iSTAR : Durch die Nacht – DAS ALBOOK von Amandas Nadel – inklusive Interview;-)

Amandas … wer ?!
Amandas! Die Nadel!
Unbändige Leidenschaft in der Kehle und den Teufel in
sechs Saiten gebannt. Mit herzbetonten Lyrics und starken Melodien zum Mitsingen lockt Amandas aus der Komfortzone. Das ist nicht systemkonform.
Das ist nicht brav. Aber es trifft Dich in der Seele …
… und tritt Dir in den Arsch.
Seit sein Debütalbum „Sticht“ 2015 ist viel Zeit vergangen. Amandas hat eine erstaunliche Persönlichkeitsveränderung vollzogen. Vom bärtigen „Haudrauf“ zum fast fragilen Mädchenjungen. Ja. Das hat einen Hintergrund. Amandas ist Transgender. Er definiert sich selbst als „non-binary“, als beiden oder keinem Geschlecht zugehörig und möchte das – nach jahrelangem inneren Kampf und enormem Druck und Ablehnung durch Familie und Gesellschaft – auch nach Außen klar darstellen und vertreten.
Den Namen Amandas hat er schon 2007 in Anspielung an seine non-binary-Selbst- Definition bewusst gewählt. Amanda mit S.
Ein Mann und eine Frau, die immer beides sind. Hart und weich, Feuer und
Wasser, sanft und brutal, verspielt und „in your face“.
Ein quadruple Bourbon-Espresso mit roten Haaren … und einem Stück Zucker.

iSTAR : Durch die Nacht – DAS ALBOOK von Amandas Nadel

„Du bist ein Versager. Eine Jammergestalt, Shara…“, Eleonoras
gleichgültige, fast monotone Stimme schnitt wie ein Damaszenerdolch durch die rauchgeschwängerte Luft der kleinen Küche…“
Mit diesen Worten beginnt Amandas´ neue Veröffentlichung. Und sie ist etwas besonderes!
Das erste Albook. Album und Buch. Das erste NDH/Metal-Hörbuch der Welt.
Explicit Content! Nicht jugendfrei!

Bezugnehmend auf die Storyline seiner ersten Single seines Debut-Albums „Sticht“ baut Amandas eine spannende Geschichte rund um den Musiker Shara, der in die Fänge
Wiedergängerin Eleonora gerät und untermalt sie gekonnt harten Klängen seiner Musik, wobei die einzelnen 8 Namen der dazugehörigen Lieder tragen.
Eine Geschichte, die oberflächlich betrachtet eine spannend romantische im Reich der Untoten ist, aber sich psychologischen Themen wie Co-Abhängigkeit beschäftigt
eintaucht in okkulte Weisheiten vergangener Jahrtausende Explicit Content! Nicht jugendfrei!
Liebevoll setzt Amandas der babylonischen Göttin ISHTAR Denkmal und setzt sie sehr unaufdringlich unausgesprochenen Mittelpunkt einer Geschichte
schmerzhaften Wege der Liebe garniert mit starken erotischer Leidenschaft.

Illustriert von 8 wundervollen Manga-Illustrationen von Grimsel. Das Buch kommt mit einer DVD-Beilage, die das Hörbuch enthält und alle noch einmal separat (für diejenigen, die nur die Musik alleine genießen wollen). Und zwei Datei-Formaten. HQ 320 MP3 UND für den Audiopuristen in FLAC 44/16.

Schauen wir mal rein:

SINGLE 1 – 26.12.2019
Kapitel 1 – Ich Lieb Dich Nicht
„Im Bett konnte Shara mit ihr eine Energie entwickeln, die für ihn bis dato unvergleichlich war. Sie wanden sich im Spiel der Lust wie Schlangen um den Baum der Erkenntnis. Süß der Apfel, bitter das Gift der Konsequenz. Gier. Sie nahmen von einander Besitz und Shara drang in sie ein. Sie stöhnte laut auf. „Liebe mich!“, schrie er verzweifelt, und er fickte sie. Hart und tief.“ Nach diesen Worten bricht der Song hart in den Handlungsstrang und baut gekonnt
Gänsehautfeeling auf. Bedingungslos deckt Amandas Co-Dependency Issues auf und
drückt sprichwörtlich seinen Finger in unterwürfige Liebes-Sucht. Ein Song der das
jämmerliche Flehen nach Liebe zu jedem Preis aufdeckt. Masochistische Hingabe an
jemanden, der nichts zurück gibt.

