Unzucht – Jenseits der Welt – VÖ: 7/2/2020

Auf „Jenseits der Welt“ schicken Unzucht ihre Hörer auf eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele. Zwischen eingängigem Dark Rock, pfiffigem Alternative und harten Gitarren reitet die Band auf einem Tsunami der Kreativität, in dem Donnerschlagriffs und hymnische Refrains sich so flüssig vermischen wie nie zuvor.

„Jenseits der Welt“ packt, fordert, verstört und versöhnt.“, zeigt sich Bassist Don Canone von seinem ersten Unzucht Album begeistert. „Es begräbt den Hörer unter tonnenschweren Rifflawinen, nur um ihn kurz darauf auf den ausgebreiteten Flügeln einer Hymne in den Nachthimmel zu entführen.“ Recht hat er, denn „Jenseits der Welt“ haben sich Unzucht endgültig ihr eigenes Paralleluniversum erschaffen. Konsequent wie nie zuvor legt die Band ihr bis dato mutigstes und komplettestes Album vor – und schließt damit das erste Jahrzehnt einer atemberaubenden Reise ab.

„Jenseits der Welt“ erscheint nicht nur als einfache CD, die Die-Hard Fans bekommen die Vollbedienung mit dem auf 666 Einheiten limitierten, handnummerierten „Jenseits der Welt“ Boxset: Neben dem Album gibt es hier die exklusive Bonus CD „Kein Land in Sicht“. Dazu gibt es nicht nur ein Echtheitszertzifikat und einen gewebten Patch, sondern auch alles, was man für einen entspannten Abend in guter Gesellschaft braucht: Ein Würfelbeutel mit fünf Würfeln in speziellem Unzucht Design. Dazu fünf Bierdeckel mit dem Albumcover und ein Flaschenöffner. Das Bier müsst ihr euch selbst besorgen, aber dann steht einem entspannten Abend ganz im Sinne der Unzucht nichts mehr im Wege!

Tracklist:
„Jenseits der Welt“
01 Jenseits der Welt
02 Ich und Du
03 Sonnentod
04 Horizont
05 Misanthropia (feat. Andy Dörner)
06 Chamäleon
07 Nein
08 Unsterblich
09 Monsterfreilaufgehege
10 Frieden
11 Panzerechse
Bonus CD „Kein Land in Sicht“
01 Kein Land in Sicht
02 Nein – De Clercq Remix
03 Sonnentod – Groovenom Remix
04 Monsterfreilaufgehege – Johnny Deathshadow Remix
05 Ich und Du – Alienare Remix
06 Misanthropia – Bonus Version

Rezension: 

Unzucht – Jenseits der Welt

Ich bin ehrlich, so richtig wusste ich nicht, was mich wohl beim neuen Album von Unzucht erwarten würde. Bisher hatten sie eher nicht in meinem Fokus gelegen, aber ich war überrascht. Der Gang zum Musikhändler eures Vertrauens, falls man das heute noch macht, lohnt sich ab dem 7. Februar 2020 auf jeden Fall. Mit „Jenseits der Welt“ schicken die unzüchtigen Herren nun bereits Album Nummer 6 in die weite Welt hinaus. Seit 2009 zählen Unzucht wohl schon zu dem, was man (Schublade auf) die neue deutsche Härte nennt (Schublade zu). Und harte Klänge gibt es hier ganz sicher auf die Ohren. Das die Stimme vom Schulz mich an einigen Stellen stark an Louis Manke von Staubkind erinnert, passt erstaunlich gut zur Stimmung der Songs. Meine Musikanlage hat sich jedenfalls gefreut. Bereits der Titelsong „Jenseits der Welt“ bietet einen kraftvollen Einstieg mit einem ordentlichen Gitarrensolo. Der Refrain ist eingängig, und ich finde es schön, dass man sich einmal nicht anstrengen muss, um den Text zu verstehen, denn der ist recht deutlich. Ich und Du“ hat bei mir für einen ordentlichen Ohrwurm gesorgt, den ich noch 2 Tage später vor mich hin gesummt habe. Es ist etwas ruhiger, aber dafür wirklich sehr eingängig. Ebenfalls ruhig, schon fast eine Ballade ist „Horizont“. Der Song beschreibt so manch ausweglos erscheinende Situation perfekt, ebenso wie das Gefühl jetzt einfach die Segel zu setzen und sich davon zu machen.

Metal at its best ist „Misanthropia“. Unterstützt von Andy Dörner (Caliban), der seine Röhre hier ordentlich einsetzt, ist dieser Song einfach nur schnell, laut und eine tickende Bombe. Zum Ende hin machen Unzucht ihren „Frieden“ mit dem gleichnamigen Song. Es ist mit fast sechs Minuten Spielzeit ein recht langes Stück, bestehend aus einem Wechsel von laut und leise, eben genauso wie man so seinen Frieden mit den Dingen macht. Zwischendrin denkt man, das Lied wäre vorbei, doch dann hauen sie nochmal ordentlich rein, bevor das Album mit „Panzerechse“ seinen instrumentalen Ausklang findet.

Alles in allem war ich von „Jenseits der Welt“ positiv überrascht. Wer die Songs auch gerne in einem anderen Gewand hören möchte, dem sei die Limited Edition des Albums empfohlen, auf dem sich äußerst hörenswerte Remixe u.a. von Alienare und Johnny Deathshadow befinden. Ich werde mir Unzucht auf dem M’era Luna definitiv anschauen. Wer nicht so lange warten möchte kann, die Herren aber auch ab dem 20. März 2020 auf ihrer Tour besuchen.

geschrieben von Antje Heine

 

Tourdaten: 

LineUp:
De Clercq – Guitar, Electronics
Der Schulz – Vocals
Don Canone – Bass
Fuhrmann – Drums

Facebook: https://www.facebook.com/Unzucht/

Website: http://www.unzucht-music.com/