LACRIMOSA die Doppel-CD-Compilation „Zeitreise“ – Tourdaten – Rezension

Das Album ist bereits erschienen und LACRIMOSA werden noch diesen Monat einige Gigs in Deutschland spielen.

23.04. BOCHUM – Zeche
24.04. MÜNCHEN – Backstage
25.04. BERLIN – Columbia Theater
26.04. DRESDEN – Reithalle Str. E
27.04. JENA – F-Haus

 

Am 22. März 2019 veröffentlicht LACRIMOSA die Doppel-CD-Compilation „Zeitreise“ – eine Werkesammlung, die aus der Vergangenheit bis in die Zukunft reicht!

Nach 30 Jahren kann Tilo Wolff auf ein imposantes Gesamtschaffen mit LACRIMOSA zurückblicken. Die Doppel-CD-Compilation „Zeitreise“ fasst nun 25 Titel in einer beeindrucken Werkschau zusammen, die von den Anfängen bis in die Zukunft reicht.

„Wir befinden uns im 30. Jahr Lacrimosas und mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass ein nicht unerheblicher Teil unseres Publikums etwas Mühe hat, das gesamte Werk mit seinen weit mehr als 100 Kompositionen zu überblicken – was ja auch mehr als verständlich ist! Daher ist es uns ein Bedürfnis, eine kompakte Reise durch die Geschichte Lacrimosas anzubieten, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht! Und so ist der Titel „Zeitreise“ auch wirklich Programm, denn nebst dem Einblick in die Geschichte (sowie speziellen Versionen mancher Songs) bietet die Doppel-CD mit „Lass die Nacht nicht über mich fallen – Reprise“ eine radikale Neuaufnahme dieses besonderen Titels und mit „Drei Sekunden“ einen exklusiven, taufrischen neuen Song! Und sogar in die Zukunft reicht diese Sammlung, denn mit „Im Schatten der Sonne“ präsentieren wir Euch eine weitere neue Komposition und damit gleichzeitig einen Ausblick auf das nächste Studioalbum! Lacrimosa entsprechend wird natürlich auch diese CD im aufwändigen Design mit dickem Booklet und vielen, teilweise unveröffentlichten Fotos ausgestattet sein! Ich hoffe, „Zeitreise“ wird Euch Freude bereiten!“

– Tilo Wolff

Lacrimosa – Zeitreise – Rezension

Wer sich schon lange in der schwarzen Szene aufhält, der kommt um Lacrimosa nicht herum. Bereits seit 1990 gibt es die Formation um Tilo Wolff. Mit 13 Studioalben und über 100 Kompositionen haben Lacrimosa bisher schon ein beeindruckendes Gesamtwerk erschaffen und sollten mit Songs wie „Copycat“ oder „Stolzes Herz“ so ziemlich jedem ein Begriff sein. Nun haben sie am 22. März 2019 mit „Zeitreise“ ein Best of Album veröffentlicht, welches einen wirklich guten Querschnitt durch die Werke von 1990 bis heute bietet und auch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft gewährt. In 25 Songs kann man sich auf diesem Doppelalbum quer durch die Geschichte Lacrimosas hören und somit im wahrsten Sinne des Wortes eine „Zeitreise“ unternehmen.

Unter anderem hat es der Song „Lichtgestalt“ aus dem gleichnamigen Album von 2009 auf den Tonträger geschafft. Ein Lied, welches ich liebe, seit ich es das erste Mal gehört habe. Mit seiner schon fast bedrohlichen Beschreibung, inwiefern der Schatten Teil jeder Lichtgestalt ist und der entsprechenden musikalischen Untermalung, wird einfach eine unvergleichliche Atmosphäre geschaffen.

Ein verhältnismäßig junges Stück ist „Die Unbekannte Farbe“ vom 2015 veröffentlichen Album „Hoffnung“. Nach einem ruhigen Pianointro gewinnt das Lied schließlich an Tempo und Druck und beherbergt längere Instrumentalpassagen. Es klingt am Ende genauso ruhig aus, wie es begann und ist wieder ein Song, in dem man sich verlieren kann.

Mit dem 2012 auf dem Album „Revolution“ erschienen „Irgendein Arsch ist immer unterwegs“ trifft Herr Wolff den Nagel auf den Kopf. Denn egal wie gut es für einen gerade läuft, am Ende kommt immer irgendein Arsch um die Ecke und macht alles kaputt. Der Song beginnt mit einem ruhigen Klavierintro und nimmt dann an Fahrt auf. Auf jeden Fall ein Stück, in das man sich gut einfühlen kann.

Stolzes Herz“ ist einer der bekannteren Songs. Bei dem Werk aus dem Album „Stille“ von 1997 wird Tilos Stimme zunächst nur von zarten Streichern und Klaviertönen begleitet, später gewinnt der Song an Tempo und Härte. Immer wieder wechseln ruhige Passagen mit schnelleren Abschnitten und versetzen den Hörer in Aufbruchstimmung.

Mit „Copycat“ haben Lacrimosa einen weiteren Hit auf die CD gepackt. Der Song aus dem Jahr 1995, erschienen auf dem Album „Inferno“, ist einer der selteneren englisch sprachigen Titel. Er ist ein zackiger Gothicrock Song, bei dem Tilo Wolff auf seine tiefste Stimmlage zurückgreift.

Aus dem Album „Elodia“ von 1999 wurde auch „Ich verlasse heut dein Herz“ ausgewählt. Dieses Lied beschreibt in einer herzergreifenden Art und Weise eine Trennung aus der Sicht von dem, der geht. Es ist ein sehr langer Song mit einer Mischung aus Dank und Abschied, der ausgedehnte Instrumental Sequenzen enthält.

Ein ganz neues Stück ist hingegen „Drei Sekunden“. Auch dieser Song ist ganz im Stile Tilo Wolffs. Es gibt schnelle, kraftvolle Passagen, die sich mit ruhigeren Teilen abwechseln. Die Stimme des Sängers steht auch hier sehr deutlich im Vordergrund. Schon alleine der Satz „Drei Sekunden sind ein Leben“, haben sich mir so eingeprägt, dass ich den Song mehr als einmal gehört habe, um ihn ganz erfassen zu können.

Den Ausklang der Doppel-CD und gleichzeitig einen Ausblick in die Zukunft bildet „Im Schatten der Sonne“. Der Song empfängt den Hörer mit einem tiefen, melancholischen Klavierintro und ist zunächst ein ruhiges Stück. Die Aussage des Songs ist sehr klar: Alle Menschen sind gleich. Keiner ist mehr oder weniger Wert. Nur im Schatten der Sonne sieht die Realität leider oft anders aus. Den Ausklang aus dem Lied bilden Alltagsgeräusche. Man darf gespannt sein, was Lacrimosa für ein neues Studioalbum noch für Werke hervorbringen werden.

Eines lässt sich über Lacrimosa in jedem Fall sagen: Sie sind sich und ihrem Stil in all den Jahren treu geblieben, ohne sich jedoch zu wiederholen. Ihre Musik ist unverkennbar und auch im dreißigsten Jahr ihrer Bandgeschichte sind Lacrimosa kein bisschen leiser und schon gar nicht eintönig.

geschrieben von Antje Heine

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