Kapitel 2 – Einsamkeit
„Zitternd lag er auf dem polierten Eichenboden und tiefe Einsamkeit quoll aus seinem Unterbewusstsein in sein vernebeltes Denken. Ein menschliches Gefühl. Die dämonische
Sicherheit der vergangenen Monate hatte einen Sprung bekommen. Ächzend stöhnend raffte er sich schließlich auf und verließ leise fluchend das Appartement.“ Song und Kapitel widmen sich dem urmenschlichen Gefühl der Einsamkeit und den daraus resultierenden inneren Kämpfen und Zerrissenheiten.

Kapitel 3 – Dunkelheit

„Venera erschrak und schrie auf, doch diesmal behielt sie die Fassung. Zitternd, aber beherzt griff sie nach einer leeren Blumenvase, bereit damit zu zuschlagen und rief: „Wer bist du
und was willst du von mir?!“ „Ich bin die Dunkelheit.“, antwortete Shara mit sanftem Ton…“ Mit „Dunkelheit“ greift Amandas seine Debütsingle „Vampir“ noch einmal auf, macht sie als wiederkehrendes Thema zum roten Faden und haucht ihr in völligem Neu-Arrangement neues Leben und überraschend durchschlagende Energie ein.

Kapitel 4 – Tanz Mit Mir

„Veneras kristallblaues Haar peitschte durch die Luft. Im Gleichklang ihrer Seelen tanzten sie über die alten Wege, sprangen über Grabsteine, fegten über polierte Marmorplatten,
stießen Kerzen um und wirbelten wie Derwische durch die Stille der letzten Ruhestätte der Sterblichen. Niemand hat die Untoten je tanzen gesehen.“ Romantischer erster Höhepunkt einer Liebe, die keine Zeit kennt. Seelenverwandte, die einander ohne Worte erkennen und hören. Vereinigung und Unterwerfung.

Kapitel 5 – Göttin

„Mit einem zischenden Geräusch loderten plötzlich die Augen des Standbildes der Göttin gleißend weiß auf, und der Stern in der Mitte der Stirn begann pulsierend Wellen von Licht abzustrahlen. Aber es schien kein Licht zu sein. Es war zu langsam. Wie transparent strahlendes Plasma wanderten Wellen durch den Raum, durchdrangen sie und ihren in Trance versunkenen Schöpfer, schlugen am Marmor der Wände auf und prallten wieder ab, um ein unüberschaubares Flackern des Raumes zu erzeugen. Schließlich öffnete Shara seine Augen und Griff nach dem silbernen Kelch, der zu Ishtars Füßen stand.“ Mit „Göttin“ setzt Amandas dem Divine Feminine – dem göttlichen weiblichen Prinzip – ein Denkmal und erzählt die Geschichte einer Initiation in uralte babylonische Philosophien und Weisheiten. Die Protagonisten Shara und Venera lieben einander am marmornen Altar im Tempel der Göttin ISHTAR. Eine den patriarchalisch-dogmatisch strengen Strukturen der 3 abrahamitischen Religionen völlig fremde Darstellung der körperlichenVereinigung als ein Akt höchster göttlicher Liebe und seelischem Gleichklang. Tabubruch und Aufreißen veralteter religiöser Denkweisen. NDH und Spiritualität? Ja! Es funktioniert.

