Lilys Engelskostüm hat kaputte Flügel – Neuerscheinung – Hanna-Linn Hava

Lilys Engelskostüm hat kaputte Flügel

“Die Leute klammern sich an die Hoffnung, als könnten sie von ihr gerettet werden. So was macht diese Schlampe aber nicht. Sie flüstert mit süßer Stimme Versprechungen und zeigt euch die Bilder, die ihr euch ersehnt.
Und gerade dann, wenn ihr zu glauben beginnt, dass vielleicht doch alles gut werden könnte, lässt sie euch los. Und ihr fallt in einen bodenlosen, eisigen Abgrund, ihr höhnisches Gelächter im Ohr.

Die Hoffnung flüsterte mir zu, ich könnte möglicherweise doch einfach ein normales Mädchen sein.
Und ihre Stimme war süß wie billige Nougatpralinen.”

Aber Lily ist kein normales Mädchen. Und ihre Geschichte ist keine gewöhnliche Geschichte.

Eindringlich lässt Hanna-Linn Hava die 16-jährige Lily zu Wort kommen, die das Asperger Syndrom hat, ohne davon zu wissen, und eröffnet dabei nicht nur einen faszinierenden Blick in eine andersartige Seele, sondern hält auch der Gesellschaft erfrischend unmoralisch einen gnadenlosen Spiegel vor.

Vorbestellen hier: 

https://hannalinnhava.de/vorbestellung

 

Für die Träumer:

Hanna-Linn wurde vor 202 Jahren als letzter Sohn eines uralten, längst ausgestorbenen Adelsgeschlechts mit moosgrünem Blut geboren und sofort im finsteren Wald ausgesetzt, weil sie kein Prinz sein wollte. Noch heute sind ihre Tränen türkisfarben, wenn sie weint, was stets nur bei schlechten Filmen geschieht.

Nachdem sie von einem Wanderzirkus der tückischen Clown-Feen aufgelesen wurde, lernte sie schon früh die hohe Kunst der Hornissendressur und der Irrlichterjonglage.Im Alter von 5 wurde sie von ihrer Adoptivfamilie wegen zu hohem Wuchs verstoßen und trieb sich daraufhin einige Jahrzehnte mit zwielichtem Volk in der Unterwelt herum. Über diese Zeit ist glücklicherweise wenig überliefert.

Um einige Erfahrungen reicher –wie zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Einhörnern und Jungfrauen, der darin besteht, das erstere letztere fressen- widmete sie sich den wilden Wissenschaften und verbrachte einsame Monate in der Antarktis um die letzten Schneedrachen zu erforschen. Sie traf leider nur chronisch depressive Yetis an.
Enttäuscht von der Kälte, suchte sie in den südlichsten Wüsten ihr Glück, wo sie eine Weile friedlich ein Cafe für Geister unterhielt, bis sie von einem genmanipulierten Tagpfauenauge gebissen wurde und sich mit einem unheilbaren Überschuss an Fantasie infizierte.
Da sie dadurch Schwierigkeiten mit dem Unterschied zwischen Realität und Wahn bekam, musste sie lange ihren Lebensunterhalt mit dem Züchten von Seegurken verdienen, bevor sie auf die glorreiche Idee kam, Gedichte zu schreiben, wodurch sie zu unermesslichem Reichtum gelangte.

Heute kümmert sie sich um wildgewordene Oxymorone, die sie einfängt, zähmt und wieder freilässt. Sie hat einen lauen Wind als Haustier und manchmal bekommt sie noch Besuch von den Toten. Erst gestern führte sie eine angeregte Diskussion mit Oscar Wilde und Kurt Cobain über die Zubereitung von Gewitterbowle.

 

Für die Realisten:

Hanna-Linn Hava, geboren 1978, wurde bereits mit dem Würth-Literaturpreis ausgezeichnet und veröffentlicht nach dem Fantasy-Thriller “Schneewittchens Geister” nun ihren zweiten Roman “Lilys Engelskostüm hat kaputte Flügel”.

Bei ihrem Sohn wurde 2014 das Asperger Syndrom diagnostiziert und bei ihr selbst ein dementsprechender Verdacht geäußert. Seitdem setzt sie sich intensiv mit dem Thema Autismus auseinander.

Sie hat nie einen ordentlichen Beruf gelernt, sondern ein paar Wochen die Ausbildung zur Goldschmiedin in Pforzheim probiert, ein paar Semester Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert, einige Zeit als Teilhaberin eines feministischen Bioladen-Kollektivs in Tübingen garbeitet, ein paar Seminare für professionelles Sprechen an der Internationalen Schauspielschule in München besucht, und ansonsten war sie damit beschäftigt, allen gesellschaftlichen Zwängen auszuweichen, die Eigenheiten der menschlichen Spezies zu studieren und der Versuchung zu widerstehen, wahnsinnig zu werden.

Auf Instagram publiziert sie poetische Werke, die bereits in dem Lyrikband “Trotzigschön – Poesie aus Anderswann” herausgebracht wurden und verspinnt allgemein in ihren Arbeiten dunkle Romantik mit kompromissloser Prosa.

 

Ausserdem erschienen: 

Schneewittchens Geister

Ein erfrischend modernes Märchen mit einem ordentlichen Schuss Irrsinn.

Schneewittchen heißt eigentlich Ernestine Nordmoor. Und sie mag Totenköpfe. Sie raucht, ist depressiv und eine Hypochonderin. Weil sie außerdem noch Geister sieht, ist sie in der Psychiatrie ein Dauergast. Ansonsten lebt sie mit Cerberus, ihrem Hund … (besser: ihrem HUND) in einem Haus, das sie aus Versehen geerbt hat. Als sie eines Tages auf einen sehr verdächtigen Prinzen trifft, ist plötzlich nichts mehr wie zuvor. Ernestine muss um ihr Leben fürchten, denn plötzlich ist nicht nur eine böse Hexe und ein Auftragsmörder hinter ihr her, sondern auch gleich der Leibhaftige …

Hanna-Linn Hava spinnt das Grimmsche Garn frech weiter zu einem furiosen Spektakel, in dem sich Dornröschen, Rotkäppchen und Schneewittchen auf sehr unkonventionelle Weise die Klinke in die Hand geben und sich mit Geistern, Lindwürmern und allerlei wenig zimperlichen Gestalten herumschlagen müssen. Mitunter tragische Fantasy, sehr spannend, höchst amüsant und definitiv für Erwachsene. Ein Märchen, das man Kindern auch nicht vorlesen sollte, jedenfalls nicht vor dem Einschlafen.

 

„Trotzigschön –
Poesie aus anderswann“

 

„Sein Name war
Jonas“
Kurzgeschichte
(Anthologie)

 

 

 

https://www.facebook.com/madame.irrlicht/

https://hannalinnhava.de/musenkuesse

https://hannalinnhava.de/

 

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.