Betti Stewart – ‚Chameleon Girl‘- New EP- inklusive Interview :-)

„Nun … was soll ich sagen?
Eine Frau mit Sonne in der Stimme.
Poetisch. Athletisch. Charismatisch.
Eine Frau mit Handschlags-Qualität und einem strahlenden Herzen, die ihr
Heimatland auf der Suche nach der Liebe verlassen hat, nur um sich selbst zu finden.
Und was für eine kostbare Entdeckung!
Hör´s Dir an und beweise, dass ich falsch liege …“

[Amandas Nadel – Produzent]

Vielseitig, farbenfroh und voller Überraschungen; das ist ‚Chameleon Girl‘.
Die EP beschreibt die Emanzipation der Betti Stewart in sieben sehr persönlichen
Liedern. Mal ätzend, mal zerbrechlich, aber immer mit Leidenschaft in den Adern.

Betti Stewarts Gesangslaufbahn begann, als sie mit acht Jahren beim
alljährlichen Krippenspiel in ihrem Heimatort in Deutschland den Engel
darstellte. Dann folgte jedoch eine Pause, in der sie aufwuchs, heiratete,
ins Ausland zog, sich irgendwann wieder scheiden ließ und 2004 schlussendlich in
Wien aufschlug. Begründung: „Da war ich noch nie.“

Und obwohl sie in einer der schönsten Musikmetropolen der Welt lebte, tauchte
sie erst 2010 in ihre alte Leidenschaft des Singens wieder ein. Auf der Suche nach ihrer musikalischen Nische  entdeckte sie ihre Vielfältigkeit, die sie in diversen Rock-, Ambient
Electronic-, Acoustic- und Alternative-Bands bewies. Seit 2012 ist sie als Backing-Sängerin fester Bestandteil der Amandas Nadel Band.

Zusätzlich hat sie in den vergangenen Jahren ihre Liebe zum Schreiben entdeckt. Nebst einigen Lyrics für die Bands, in denen sie sang, nutzte sie ihre kreativen Schübe auch, um Gedichte zu schreiben, die ihre eigene Gefühlswelt und Lebensweise widerspiegeln. Einige dieser Gedichte wurden nun musikalisch vom Produzenten Amandas Nadel umgesetzt und das Resultat ist ‚Chameleon Girl‘. Eine EP mit sieben wundervoll melodiösen und mitreißenden Rock Songs, die die Verwandlung eines schüchternen Mädchen zu einer selbstbewussten Frau feiern.

 

 

Review Betti Stewart – „Chameleon Girl”

Betti Stewart „ is in the House“, am 05.06. kam ihre e.p. “chameleon girl” raus und die höre ich mir jetzt für euch an!

Betti S. wohnt in Wien und macht „farbenfrohe?“, „ätzende?“ (es steht so im Pressetext) aber auch zerbrechliche Musik mit eigenen Texten, das ist meistens gut!

Das erste Lied kommt so auch sehr „rockig“ rüber, es fängt an mit „Bye Bye“ (etwas früh) aber ein schöner Anfang und gar nicht „ätzend“, es geht wohl darum einen Mann zu verabschieden und einen neuen ranzuholen?! (Bye Bye …. & Hello Mr. Love), geht gut in die Ohren!

Lied zwei „Chameleon Girl“, ich dachte zuerst sie ist Fan der Chameleons (?), aber es geht wohl darum wie man sich verändern kann, der „rockige“ Style geht weiter, mehr poppig als alternative bisher. An was erinnert mich das bloß ……? Etwas zwischen Pink und …..?

Okay mal „Cool Down“, da streiten sich doch zwei, dann geht die Musik los, die Stimme beginnt, Roxette „auf speed“, ich komm nicht drauf a was mich das erinnert, guter Song!

Mal sehen, sie will Espresso, „Inc & Bones“, die Strophe ist was fade, als der schnellere Teil losgeht wird es besser, aber es ist nicht sehr eingängig, der ruhige Zwischenpart ist dann doch wieder sehr gut und das Gitarrensolo danach auch.

Not Yours Forever“, der Titel sagt klar worum es geht, die Gitarren legen los und leiten einen schön ein, der Refrain ist super, das Schlagzeug kommt heftiger als es bräuchte, ist dafür aber ziemlich weit „hinten“, ein tolles Lied, schön abwechslungsreich. Jetzt wird es ruhiger, schöner Gesang neben der Gitarre, der Rest der Band setzt später ein, in „Sunrise & The Tube“ geht’s verträumter zu, bis zum Refrain der dann nochmal „abgeht“, einer der besten Songs auf der e.p.

Sie trinkt diesmal lieber Kaffee als Espresso, aber sie wacht auch grade erst auf, „Wake Up & Call“, wieder so ein „Stinksack“ der seiner Frau sagen will was sie tun soll, aber sie ist keine Puppe und mach da nicht mehr mit, richtig so, schöner Text!
Nun komm ich drauf, es ist ein Mix aus Dolores O’Riordan, Marie Fredriksson, Pink und Melissa Etheridge was ich da aus der Stimme raus höre, eigentlich eine perfekte Mischung!

Am Ende muss ich sagen ist das schon eine gute EP mit Luft nach oben! Mal sehen was da noch kommt!

Tipp: Not Yours Forever, Bye Bye

geschrieben von Karsten Zakrzewski

 

Interview mit Betti Stewart

KKM: Hallo, schön das Du Dir die Zeit nimmst für ein kurzes Interview. Legen wir gleich los. Wie würdest Du Dich und Deine Musik jemandem beschreiben der Dich noch nie gehört hat?