Kapitel 6 – Durch die Nacht
„Shara, der mit heruntergezogenen Hosen und harter Erektion da stand, schaute überrumpelt und verdutzt, als die Jugendlichen spöttisch lachend an ihm vorbeizogen. „Na warte! Du kleine Ratte!“, rief er ihr nach, brach aber sogleich in Gelächter aus, während er ihr, sich humpelnd die Hosen hochziehend, nachlief. Sie rannte laut lachend über die Wiese. Shara, seine Gürtelschnalle schließend, ihr auf den Fersen.“ Eine Nacht im Vergnügungspark „Divo Ostrov“. Shara und Venera zelebrieren die verspielte Leichtigkeit ihrer Liebe wie Kinder in einem Feuer von Leidenschaft und Hingabe. Der Titelsong des Albooks träumt vom Pathos einer romantischen Liebe. Trotzige Nickelback-Romantik in deutscher Sprache. Amandas kümmert sich nicht um die Romantik-Allergiker. Denn er meint es ernst und setzt ganz bewusst die Euphorie der Verliebtheit in den Mittelpunkt. Ein unglaublich starker Song, der im Ohr bleibt und zum passionierten Mitsingen einlädt.

Kapitel 7 – Wie Die Wölfe

„In dieser Sekunde brach im Penthouse des wunderschönen Altbaus aus der Zeit Peter des Großen die lebendige Hölle los. Zähne klappten scharf nach unten, und mit der chirurgischen Präzision von Raubtieren, rissen die beiden Untoten einer und einem nach dem anderen die Adern auf. Versetzten die Anwesenden in Todesangst und nackte Panik. Die, die fliehen wollten, wurden, schneller als das Licht, an der Tür erwartet und brachen, einer nach dem anderen als leere graue Hüllen zusammen.“ Shara und Venera erleben den Höhepunkt einer Nacht voller Leidenschaft und Blutdurst. Ein Song wie ein Rudel Wölfe, das rasend durch die Nacht hetzt und gnadenlos alles niederstreckt was ihm gefällt.

Kapitel 8 – Krieg

„ …Irgendetwas ist seltsam. Das gefällt mir gar nicht. Komm! Nach Hause! Schnell!“ Sie bogen gerade um die Ecke und wollten eben im Schatten der Seitengasse in den Nachthimmel fliehen, da stand sie vor ihnen: Eleonora! Shara blieb abrupt stehen und zog
Venera instinktiv schützend zu sich. Sein Blick verfinsterte sich. „Was willst Du?“ …“ Im achten und letzten Kapitel kommt es zum Showdown mit Sharas Schöpferin Eleonora und zu einer wilden Verfolgungsjagd durch das nächtliche St. Petersburg, die auf einem einsamen Schrottplatz am Rande der Stadt endet … Ein Song wie eine Schlacht. Harter Metal in dem Max Klee von der Band B.O.S.C.H. gefeatured wird.

Track Listing (Horbuch):
Kapitel 1 – Ich Lieb Dich Nicht 12:35
Kapitel 2 – Einsamkeit 34:17
Kapitel 3 – Dunkelheit 22:34
Kapitel 4 – Tanz Mit Mir 20:21
Kapitel 5 – Göttin 28:51
Kapitel 6 – Durch Die Nacht 12:03
Kapitel 7 – Wie die Wölfe 13:57
Kapitel 8 – Krieg 22:24

Track Listing (nur musik):
1. Ich Lieb Dich Nicht 04:23
2. Einsamkeit 04:17
3. Dunkelheit 04:17
4. Tanz Mit Mir 04:45
5. Göttin 05:10
6. Wie Die Wölfe 04:31
7. Krieg – featuring Max Klee 04:09
8. Durch Die Nacht 05:25

Line Up: 
Vocals, Guitar, Bass, Lesung – Amandas Nadel
Second Vocals – Betti Stewart
Drums – Max Haas ausser
Drums auf “Dunkelheit” – Alex Kerbl
Additional Vocals auf “Krieg” – Max Klee

In Gesamtheit konzipiert, geschrieben, komponiert,
arrangiert, mixed & mastered von Amandas Nadel
Executive Producer: Betti Stewart
Illustrationen: Lilian Grimsel & Amandas Nadel
Photos: Georg Gogoljak & Amandas Nadel
Herzlichen Dank an:
Betti Stewart, Max Haas, Max Klee, Alex Kerbl,

