Kall „Brand“ – VÖ: June 19th, 2020

Kall „Brand“: „The Velvet Underground of black ’n‘ roll“ are back! Second album by former Lifelover members.

Brand by Kall, featuring three members of depressive black metal pioneers Lifelover, a musical journey of self-empowerment through the idioms of extreme metal, indie rock and psychedelia …

Line-up:

Kim – vocals
Fix – guitar
H. – guitar
Sofia – saxophone
Phil A. Cirone – bass
Peter – drums

Tracklist:
1] Rise
2] Fervour
3] Eld
4] Fukta din Aska
5] Hide Below
6] Fall

Discography:
Kall – Kall (2014)
Kall – Brand (2020)

Lyrics

Rise”

Hoisted in a cage with bright and flashing colours

A kaleidoscope of dreams turned black as night

Snakes gathering around dressed in feathers

Screaming and clawing crawling and letting go

A place where chaos is forbidden wreak ruin and sing!

A place where silence is forgotten rise and build again!

Fervour”

Surface – let it stain Envelop – let it drain

Deeper – numb the pain…again

Let the blood – Escape Let the spirit – Awake

Another wound that will be gateways to truly see

Let the blood – Awake Let the spirit – Escape

Eld”

Tag en plats vid elden och sjunk genom marken

Du möter våra blickar du följer vår röst

Kroppen förmultnar tankarna osar

Den du var försvinner du är fri medan världen brinner

Blunda och sträck ut din tunga Det är döden vi vill fånga

Dina sista andetag var av kolmonoxid Du har lämnats ensam

ändå är vi alla bredvid Röken stiger tillsammans med din själ

Fukta DIn Aska”

Drickom ur Trötta barn, drick upp och låt oss smaka döden och överge hoppet här

Hoppet ler falskt och snärjer Det döljer att vi brinner

I en förlorad värld Ödeslösa och förgängliga  en ändlös kosmisk scen Dansar vi vår dans

Hide below”

Submerge hide below Adrift among shadows waiting for the snow Silently the leaves are falling

Closer the wind is calling

Fall”

Hands submerged in soil pebbles shed as scales Dividing the voids below serpent two-fold

Emerging through matter A whisper echoes from afar An existence of trembling

Like all leaves you are meant to fall

 

Rezension – Kall „Brand“

Es brennen mal wieder die Wälder in Australien, die Welt hält den Atem an. Für wen? Natürlich für die Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren. Die Flora und Fauna sieht das anders. Schon immer brennt es dort und der verbrannte Boden ist kein karges Land. Schon Tage später sprießt und grünt es überall, die Natur hat sich darauf spezialisiert. Der Phoenix aus der Asche ist kein Fabelwesen sondern ein Fabelpflänzchen, dass man jährlich live beobachten kann. Eben dieses Bildnis zeigt sich auf dem Cover der neuen CD „Brand“ von der schwedischen Blackmetal Band Kall. Die Sonne, die über dem Verbrannten thront zeigt das Bandlogo, bzw. die Bandrune.

Mit sechs Songs und einer Laufzeit von knapp einer Stunde ist die Marschrichtung vorgegeben. Es erwarten den Zuhörer lange epische Songs.

Das erste Durchhören hat mich grübeln lassen. Das hatte ich so nicht erwartet. Jeder, der nur Blackmetal hört muss sein Gehirn resetten und jeder der andere Musik hört kann dies auch tun und macht vielleicht eine neue Erfahrung.

Schon beim Opener „Rise“ merkt man, das ist keine leichte Kost. Die ersten Töne der verzerrten Gitarre sind dissonant, schief und man denkt jemand stimme seine Gitarre. Wenn die anderen Instrumente einsetzen verlinken sich die Schaltkreise im Hirn neu. Soll man auf ein Instrument hören, versuchen den Klangteppich zu verstehen oder es einfach wirken lassen? Klare Teile mit Headbangcharakter wechseln sich mit avantgardistischen Intermezzi ab. Teilweise klingt es als sein ein Orchester beim Einspielen/Stimmen bevor die Oper startet. Der Sänger growlt und quietscht. Ich dachte, so hohe Screams könnte nur Dani Filth.

Fervour“ ist ein ruhiges jazziges Stück, das mit Melodic Black Metal Parts bestückt ist. Der Jazz Charakter bleibt zum einen durch die herausragende Spielweise des Bassisten erhalten, aber es gesellt sich ein Saxophon hinzu, dass dem Ganzen noch eine interessante Zusatznote verleiht.

Der nächste Song beginnt und ich bekomme Gänsehaut. Es gibt CDs oder Bands, die man mit persönlichen Zeiten oder Erfahrungen verbindet und die man immer wieder und wieder hört. So ging/geht es mir mit den Smashing Pumpkins. Mit den ersten drei CDs habe sie einen ganz speziellen Sound geprägt und ihre krachigen Gitarren mit dem jazzigen Drumset von Chamberlin verknüpft. „Eld“ ist so erstaunlich ähnlich und so gefällig, dass er es auf der CD zu meinem Lieblingtrack und Anspieltipp gebracht hat.

Fukta din Aska“ ist das längste Stück auf der CD und vereint alle Stilistiken der Vorgänger in einem Titel. Fast schon Alternative ähnlicher Einstieg, Blackmetal Headbang Teile, Dissonanz, Jazziges und Avantgardistisches im Wechsel oder auch mal zusammen. Es ist immer was los.

Hide Below“ und „Fall“ lassen die CD ausklingen, bieten aber auch wenig neues.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese CD nichts für Hörer ist, die nur „True“ an sich heran lassen. Wenn man sich darauf einlässt vermischen sich nicht nur die Gitarrengenre, sondern man blickt über den Tellerrand zu anderen Musikrichtungen. Vielleicht ist ein Jazz-Hörer mal mutig genug auf ein Metal Konzert zu gehen? Da ich selbst kein Jazzhörer bin, war es schwer für mich in die CD zu finden, aber ich habe es nicht bereut, doch das eine oder andere Schätzchen gefunden und ziehe meinen Hut vor der Kreativität und Spielkunst der Band. Ich vergebe 8 von 10 Metal-Blasinstrumente

geschrieben von Marc Seidler

 

pre-sale:

prophecy.lnk.to/kall-brand

bandcamp: https://kallofficial.bandcamp.com/

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