Dead Leaf Echo – Beyond Desire – Rezension

 

Nach dem ersten Album des Künstlerkollektives aus Brooklyn im Jahr 2013, war es erst einmal ruhig um die Amerikaner. Aber am 13.10.2017 legten sie mit ihrem neuen Werk „Beyond Desire“ nach und führen ihre Hörer in 10 Songs geradewegs zurück in die 80er Jahre. Mit Echos, verzerrten Stimmen und reichlich Synthies ist alles vertreten, was das Retro-Herz begehrt. Vom Sound her erinnert das Werk an The Cure in einer relativ ruhigen Variante, gemischt mit etwas, dass man nicht richtig erfassen kann.

Los geht das Album mit „Desire“ einem kurzem Intro, welches direkt überleitet zum ersten Song „Temple“. Dieses Stück erinnert wirklich sehr stark an die Band um Robert Smith, mit einer weiblichen Stimme im Background. Fortschreitend nimmt der Song an Tempo zu und hat zum Schluss hin einen fast außerirdischen Sound.

Eine recht eingängige Melodie hat „Lemonheart“. Umgeben von teils unruhigen, teils ruhigen Elementen der Synthesizer hat dieses Stück eine ganz eigene Dynamik. Für die Verhältnisse von Dead Leaf Echo ist dieser Song mit seinen ca. 3 Minuten ein eher kurzes Stück.

Das Titelstück „Beyond Desire“ ist langsam und tragend. Die Stimme von Ana B. haucht dem Lied neben Sänger LG Galleon Leben ein. Zwischendrin ertönt ein Geräusch, welches an „Game Over“ erinnert, bevor der Sound wieder an Fahrt aufnimmt.

It’s Starting to Happen“ bildet einen stiltreuen Abschluss des Albums. In den knapp acht Minuten hat man das Gefühl in den Weltraum getragen zu werden, verwickelt in eine Art geordnetes Chaos, welches ab und an von ruhigen Passagen unterbrochen wird.

Alles in Allem ist das neue Werk von Dead Leaf Echo etwas für die Nostalgiker unter uns, die den Sound der 80er Jahre suchen und lieben. Das Album ist aus einem Guss und viele Songs gehen weit über die normale radiotaugliche Länge hinaus. Für meinen Geschmack könnte es jedoch etwas mehr stimmliche und musikalische Abwechslung vertragen.

geschrieben von Antje

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