Amandas Nadel – iStar „Durch die Nacht“- Rezension

Diese Rezension ist etwas besonderes für mich. Es war ein größeres Projekt. Ein Albook, das erste seiner Art. Ein Hörbuch versehen mit Songs, die alle Gefühle der Protagonisten unmissverständlich und bittersüß untermalen. Ein Metal-Hörbuch sozusagen inklusive gedruckter Illustrationen im Mangastyle. Und es ist mein erstes. Ich habe bisher tatsächlich noch kein komplettes Hörbuch gehört, aber diese Premiere hat sich gelohnt.

Amandas greift hier die Geschichte seines Debütalbums „Sticht“ von 2015 wieder auf und verfolgt sie weiter. Es geht um Untote, um Blut, um Gier und Macht und um Lust. Amandas selbst leiht den Charakteren seine Stimme und erweckt sie zum Leben. Oder sterben, oder Untot sein, wie auch immer.

Begeben wir uns also nach St. Petersburg und verfolgen das Hörspiel.

Kapitel 1: Ich liebe Dich nicht

Shara verzehrt sich nach der narzisstischen Liebe und Anerkennung Eleonoras, der Untoten. Er ist süchtig nach ihr. Abhängig und unterwürfig begehrt er ihren Leib, ihre Seele und ihr Blut. Eleonora verhöhnt ihn, hält ihn an der kurzen Leine und Shara schwört sich, dieses Mal wird es anders. Er wird sie sich diese Nacht nehmen. Ihren Körper und ihr Blut. Denn seinem Körper kann Eleonora nicht widerstehen. Sie versinken in gnadenloser Leidenschaft.

Hier bricht der Song in aller Härte herein. Es ist eine Art Duett, in dem Amandas beiden Seiten seine Stimme schenkt. Shara, der um Eleonoras Liebe bettelt. Und Eleonora, die ihm entgegenschleudert, dass sie ihn nicht liebt. Der Song widerspiegelt mit harten Klängen die ganze Verzweiflung Saras und beleuchtet schonungslos das Thema Co-Abhängigkeit in der Beziehung.

Kapitel 2: Einsamkeit

Hier ist der Song das Kapitel. Shara erwacht und kämpft einen Kampf gegen Einsamkeit und Selbsthass. Diese Stimmung ist perfekt vertont und herausgeschrien. Ein zügiger Song, der den Wunsch weckt auszubrechen aus der kalten Seele und endlich wieder zu leben. Versehen mit schönen Gitarrensoli und ordentlich Kraft dahinter.

Kapitel 3: Dunkelheit

Auf seinen einsamen Streifzügen durch die Nächte von St. Petersburg entdeckt Shara die schöne blauhaarige Venera. Er will sie aussaugen und leiden lassen, doch er kann nicht. Denn in ihren Augen kann er die Sterne sehen und dieser Zauber berührt ihn so sehr, dass er von ihr ablässt und sie vergessen lässt, dass er bei ihr war. Doch er kann sie nicht vergessen, so sehr er es auch versucht. Immer wieder beobachtet er sie, wird schon fast zu ihrem Stalker. Er beobachtet Venera nicht nur, er studiert sie regelrecht. Von Eleonara hat er sich längst entfernt. Nur in seinem Kopf hört er noch ihre verhöhnende Stimme und ihre unerwünschten Kommentare, denn sie sind im Geist nach wie vor miteinander verbunden.

Er sieht für sich nur einen Weg. Veneras Blut und sein Blut. Er geht zu ihr und sie ist verzaubert von ihm. Er trinkt ihr Blut und gibt ihr seins. Ihr Körper und seiner ekstatisch vereint. Dann stirbt Venera.

Das Kapitel wird vom gleichnamigen Song perfekt abgerundet. Kraftvoller Metal mit wuchtigen Gitarren, der für einen bleibenden Eindruck sorgt. Man bekommt das wahnsinnige Gefühl vermittelt, wie es sein muss ein Geschöpf der Nacht zu sein, ohne Grenzen und durstig.