Eine zeitlose Frau, die zeitlosen Rock macht.

KKM: Im Juni erscheint deine EP „chameleon girl“. Das hört sich nach einer aufregenden Zeit an, sowohl davor, als auch danach. Wie empfindest Du die Zeit bis hier hin? Auf was bist Du am meisten gespannt?

Ich bin ein furchtbar ungeduldiger Mensch. Natürlich kann ich es kaum erwarten, bis die EP veröffentlicht wird, zumal jetzt alles in trockenen Tüchern ist. Ich bin einfach nur unglaublich auf die Reaktionen gespannt. Das ist mein erstes Solo-Projekt, und auch wenn ich den Rückhalt und Feedback von Familie und Freunden habe, möchte ich natürlich wissen, wie ‚Fremde‘ meine Musik aufnehmen.

KKM: Gibt es bei Dir bestimmte Rituale?

Nein, ich bin rational und überhaupt nicht abergläubisch. Ich gehe auch gerne mal unter einer Leiter durch und weiche keinen schwarzen Katzen aus :).

KKM: Welches war Dein bislang prägendstes musikalisches Erlebnis?

Das Tourleben mit Amandas Nadel und Band. Auch wenn es anstrengend ist, tausende von Kilometern zu fahren, ist es immer wieder großartig in einer anderen Stadt auf der Bühne zu stehen, Leute zu begeistern und neue Kontakte zu knüpfen. Und ich bin ein großer Fan vom Backstage Catering :).

KKM: Inwieweit unterscheidet sich „chameleon girl“ von Deinen bisherigen Veröffentlichungen?

Ich habe zwar schon einige Songs auf Youtube veröffentlicht, aber es gab nie etwas ‚Offizielles‘. In den vergangenen Jahren habe ich versucht, den Stil zu finden, in dem ich mich ‚zu Hause‘ fühle. Das ging von Pop über Electronic bis zu Covers. Im Genre Rock fühle ich, bin ich angekommen.

KKM: Ist „chameleon girl“ als Konzeptalbum angelegt? Wenn ja, welche Geschichte steckt dahinter?

Es ist schon ein Konzept dahinter. Im Grunde genommen geht es um meine Entwicklung und Emanzipation. Ich habe, wie andere Menschen auch, viele emotionelle Wandlungen erlebt und bin mit den Jahren stärker geworden. Ich habe jung geheiratet, quasi fast gleich von der Schulbank weg, und bin mit meinem (jetzt Ex-)Mann nach England gezogen. Ich habe wahrscheinlich viel verpasst, was andere junge Frauen in den 20ern und frühen 30ern erleben. Als ich nach vierzehn Jahren in England 2004 nach Wien kam, hatte ich viel nachzuholen. Ich hab in den letzten Jahren viel Schönes und auch Beschissenes erlebt, habe aber durch beides viel gelernt und bin zu einem Menschen geworden, den ich mag. Ups and Downs wurden von mir irgendwann mal schriftlich festgehalten, in Gedichten und Geschichten. Und diese wurden nun zum Teil in ‚Chameleon Girl‘ verarbeitet.

KKM: Was müssen wir über „chameleon girl“ unbedingt wissen?

Das Album ist ein Spiegel meiner selbst und absolut authentisch.

KKM: Schreibst Du alle Texte selbst? Wie entstehen neue Songs bei Betti Stewart?

Alle Texte kommen von mir, ja. Die überfallen mich mehr oder weniger überraschend. Gedanken, die mir durch den Kopf gehen, verwandeln sich manchmal in die ersten zwei, drei Zeilen von einem Gedicht oder Lyrics und dann sprudelt der Rest eigentlich recht schnell heraus. Ich denke nicht groß nach, wenn ich schreibe. Manchmal scherze ich, dass ich von einem verarmten, betrunkenen Dichter besessen bin, der mich als Medium benutzt :-D.

KKM: Du bist als Solokünstlerin unterwegs oder wird es auch eine Band geben, die Dich bei Auftritten unterstützt?

Mir ging es in erster Linie darum, das Album fertig zu stellen. Bisher gibt es keine Pläne für Live Auftritte.

KKM: Seit Ihr Euch immer einig oder gibt es zwischendurch auch mal Meinungsverschiedenheiten?

Wenn du meinen Produzenten Amandas Nadel und mich meinst, muss ich zugeben, dass es manchmal kracht, ja. Nicht aufgrund von künstlerischen Differenzen, da sind wir so vollkommen d’accord, dass es schon unheimlich ist. Aber ich bin, wie schon erwähnt, eine ungeduldige Person und hab eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Da kommt es hin und wieder vor, dass ich explodiere und diese tpyischen ‚Ich kann so nicht arbeiten!‘-Anfälle habe :).

KKM: Hast Du musikalische Vorbilder?

Nein. Ich mag und bewundere viele Musikerinnen, bin mir aber meiner Fähigkeiten und Grenzen bewusst. Mein elftes Gebot ist ‚Du sollst dich nicht vergleichen‘.

KKM: Wenn Du Dich mit einem Filmtitel beschreiben müsstest, welcher wäre es?

‚Manche Mögen’s Heiß‘

KKM: Was muss im Backstage UNBEDINGT vorhanden sein?

Bourbon. Typisch Rock’n Roll! :-D

KKM: Danke das Du Dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten und viel Erfolg mit dem neuen Album!

geschrieben von Claudia Tomaszewski

Reinhören: 

Facebook: https://www.facebook.com/bettistewartvox/

Kontakt: Betti Stewart – lastewart@gmail.com – tel: 004369918706239
Produktion: Amandas Nadel – master@amandasnadel.com – tel: 00436764082862