhörer erwartet eine 35-minütige CD gespickt mit geilen Riffs und Powerballaden.

Das vierte Studioalbum ist laut Cotton das beste und ehrlichste, das er je geschrieben hat. Er verarbeitet die Geschehnisse der letzten Jahre nach der Auflösung der Band und der Reunion. Natürlich, das darf in keiner Sleaze-Karriere fehlen, singt er von seinen persönlichen Erfahrungen mit Partys, GirlsGirlsGirls, Drogen und Alkohol.

Der Opener, sogleich der Titelsong, „Hallelujah“ lässt direkt vermuten wo die Reise hingeht. Man ist wieder da – Halleluja. Das Keyboard ist präsent und auch die Stimme, die sofort an Alice Cooper erinnert. Schöne Schmonzetten-Soli runden das ganze ab.

Der zweite Song „Night in California“ ist ein klassisches Sleaze Brett und könnte so aus der Mötley Crüe Schmiede kommen. Treibender Bass, Snare auf jedem Takt und ein Text, der Frauenbrüste – Entschuldigung: Frauenherzen – höher schlagen lässt. Das Groupie wird in den Cadillac verfrachtet, es wird getrunken und eine Party nach der anderen abgeklappert bis man schließlich in der Koje landet. Am Ende des Songs huldigt man einer weiteren Band. Der Bass/Drum Verlauf ist eindeutig von GnR abgeschaut. Welcome to the Jungle!

Der Song „I’m Your Saint“ wurde bereits ausgekoppelt und ist auf Streaming Diensten zu hören. Ein Video wurde ebenfalls auf YouTube gestellt. Ein Lyrics-only Video, nichts Spektakuläres. Der Song ist eingängig aber leider sehr vorhersagbar. Die kleine Überraschung des Keyboards in der Mitte mit Melodien, die an Tales of the Crypt erinnern, lockert das Stück ein wenig auf.

White Pearl“ und „Those Things To Come“ sind zwei kleine Filler-Songs, die ganz OK sind, aber die Wurst rutscht nicht vom Brot. Nun muss es aber kommen, wie es kommen soll und warum man solche Bands liebt. Eine Power Ballade par excellence. Um „Eternal Love Forever“ zu beschreiben starten wir zur Rettung der Welt und Papa drückt den Knopf. Aerosmiths “I Don’t Want to Miss a Thing“ ist vom Aufbau und den Akkorden ähnlich, schafft es aber dennoch nicht zu meinem Favorit der CD. „Take me Home“ beginnt mit einem Marc Boland Riff und Cotton versucht sich am Falsett. Das war aber auch die ganze Überraschung.

Der letzte Song auf der CD „My Own Way“ ist stolze 8 Minuten lang und bildet das Resümee der CD und der persönlichen Entwicklung Cottons. Da das Arrangement super ist, überrascht, Tempi-Wechsel hat und der Text ehrlich ist, schafft er es auf meine Nummer 1 der CD. Das Lied ist wie ein extrem gut gemachter Mash-Up und das habe ich so in der Rock-Metal Szene noch nie gehört. Ich hoffe es war beabsichtigt, denn das wäre der Kracher in Tüten und müsste wiederholt werden. Es beginnt mit einem ruhigen Klavierstück, das mich an den frühen Elton John erinnert. Beim Einsatz der Band erkenne ich etwas „Don’t Know What You Got“ von Cinderella. Die Dramatik steigert sich und ich denke an das Riff „Kashmir“ von Led Zeppelin. Hier und da blitzt eine „Sweet Child O Mine“ Melodie auf und zum Schluss paart sich „November Rain“ der GnRs dazu. Ich kann nicht mehr tun als aufzustehen und zu applaudieren. Hammer.

Insgesamt macht die CD einen guten Eindruck und ist super produziert. Sie bietet zwar wenig Überraschungen und spielt oft mit den Klischees des Genres, aber ist dennoch gut genug, um nicht im Brei unterzugehen. Die CD wird viele Fans haben. Ich persönlich vergebe 7 von 10 pinke Lipgloss.

geschrieben von Marc Seidler

 

 

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