Kapitel 4: Tanz mit mir

Venera wird wiedergeborgen als Untote und entdeckt ihre neuen Möglichkeiten, die neue Intensität von einfach allem. Sie möchte leben, tanzen und Blut. Also brechen sie in die Nacht auf.

Der Song mitten im Kapitel beginnt mit einer Spieluhr und geht dann in ein mitreißendes Duett über, welches, wie der Titel schon sagt, durchaus zum Tanzen einlädt. Und dann wieder mit der Spieluhr ausklingt.

Amandas beschreibt die erste Nacht Veneras als Untote, ihre erste Blutmahlzeit und ihren Tanz mit Shara auf dem Friedhof. Doch auch jetzt gönnt Eleonora ihnen keinen Frieden und wildert in Sharas Gedanken.

Kapitel 5: Göttin

Shara möchte Venera als Ishtars Tochter weihen und erweckt dafür die Göttin des Krieges und der Liebe. Ishtar gibt Venera von ihrem Blut.

Kraftvoll setzt an dieser Stelle der Song ein. Schnell und laut und mit der ganzen Bandbreite seiner Stimme besingt Amandas die Göttin, die mit Shara spielt und ihn gierig macht. Ein wirklich beeindruckendes Stück.

Das Blut scheint Venera zu verändern, alles noch intensiver zu machen. Ishtar spricht nun zu ihr und zeigt ihr die Erkenntnisse der letzten Jahrhunderte und erweckt nie gekanntes Begehren und unbändige Lust.

Kapitel 6: Durch die Nacht

Energiegeladene Gitarren leiten dieses Kapitel ein. Der Song hat einen packenden Sound und man hört Amandas das Vergnügen beim Singen an. Eine Einladung die Nacht in einem Strom von Vergnügungen zu durchfliegen. So ganz ohne Handbremse und Vernunft im Nacken würde sicher jeder die Nacht durchfeiern wollen und bis zum Morgen tanzen. Der Refrain ist sehr einprägsam, ich habe mich später immer wieder beim Summen erwischt. Ein toller Song.

Im folgenden Text beschreibt Amandas einen Jahrmarkt so lebensecht, dass man die Zuckerwatte förmlich riechen kann. Doch nicht nur mit Karussell fahren und Naschereien durchleben Shara und Venera die Nacht. Sondern ganz nach Art der Untoten auch mit Blut, Lust und Neckereien, die an Teenager erinnern, die absolut ausgelassen sind. Die beiden beschließen die Nacht auf einer Privatparty weiter zu durchtanzen.

Kapitel 7: Wie die Wölfe

Auf der Party im Penthouse angekommen, singt Amandas beim Lesen ein Lied von Korn, welches aus den Boxen schallt, à cappella an. Shara und Venera beginnen zu tanzen. Es ist ein Tanz der Derwische, der alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie tanzen an der Decke und jeder schaut gebannt zu.

Wild wie die Wölfe ist auch der einsetzende Song. Beginnend mit Wolfsgeheul, folgen die kraftvollen Gitarren und ein etwas ruhigerer Gesangspart. Der Refrain sorgt für ein eindrucksvolles Bild des Tanzes von Shara und Venera.

Nach diesem wilden Tanz haben die beiden Untoten Durst. Sie reißen den anderen Gästen die Adern und Kehlen auf und feiern eine Blutparty. Sie versinken ineinander; der Engel mit den blauen Haaren und der fragile Musiker. Eine Liebeserklärung, bei der einem warm ums Herz wird.

Kapitel 8: Krieg

Plötzlich wird sich Shara dessen bewusst, dass er Eleonoras Stimme schon eine ganze Weile nicht mehr in seinem Kopf gehört hat. Er ahnt schreckliches. Sie verlassen die Party und Eleonora erwartet sie bereits. Sie nimmt Shara alle Kraft und quält ihn mit schrecklichen Schmerzen, so dass er nichts unternehmen kann, als Eleonora Venera entführt. „Krieg,“ schreit er „den kannst du haben!“

Schneller aggressiver Metal verleiht dieser Kriegserklärung Nachdruck. Schüsse hallen im Hintergrund und Amandas gröhlt, schreit und droht mit allem was Shara Eleonora anzutun gedenkt.

