Florian Grey – Ritus – Rezension

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Wer auf den guten alten Gothic-Rock steht, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Die 2013 gegründete Band rund um den Hamburger Mastermind Florian Grey legt mit „Ritus“ ein wirklich gutes Zweitwerk vor.

Ritus“ wurde am 18.05.2018 veröffentlicht. Aus dem Album wurden mit „My Babylon“, „Until we go down“ und dem jüngst erschienenen „Relief“ bereits einige Singles ausgekoppelt.

Den Reigen eröffnet der Titel „Bluecifer“. Er ist ein schwungvoller Einstieg in das Werk, welches einen sofort packt, was zu großen Teilen sicher auch an dem beeindruckenden Bariton von Florian Grey liegt.

Until we go down“ macht schnell klar, warum dieser Song als Single ausgewählt wurde, denn Stimme und Soundgerüst passen hier einfach perfekt zusammen. Das Musikvideo hierzu untermalt außerdem sehr schön die transportierte hoffnungslose Stimmung.

Ein sehr eingängiges und wunderbar wehmütiges Stück ist „Bereft“. Auf einen ruhigen Anfang folgen kraftvolle Gitarren und wieder ruhigere Zwischenpassagen, abgerundet von der ruhigen und tiefen Stimme.

Bei „Glimmer“ findet ein kleiner Stilmix statt. Es lassen sich hier kurze Sprachpassagen finden, die aber gut in das Lied hineinpassen. Das Stück erzählt von all den Erfahrungen, die man im Leben so machen muss.

Die jüngste Singleauskopplung „Relief“ fügt sich als schneller kraftvoller Titel ebenfalls perfekt in das Album ein.

Einer meiner Favoriten ist der Song „A cold days night“. Es ist ein sehr ruhiges Stück, in dem die Stimme von Florian Grey klar im Vordergrund steht. Die längeren Instrumentalstücke prägen das Lied auf ihre Weise und vermitteln das Gefühl von einem kalten Herbstabend, an dem man sich irgendwie verloren fühlt.

Den Abschluss des Albums bildet das sieben minütige Stück „Catharsis“. Ein Lied, welches die Zeit voll ausnutzt um sich langsam zu entfalten. Der Gesang setzt hier erst spät ein und ist dann gewohnt aussagekräftig. Mit geisterhaften Klängen, wie ein kalter Windhauch, lassen sie das Werk ausklingen.

Für mich ist „Ritus“ seit langem eins der besten Gothic-Rock Alben, mit 12 Songs von denen es keinen gibt, der mir nicht gefällt. Ich bin gespannt darauf mehr von Florian Grey zu hören.

geschrieben von Antje Montag

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Label: http://www.echozone.de/