Ishtar versucht Shara im Geiste zu beruhigen, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Als er sich wieder halbwegs bewegen kann …

Das müsst ihr schon selbst herausfinden:-)

So endet dieses einmalige Albook und lässt reichlich Potential für eine Fortsetzung, in welcher Form auch immer.

Fazit:

Ich bin begeistert. Es ist wie gesagt mein erstes Hörbuch gewesen und ich habe es genossen. Amandas hat eine schöne Stimme sowohl zum Singen, als auch zum Lesen. Die Songs vertiefen die Geschichte ungemein und lassen einen noch intensiver mitfühlen. Sprachlich hat er sich für einen guten Stilmix entschieden. Von sanften, wohl überlegten, ja fast schon altertümlichen Wortspielen, bis hin zum modernen What-the-fuck-Slang ist alles vertreten. Gut dosiert und immer passend eingesetzt. Es war meinen Ohren ein Vergnügen dem Gesamtwerk zu lauschen.

Die dazugehörigen Mangas sind schön gezeichnet und ausdrucksstark. Interessanter Weise ist Shara mit roten Haaren und eher androgyn dargestellt. Eine schöne Verbindung zu Amandas selbst, wie ich finde.

geschrieben von Antje Heine

Interview mit und von Amandas Nadel

KKM: Vielen Dank, dafür, das du dir die Zeit, genommen hast, auch ein ausführliches, etwas anderes und mit meinen neugierigen Fragen gespicktes Interview zu beantworten. Als erstes interessiert mich natürlich brennend, wie es dir geht und wie deine letzte Veröffentlichung bei den Fans und der „Fachpresse“ so ankam?

Freu mich sehr über das Interview.
Ja, es geht mir gut. I´m ok.
Du, das bringt mich jetzt zum Lachen, denn die „Fachpresse“ hat auf diese Veröffentlichung nicht reagiert. Nicht ein einziger Journalist wollte eine Rezension schreiben. Offenbar war die Konsumation von 2 Stunden 50 Minuten Hörbuch inklusive Musik zu überfordernd.


KKM: Am 2.2.2020 kam dein neues Albook „ iStar – Durch Die Nacht“ in den Handel. Wie kam es dazu, dass du dich für so eine Art der Veröffentlichung entschieden hast?

Eigentlich war es ein Versuch. Noch niemand vor mir hat so etwas gemacht. Ich denke mit dem richtigen Marketing und einem passenden Vertriebspartner könnte so etwas auch richtig gut klappen. Hörbuch und Musik. Aber ich mache nun mal alles selbst und ich arbeite ohnehin 24/7. Ich tu was ich kann mein Marketing zu verbessern, aber es gehört nicht zu meinen größten Talenten.

KKM: Warum sollte man sich dieses Album unbedingt kaufen?

Weil es das beste ist, was aus mir bis jetzt herausgekommen ist. Weil es einzigartig ist. Musik und eine wirklich berührende Geschichte.

KKM: Ich persönlich habe mich riesig über diese Hammer-Scheibe und die Wahnsinns Aufmachung gefreut. Ist das als eine Hommage an deine langjährigen Fans zu sehen?

Ach. Es ist eine Hommage an Menschen, die ich sehr geliebt habe.

KKM: Wie lange hast du an der Fertigstellung gearbeitet? Wo wurde die CD aufgenommen und produziert?

Viel zu lange. Die Drum-Recordings hab ich schon im August 2017 gemacht, dann kam die Tour mit Stahlmann und Bosch. Viele Hardware und Computer Probleme. Ich habe dieses Album 4 Mal aufgenommen.
Das ist kein Witz. 3 Mal kompletter Datenverlust (bis auf die Drumspuren)
Es war das Anstrengendste was ich je gemacht habe.
Dafür, dass es quasi durch den Rost gefallen ist, ein Wahnsinn.
Aber es musste raus. Ich hätte es durchzogen auch wenn ich daran krepiert wäre.

KKM: Auf welchen wesentlichen Werten beruhen deine täglichen Handlungen, Entscheidungen, Pläne?

Soll ich da jetzt was idealistisches sagen?
Gut. Ich glaube, dass, wie es in der Deklaration der Menschenrechte so schön heißt, die Menschen sich im Geiste der Brüderlichkeit begegnen sollten. Und das sagt eigentlich schon alles.
Egalite – Fraternite – Liberte
Mehr gibt es nicht zu sagen.
Habst Euch lieb. Ich versuchs auch.

KKM: Kannst du deine Visionen mit anderen teilen oder verwirklichen?

Selten. Ich arbeite lieber alleine. Zu viele Jahre haben mir Besserwisser meine Suppe versalzen. Ich hab darauf keine Lust mehr. Ich habe meine Vision und die setze ich um.

KKM: Wie schaffst du es die nötige Balance zwischen Nähe und Distanz zu deinen Fans zu finden?

Keine Ahnung :-D

KKM: Welche Musik läuft bei dir zu Hause?

In den letzten Monaten viel Peripherie, Feared, Steven Wilson, Alter Bridge, Klassik und dann auch sehr gerne Binaural Beats einfach zum Runterkommen oder meditieren. Bei mir läuft alles was ich gut finde. Von Meshugga bis Vivaldi. Aber generell Gitarren-lastig. Nona …

KKM: Was würdest du selbst für viel Geld nicht tun?

Das ist eine Frage, die ich mir noch nie gestellt habe, da mir noch nie jemand Geld geboten hat für etwas worüber es Grund gäbe nachzudenken. Ich hatte zwar schon einige Unterredungen mit Mephisto, aber mit einem Koffer voller Kohle ist er noch nie vor der Türe gestanden.

KKM: Wenn du eine Stadt wärst, welche wäre das und warum?

Nun ich lebe in Wien (nicht gebürtig) und ich liebe diese Stadt wirklich.
Ich bin in der Tat halb Wien halb Los Angeles. Wien wegen seiner morbid, unfreundlichen Freundlichkeit, die immer was charmantes hat und LA für seine Sonnigkeit. Ich war überrascht wie Hilfsbereit die Menschen dort (teilweise) sind. Beispiel: Steigen 3 Leute in den Bus ein, haben aber keine Single Dollar-Scheine. Dann wird in die Runde gefragt und 10 Leute zücken die Brieftaschen und es wird gewechselt. Kein Witz. Das habe ich mehrmals erlebt. Versuch das mal in Wien im Bus … NO F**** WAY :-D :-D

KKM: Welche 3 Bücher haben dich am meisten beeinflusst?

Uff, das ist schwer zu sagen. Gut ich versuchs.
Narziss & Goldmund, das Buch von Thoth und die Akasha Chronik … :-D

KKM: Welchen Film muss man zwingend gesehen haben?

Den, den du selber drehst

KKM: Bist du ein guter Freund?

Diese Frage an mich gerichtet?
Ich habe wenige Freunde. Aber in erster Linie deshalb, weil die, die ich entfernt habe es eben nicht waren :-D

KKM: Wer darf dir sagen, dass du falsch liegst?

Jeder, der schlüssig argumentiert. Ich bin kein Rechthaber. Aber wenn ich weiß, dass ich Recht habe, weil ich Wissen über etwas besitze, dann beißt du dir bei mir die Zähne aus.
Aber ich bin sehr wissbegierig, daher. Raus mit deinen Infos. Es geht nie ums Recht Haben.

KKM: Was würdest du heute deinem jüngeren Selbst empfehlen?

„Scheiss drauf und machs endlich! Du wirst es später ohnehin tun, aber dann wirst du fast 20 Jahre verloren haben.“

KKM: Was würdest du heute/ jetzt studieren, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?

Psychologie und/oder mein Medizinstudium beenden und den Facharzt für Psychiatrie machen.

KKM: Wenn es eine Sache gäbe, die du an dir ändern könntest, welche wäre das?

Ich ändere die ganze Zeit Dinge an mir. Ich bin ja das einzige was ich ändern kann, also fang ich mal da an.

KKM: Wenn du als Tier wiedergeboren würdest, als welches willst du geboren werden?

Der Wolf ist mir am verwandtesten.

KKM: Hast du Hobbies? Welche und warum?

Ich denke abgesehen von meiner Musik, die ich einfach liebe, bin ich einfach ein interessierter Mensch. Briefmarken sammeln wirst du mich nie sehen. Aber ich kann einem Arthouse Film genau so viel abgewinnen, wie einem Vortrag von Prof. Lehofer Facharzt für Psychiatrie (LSF Graz). War ein Riesenfan von ihm, als ich noch studiert habe. Ein Wahnsinns-Typ. Wenn der den Hörsaal betreten hat und zu „flüstern“ begonnen hat wars still. Sein Vortrag so fesselnd und interessant. Da hat nie jemand auch nur kurz an tratschen gedacht.
Hobbies …
Ich weiß nicht … so was hab ich nicht.
Ich hab keine Zeit für Hobbies. Ich bin die ganze Zeit beschäftigt mit Dingen, die mich interessieren.

KKM: Wo fühlst du dich zuhause?

Das ist kein Ort. Ich fühle mich zuhause wo ich geliebt werde. Geographie ist unwesentlich.

KKM: Welches Getränk bestellst du an der Bar?

Ich geh nicht mehr in Bars :-D Und wenn eine Tasse Tee oder Mineral. Alle 3000 Jahre vielleicht ein kleines Bier.

KKM: Welcher Mensch kommt dir in den Sinn, wenn du das Wort erfolgreich hörst?

Jesus von Nazareth.
Wenn du drüber nachdenkst wirst du mir recht geben.
Das müssen die Stones erstmal schaffen.

KKM: Wenn du einen deiner Sinne abgeben müsstest – hören, sehen, fühlen – welcher wäre das?

Tu ich nicht :-D

KKM: Kannst du über dich selbst lachen?

Ja. Sehr gerne. Über sich selbst zu lachen ist sehr aufschlussreich. Man lernt sich dabei lieben und sich auch nicht zu ernst zu nehmen.

KKM: Was kannst du nur mit Humor ertragen?

Uninteressierte Menschen, oder besser: Menschen, die auf ihr Unwissen stolz sind und die mit drei Worten zu erkennen geben, dass da der Abyss hinter der Schädeldecke lauert.

KKM: Was hat dich dazu bewegt das zu tun, was du heute tust?

Mein rebellisches Wesen

KKM: Welches war der schlimmste Job den du jemals hattest?

Ich hatte schon eine Menge schmutzige Jobs in Fabriken mit Nachtschichten, aber am meisten habe ich die Zeit als Callcenter-Agent im RTL-Shop gehasst.

KKM: Welchen Toten würdest du gerne wiedersehen?

Ach ich hätte ein paar Fragen an meine Altvorderen. Das ist nicht nur einer.

KKM: Hast du Angst vor dem Tod?

Kennst du jemanden der keine Angst davor hat? Ich verrat Dir was, alle die behaupten, sie hätten keine, lallen Dich mit Nonsens zu. Der Tod, the last frontier, das absolut Unbekannte ist für jeden auf seine Weise eine mehr oder weniger große Herausforderung und ich beschäftige mich viel damit. Denn ich halte es für wesentlich sterben zu lernen. „Ars moriendi“ nannte man das im Mittelalter. Würde unserer Zeit, die den Tod so ausblendet, nicht schaden.
Der Mensch macht alles nur im Angesicht des Todes. Er ist die Triebfeder unseres Schaffens.

Ich wünsche dir für die Zukunft alles was du dir wünschst und ich wünsche mir und deinen Fans, das wir noch sehr lange von dir hören und dich bald mehr live sehen;-) Die letzten Worte in diesem Interview überlasse ich dir:-)

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Website: www.amandasnadel.com
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Instagram: www.instagram.com/amandasnadel

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